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USA 2006
Originaltitel:Talladega Nights: The Ballad of Ricky Bobby
Alternativtitel:High, Wide, and Handsome
aka. Talladega Nights
aka. Untitled Will Ferrell NASCAR Comedy
Länge:116:31 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Adam McKay
Buch:Will Ferrell, Adam McKay
Kamera:Oliver Wood
Musik:Alex Wurman
SFX:Gary Elmendorf
Darsteller:Will Ferrell, Amy Adams, Sacha Baron Cohen, Leslie Bibb, William Boyer, Gary Cole, Elvis Costello, Jason Davis, Michael Clarke Duncan, Angie Fox, Greg Germann, Cal Johnson
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:06.03.2007 (Verleih) / 03.04.2007 (Kauf)



Inhalt
Alles, was Ricky Bobby jemals wollte, war schnell zu sein ... richtig schnell. Schon sein ganzes Leben lang träumte er davon, eines Tages in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, der einst die Familie verließ, um seine Rennfahrerkarriere zu verfolgen. Schnell steigt auch Ricky zum Star der NASCAR-Szene auf. "Wenn du nicht der Erste bist, bist du der Letzte", lautet sein Motto. Auf dem Gipfel seiner Karriere hat er alles, was er sich nur wünschen kann: eine schöne Frau, ein großes Haus am See, zwei aufgeweckte Söhne, hochdotierte Sponsoren-Verträge und eine Siegesserie, die von Daytona bis Darlington reicht.

Doch dann muss der Nationalheld lernen, dass man im Rennsport genau wie im wahren Leben vor allem auf die Kurven achten muss: Nach einem schweren Unfall ist für Ricky nichts mehr wie zuvor und er muss wieder ganz von vorne anfangen. Nachdem sein bester Freund Cal sowohl seine Frau als auch seine Karriere "übernommen" hat, ist Ricky wild entschlossen, ein Comeback zu wagen. Und sein alter Vater hat genügend Tricks auf Lager, die Ricky dabei helfen, seine Angst vor dem Steuer zu überwinden, um endlich wieder auf den Superspeedway zurückzukehren ... Denn es kann nur einen König der Rennfahrer geben!

Bild
Format2,40:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Farben sind satt und kräftig, der Kontrast überzeugt durch seinen hervorragenden Schwarzwert, welcher dem Transfer eine gute Plastizität verleiht. Insgesamt wirkt das Bild aber eine Spur zu dunkel und verschluckt einiges an Details. Die Schärfe befindet sich auf einem angenehmen Niveau, wobei sie hin und wieder deutlich nachlässt und ruhig detaillierter hätte ausfallen dürfen. Hier sprechen wir vor allem von Aufnahmen in Halbtotalen und Totalen, die deutlich zu weich wirken. Zudem trüben in Kameraschwenks unschöne Bewegungsunschärfen den Sehgenuss ungemein und es entstehen sehr oft hässliche Treppenmuster und Ausfransungen, wodurch die ordentliche Kantenschärfe stellenweise recht schlecht abschneidet. Dafür ist der Transfer frei von jeglicher Art der Verunreinigung und Bildrauschen ist ebenfalls kaum sichtbar. Andererseits zeichnet sich leichtes Blockrauschen auf homogenen Flächen ab und hin und wieder arbeitet auch die Kompression nicht zufriedenstellend. Insgesamt können wir mit dem Bild aber durchaus zufrieden sein.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Estnisch, Litauisch, Niederländisch, Türkisch
 Die Sprachwiedergabe des deutschen Dolby Digital 5.1-Mixes ist stets gut verständlich, könnte aber es natürlicher wirken, denn im Vergleich zur englischen Sprachwiedergabe klingt der deutsche Mix etwas dumpfer und gibt die Höhen etwas unsauberer wieder. Auch die restliche Klangkulisse wirkt etwas gedrungen und es fehlt deutlich an Weiträumigkeit. Zwar werden die Rears häufig für Umgebungsgeräusche genutzt, allerdings verschenkt man beim Surround-Mix deutlich Potenzial. Obgleich der Score teilweise mit einem satten Bass aufwarten kann, wirken z.B. die Rennszenen deutlich zu kraftlos und es fehlt an der nötigen Dynamik. Der englische Mix bietet ein wesentlich besseres Verhältnis zwischen Dialogen und Umgebungsgeräuschen, wodurch das Klangbild nicht nur natürlicher und klarer, sondern auch etwas weiträumiger wirkt. Aber auch hier hätten wir uns etwas mehr Kraft für den Effektbereich gewünscht. Optional lassen sich diverse Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar mit Regisseur und Freunden
  • Entfallene und erweiterte Szenen:
    • Der Wille zum Sieg (0:40 Min.)
    • Carley braucht einen Gewinner (2:39 Min.)
    • Werbung auf der Windschutzscheibe (1:57 Min.)
    • Im Krankenhaus (5:35 Min.)
    • Benzingeld (0:47 Min.)
    • Cals und Carleys Hochzeitpläne (6:58 Min.)
    • Couchpotato (2:55 Min.)
    • Cal ruft Ricky an (2:15 Min.)
    • Willkommen zurück (0:36 Min.)
  • Gag Reel (2:22 Min.)
  • Adam McKay's Videotagebuch (11:47 Min.)
  • Will Ferrell in Talladega (5:27 Min.)
  • Produkt-Werbung (1:35 Min.)
  • Extra Renn-Szenen (1:16 Min.)
  • Outtakes (5:17 Min.)
  • Mehr von Walker und Texas Ranger (5:31 Min.)
  • Sprechproben:
    • Houston Tumlin und Grayson Russell (2:08 Min.)
    • Leslie Bibb (1:38 Min.)
    • Jack McBrayer (3:28 Min.)
    • Jane Lynch (1:58 Min.)
  • Interviews:
    • Ricky und Cal (5:20 Min.)
    • Jan und Gregory (3:39 Min.)
    • Cal und Carley (4:09 Min.)
  • Trailershow:
    • Casino Royale (1:12 Min.)
    • Spiel auf Bewährung (1:57 Min.)
    • Jagdfieber (2:01 Min.)
    • Demnächst auf "Blue Ray" (1:14 Min.)
    • Zoom (1:31 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das Bonusmaterial ist gar nicht mal so schlecht und wartet mit einem informativen und recht unterhaltsamen Audiokommentar auf, welcher sogar deutsch untertitelt wurde. Desweiteren gibt es noch eine Trailershow, sowie drei Fake-Interviews mit den Darstellern in ihren Filmrollen. Weiter geht es mit 10 entfallenen und erweiterten Szenen, sowie vier Sprechproben mit den Darstellern. Unter "Gag Reel" und den "Outtakes" dürfen wir uns über einige Minuten an verpatzen Szenen und Versprechern freuen. Zudem gibt es noch ein 5minütiges Featurette, welches Hauptdarsteller Will Ferrell auf der Rennbahn in Talladega zeigt. Unter "Mehr von Walker und Texas Ranger" verbergen sich unzählige weitere Aufnahmen der frechen Söhne von Ricky Bobby, welche gehörig fluchen und schimpfen dürfen. Zum Schluss gibt es noch eine Extra Rennszene, sowie knapp 2 Minuten an Produktwerbung, die im fertigen Film nicht vorhanden ist. Sehr interessant, aber leider viel zu kurz ist Adam McKays Videotagebuch, in dem uns der Regisseur aus seiner Sicht einen kleinen Einblick in die Produktion des Films gewährt. Ingesamt sind Extras zwar unterhaltsam und bieten zumindest ein paar Infos, lassen aber gehörig an Substanz und Tiefe missen.
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Fazit
Ricky Bobby, das ist ein von Berufszyniker Will Ferrell ("The Producers") gespielter Rennfahrer, der durch Zufall vom Automechaniker zum NASCAR-Champion aufsteigt, dabei alle Rekorde und Frauenherzen bricht, nebenbei allerhand zweifelhafte Lebensweisheiten ausplaudert und auch als gefeierter Star der Werbebranche - wo er im Rennfahreroutfit Tampons anpreist - eine gute Figur macht. Schon bald aber wendet sich das Blatt: Ricky bekommt Konkurrenz vom homosexuellen Franzosen Jean Girard (fantastisch: Sacha Baron Cohen alias Ali G) und hat prompt einen schweren Unfall. Zu allem Überdruss schnappt ihm sein bester Freund Cal Naughton Jr. (John C. Reilly) auch noch Frau und Haus vor der Nase weg. Nun heißt es unweigerlich: "If you ain't first, you're last."
Adam McCay (Interner Link"Anchorman") legt hier mit seinem langjährigen "Saturday Night Live"-Freund Ferrell einen reichlich seltsamen Film vor, insofern zumindest, als die zunächst gewohnt niveaulos daherkommende Blödelei sich mehr und mehr wie eben keine der dümmlichen US-Komödien anfühlt, dafür aber absolut frei von jeder Spannung und mit merkwürdiger Gefühlsduselei eine vorhersehbare Win or Lose-Geschichte erzählt. Das alles ist eigentlich ziemlich idiotisch geraten, und doch schwingt bei den üblichen Klischeewitzchen eine gewisse Ironie mit, ganz als ob McCay diese platten Gags gegen ihre eigentliche, fragwürdige Funktion gerichtet anwendet. So richtig deutlich wird das aber keinesfalls, es bleibt also ein gewisses Rätsel, ob "Talladega Nights: The Ballad of Ricky Bobby" uns diesbezüglich auch wirklich mehr mitteilen will. Ferrells Gags auf Kosten von Randgruppen und Ausländer haben aber - in einer etwas abstrakten For zwar - auch immer etwas von einer gewissen Lust daran, sich selbst mehr als einen Seitenhieb zu verpassen.
Merkwürdig ist der Humor dieses Films also, sehr speziell um genau zu sein. Denn zeitweise plätschert das Drehbuch regelrecht vor sich hin, ohne den Anflug eines leisen Witzes, dann wiederum jagt eine Splapsticknummer stakkatoartig die nächste, wohl gemerkt aber ohne dass es wirklich witzig ist. Auch in Bezug auf die konventionelle Sportfilmdramaturgie ist es nicht unbedingt ein leichtes, zwischen bierernster Heldengeschichte und vielleicht doch nur parodistisch gemeinter Verballhornung eben jener Genreklischees zu unterschieden. Schwer zu sagen also, ob McCay hier bewusst mit dem Publikum spielt, oder ob man in seiner albernen Nummernrevue nicht mehr sehen sollte, als eigentlich vorhanden ist.
Beim amerikanischen Publikum scheint so etwas anzukommen, dort spielte die Crash Challenge-Komödie fast 150 Mio. Dollar ein. Mit debilem Humor, schnellen Autos, hübschen Frauen und den guten alten Themen um Freundschaft und Familie nicht gerade ein Geheimrezept für kommerziellen Erfolg, wäre da eben nicht die vage Vermutung, dass man hier eigentlich schwer aufs Korn genommen wird.

Die DVD erscheint wie auch in den USA in einer unzensierten Fassung und beinhaltet einige Szenen, die fürs Kino einfach zu "heiß" waren. Die DVD wartet mit einer soliden Bild- und Tonqualität auf, sowie einigen netten Extras. Ingesamt hätten wir es schön gefunden, wenn man sich in puncto Technik und Ausstattung etwas mehr Mühe gegeben hätte.



Bilder der DVD




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