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ESP 2005
Originaltitel:Frágiles
Länge:97:23 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Jaume Balagueró
Buch:Jaume Balagueró, Jordi Galcerán
Kamera:Xavi Giménez
Musik:Roque Baños
SFX:El Ranchito
Darsteller:Calista Flockhart, Richard Roxburgh, Elena Anaya, Gemma Jones, Yasmin Murphy, Colin McFarlane, Michael Pennington, Daniel Ortiz, Susie Trayling, Lloyd F. Booth Shankley, Michael Gatward, Scarlet Carey, Cameron Antrobus, Olivia Bjork, Fergus Riordan, Arthur Rogers, Karmeta Cervera, Freda Dowie, Matyelok Gibbs
Vertrieb:Splendid
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:24.11.2006 (Kauf)



Inhalt
Mercy Falls, ein baufälliges Krankenhaus auf einer einsamen Insel, mit finsteren Gängen und einer knarzenden Fahrstuhlanlage. Längst hätte das morsche Gemäuer geräumt werden sollen. Das verrottete Obergeschoss ist schon seit Jahren geschlossen, nur im Erdgeschoss wartet eine kleine Gruppe von Ärzten, Schwestern und kindlichen Patienten auf die Evakuierung. Neuankömmling Amy (Calista Flockhart), eine Krankenschwester mit traumatischer Vergangenheit, merkt schnell, dass in dem Hospital merkwürdige Dinge vor sich gehen. Aus dem abgesperrten 2. Stock dringen unheimliche Geräusche, und auf der Kinderstation ereignen sich immer wieder nächtliche Unfälle. Die Kinder sind nervös. Haben Angst. Vor etwas Unantastbarem, Unsichtbarem. Etwas, das nicht existieren dürfte, etwas voller Schmerz und Hass. Amy geht dem Grauen auf den Grund und stößt dabei auf ein schreckliches Geheimnis, auf ein Wesen, das weitaus schrecklicher, bösartiger und gefährlicher ist, als Amy je vermutet hat ...

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Farben wurden sichtlich auf kühle Töne zurückgeschraubt. Taghelle Aufnahmen sind also hellblau getränkt, dunkle Szenen eher grünlich, wobei Übergänge dazwischen fließend sind und man stets die Intention dahinter erkennt, der jeweiligen Szene eine bestimmte Stimmung aufdrücken zu wollen. Man könnte dem bemüht filigranen Bild eine sehr gute Qualität bescheinigen, aber irgendwie wurde der Rauschfilter doch ein wenig zu hart eingesetzt, so dass es wegen der etwas zurückbleibenden Detailschärfe nicht mehr zu 5 Punkten reicht. Schade, sonst sieht alles sehr frisch aus. Ein weiterer, wenn auch weniger bedeutender Punkt sind die manchmal auftretenden Doppelkonturen, die sich an kontrastreichen Übergängen abzeichnen. Kratzer oder Ähnliches wird man nicht erkennen, dafür ist aber ein geringes Restrauschen im Bildhintergrund erkennbar - wenn man genau hinsieht.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 "Fragile" kann weder mit Pistolenschüssen noch mit dicker Bombast-Action aufwarten, aber dank der knalligen Effekte wird man als Zuschauer in den Gruselszenen gehörig aufschrecken. Dann wird ordentlich Bass eingesetzt und die Rear Speaker sehr effektiv angesteuert - mehr noch als man es von einem sonst ruhigen, atmosphärischen Gruselfilm der alten Schule erwarten würde. Der Score wurde fein akzentuiert, lässt stellenweise so richtig schön die Sau raus und kann dem Klang einiges an Qualität und erfrischender Dynamik hinzufügen. Der englische Originalton ist natürlich auch in 5.1 abgemischt, aber wesentlich lauter. Er klingt ein wenig heller, dabei fällt er aber nur schwächer beim Bass aus. 5 Punkte sind für beide Sprachen mehr als gerechtfertigt.
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Extras
Extras
DVD 1
  • Trailer:
    • Severance (2:01 Min.)
    • Bloodrayne (1:27 Min.)
    • Der Mythos (2:07 Min.)
    • Room 6 (1:50 Min.)
DVD 2
  • Featurette (6:52 Min.)
  • B-Roll (9:21 Min.)
  • Making Of (21:26 Min.)
  • Original TV-Spots:
    • 20 Sekunden
    • 10 Sekunden Fassung A
    • 10 Sekunden Fassung B
VerpackungKeepCase in Metallschuber
 Auf DVD 1 der Special Edition befinden sich ausschließlich Trailer. Warum nur hat man die wenigen Extras auf eine zweite DVD ausgelagert wurden, obwohl auf DVD 1 noch genügend Ressourcen frei sind? Das längste Special dort ist das Making Of, welches Einblicke ans Set, Interviews und auch ein paar Filmsequenzen enthält. Dieses erübrigt dann auch das Featurette, welches wesentlich kürzer und weniger informell angelegt ist. Weiterhin darf man Blick ans Set während und zwischen den Drehs über "B-Roll" werfen und sich drei kurze TV-Spots anschauen.
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Fazit
Lang hat mich kein Film mehr so gepackt wie "Fragile". Was die spanische Crew hier auf die Beine gestellt hat, steht in bester Tradition des geisterhaften Intensivhorrors à la Interner Link"Lars Triers Geister" und holt sich die Grundidee eines ruhelosen, übellaunigen Geistes, der sich an seinem Stammplatz niederlässt und die Menschen terrorisiert, von Interner Link"The Sixth Sense". "Fragile" verschenkt keine Minute mit Aufmunterung oder fehlplatzierter Heiterkeit, er ist im Kern ein sehr reiner und zielgerichteter Psychohorror, der durch seine Schauspieler, das Furcht einflößende Setting und die Kompromisslosigkeit in Sachen Gewalt eine unglaubliche Wirkung auf den Zuschauer entfalten kann. Letzteres muss man fix relativieren, bevor sich die ersten Splatter-Fans einfinden: "Fragile" besitzt keine einzige Szene, die des Schaulustigen Bedürfnisse befriedigen, abgesehen von jenen, die im Umfeld eines Krankenhauses nun mal vorkommen können, aber der Geist, der rachsüchtig Risse durchs brüchige Bauwerk zieht, schreckt auch nicht davor zurück, den Kindern schlimme Brüche anzutun. Und glaubt mir, beim Geräusch des krachenden Knochens, dem weinenden Kind und der darauf folgenden Behandlung muss man schon sehr abgehärtet sein, um hier frohmütig im Sinne der Unterhaltung drüber hinwegzuschauen. Das Werk lebt von den Kinderdarstellern, allen voran der Darstellerin der kleinen Maggie, die sozusagen als Medium den Stein ins Rollen bringt, und natürlich von der überraschend gut aufgelegten Calista Flockhart. Meine Sympathien für die hektische "Ally McBeal"-Darstellerin ist nicht gerade groß, aber hier legt sie eine 1a-Leistung ab, findet den richtigen Mittelweg zwischen von ihrer Vergangenheit verfolgter, zerbrechlicher, einfühlsamer Krankenschwester und besorgter bzw. aktiver Powerfrau, die durch ihre Nachforschungen die Wahrheit ans Licht bringen soll. Die übersinnliche Thematik geht wunderbar einher mit den verlassenen, alten Krankenhauszimmern, besonders dem stillgelegten zweiten Stock, bei dem jeder Schritt (hoffentlich) mit Fingerknabbern vom Zuschauer verfolgt wird. Eine sehr ausgewogene Charakterzeichnung und ein perfekter Einsatz der Musikstücke sorgt zusätzlich für eine dichte Atmosphäre, bei der einem voller Erwarten die Haare zu Berge stehen werden. Dass dazwischen ruhige, fast dramatische Töne angeschlagen werden ohne Langeweile aufkommen zu lassen, zeugt ein weiteres Mal von der handwerklichen Versiertheit und dem erzählerischen Talent der Regie.
Falls also Jaume Balagueró (Interner Link"The Nameless", Interner Link"Darkness") noch mal eine Steigerung schaffen sollte, dann dürfen wir uns auf ein echtes Meisterwerk freuen. Andererseits würde es mir schon reichen, wenn er das mit "Fragile" vorgelegte, qualitativ hohe Level zukünftig halten kann, denn so ist dieser Film bereits jetzt eines der kleinen Highlights des DVD-Jahres 2007.

Wer Interesse an der DVD hat, der kann zwischen drei DVD-Alternativen des Anbieters Splendid wählen: der Einzel-DVD, der Doppel-DVD und der Special Limited Edition, die im Vergleich zur normalen Doppel-DVD den Metallschuber besitzt. Kühles, schweres Stahl - ist doch was, oder?



Bilder der DVD




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