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USA 2006
Originaltitel:Five Fingers
Länge:83:25 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Laurence Malkin
Buch:Chad Thumann, Laurence Malkin
Kamera:Alexander Gruszynski
Musik:John Rea
SFX:Rick Wiessenhaan, Harrie Wiessenhaan
Darsteller:Laurence Fishburne, Touriya Haoud, Isa Hoes, Colm Meaney, Ryan Phillippe, Gina Torres
Vertrieb:Ascot Elite
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:28.11.2006 (Verleih) / 18.01.2007 (Kauf)



Inhalt
Martijn, ein idealistischer Pianist aus Holland, reist nach Marokko um dort ein Essenshilfsprogramm für unterernährte Kinder ins Leben zu rufen. Kurz nach seiner Ankunft jedoch wird Martijn von einer Gruppe Terroristen verschleppt, mit einer Droge betäubt und schließlich in einer abgelegenen Lagerhalle eingesperrt. Unter Todesdrohung muss sich der junge Mann auf ein mentales Schachspiel mit dem Entführer Ahmat einlassen, mit dem Ziel seinem schrecklichen Schicksal zu entfliehen und gleichzeitig die wahren Gründe für seine Entführung zu erfahren. Das brutale Spiel zwingt Martijn, alles in Frage zu stellen, was ihn hier nach Marokko gebracht hat. Es ist ein Spiel, das Martijn einen Finger nach dem anderen kostet, ein unermesslicher Preis für einen jungen Virtuosen. Was will Ahmat wirklich und an welchem Punkt lüftet Martijn alle Hintergründe zu seiner Identität, um nicht die ganze Hand zu riskieren?

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Die kräftigen und meist sehr satten Farben werden von einem erdigen Grundton begleitet und Rottöne werden hierbei besonders hervorgehoben. Der Kontrast hinterlässt ebenfalls einen guten, aber nicht perfekten Eindruck, was vor allem am etwas schwachen Schwarzwert liegen dürfte, der leider mehr ins Gräuliche tendiert, wodurch auch die Plastizität des Transfers geschmälert wird. So wirkt das Bild zwar angenehm scharf und in Nahaufnahmen wird uns auch eine recht gute Detailschärfe geboten, andere Sequenzen wirken aber wiederum sehr weich und lassen deutlich an Tiefe missen. Bildrauschen ist nur dezent im Hintergrund auszumachen und bis auf ein paar kleinen Verunreinigungen und Defekte zeigt sich der Transfer nahezu tadellos und überzeugt durch seine sauberen Kompression, welche nur selten auf sich aufmerksam macht. Einziges Manko ist es, dass der Film in einem etwas beschnittenen Bildformat von 1,78:1 vorliegt. Das Originalformat wäre 1,85:1.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 Surround
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 "Five Fingers" ist ein reiner Dialogfilm und somit spielt sich das Geschehen fast ausschließlich im Frontbereich ab. Lediglich zu Beginn werden die Rears für den Score benutzt und hin und wieder darf dieser auch im weiteren Verlauf des Films für etwas Räumlichkeit sorgen. Ansonsten gibt es weder Musik noch großartige Effekte zu hören. Dafür ist die Sprachabmischung gut gelungen und die Dialoge erklingen stets sauber und verständlich aus dem Frontbereich, wirken aber stellenweise etwas zu dominant. Der englische 5.1-Mix klingt viel natürlicher, vor allem was das Verhältnis von Sprache und Geräuschen betrifft und wenn sich dann doch einmal der eine oder andere, meist vom Score erzeugte Effekt zu erkennen gibt, wirkt die englische Fassung hörbar kräftiger. Die beiden Surroundspuren hätte Ascot aber ruhig weglassen können. Optional gibt es deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • Trailer deutsch (1:45 Min.)
  • Trailer englisch (1:45 Min.)
  • Featurette / Interviews (18:52 Min.)
  • Slideshow (34 Bilder)
  • Trailershow:
    • Intermission (2:13 Min.)
    • Hooligans (1:45 Min.)
    • Shutter (2:22 Min.)
    • Feed (1:23 Min.)
    • Killzone (1:39 Min.)
    • Renaissance (1:26 Min.)
    • Unknown (2:04 Min.)
VerpackungKeepCase
 Außer einer Trailershow, einer Bildergalerie, den deutschen und englischen Trailer, sowie einem 18minutigen Featurette mit Interviewblöcken und kurzen Einblicken hinter die Kulissen, gibt es leider nichts. Das Featurette selber ist leider nur wenig informativ und zudem sind, bis auf die Filmausschnitte, die Interviews und das B-Roll-Material in einer überraschend miserablen Bildqualität mit üblen Kompressionsproblemen in Form von extremer Blockbildung. Dafür gibt es deutsche Untertitel.
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Fazit
Wer bei "Five Fingers" einen Interner Link"Hostel"-artigen Terrorfilm erwartet wird leider enttäuscht - oder aber positive überrascht von dem sein, was uns "Soul Assassin"-Regisseur Laurence Malkin hier abliefert. In Form eines theatralisch anmutenden Kammerspiels präsentiert sich "Five Fingers" als äußerst düsterer und fieser Politthriller, fernab vom Hollywood-Pathos und den eindeutig pro-amerikanischen Botschaften. Ganz im Gegenteil: Hier wird einmal eine etwas andere Sicht auf die weltweite Terrorismusbekämpfung gewagt.
"Five Fingers" zeichnet sich durch sein intelligentes Drehbuch aus, dessen Dialoge stets zu überzeugen wissen und trotz aller Ruhe die Spannungsschraube Minuten für Minute dichter anziehen. Hinzu kommt, dass Ryan Phillipe (Interner Link"Eiskalte Engel", "Flags of Our Fathers") als holländischer Ex-Banker und Pianist Martijn, sowie sein Entführer Ahmat, gespielt von Laurence Fishburne (Interner Link"Event Horzion", "Matrix-Trilogie", ein wirklich unglaublich überzeugendes Schauspiel abliefern. Martijn ist auf den Weg nach Marokko, um dort sein Ernährungsprogramm für bedürftige Kinder zu organisieren, wird dann aber zusammen mit seinem Führer Gavin (Colm Meany, Interner Link"Con Air", "Dick Tracy") gekidnappt und in eine Lagerhalle verschleppt, wo beide auf einem Stuhl gefesselt werden. Nur kurze Zeit später wird sein Reiseführer vor Martijns Augen hingerichtet und der junge Holländer ist seinen Entführern nun hilflos ausgeliefert. Bei einer Partie Schach beginnt das Verhör und Anführer Ahmat stellt Martijn gezielte Fragen über sein Aktivitäten in Marokko und sein wahres Vorhaben. Doch Martijn bleibt bei seiner Geschichte und was nun folgt, ist ein grandioser verbaler Schlagabtausch beider Parteien, bei der die verschleierte Krankenschwester Aicha (bezaubernd Gina Torres, "Serenity", Interner Link"Buffy", Interner Link"The Shield) ebenfalls versucht, von der Geisel ein Geständnis zu erhaschen. Doch als man merkt, dass Martijn sich nicht kooperative zeigt (warum auch?!), nimmt man ihn nach und nach die wichtigsten Körperteile eines Pianisten: seine Finger!

Selten schaffte man mit dermaßen geringem Aufwand solch ein packendes Erzählkino zu inszenieren, welches die Gewalt niemals plakativ praktiziert, sondern vielmehr als nötiges Übel von Martijns unkooperativen Verhalten darstellt. Zudem ist es erstaunlich, dass Regisseur Laurence Malkin es bis zur letzten Minuten gelingt, beide Fronten verschwommen in ihren tatsächlichen Identitäten zu zeigen. Immer wieder fragt man sich, wer nun auf welche Seite gehört und warum man Martijn nur so quält, obgleich wir doch wissen, dass er nur den hilfsbedürftigen Kindern willen nach Marokko geflogen ist. Doch als es dann nach knapp 80 Minuten zu absolut überraschenden Auflösung kommt, können wir uns sicher sein, schon lange nicht mehr solch ein zynisches und boshaftes Ende gesehen zu haben, ein Ende, welches uns erst einmal mit einem offenen Mundwerk und Erstaunen über den durchweg stimmigen Plot dreinschauen lässt. Somit darf "Five Fingers" als absoluter Geheimtipp gesehen werden und sollte beim nächsten Videotheken- bzw. Kaufhausbesuch mitgenommen werden.
Die DVD bietet eine ordentliche Bild- und Tonqualität, dafür etwas wenig Extras. Dennoch eine lohnende Anschaffung, auch wenn das Cover uns fast schon ein etwas verzerrtes Bild auf den wahren Inhalt des Film geben mag.



Bilder der DVD




Druckbare Version
News"Five Fingers" von Ascot Elite
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