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USA 1982
Originaltitel:Cat People
Alternativtitel:Katzen Menschen
Länge:113:12 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Paul Schrader
Buch:DeWitt Bodeen, Alan Ormsby, Paul Schrader
Kamera:John Bailey
Musik:Giorgio Moroder
Darsteller:Nastassja Kinski, Malcolm McDowell, John Heard, Annette O'Toole, Ruby Dee, Ed Begley Jr., Scott Paulin, Frankie Faison, Ron Diamond, Lynn Lowry, John Larroquette, Tessa Richarde, Berry Berenson, Fausto Barajas
Vertrieb:Universal
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:10.07.2003 (Kauf)



Inhalt
Die junge Irena (Nastassja Kinski) entdeckt die Liebe und findet heraus, dass diese Erfahrung für sie zwangsläufig tragische Konsequenzen hat. Die ungezügelte Leidenschaft der ersten romantischen Beziehung des Mädchens ist so stark, dass sie sich zunächst dem Chaos um sie herum - einschließlich der außergewöhnlichen Forderungen ihres Bruders (Malcolm McDowell) - entzieht und dabei doch ihrem Schicksal nicht zu entkommen vermag.

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Schraders Ideen werden in teils wunderschönen Farben umgesetzt. Selbst dunkle Szenen sind farbig, fast schon künstlerisch ausgeleuchtet, wobei der Kontrast stets versucht ist, auch viele Schatten darzustellen. Zwar ist dadurch das Ambiente auch ein wenig mulmig, da der Kontrast nicht mit aktuellen, wie gestanzt aussehenden Filmen mithalten kann, aber auch nicht durchweg zu dunkel. Das Rauschen ist stellenweise sehr stark bzw. körnig, wie man es vielleicht von einigen US-DVDs sieht, aber anscheinend hat Universal hier sehr stark dran gearbeitet. Denn in hellen Szenen ist höchstens noch ein leichtes Flackern auf einigen Stellen zu sehen. Leider führt das auch zum nicht grad tollen Schärfeverhalten und nicht selten schleppenden Bewegungen. Man kann natürlich damit zufrieden sein, aber im Durchschnitt wird doch etwas mehr Detailgrad geboten als hier. Zumindest Kratzer befinden sich keine bzw. nur wenig auf dem Master. Gute 3 Punkte, für weiteres müsste die Schärfe aber noch besser sein.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (En), Dolby Digital 2.0 (Deu, Frz)
SpracheDeutsch, Englisch, Französisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Hebräisch, Bulgarisch
 Bei älteren Filmen ist es fast schon üblich, dass, wenn überhaupt, nur der Originalton einen Upmix bekommt. Viel verpasst man nicht bei der englischen Spur nicht, ist sie doch gleichfalls zurückhaltend auf den vorderen wie auf den hinteren Kanälen. Effekte bekommt man also nicht zu hören, lediglich die etwas dynamischere Musik und wenig mehr Bass (z.B. in der Auftaktmusik) rechtfertigen diesen aufgebohrten Modus. Besser jedenfalls als die ungewöhnlich schwache deutsche Synchro, der das Alter übel mitgespielt hat und die schon mit der Verständlichkeit ringt. Abgeschliffene, kratzig verschmirgelte und sehr alt klingende Stimmen machen wirklich keinen guten Eindruck. Die Geräuschkulisse klingt dagegen besser, aber trotzdem etwas steril, wobei die gesamte Tonspur etwas lauter tönt. Am meisten ausgeglichen ist grad die französische Version, die in allen Bereichen sehr klar auskommt. Für diese und die englische Spur 3 Punkte, für die deutsche grad noch 2.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar
  • Interview am Set mit Paul Schrader (10:22 Min.)
  • Original-Kinotrailer (2:17 Min.)
  • Ein intimes Portrait von Paul Schrader (25:54 Min.)
  • Fotogalerie (67 Bilder)
  • Dokumentation - Eine Diskussion mit dem Spezial-Make-Up-Effektekünstler Tom Burman (11:15 Min.)
  • Kurzfeaturette - Visuelle Effekte (3:11 Min.)
  • Interview - Filmemacher Robert Wise über Val Lewton (3:34 Min.)
VerpackungKeepCase
 Regisseur Paul Schrader hat nicht gerade die aufregendste Art der Erzählung für sich entdeckt, mit der er dem Zuschauer den Audiokommentar versüßt, und er überfliegt auch manchmal seine Ausführungen, hat aber einige interessante Gedanken und Erinnerungen an die Produktion. Etwas überschneidet sich das mit dem 10minütigen Interview, welches damals am Set entstand und den Regisseur ein bisschen unruhig zeigt. Beides ist deutsch untertitelt, was hilfreich ist, weil Schrader ein wenig nuschelt. So etwas wie ein Making Of gibt es unter "Ein intimes Portrait von Paul Schrader", welches mit Interview-Sequenzen ausgestattet ist, die er im Jahr 2000 anfertigen lies. Einige Fotos finden natürlich auch Verwendung, wovon es in der Bildergalerie noch mehr gibt. Eine weitere Dokumentation beschäftigt sich ausführlich mit der Entstehung der blutigen Details des Filmes, die Tom Burman erklärt, während die fertigen Szenen aus dem Film ablaufen. Die visuellen Effekte werden in ihrer ganzen Pracht und Entstehung in einem 3minütigen Making Of gezeigt, wobei man die Bilder für sich sprechen lässt. Ein thematisch etwas entlegeneres Extra und den Abschluss bildet das Interview mit Robert Wise ("The Curse of the Cat People", Interner Link"Der Tag, an dem die Erde stillstand"), der über den Produzenten des 1942er Originals "Katzenmenschen" spricht. Beide Filmemacher sind mittlerweile verstorben, R.I.P.
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Fazit
Ist wohl kein Geheimnis mehr, dass Paul Schraders Verfilmungen stets etwas zwiespältig aufgenommen werden: Die einen sehen in seinen Filmen optisch aufreizende, leicht verspielte Kunstwerke, den anderen fehlt darüber hinweg ein wenig die Substanz seiner Erzählungen. Auf "Katzenmenschen", ein Remake des 1942er Originals, das nun endlich die volle Palette an technischen Tricks nutzen kann, könnte wieder beides zutreffen, je nach dem, welches Lager man vertritt. Für den Unterhaltungswert sprechen durchaus Nastassja Kinskis animalische, erotische Reize, die sie bereits im bekleideten Zustand bestens einzusetzen weiß, auch wenn sie vorerst etwas schüchtern bzw. zurückhaltend auf ihre Umgebung reagiert. Sie entdeckt mit ihrer Sexualität auch den Fluch ihrer Familie, der sie vom schmusigen Kätzchen zu einer wilden Raubkatze werden lässt, sobald sie sich mit jemandem außerhalb ihrer Sitte paart. Die Katzenmenschen, das erfährt man nach und nach, sind ein uraltes Volk, das sich erst durch eine Bluttat wieder zurück zum Menschen verwandeln kann. Die langsame Erzählweise bleibt trotz fast zweistündiger Spielzeit interessant, da besonders Kinskis Spielweise für Freude sorgt, zwischenzeitlich einige blutig-rohe Fetzen unter die Zuschauer geworfen werden und die Szenen mit den echten Tieren zusätzlich sehr sehenswert sind. So ergibt sich ein dauerhaft atmosphärischer Film, der vielleicht etwas kompakter sein könnte, dafür aber seine phantastischen Elemente mit seinen Sets (Austragungsort für die Romanze etwas anderer Art ist New Orleans) und einem klasse Soundtrack (u.a. David Bowie) aufwerten kann. Wer lediglich auf dauerhaften Horror oder platte Softsex-Erotik aus ist, wie sie aus jenem Jahrzehnt hinreichend bekannt sein dürften, und vielleicht noch etwas ungeduldig auf solche Szenen wartet, der könnte vielleicht etwas enttäuscht sein. Die sind dann im Genre "Werwolf" und "Vampire" besser aufgehoben, von denen sich "Katzenmenschen" übrigens einen nicht unbedeutenden Anteil an Ideen besorgt.



Bilder der DVD




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