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Südkorea 2000
Originaltitel:Gawi
Alternativtitel:Kawee
aka. Nine Lives
aka. Neun Leben
aka. Scissors
Länge:97:45 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Byeong-ki Ahn
Buch:Byeong-ki Ahn
Kamera:Seok-hyeon Lee
Musik:Tae-beom Lee
Darsteller:Gyu-ri Kim, Jeong-yun Choi, Ji-won Ha, Ji-tae Yu, Jun-Sang Yu, Jun Jeong, Hye-yeong Jo
Vertrieb:I-On New Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:15.12.2003 (Verleih) / 24.01.2004 (Kauf)



Inhalt
Eine junge Studentin wird von dem Geist eines kleinen, schwarz gekleideten Mädchens verfolgt. Gemeinsam mit einem ehemaligen Schulkameraden versucht sie, das Geheimnis dieser Erscheinungen zu entschlüsseln. Ihre Visionen werden grausame Realität, als plötzlich immer mehr Mitglieder ihrer früheren Schulverbindung auf furchtbare Art und Weise getötet werden. Handelt es sich bei diesem "schwarzen Geist" tatsächlich um die ruhelose Seele einer früheren Mitschülerin, die vor Jahren Selbstmord beging? Oder ist der Mörder doch irdischen Ursprungs? Die Antwort auf diese Fragen erwartet die beiden hinter einer tödlichen Gefahr.

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Während andere asiatische Produktionen sehr verkratzt sind, zeigt "Nightmare" nur selten analoge Bildfehler. Digitaler Art gibt es ein wenig Blockrauschen zu bemängeln, wohl weil die Kompression mit einer sehr geringen Bitrate auskommt. Trotzdem ist das Bild sehr weich (natürliches Rauschen nicht existent) und erreicht nie wirklich guten DVD-Standard, es sind aber auch keinerlei Abweichungen von diesem wenig detailreichen Mittel zu verzeichnen. Was auf kleineren Bildröhren also durchaus gut aussieht, dürfte ab einer 80er Bildfläche oder mit einem Projektor etwas enttäuschen. Dass das Material noch nicht sehr alt ist und professionell erstellt wurde, erkennt man an den kräftigen Farben, die den typischen Gelbstich haben. Der Kontrast wirkt in dunklen Szenen stets etwas aufgehellt, wodurch nie ein kräftiger Schwarzwert erreicht wird. Auch die leichten Ghosting-Effekte vom NTSC-Master tragen in einigen Szenen dazu bei, dass diese DVD nicht mehr die gute Bildqualität erreicht.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Deu, Kor), Dolby Digital 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Koreanisch
UntertitelDeutsch
 Auch diesem Film war es nicht vergönnt, eine ordentliche Synchronisation zu erhalten. Die Auswahl der Stimmen erinnert an einen B-Movie, ist also mäßig erträglich, im Vergleich zur Abmischung der Stimmen aber noch ganz ok. Denn die Dialoge wirken gehaucht, ziehen also einen Geräuschpegel hinter sich her, und lassen Klarheit vermissen. Dadurch wirkt alles sehr nach Studio und steht in keinem Vergleich zu den sehr fein integrierten Stimmen des Originaltons, der in Dolby Surround fast ähnlich gute Ergebnisse erzielt wie der deutsche Dolby Digital 5.1-Mix. Die Qualitäten des Raumklangs sind überraschend gut, da sich die bidirektionalen Effekte über die bereits sehr breite Stereokulisse legen und somit einen weiträumigen Klang erzielen, den man beispielsweise eindrucksvoll in der Titelszene präsentiert bekommt, der sich aber auch in einfacheren Sequenzen durch stetige Hintergrundgeräusche äußert. Mitunter also ein gelungener deutscher Ton, bei dem ich 4 Punkte für die Räumlichkeit vergeben hätte, würden ihm nicht die Abmischung und Auswahl der Stimmen etwas zu schaffen machen. Auch das schlechte Timing der optional zuschaltbaren Untertitel - sie kommen grundsätzlich zu spät ins Bild, oft erst, wenn der Satz bereits gesprochen wurde - spricht nur für gute 3 Punkte.
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Extras
Extras
  • Musikvideo 1 (1:17 Min.)
  • Musikvideo 2 (4:50 Min.)
  • Making Of (7:46 Min.)
  • Kritikerkommentar (4:51 Min.)
  • Soundtrack (18 Titel)
  • Kinotrailer:
    • Koreanischer Kinotrailer (2:30 Min.)
    • Koreanischer Videotrailer (1:37 Min.)
    • Deutscher Trailer (2:29 Min.)
    • Deutscher Teaser (0:57 Min.)
    • TV Spot 1 (0:32 Min.)
    • TV Spot 2 (0:22 Min.)
    • TV Spot 3 (0:16 Min.)
  • Galerie (31 Bilder)
  • Trailershow:
    • Another Heaven (1:28 Min.)
    • Bloody Beach (2:51 Min.)
    • Gonin 2 (1:51 Min.)
    • Love Bites (1:47 Min.)
    • No Blood, No Tears (1:56 Min.)
    • Reign In Darkness (2:40 Min.)
    • Resurrection Of The Little Match Girl (1:56 Min.)
    • The Dead Hate The Living! (1:44 Min.)
    • Suicide Club (1:38 Min.)
    • Sangre Eterna (1:29 Min.)
    • Undead (2:30 Min.)
VerpackungKeepCase
 I-On legte bei dieser Veröffentlichung abermals Wert auf ein ordentliches Menu, welches mit rockigen Klängen des Soundtracks unterlegt wurde (wenn auch ziemlich verzerrt, was ich sogar auf meinen 5 Euro-PC-Speakern mehr als deutlich mitbekommen musste). Das wiegt ein wenig den negativen Aspekt auf, dass das Cover wiederum mit dem Zusatz "Director's Cut" belegt wurde, was falsche Assoziationen an eine besonders lange Version des Filmes weckt. Die DVD enthält aber schlicht die Originalfassung, wie sie in ausgewählten Kinos lief. Den Einstieg ins Zusatzmaterial geben zwei Musikvideos, wie sie unterschiedlicher kaum hätten ausfallen können. Während Nr. 1 als ruppiger New Metal Track innerhalb von einer Minute die Action des Filmes zusammenfasst, zeigt Nr. 2 eine schnulzige Nummer, die live vorgetragen wird und bei der das minderjährige Publikum wohl reihenweise umgekippt sein muss (zumindest vermute ich das Mal ganz dreist :D). Erste Blicke hinter die Kulissen gewährt das kurze Making Of, welches unkommentiert die Entstehung einiger Filmabschnitte anschneidet. Etwas tiefgründiger soll wohl dann der Kritikerkommentar sein, dieser bleibt bis auf die 30 Sekunden zum Schluss aber so allgemein, dass er kaum wirklich informativ wirkt. Eine wirkliche Bereicherung ist dagegen der 18teilige Soundtrack, den der Filmfan zwar nicht spulen kann, dafür ist er kostenlos und die Auswahl der Songs empfinde ich als gut gelungen. Unter dem Rest befinden sich eine umfangreiche Trailergalerie, ein paar Trailer und Teaser zum Film und eine Bildergalerie. Das Bonusmaterial ist also mal wieder kurz und knackig ausgefallen, die Mühe, zumindest einiges an nettem Material zusammen zu tragen, ist aber durchaus erkennbar.
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Fazit
Muss man immer das Rad neu erfinden, wenn es um den Horrorfilm geht? Der im Original als "Gawi" Betitelte ist nicht sonderlich innovativ, was die Auswahl seiner Elemente betrifft, die sich ganz deutlich von der so oft mit Interner Link"Ringu" in Zusammenhang gebrachten Asien-Schocker-Welle und auch von amerikanischen Slasher-Vorbildern bedient. Die Art und Weise, wie sich die meist jungen Schauspieler in ihrem geschickt klein gehaltenen Universum dem Psychoterror hingeben, ist aber durchaus sehr unterhaltsam und entspricht keineswegs dem überheblichen, auf Coolness getrimmten Produktionswust der 90er Jahre Slasherwelle. Die Schauermär um das unheimliche Geisterwesen, ein bleiches, schwarzhaariges Mädchen mit finstrer, fordernder Miene, dessen Motivation und Herkunft erst noch gefunden werden muss, setzt in Sachen Brutalität sogar noch einiges drauf, weil die Effekte dort weitermachen, wo man bei Interner Link"Ich weiß was du letzten Sommer getan hast" und Co. bereits den Schlusspunkt gesetzt hat. Aber nicht nur die optischen Schockwerke sprechen für diesen Horrorstreifen, auch das Auftreten des Geistes verspricht Herzrasen und lässt die Nackenhaare aufstehen. Besonders angenehm überrascht der unkonventionelle Schluss, welcher durch seine ruppige Wendung dafür sorgt, dass man sich noch lange drauf an den Film erinnern wird.
Warum "Nightmare" allerdings als "The Horror Game Movie" angepriesen wird, ist mir unverständlich, denn damit hätte ich eher ein Werk à la Interner Link"St. Johns Wort" assoziiert. "Nightmare" dagegen ist vielen Belangen altmodisch, erzählt seine Geschichte also nicht in einem optisch und inhaltlich rasant poppigen Stil, abgesehen vom rockigen Soundtrack. Bild (zu weich) und Ton (Synchro) sind leider nur moderat umgesetzt, eine Empfehlung für Freunde der beliebten asiatischen Geistervisionen möchte ich aber dennoch aussprechen, der Film lohnt sich einfach und wird mit einigen Extras aufgewertet.



Bilder der DVD




Druckbare Version
NewsVerleih-Neuheiten von Planet Media im Dezember 2003/Januar 2004
IMDb.com OFDb.de



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