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JP 2005
Originaltitel:Tôkyô zonbi
Alternativtitel:Tôkyô zombie
Länge:103:53 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Sakichi Satô
Buch:Yûsaku Hanakuma, Sakichi Satô
Kamera:Isao Ishii
Musik:Hiroshi Futami
SFX:Atsushi Doi
Darsteller:Tadanobu Asano, Sho Aikawa, Erika Okuda, Arata Furuta, Hina Matsuoka, Satoshi Hashimoto, Masaki Miura, Yoshiyuki Morishita, Yasuhi Nakamura, Harumi Sone, Maria Takagi, Mitsuki Tanimura, Kazuo Umezu
Vertrieb:I-On New Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:26.01.2007 (Kauf)



Inhalt
Alfred und Mitsuo sind ein eingeschworenes Team, die ihr gesamtes Leben gemeinsam verbringen. Zusammengeschweißt werden sie durch ihre große gemeinsame Leidenschaft: Ju-Jitsu-Karate! Ihr großer Traum ist es, eines Tages in Russland zu lernen, wie man der stärkste Mann der Welt wird. Doch ihr einfaches Leben wird abrupt unterbrochen als von der größten Mülldeponie Japans plötzlich Zombies in die Großstadt strömen. Da sich die Zombieseuche in der Millionenstadt rasch ausbreitet, wird für die beiden Kampfsportler klar, dass sie diese Herausforderung annehmen müssen. Gemeinsam und mit Hilfe all ihrer Trainingserfahrung, machen sie sich auf, Tokio, Japan und die ganze Welt vor den Zombies zu retten ...

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Close-Ups sehen sehr detailliert aus, wie es bei asiatischen Filmen eher selten vorkommt. Auch sonst ist die Detailschärfe ok, wegen geringer Ghosting-Anzeichen (weniger als üblich, aber merklich) sind aber Bewegungen schon etwas schwächer. Des Öfteren verbreitet der Film den Eindruck, auf Digital Video gedreht worden zu sein. Die etwas blassen Farben sind aber wohl eher stilistisches Mittel denn Mangelerscheinung. Der Kontrast schwächelt ein wenig, weil es immer wieder zu Überhellungen kommt und die zweite Filmhälfte einen etwas düsteren Eindruck macht, was aber wohl so vorgesehen ist. Seltsamerweise tritt keinerlei Bildrauschen auf; ebensowenig macht die Kompression oder Schmutz Probleme.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Betrachtet man die Musik und die Sprache, dann geht der deutsche 5.1-Mix völlig in Ordnung. Dem Score wohnt eine angenehme Dynamik inne und ein gewisses Maß an Bass wird man auch hören. Die Stimmen landen sogar hin und wieder auf den hinteren Lautsprechern, aber das passiert zu selten und zu leise. Man merkt also kaum Aktivität von den hinteren Lautsprechern aus, was zu einem ungenügenden Surround-Gefühl führt. Der Originalton kann das ein wenig besser. Am besten zeigt sich das während des Flugzeugabsturzes, dessen zwei Explosionen erst im Japanischen auch schön durch die Rears wandern und dabei auch wuchtiger klingen. Auch die Hintergrundgeräusche lassen sich eher heraushören, wobei der eigentliche Klang ähnlich gut ist und kaum Wünsche offen lässt. Wer möchte, kann es mit den deutschen Untertiteln versuchen. Das Timing und die Übersetzung passen zwar nicht zur deutschen Synchro, scheinen dafür aber dem Original zu entsprechen.
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Extras
Extras
  • Making Of (53:06 Min.)
  • Gesprächsrunde mit Tadanobu Asano und Show Aikawa im HMW (10:36 Min.)
  • 2 Trailer (2:42 Min.)
  • 3 TV-Spots (0:52 Min.)
  • Trailershow:
    • Cutie Honey (1:59 Min.)
    • Neighbour No. 13 (1:37 Min.)
    • Red Shoes (2:08 Min.)
    • Saikano (1:14 Min.)
    • Severed - Forest Of The Dead (1:16 Min.)
    • Survive Style (1:33 Min.)
VerpackungDigiPack in Schuber
 Das Coverartwork und die stilvolle Verpackung gewinnen schon mal einen Extrapunkt in dieser Kategorie. Die DVD hat ein fast einstündiges, sehr kurzweiliges, weil ebenso lustiges Making Of vorzuweisen und ein etwas 10minütiges Interview mit den Darstellern. Außerdem werden noch 2 Trailer und 3 TV-Spots vorgestellt, wobei das Menu erstmal nur den Anschein macht, es gäbe jeweils nur einen Clip davon.
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Fazit
Im Tokio der Zukunft scheint den Menschen jeglicher Sinn für den Umweltschutz abhanden gekommen zu sein, wie sonst ließe es sich erklären, dass jeder seinen Abfall einfach auf einen Haufen schmeißt, aus welchem der Black Fuji, ein gigantischer Müllberg, hervorging. Nun darf man hier keine größeren sozialkritischen Untertöne erwarten, lediglich einige Hardliner mögen aus der Tatsache, dass mit einem Mal die neben dem Restmüll ebenfalls reichlich dort entsorgten Leichen beginnen, aus dem Morast zu kriechen, eine Parabel auf die auch in Asien problematischen Umwelt- und Klimazustände erkennen (wollen). Realistisch betrachtet präsentiert sich "Tokyo Zombie" allerdings eher als Persiflage auf diverse Genre-Klassiker und George A. Romeros Interner Link"Land of the Dead".
Die beiden Hauptfiguren, bei denen schwer zu sagen ist, ob sie in erster Linie durch ihre Blödheit oder durch ihre Frisuren charakterisiert werden, bemühen sich in der Perfektionierung ihrer Jiu-Jitsu-Fertigkeiten, was eines Tages zu einem "Unfall" ihres Chefs führt. Bei der scheinbar salonfähig gewordenen Entsorgung des Körpers auf dem Black Fuji begegnen ihnen die ersten lebenden Toten, welche alsbald den Großraum Tokio überrennen sollen. Unsere beiden Hobby-Kampfsportler beschließen daraufhin, sich nach Russland abzusetzen, schließlich findet man nirgends auf der Welt - schon gar nicht in den Vereinigten Staaten - stärkere und mutigere Kämpfer als dort. Aufgrund mangelnden Orientierungssinns und anderen Turbulenzen sollen unsere Helden jedoch nie dort ankommen, sondern verlieren sich vielmehr gegenseitig aus den Augen.
Fünf Jahre später begegnen sie sich in einer Arena endlich wieder. Hier haben sich die Reichen eine Zuflucht vor den mittlerweile zur Landplage gewordenen Zombies errichtet, in der sie die Armen wie Sklaven halten und sie zudem zu ihrer Unterhaltung missbrauchen. Der vermutlich dem Fiddler’s Green vergleichbaren Langeweile wird durch aufregende Gladiatorenkämpfe entgegengewirkt, bei denen bedauernswerte Menschen den Wiedergänger gegenüberstehen.

Auch wenn diese Begebenheiten hinter "Tokyo Zombie" eine reine Parodie vermuten lassen, basiert die Geschichte doch auf einem Manga, wie man in der ausführlichen Dokumentation "Making of the Dead - Die von Tokyo Zombie gebissenen Männer" erfährt. Dementsprechend schrill fällt auch die Zelluloidversion aus, wobei noch mehr Augenmerk auf bekloppten Humor und eine ganze Schippe Slapstick gelegt wird. Wer also auf den meist völlig abgedrehten japanischen Humor steht, sollte in diesem Fall blind - zur Not auch mit zusätzlich verbundenen Augen - zugreifen. Aber auch Normalgucker mögen sich an dem kunterbunten Treiben amüsieren, wenngleich hier ein gewisser Hang zum Nonsens gegeben sein sollte.



Bilder der DVD




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