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USA 1983
Originaltitel:Day After, The
Alternativtitel:Tag danach, Der
Länge:121:54 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Nicholas Meyer
Buch:Edward Hume
Kamera:Gayne Rescher
Musik:David Raksin
SFX:Robert Blalack
Darsteller:Jason Robards, JoBeth Williams, Steve Guttenberg, John Cullum, John Lithgow, Bibi Besch, Lori Lethin, Amy Madigan, Jeff East, Georgann Johnson, William Allen Young, Calvin Jung, Lin McCarthy, Dennis Lipscomb, Stephen Furst, Arliss Howard, Kyle Aletter, Alston Ahern
Vertrieb:EuroVideo
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:10.05.2007 (Kauf)



Inhalt
Kansas City gibt es nicht mehr. Vom Tode gezeichnet steht Dr. Oates in den Trümmern seiner Heimatstadt. Der Tag nach dem atomaren Schlagabtausch zwischen den beiden Supermächten USA und UdSSR bietet ein Bild des Grauens: Sämtliche Versorgungssysteme sind zusammengebrochen, die Krankenhäuser überfüllt, die Ärzte überfordert. Wer den Feuersturm überstanden hat, kämpft jetzt ums nackte Überleben, um Wasser und Brot für die nächste Mahlzeit. Ein verzweifeltes Jeder gegen Jeden beginnt ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Überraschen ist die angenehme Bildqualität von "The Day After", der für das amerikanische Fernsehen gedreht wurde. TV-Bilder sind denen von Kinoproduktionen meistens unterlegen, von älteren Produktionen ganz zu schweigen. Dennoch haben wir für einen TV-Film von 1983 ein noch recht gutes Bild für die DVD-Veröffentlichung. Dankenswerterweise sogar im Originalformat und nicht in dem untragbaren 4:3-Format, welches beispielsweise die US-DVD vorzuweisen hat. Genau betrachtet wirken die Farben schon etwas ausgewaschen und recht blass. Der Kontrast wirkt insbesondere in dunklen Bereichen etwas zu steil und verschluckt einige Details. Auch der Schwarzwert kann in den meisten Szenen überzeugen, tendiert aber gelegentlich ins Gräuliche. Etwas unbefriedigend ist die Schärfe, da das Bild etwas zu weich wirkt, aber immer noch eine passable Detailwiedergabe aufzuweisen hat. Durch den Einsatz eines Rauschfilters ist zudem ein leichtes Blockrauschen im Hintergrund bemerkbar. Gelegentliche Defekte und Verschmutzungen gesellen sich noch hinzu.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Tonal kann bei einer Monospur nicht viel erwartet werden. Für das Alter hat man eine ordentliche Arbeit abgeliefert, die eine gute Sprachverständlichkeit gewährleistet. Im direkten Vergleich klingt die deutsche Synchronisation etwas dumpfer als der englische Originalton. Dieser klingt etwas zwar klarer, hat aber auch mit einem leichten Rauschen zu kämpfen, was in der deutschen nicht der Fall ist. Grobe Fehler oder Störgeräusche wie z.B. Knackser sind die Seltenheit. Bei der Angabe auf dem Cover und im DVD Menü, dass die Tonspuren in einer Dolby Digital 1.0-Abmischung vorhanden sind handelt es sich um einen Druckfehler.
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Extras
Extras
  • US-Lehr- / Kurzfilme:
    • Duck & Cover (9:12 Min.)
    • Let's Face It (13:31 Min.)
    • A Day Called X (27:43 Min.)
VerpackungKeepCase mit Schuber
 Die drei Bonusfilme dürfen als wahre Unikate betrachtet werden und sind nichts anderes als amerikanische Propagandafilme zum Thema nukleare Katastrophe. Insbesondere der Film "Duck & Cover" lässt nur ein Kopfschütteln zu, da man im Falle eines Atombombenabwurfs doch tatsächlich dazu rät, sich zu ducken und bedecken. Somit darf auch der Tipp, sich den Kopf mit einer Zeitung zu schützen wenn es brennt, obwohl das Thema ernst genug ist, nur als ein schlechter Witz betrachtet werden. Es kann doch nicht sein, dass die Sicherheitsbehörden die Bevölkerung für so dumm gehalten haben. Unglaublich das ganze, so dass man es schon selber gesehen haben muss, um es zu glauben. Natürlich wurde die Meldung niedlich verpackt in einer Zeichentrickrahmenhandlung damit auch die ganz Kleinen unter uns alles richtig machen. Wirklich gelungen ist "A Day Called X", der die Übung der Stadt Portland verfolgt, die sich auf den Tag X vorbereitet. Diese Proben wurden mit der gesamten Bevölkerung durchgeführt, um zu sehen, in welchem Zeitraum die Stadt evakuiert werden kann. Obwohl es nur eine Übungseinheit ist, wirkt das ganze doch recht bedrohlich und man kann nur hoffen, dass es bei dieser Übung bleibt. "Let's Face It" gehört ebenfalls zu den wirklich interessanten Dokumentarfilmen, die im Zuge der Aufklärungswelle im Fall einer Katastrophe das Ausmaß der Zerstörung erläutern. Hier geht es um die wirkliche Explosion einer Atombombe bei einem Testversuch in einer extra für diese erbauten Stadt. Alle drei Filme sind im Originalton, doch es können zusätzlich optionale deutsche Untertitel zugeschaltet werden.
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Fazit
Mit dieser Neuveröffentlichung von "The Day After" liegt nun einer der besten Katastrophenfilme erstmalig ungeschnitten auf DVD vor. Einzig die ersten Videoveröffentlichungen von Thorn Emi bzw. Cannon konnten diese Fassung aufweisen. Die Schnitte der restlichen Veröffentlichungen beziehen sich wohl auf die angepassten Zeitumstände. Dies fällt nun in der ungeschnittenen Fassung ordentlich auf, da der Warschauer Pakt und auch die DDR nur noch Geschichte sind, in "The Day After" aber als Ausschlaggeber für die nukleare Katastrophe herhalten müssen. Dies kann aber trotz der Thematik nicht vom Hauptaugenmerk des Films ablenken: Die Folgen des nuklearen Holocausts. Wie im Abspann zu lesen ist wird darauf hingewiesen, dass man sich erhofft, dass die Menschheit niemals soweit gehen wird. Dem sollte sich jeder normal denkende Mensch anschließen. Das, was uns Regisseur Nicholas Meyer ("Star Trek II - Der Zorn des Khan", "Star Trek VI - Das unentdeckte Land") in sehr eindringlichen Bildern präsentiert, hat auch nach mittlerweile 25 Jahren nichts von seiner Intensität verloren und hinterlässt ein sehr flaues Gefühl in der Magengegend. Es werden sich Fragen im Geiste stellen, wie jene, ob das Überleben nach der atomaren Versuchung überhaupt noch Lebenswert ist. Bei den Darstellern hat man ein gutes Händchen bewiesen, da jeder gut für seine Rolle gecastet wurde und das Grauen gut rüberbringen kann. Auch die Effekte können überzeugen, obwohl man die veraltete Technik deutlich sieht. "The Day After" wäre ein Kandidat, bei dem es sich lohnen würde, ein Remake mit der heutigen Technik und dem heutigen Wissen zu drehen. Natürlich auch so, wie es Nicholas Meyer verstand, der die Geschichte bis zur atomaren Sprengung eher belanglos erzählt, um die Rollen als ganz normale Nachbarn von nebenan zu zeigen, so dass man sich auch selbst in die Personen hineinversetzen kann. Einen Film im Stil von Jerry Bruckheimer würde nämlich die Glaubwürdigkeit nehmen.

Dankenswerterweise präsentiert EuroVideo "The Day After" in seiner Urversion, die trotz veränderter Zeitumstände nichts von ihrer Brisanz eingebüßt hat. Dass zudem noch das Originalformat verwendet wurde, dürfte ein direkter Kaufgrund sein. Qualitativ ist die DVD guter Durchschnitt und wird durch das vorhandene Bonusmaterial noch zusätzlich aufgewertet.



Bilder der DVD




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IMDb.com OFDb.de (Tag danach, Der)
IMDb.com OFDb.de (Duck & Cover)
IMDb.com OFDb.de (Day Called X, A)
IMDb.com OFDb.de (Let's Face It)



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