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CAN 2006
Originaltitel:Marsh, The
Länge:88:18 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Jordan Barker
Buch:Michael Stokes
Kamera:David Perrault
Musik:Eric Cadesky, Nick Dyer
Darsteller:Gabrielle Anwar, Justin Louis, Forest Whitaker, Joe Dinicol, Courtney Fitzpatrick, Brooke Johnson, Peter MacNeill, Niamh Wilson
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:24.04.2007 (Verleih) / 22.05.2007 (Kauf)



Inhalt
In ihrer beruflichen Laufbahn hat sich Claire Holloway als erfolgreiche Kinderbuchautorin einen Namen gemacht. In ihrem Privatleben hingegen wird sie von Visionen voller Düsternis und Gewalt verfolgt, für die sie keine Erklärung findet. Von ihrem Arzt zu einer Auszeit überredet, mietet sie sich in dem einsamen Rose Marsh Farmhouse ein. Doch die Hoffnung auf ein Ende ihrer Qualen erweist sich als Trugschluss, denn in der Abgeschiedenheit der Farm holen sie die traumatischen Erlebnisse ihrer Kindheit wieder ein und die gefürchteten Visionen werden zu grausamer Realität. Der Spezialist für Paranormales, Hunt, wagt sich an die gefährliche Aufgabe, Claires Vergangenheit zu enträtseln und die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Am stärksten hat der Transfer wieder einmal mit den Kompressionen zu kämpfen. Keine Ahnung was Sony da veranstaltet hat, vor allem da die Bitrate mit knapp 8Mbit/sec sehr hoch ausgefallen ist, wobei es auch schon einmal zu Tiefpunkten von unter 2 bis 4Mbit/sec kommen kann. So entstehen neben den üblichen Blockrauschen auf homogenen Flächen teilweise wirklich unschöne Artefaktebildung. So etwas sollte und darf einfach nicht sein, vor allem da der Transfer ansonsten wirklich gute Werte abliefert. Denn wenn das Bild dann einmal scharf ist, dann ist es aber auch richtig scharf und neben sauberen und knackigen Konturen zeigen Nahaufnahmen von Gesichtern eine wirklich tolle Tiefenschärfe. Doch leider kann dieser Standard nicht gehalten werden, wodurch der Transfer nicht selten deutlich zu weich erscheint und mit stehenden Rauschmustern zu kämpfen hat. Der Kontrast hingegen arbeitet sehr sauber, zeigt selbst in dunklen Szenen alle nötigen Details und kommt auch mit den überwiegend kühlen, in Blautönen getränkten Farben gut klar. Lediglich in hellen Tagszenen wirkt das Bild stellenweise etwas milchig und farbreduziert, wodurch aber der kalte, düstere Look verstärkt wird. Defekte und Verschmutzungen sind keine auszumachen und wären die teilweise katastrophalen Kompressionen nicht, hätten wir es mit einem wirklich tollen Transfer zu tun.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 , DTS 5.1 (nur dt.)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch
 Der deutsche 5.1-Mix bietet zwar die nötige Portion Räumlichkeit, welche durch Score und Umgebungsgeräusche erzeugt werden, jedoch so ganz kann man auch hier nicht punkten. Vor allem der Dialogbereich wirkt deutlich zu leise und etwas zu dumpf, muss sich teilweise sogar deutlich der restlichen Geräuschkulissen unterordnen. Dialoge werden zwar nicht verschluckt, jedoch klingt das ganze nur bedingt sauber und es fehlt deutlich an Dynamik und Präzision. Dabei werden Schockmomente sehr gut wiedergegeben und sobald die ruhigen Momente vorüber sind, darf der Soundtrack auf etwas aufleben, ohne sich dabei aber bedeutsam von anderen Tracks Genre ähnlicher Titel abzuheben. Hier wäre vor allem in puncto Surroundeffekte und Umgebungsgeräuschen deutlich mehr möglich gewesen und auch wenn der deutsche DTS 5.1-Track sich nicht sonderlich unterscheidet, wird dieser doch etwas lauter in der Sprachabmischung und auch der Hochtonbereich klingt besser. Der Bass wurde kaum verbessert, wodurch die Vorteile beider Tonspuren grob gesehen nur in der Lautstärke zu finden ist. Der englische Mix ähnelt der deutschen 5.1-Fassung sehr, bietet dafür eine natürlichere Sprachwiedergabe, klingt insgesamt aber minimal dünner als die deutschen Tracks. Ansonsten gibt es kaum wirkliche Unterschiede und auch hier hätte man deutlich mehr herausholen können. Optional lassen sich diverse Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
  • Making of (26:14 Min.)
  • Deutscher Trailer (2:11 Min.)
  • Englischer Trailer (2:11 Min.)
VerpackungKeepCase
 Neben zwei Trailern zum Film gibt es nur noch ein 26minütiges Making of, welches sehr werbelastig ausgefallen ist und neben den typischen PR-Gewäsch, uns ein paar wenige Einblicke hinter die Kulissen der Produktion gewährt.
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Fazit
Es ist schön, die immer noch sehr attraktive Gabrielle Anwar nach langer Zeit wieder in einem Genre-Film zusehen. Noch vor kurzem habe ich mir das 1993er Remake zu "Body Snatchers" angeschaut und selbst in dem eher mäßigen Interner Link"Flying Virus" aus dem Jahre 2001 überzeuge sie durch eine ordentliche Darbietung. So darf die gebürtigen Engländerin auch an der Seite von Forest Whitaker (Interner Link"Species"), mit dem sie bereits in "Body Snatchers" vor der Kamera stand, eine gute Figur machen.
Doch leider bietet uns Regisseur Jordan Barker in seinem ersten Horrorfilm nicht sonderlich viel, wobei es weniger an der routinierten, aber kaum Spannung erzeugenden Inszenierung Barkers, als vielmehr an dem dürftigen Drehbuch aus den Federn von Michale Stokes ("Der stählerne Adler 4") liegen dürfte. Spukfilme mit kleinen "toten" Mädchen sind ja im Moment stark in Mode, und egal ob Interner Link"The Dark", Interner Link"The Ring", Interner Link"Dark Water" oder andere Filme und Remakes, sie zeigen ganz im japanischen Stil ein verfluchtes Mädchen im Mittelpunkt der Geschichte: Nur dass im Falle von "The Marsh" das Mädchen blond und nicht schwarzhaarig ist. Mut zur Veränderung könnte man Hollywood jetzt nachsagen, aber das wäre auch die einzige Änderung, denn ansonsten bietet dieser Horrorthriller nur gewöhnte Standardkost mit typischen Schockmomenten durch Geistererscheinungen. Ein düstrer Sumpf, sowie ein altes Haus sorgen zusätzlich noch für die passende "Haunted House"-Atmosphäre. Doch das macht noch lange keinen guten Film und Jordan Barker ist sichtlich bemüht, seinen Film auf die richtige Bahn zu bringen, wodurch in den ersten 60 Minuten, außer gewohntes Spuken hier und gewohntes Spuken da, nicht wirklich etwas passiert. Erst zum Ende hin gewinnt "The Marsh" etwas an Schwung und klärt die Geschichte um das Haus und den Sumpf anhand von Rückblicken und Visionen auf, ohne den Zuschauer dabei wirklich zu fesseln, oder gar etwas zu bieten, was wir nicht woanders schon deutlich besser gesehen hätten. Ein sich ständig wiederholender Spuk, ein kleines totes Mädchen, welches keine Ruhe findet und sich den Lebenden mitteilen muss, damit jemand den Fluch bricht, ein Tod bringender Sumpf, sowie düstere Visionen, sind alles Dinge, welche wir schon unzählige Male zuvor gesehen haben und in dieser Konstellation kaum einen Wow-Effekt erzeugen. Vielmehr ermüdet man schnell vom vielen Leerlauf, der im Mittelteil entsteht, und zudem merkt man Forest Whitaker leider allzu deutlich an, dass er mit dieser Rolle absolut unterfordert ist - aber allein seiner Präsenz, sowie einer handwerklich routinierten Inszenierung ist es zu verdanken, dass "The Marsh" nicht total im Sumpf der Vergessenheit versinken wird.

Technisch kränkelt die DVD, trotz einer teilweise sehr guten Schärfe, vor allem beim Bild und auch der Ton hätte ruhig etwas kräftiger sein dürfen. Die Extras sind mager, aber zumindest spendierte Sony uns überhaupt etwas. Ausleihen dürfte den meisten wahrscheinlich reichen, denn für eine Erweiterung seiner Filmsammlung sollte man vielleicht lieber zu den besseren Alternativen greifen.



Bilder der DVD




Druckbare Version
News"The Marsh - Der Sumpf" von Sony
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