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USA 1970
Originaltitel:Losers, The
Alternativtitel:Nam's Angels
Länge:91:32 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Jack Starrett
Buch:Alan Caillou
Kamera:Nonong Rasca
Musik:Stu Phillips
SFX:Roger George, Joe Zomar
Darsteller:William Smith, Bernie Hamilton, Adam Roarke, Houston Savage, Eugene Cornelius, Paul Koslo, John Garwood, Ana Corita, Lillian Margarejo, Paraluman, Paul Nuckles, Ronald C. Ross, Armando Lucero, Jack Starrett
Vertrieb:WGF / Schröder Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:10.04.2007 (Kauf)



Inhalt
In den Zeiten des Vietnamkrieges: Die Devil's Advocates, eine Gruppe Biker bestehend aus ehemaligen Kriegsveteranen, werden von der US-Regierung engagiert um in Kambodscha ein CIA-Kommando aus den Fängen der Roten Armee zu befreien. Angeführt von Link Thomas (William Smith) und Captain Jackson (Bernie Hamilton) zieht der Trupp durch die Lokale und Bordelle Südostasiens zu einer letzten Vergnügungstour, bevor sie ihre Motorräder in Kampfmaschinen verwandeln und die Hölle auf Erden für sie beginnt.

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild ist als gelungen zu bezeichnen. Die Farben gehen einen natürlichen Weg und auch der Kontrast weiß zu überzeugen. Bei Totalen fällt insbesondere die Schärfe auf, die keinerlei Details verschwinden lässt. Etwas Unschärfe kommt in Bewegungen auf, hält sich aber in Grenzen. Im Fall der Kompression muss man gestehen, dass diese recht wechselhft wirkt und insbesondere bei Explosionen ein Artefaktmuster zaubert. Dies fällt aber nicht allzu schwer ins Gewicht. Aufgrund des Alters und der Seltenheit kann man hier gut und gerne 4 Punkte rechtfertigen.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Ganz überzeugen können beide Tonspuren nicht. Die Frage bleibt zudem, was man von einem Monoton erwarten will? Die Sprachverständlichkeit ist in beiden Fassungen gut. Bei der deutschen Ausgabe ist ein leichtes Rauschen bemerkbar, was beim englischen Pendant nicht auffällt. Beide Spuren wirken aber recht dumpf und relativ drucklos. Mehr kann man wohl auch nicht erwarten und von daher geht es dann doch wieder in Ordnung.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (1:59 Min.)
  • Trailershow:
    • Blutnacht des Teufels (56 Sek.)
    • Ten 'Till Noon (1:39 Min.)
    • Horrors of War (3:00 Min.)
    • Todeskommando Phantersprung (3:37 Min.)
VerpackungKeepCase
 Als Extras befinden sich nur der Originaltrailer und eine Trailershow mit weiteren Titeln aus dem Programm des Anbieters auf DVD.
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Fazit
Mit der zweiten Veröffentlichung der gegründeten "70s Trash Collection" wurde wieder ein kleiner Klassiker des Bikerfilms auf DVD veröffentlicht. Doch diesmal gibt es keine Verquickung zwischen dem Horror- und dem Bikerfilm, wie es bei Interner Link"Blutnacht des Teufels" der Fall war, sondern ein Crossover zwischen Biker- und Kriegsfilm, beides sehr populäre Genres zur damaligen Zeit. Dass dieses Treffen schier unglaublich ausgefallen ist, wird auch Quentin Tarantino zu schätzen gewusst haben, der in Interner Link"Pulp Fiction" an den Film erinnert.
Welche Regierung würde neben ihren Soldaten noch zusätzlich Rocker auf heißen Maschinen einsetzen? Für den Film bedeutet es allerdings auch eine Legitimation von unnötiger Gewalt, Vergewaltigung, NS-Symbolen und etwaige Menschen verachtende Sprüche. Der Rocker von damals durfte das alles. Und von daher gibt es auch kein wirkliches Mitgefühl vom Zuschauer, wenn mal einer der Biker ins Gras beißt. Dies liegt besonders an der Charakterisierung der Personen, die im ganzen Drehbuch eher als unsympathische Großmäuler daher kommen. Direkt gesagt: Der Film ist Exploitation pur. Ob Regisseur Jack Starrett das Drehbuch von Alan Caillou wirklich ernst genommen hat, darf man bezweifeln und der Hauptgedanke wird wohl der Dollar gewesen sein, um auf der "Easy Rider"-Welle mitschwimmen zu können, ohne als Nachahmer zu gelten. Dafür wird schleunigst eine Truppe von Rockern, die allesamt eigentlich direkt aus dem Knast kommen, nach Vietnam beordert. um einen gefangenen CIA-Agenten aus den Händen des Feindes zu befreien. Hierbei dürfen die Motorräder natürlich nicht fehlen und diese werden in einer Werkstatt, die von einem Araber beliefert wird, zu regelrechten Kampfrädern umgebaut. Zwischenzeitlich gibt es noch persönliche Dinge zu regeln, die jeder Einzelne bei seinem ersten Vietnamaufenthalt noch nicht zu Ende bringen konnte. Der gesamte Film wirkt zudem recht schnell produziert, was wieder ein Zeichen für die schnelle Dollarnote sein dürfte. Anders lassen sich die etwas unausgereifte Kameraführung und der unsaubere Schnitt nicht erklären. Gerade der Schnitt war einer der Gründe, warum dem Film in Deutschland etwaige Kürzungen anhingen. Dies war jedoch nie der Fall und das VPS-Tape war genauso ungekürzt wie die nun vorliegende DVD von WGF / Schröder Media. Eine Anekdote am Rande: Achtet auf die Outfits der Rocker, die sich die "Devils Advocates" nennen. Ein Jahr später sollten diese nämlich in "Blutnacht des Teufels" wieder für Unruhe sorgen. Trotz der Thematik des Krieges darf man den Film auch nicht allzu ernst nehmen und wird mit einem vergnüglichen 70er-Jahre-Trashfilm beglückt. Mal sehen, welches Trash-Schätzchen noch so in dieser Collection erscheint.



Bilder der DVD




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