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USA 2004
Originaltitel:Graves End
Länge:91:14 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:James Marlowe
Buch:Rick Askew, James Marlowe, Brian Pugnetti, Anthony Santucci
Kamera:Vance Piper
Musik:Scott Dugdale
SFX:Devon Ryan
Darsteller:Eric Roberts, Steven Williams, Daniel Roebuck, Valerie Mikita, Fairly Tull, Edward Perotti, Sky Soleil, Nick Stellate, Anthony Santucci, Joe Wyka, Adam Del Rio
Vertrieb:Ascot Elite / McOne
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:05.12.2006 (Kauf)



Inhalt
Im Gegensatz zu anderswo sind in der gerade einmal 666 Einwohner zählenden Provinzgemeinde Graves End entlassene Triebtäter mit ungewisser Sozialprognose als Neubürger herzlich willkommen. Warum knapp ein Jahr später meist jede Spur von ihnen fehlt, will Paul Rickman, ehemaliger FBI-Agent auf spezieller Privatmission, herausfinden. In Graves End trifft er auf Alexander Tarkington, einen Mann mit trauriger Vergangenheit und einer Vorliebe für die Großwildjagd.

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Der anamorphe Transfer überzeugt mit frischen und satten Farben, sowie einem ordentlichen Kontrast, welcher selbst in dunklen Szenen eine gute Figur macht und keinerlei Details verschluckt. Dafür könnte der an sich gute Schwarzwert an einigen Stellen aber ein wenig besser sein. Die Schärfe befindet sich hierbei auf einem noch angenehmen Niveau, hätte aber ruhig etwas plastischer ausfallen dürfen und auch der Detailbereich lässt deutlich an Tiefe und Brillanz missen. Vor allem Totale und Halbtotale wirken recht weich, teilweise schwammig und offenbaren leichte Unschärfen. Rauschen ist über die gesamte Laufzeit des Filmes vorhanden, fällt aber überwiegend nur in dunklen bzw. auf homogenen Flächen wirklich auf. Kompressionsbedingt wird saubere Arbeit geleistet und nur gelegentlich zeigen sich leichte Blockbildungen im Hintergrund. Defekte, sowie Verschmutzungen sind dafür so gut wie nie auszumachen. Insgesamt bleibt nur noch zu sagen, dass wir es hier mit einem recht guten Transfer zu tun haben.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die deutsche Synchronisation ist zwar gut gelungen, doch wirklich gut ist der Dolby Digital 5.1-Mix nicht. Selten werden die Rears so angesteuert, dass etwas Räumlichkeit aufkommt und meist verirren sich sogar noch Dialoge mit in den Upmix. Somit bleibt das Klangspektrum stets frontlastiger Natur, wirkt recht kraftlos und Musik und Umgebungsgeräusche wurden leise abgemischt. Der englische Track klingt nicht viel besser. Auch hier wirkt das Geschehen sehr frontlastig und deutlich zu leise. Die Dialoge erklingen allerdings etwas natürlicher, was den fehlenden Bass und die kaum vorhandene Dynamik aber auch nicht ungeschehen macht. Leider eine ziemlich schwache Leistung und das diesmal auf beiden Seiten. Optional lassen sich noch deutsche Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
  • Deutscher Trailer (2:05 Min.)
  • Fotogalerie (20 Bilder)
  • DVD-Credits (5 Texttafeln)
  • Trailershow:
    • The Breed (1:52 Min.)
    • Reeker (1:57 Min.)
    • High Tension (1:44 Min.)
    • Dallas 362 (2:02 Min.)
    • Shadow of the Sword (1:47 Min.)
    • Puerto Vallarta Squeeze (2:16 Min.)
    • Stadt der Verdammten (1:16 Min.)
    • Riding the Bullet (1:22 Min.)
    • Sonata (2:23 Min.)
VerpackungKeepCase
 Neben einer Trailershow und dem Originaltrailer gibt es nur noch eine kleine Bildergalerie. Das ist leider zu wenig.
 +-----

Fazit
So ganz kann ich die Euphorie über "Graves End" nicht nachvollziehen und wenn James Marlowes Regiedebüt auf diversen Festivals einige Preise gewann, haben wir es noch lange nicht mit einem Meisterwerk zu tun.
Nach den wirklich atmosphärischen und vor allem harten Intro bleibt der Film erst einmal knapp 50 Minuten auf der Strecke und versucht seine Charaktere langsam aufzubauen und zu entwickeln. Die Idee mit den Ex-Schwerverbechern, die angeblich in dem kleinen Städtchen Graves End (Einwohnerzahl: 666) ein neues Zuhause finden sollen, schlussendlich aber als Rasendünger enden, ist wirklich gut und der Anfang verspricht uns auch einen extrem harten Terrorfilm. Doch schnell merken wir, dass "Graves End" gar kein Horrorfilm, sondern ein Thriller im Stil von Interner Link"Wild Things" geworden ist.
Wie oben schon erwähnt werden erst einmal alle wichtigen Charaktere vorgestellt und die Handlung etwas vertieft, wobei immer wieder neue Fragen aufgeworfen werden und man als Zuschauer erst einmal gar nicht weiß, wer jetzt eigentlich Gut und wer Böse ist. Die Hauptdarsteller Steve Williams (Interner Link"Missing in Action 2", Interner Link"Akte X") als FBI-Agent Paul Rickman und Eric Roberts ("Ambulance", "Karate Tiger 4") als Stadtgründer und Leitwolf Graves sind zu Beginn die wichtigsten Figuren in diesem Schachspiel und nach einigen Rückblenden, um die Vorgeschichte der beiden näher zu erläutern, klinkt sich auch noch der etwas trottelige Dorf-Sheriff Hooper (Daniel Roebuck, Interner Link"Final Destination 2") in das Geschehen ein und versucht als einziger in der Stadt Rickman zu helfen.
Doch nach fast genau 50 Minuten überhäufen sich die Ereignisse und die Karten werden neu gemischt. Wer ist nun der Böse, wer der Gute? Wir wissen es nicht, noch nicht, oder können es zumindest nur erahnen - denn plötzlich scheint Graves gar nicht so ein übler Kerl zu sein, da er einfach durch den Mord an seinem Jungen einen etwas eigenen Gerechtigkeitssinn entwickelt hat und man ihn von daher sogar verstehen kann. FBI-Agent Rickmann möchte derweilen eine misslungene Tat von damals wieder wett machen und verfolgt augenscheinlich ganz andere Interessen als zu Beginn vermutet wird. Das alles endet in einem brutalen Katz- und Mausspiel, bei dem die beiden alternden Stars eine wirklich gute Figur machen. Doch leider bleibt man am Ende mit einem etwas leeren Gefühl im Bauch zurück, denn das eigentliche Potenzial des Filmes wird nicht erkannt und von daher auch nicht einmal ansatzweise ausgeschöpft. Das Verwirrspiel ist zwar schön anzusehen, bietet aber nichts wirklich Neues und aus der eigentlichen Grundstory hätte man deutlich mehr machen sollen. "Graves End" hätte schön fies und böse sein können. Zudem wäre die Möglichkeit dagewesen, die Geschichte mit ordentlich Sozialkritik aufzupeppen. Doch so bleibt ein routiniert inszeniertes Thrillerchen mit einem überhektische Finale und reichlich Blut. Die schauspielerische Leistung der einzelnen Protagonisten darf als solide gewertet werden und zumindest Williams verleit seiner Rolle den nötigen Glanz, während Eric Roberst wie auch schon in Interner Link"DOA:Dead of Alive" eine etwas schwache Leistung abliefert und recht drehmüde wirkt.

McOne, heute Ascot Elite, spendiert uns zwar ein gutes Bild, tontechnisch bleibt man aber hinter dem Möglichen zurück und auch das Fehlen ordentlicher Extras trübt diese ungekürzte Veröffentlichung von "Graves End" etwas. Dennoch darf man sich den Film ruhig einmal zu Gemüte führen, allein aus Sympathie den beiden Hauptdarstellern gegenüber.



Bilder der DVD




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News"Graves End" kommt im Dezember
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