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HK 1994
Originaltitel:Dao jian xiao
Alternativtitel:Diy Kim Siu
Länge:86:01 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Taylor Wong
Kamera:Kwok-Man Keung
Darsteller:Brigitte Lin, Andy Lau, Elvis Tsui, Gaowa Siqin, Ray Lui, Li Yu
Vertrieb:Cult Movies Entertainment
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:01.03.2004 (Kauf)



Inhalt
Drei der besten Schwertkämpfer in Zentral China, "Big Knife", "Samurai" und "Smiling Sam" sind auf dem Wege zu einem Wettbewerb. In der Nacht vor der Veranstaltung wird die Königin von Jemanden ermordet, der sich als "Smiling Sam" ausgibt. Natürlich untersucht Sam selbst den Mordfall und findet heraus, dass der wahre Mörder Yin Dan Wong ist. Doch der Drahtzieher dieses Komplotts ist ein ganz Anderer ...

Bild
Format2,35:1 (Letterbox)
NormPAL
 Dass man im asiatischen Raum nicht allzu ordentlich mit Filmmastern umgeht, ist allseits bekannt. Es ist aber doch enttäuschend, wie schlecht eine Produktion aussehen kann, die erst aus dem Jahre 1994 stammt. Verschmutzungen und Defekte sind ständig zugegen und man könnte dies sogar noch verkraften, doch die dauerhafte Unschärfe ist mehr als störend. Handelt es sich womöglich um eine schlechte NTSC-Wandlung? Auch die Farbgebung ist nicht ohne Probleme, die sich dann in Form von Farbflackern und einer wechselhaften Farbstärke bemerkbar macht. Der Kontrast kann in dunklen Szenen noch überzeugen, verursacht aber in hellen ein Überstrahlen, so dass einige Details verloren gehen. Bei der Kompression wurde ebenfalls geschlampt und ein deutliches Blockrauschen ist das Ergebnis.
 +-----

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Cantonesisch
Untertitel-
 Die beiden Tonspuren sind klar und gut zu verstehen. In der deutschen Version ist zudem noch ein unterschwelliges Rauschen bemerkbar. Natürlicher klingt der O-Ton, der nicht durch Soundeffekte aufgepeppt wirkt. Dafür wird in der Synchronfassung etwas mehr Dynamik verwendet. Nur wurden leider keine Untertitel spendiert, um sich den Film im Original anzusehen.
 ++----

Extras
Extras
  • Bildergalerie
  • Trailershow:
    • Last Witness (2:20 Min.)
    • Public Enemy (2:02 Min.)
    • Libera Me (1:39 Min.)
VerpackungKeepCase
 Im Bonusbereich der DVD befinden sich eine Bildergalerie, die Screenshots aus dem Film zeigt, und eine Trailershow von drei weiteren Asientiteln des Anbieters.
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Fazit
"The Three Swordsmen" ist einer der Action-Fantasy-Filme, die durch eine sehr verworrene und lückenhafte Geschichte auffallen und somit ziemlich schnell in der Versenkung verschwinden. Zwar ist es löblich von Cult Movies Entertainment, dem Film eine Chance auf dem deutschen Markt zu bieten, dennoch hätte man das Geld für die Rechte wohl in einen anderen Film stecken sollen. Regisseur Taylor Wong versucht zwar eine Geschichte auf die Beine zu stellen, scheitert aber schon nach kürzester Zeit. Gegeizt wird nicht mit fliegenden Kämpfern, magischen Waffen und einer Liebesgeschichte, die zum Scheitern verurteilt ist - alles Zutaten, die dem asiatischen Fantasyfilm sicherlich keine Fremdwörter sind. Nur wenn man sich die Story ansieht, wird man nach kürzester Zeit mit dem Kopf schütteln, da man in der verworrenen Handlung überhaupt nicht mehr der eigentlichen Story - wenn es diese überhaupt gibt - folgen kann. Anfänglich scheint die Sache klar zu sein, indem die drei Titel gebenden Schwertkämpfer vorgestellt werden. Siu Sam-Siu (Andy Lau), Ming Jian (Brigitte Lin) und Wham Dao (Elvis Tsui) sind zugleich die besten Schwertkämpfer ihres Landes, aber nur einer soll der wahre Meister des Schwertes sein. So soll ein alles entscheidender Kampf den Sieger ermitteln. Einer der drei Kämpfer, Wham Dao, tritt freiwillig zurück, doch auch das Duell der beiden Übrigen soll unter keinem guten Stern stehen, da Siu Sam-Siu des Mordes und des Diebstahls eines antiken Schwertes beschuldigt wird. Also flieht Sam-Sui, um sich auf die Suche nach dem Dieb und Mörder zu machen. Und nun wird es etwas unübersichtlich, denn Wham Dao will Sam-Sui einfangen und ihn als Mörder überführen. Unterstützung kommt von weiteren Kämpfern unter der Obhut eines Prinzen. Wer nun wirklich zu wem gehört, muss jeder letztendlich für sich selber entscheiden, denn alle paar Minuten wechselt man die Fronten. Schaut man sich den Film zum ersten Mal und ganz unvoreingenommen an, denkt man an diverse Kürzungen in der Handlung, da auch der Schnitt sehr unsauber gemacht wurde. Die vorliegende Fassung ist allerdings ungeschnitten und so gehört der Cutter hinter Schloss und Riegel, wenn man so etwas als seine Arbeit abstempeln lässt. Am Ende beläuft sich alles auf einen großen Kampf zwischen Sam-Sui und dem dritten Kämpfer Ming Jian, bei dem auch der wahre Mörder sein Fett abbekommt. Spätestens hier fragt man sich wieder, worum es am Anfang eigentlich ging, den wirklich verstehen kann man die Beweggründe wieder nicht, bis plötzlich die Schrift auftaucht und der Film zu Ende ist.
Gibt es nun einen Grund, sich den Film anzusehen? Ehrlich gesagt nicht wirklich, auch wenn er mit Stars des Genres besetzt ist. Doch vermögen auch Andy Lau oder Brigitte Lin nicht der Geschichte ihr Potenzial zu entlocken. Man könnte sich aber dennoch an einigen schönen Kampfszenen ergötzten, aber wie schon etwas höher geschrieben, macht der Cutter selbst dieses Vergnügen zunichte. Man muss aber gestehen, dass es wohl auch nicht sonderlich viel an Choreografien zu bewundern gibt, meist werden nur Close-Ups von fliegenden Schwertern oder Füßen präsentiert. Selbst wenn die Darsteller durch das Bild fliegen, hat man sich in der Post-Produktion nicht die Mühe gemacht, die Drahtseile, an denen die Darsteller hängen, zu retuschieren. Was übrig bleibt ist ein Grundriss einer Produktion, die wohl aus finanziellen Gründen entstand und für westliche Zuschauer eher ungenießbar ist.

Eine minimale Teilschuld muss man aber auch dem deutschen Anbieter zuschieben, dass der Film sehr verworren wirkt. In vielen Szenen werden Kanji-Zeichen eingeblendet, die den Verlauf der Geschichte dem Publikum näher bringen sollen. Diese wichtigen Erklärungen wurden allerdings nicht mit Untertitel versehen und sind somit regelrecht unbrauchbar. Auch die Qualität in Bezug auf Bild und Ton lassen stark zu wünschen übrig. Hongkong-Allesgucker könnten einen Blick riskieren, ich rate aber lieber zu den großen Klassikern des Genres.



Bilder der DVD




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