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USA 1988
Originaltitel:Flesheater
Alternativtitel:Zombie Nosh
aka. Flesh Eater
aka. Flesheater: Revenge of the Living Dead
aka. Revenge of the Living Zombies
Länge:88:34 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:S. William Hinzman
Buch:S. William Hinzman, Bill Randolph
Kamera:Simon Manses
Musik:Erica Portnoy
SFX:Jackie Vensko, Natalka Voslakov
Darsteller:S. William Hinzman, John Mowod, Leslie Ann Wick, Kevin Kindlin, Charis Kirkpatrik, Acuff, James J. Rutan, Lisa Smith, Denise Morrone, Mark Strycula, Kathleen Marie Rupnik, Matthew C. Danilko, David A. Sodergren
Vertrieb:Cult Movie Entertainment
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:16.09.2006 (Kauf)



Inhalt
Als ein rechtschaffener amerikanischer Agronom beim Landbewirten auf ein Grab mit einer darin eingravierten, unmissverständlichen Warnung vor dem Ende der Menschheit stößt, zögert er nicht, die Gruft postwendend zu erbrechen und ihren Inhalt, einen sabbernden, hochinfektiösen Zombie in die freie Welt zu entlassen. Eine in der Gegend campende Selbsthilfegruppe für exhibitionistische Bettelstudenten und zahllose Unbeteiligte, in deren Richtung diese flüchtet, zahlen dafür die Zeche.

Bild
Format1,85:1 (Letterbox)
NormPAL
 Von einer Amateurfilm-Produktion aus dem Jahre 1988 sollten wir nicht allzu viel erwarten, werden schlussendlich aber positiv überrascht. Das Letterbox-Bild hätte durchaus schlimmer aussehen können. Die Farben wirken teilweise sehr kräftig, dann wieder deutlich zu blass und ausgewaschen, woran der schwache Kontrast maßgeblich mit dran schuld sein dürfte. Der Schwarzwert ist sehr schlecht und tendiert stets ins Graubläuliche und es scheint als wäre das Bild aufgehellt worden, wodurch zumindest keine Details verloren gehen. Die Schärfe ist weder im Detailbereich noch in sonst irgendeiner Form gut und uns wird nur ein Mindestmaß an Kantenschärfe geboten, welche gerade eben verhindert, dass der gesamte Transfer zu einem Einheitsbrei verschwimmt. Zudem ist es das extreme Bildrauschen, was dem Bild gehörig beisetzt und vor allem in den dunklen Szenen sehr störend auszumachen ist, so dass von einer Detailschärfe kaum der Rede sein kann. Die Kompressionen zeigen zudem leichtes Blockrauschen im Hintergrund und hin und wieder huschen ein paar Defekte durch das Bild. Toll ist das sicherlich nicht, aber in Anbetracht des Produktionsstandards sieht das Bild teilweise besser aus als bei denn ganzen deutschen No-Budget-Flicks.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (nur dt.), Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 2.0 Stereo (nur engl.)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Die deutsche Synchronisation ist nicht sonderlich gut, passt aber zum trashigen Film und wirkt zumindest nicht wie eine der üblichen Pornosynchronisationen. Hier liegt uns die Synchro einmal in Dolby Digital 5.1 und 2.0 vor. Letzteres hätte man sich sparen können, da der Mix deutlich dumpfer und gedrungener wirkt. Der 5.1-Mix klingt dagegen zwar etwas weiträumiger, nervt aber durch den leichten Hall, was den Mix etwas unnatürlich klingen lässt. Räumlichkeit entsteht hier nicht, denn die Rears werden lediglich mit etwas Musik angesteuert, was auch beim Surround Mix der Fall ist. Insgesamt kann man aber ruhig beim Upmix bleiben, auch wenn dieser sich nur im Frontbereich abspielt und dabei nicht einmal wirklich gute Werte abliefert. Der englische Stereotrack klingt lauter und natürlicher und sollte eigentlich erste Wahl beim Ton sein. Deutsche Untertitel gibt es leider keine.
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Extras
Extras
  • Pizza Werbespot: "Zombies like Pizza" (1:01 Min.)
  • Trailer (2:17 Min.)
  • Making Of: "Flesheater back into the Woods" (35:16 Min.)
  • Soundtrack/Bildergalerie (42:38 Min.)
VerpackungKeepCase
 Die Extras können sich sehen und auch hören lassen. So bekommen wir neben dem Original-Trailer noch einen Pizza-Werbespot zu sehen, bei dem Hinzmans Zombiehorde den Pizzajungen anfällt, sich aber anstelle auf ihn viel lieber auf die Pizza stürzen. Desweiteren gibt es den kompletten, knapp 42minütigen Soundtrack, begleitet von einer Bildergalerie. Den Abschluss gibt ein sehr informatives und ausführliches Making of, mit einer Laufzeit von 35 Minuten. Hier kommen noch einmal die wichtigsten Mitglieder der Produktion zu Wort und erzählen rückblickend über die Dreharbeiten, die Produktion und die Spezialeffekte. Gewürzt wird das ganze mit Ausschnitten aus dem Film, welche rein qualitativ teilweise besser aussehen als im Film. Leider will der Ton nicht ganz zum Bild passen und liegt stark asynchron vor, was für ein Making of zu verschmerzen ist. Leider gibt es keine Untertitel.
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Fazit
Rund 20 Jahre nach Romeros Interner Link"Night of the Living Dead" beschließt Bill Hinzman, besser bekannt als Friedhof-Zombie in Romeros Klassiker, seinen eigenen Zombiestreifen zu drehen, bei dem er wieder in seine alte Rolle schlüpft und diesmal kräftig zubeißen darf. "Flesheater", vielen Landes auch bekannt unter "Zombie Nosh", ist Hinzmans zweite Regiearbeit nach dem unsäglichen Interner Link"American Killer" aus dem Jahre 1972 und seine erste Tätigkeit als Produzent und Drehbuchautor. Zusammen mit seinen Freunden und Verwandten erschuf er einen amateurhaften Zombie-Flick, der Romeros Meisterwerk huldigt, zitiert und ganz klar kopiert. Dabei wirkt das ganze aber nicht einen Moment wirklich spannend, oder gar atmosphärisch - vielmehr stehen lediglich der Funfaktor und der Gore bei dieser Amateurfilm-Produktion im Vordergrund. Letzteres gibt es reichlich und es verwundert schon, dass die FSK scheinbar keinerlei Probleme mit herausgebissenen Fleischstückchen, blutigen Kopfschüssen, Axtschlägen auf den Kopf und durchbohrte Körperteile zu haben scheint. Das ist zwar nicht immer sonderlich gut, aber für eine Produktion wie "Flesheater" zumindest effektiv in Szene gesetzt. Lediglich die Masken der Zombies sind alles andere als furchterregend und sorgen höchstens für einige Lacher, statt blankes Entsetzen. Zudem sind die Protagonisten allesamt talentfrei, schauen dumm drein, warten auf ihren Einsatz und agieren äußerst holperig - eben so, wie man es von einem Amateurfilm erwarten darf.
Von einer Geschichte brauchen wir eigentlich gar nicht erst sprechen, denn die Story ist dünn und gerade ausreichend genug, um diesen Wald- und Wiesen-Splatter zu tragen. Da liegt der gute Hinzman wahrscheinlich seit einer verdammt langen Zeit im Wald vergraben - zwei Steintafeln deuten auf einen grausamen Fluch hin, und wartet nur darauf, endlich wieder ins untote Leben zurückkehren zu dürfen. Was auch prompt passiert, als ein Holzfäller sein Grabstätte freilegt. Hätte man ihn doch mal nen Meter tiefer als 2 cm unter der Erdoberfläche vergraben sollen ...
Sein Befreier hat kaum Grund zur Freunde, wird angeknabbert und per Special Effect (man sieht noch das Seil) durch die Luft geschleudert. Nun ist Partytime und eine Horde Teens dient als Futter für Hinzmans Zombiearmee, welche fortan Wald und Wiesen unsicher machen.

"Flesheater" ist ein No-Budget-Partyspaß, den man nicht ernst nehmen sollte und der sich selbst auch nicht sonderlich ernst nimmt. Hinzman versucht nicht erst in die Fußstapfen seines Mentors zu treten, sondern will einfach nur die Sau heraus lassen. Das haben zwar andere Filmemacher vor ihm schon deutlich besser geschafft, aber dennoch bietet auch dieser Zombie-Flick genügend Unterhaltungswert, so dass man zumindest in illustrer Runden seinen Spaß haben wird.
Die DVD liegt uns völlig unzensiert vor, darf dank FSK nicht einmal indiziert werden. Die deutsche Synchronisation ist passend zum Film sehr amateurhaft und die Bildqualität entspricht dem typischen Amateurfilmstandard. Für Fans und Sammler skurriler, gar trashiger Zombie-Streifen ist das Pflicht!



Bilder der DVD




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NewsDie "Flesh Eater" beißen im September zu!
Revenge of the Living Zombies
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