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D 1992
Originaltitel:Auge der Tiefe, Das
Länge:96:56 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Jan Harloff
Buch:Jan Harloff
Kamera:Horst Weber
Musik:Tassilo Jelde
Darsteller:Jan Harloff, Heidi Berndt, Fabian Harloff, Marek Harloff, Katja Studt, Annegret Harloff, Volker Kraeft, Katharina Brauren, Rolf Jülich, Dieter Ohlendiek, Hartmut Rüting, Katja Woywood, Stephie Kindermann, Inga Quistorf, Klaus Dittmann
Vertrieb:Cult Movies Entertainment
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:12.04.2007 (Verleih) / 10.05.2007 (Kauf)



Inhalt
Hanno Berendt kehrt nach 20 Jahren zum ersten Mal wieder mit der Familie in seine norddeutsche Heimat zurück. In der Idylle des Plöner Sees holen ihn Bidler seiner kriminellen Vergangenheit in bedrohlicher Weise ein. Eine verhängnisvolle Entwicklung zeichnet sich für ihn und seine Familie ab. Lange verdrängte Erinnerungen holen ihn ein und verknoten sich in seinem Hirn. Ein Dämon, der ihn nicht mehr aus den Klauen lässt ...

Bild
Format1,55:1 (Letterbox)
NormPAL
 Die Bildqualität geht vom Produktionsstandart her in Ordnung. Im Farbteil findet sich eine leichte Körnung, die wohl als Stilmittel zu sehen ist, um der Körnung der Schwarz/weiß-Aufnahmen entgegenzuwirken. Ärgerlich ist der Einsatz der Schärfefilter, die dem Bild mit Doppelkonturen schaden. Die Schärfe ist allein schon durch die Verwendung unterschiedlicher Materialien sehr wechselhaft, zeigt aber noch eine passable Detailansicht. Dieses Problem weist auch der Kontrast auf, der mal ein wenig zu dunkel oder zu hell ist. Farblich wirkt das ganze solide mit einem leichten Hang ins Ausgewaschene. Kritikpunkt ist die Kompression, die ein sichtbares Blockrauschen zu Tage fördert. Zudem ist die Vorlage nicht frei von Verschmutzungen gewesen. Das Bildformat scheint eher 1.55:1 als wie auf dem Cover angegeben 1.85:1 zu sein, ist aber nach wie vor im Letterbox-Modus aufgebracht.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Die auf dem Cover angegebene Dolby Digital 5.1-Tonspur ist nicht auf der DVD vorhanden. Doch kann man auch mit der 2.0-Version zufrieden sein, die sehr gut verständlich abgemischt wurde. Ein leichtes Rauschen ist zwar vorhanden, beeinträchtigt aber nicht den Filmgenuss.
 +++---

Extras
Extras
  • Bildergalerie (51 Bilder / 4:15 Min.)
  • Making Of (16:55 Min.)
VerpackungKeepCase
 Die Bildergalerie zeigt Fotos mit Szenen aus dem Film und rare Behind the Scenes-Aufnahmen. Das Making Of ist recht interessant und verfügt über ein Voice Over von Jan Harloff, der einen Einblick in seine Produktion vermittelt.
 +-----

Fazit
"Das Auge der Tiefe" kann am ehesten als psychologisches Drama mit etwaigen Thrillerelementen betrachtet werden. Gedreht und geschrieben von Jan Harloff und zu einem Großteil mit Familienmitgliedern besetzt, erzählt er von Hanno, der in den frühen 60er Jahren seine große Liebe an seinen besten Freund verloren hat, da er einfach zu unfähig für diese Beziehung war. Aus Eifersucht erschlägt er seinen Freund, wodurch seine Freundin etwas von ihrem Verstand einbüßt und in Behandlung kommt. Hanno will nichts mehr von seiner Vergangenheit wissen und verschwindet. 20 Jahre später kommt er in seine alte Heimat zurück. Verheiratet und mit Frau und seinem Sohn will er ein paar Tage Urlaub machen. Doch die Idylle trügt und dunkle Wolken brauen sich am Firmament zusammen. Die Vergangenheit scheint ihn einzuholen als er durch Zufall das Grab seiner großen Liebe auf dem Friedhof entdeckt. Er findet heraus, dass sie durch einen Selbstmord im See ertrunken ist. Zur gleichen Zeit freundet sich sein Sohn mit dem gleichaltrigen Wirtssohn und dessen Freundin an. Für Hanno sieht es so aus als ob sich die Geschehnisse von damals wiederholen würden, zumal er auch noch einen Drang verspürt, der von dem See ausgeht. Es scheint als ob die Liebe einer Toten ihm den Teufel in die Seele treibt.
Dass solche Filme aus Deutschland kommen, mag schon irgendwie verwundern, beweist aber auch das Potential, was es hier zu entdecken gibt. Ein unverkennbarer Vorteil ist die Wahl von Jan Harloff, die Rollen mit Familienmitgliedern zu besetzen, da eine direkte Vertrautheit entsteht. Ein Teil des Films, genauer die Szenen, die in den 60ern spielen, wurden aus einem anderen Film mit dem Titel "Graue Farbe der Hoffnung" entnommen, den Jan mit seiner Frau Annegret zusammen Anfang der 60er drehten. Durch diese Erinnerungssequenzen bekommt der Film einen authentischen Look. Man kann so den Verfall eines Mannes verfolgen. Sicherlich ist dies in vielen anderen Filmen schon dargestellt worden und hierbei fällt einem sofort die Darstellung des Jack Torrance von Jack Nicholson in Kubriks Interner Link"Shining" ein. Einen Vergleich darf man hier natürlich nicht ziehen, da Harloff weit von der schauspielerischen Qualität eines Nicholson entfernt ist wie die Erde vom Mond. Dennoch wird eigentlich den ganzen Film über eine spannende und recht gut gespielte Geschichte präsentiert. Gewisse Dinge hätten wahrscheinlich besser funktioniert wenn man einiges am Drehbuch geändert worden wäre, da gerade der Schluss nicht wirklich funktioniert und doch ein großes Fragezeichen auf den Zuschauer prägt. Passend zu den Bildern gibt es noch den Soundtrack, der in den Musikstücken von Jan und Marek Harloff in einem gelungenen 90er Jahre Rock und Pop-Niveau daherkommt. Offensichtlich wurde für den Film aber keine große Werbemaschinerie in Gang gesetzt, was sichtlich schade ist. Unbedingt kaufen muss man sich "Das Auge der Tiefe" nicht, aber wenn man die Möglichkeit erhält, sich den Film ausleihen zu können, sollte man ihn definitiv einmal antesten. Schön, dass es noch unentdeckte Filme gibt und man darf hoffen, dass sie nicht sang- und klanglos verschwinden, wie sie aufgetaucht sind.



Bilder der DVD




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