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USA 1990
Originaltitel:Time Barbarians
Länge:96:19 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Joseph John Barmettler
Buch:Joseph John Barmettler
Kamera:Kevin Morrisey, Gerald M. Williams
Musik:Miriam Cutler
Darsteller:Deron McBee, Joann Ayers, Daniel Martine, Louis Roth, H.S. Smith, Guy Fury, Timothy O'Sullivan, Ingrid Vold, Gary Moran, Jan Bryant, Sheila Young, Laura Bryant, Phil Jones, Michael Flaningam
Vertrieb:Troma / One World
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:24.07.2000 (Kauf)



Inhalt
Doran ist der König eines kleinen Landes, fern von unserer Welt und jenseits unserer Zeit. Plötzlich wird die Ruhe der idyllischen Wälder vom Kampfgeschrei barbarischer Horden gestört. Mandrak, der Anführer der finsteren Gestalten, tötet des Königs Gefährtin Lustra und raubt das magische Amulett, unter dessen Schutz sich Dorans Volk befand. Ein gnadenloser Kampf um das Artefakt entbrennt, der viele Opfer fordert.
Das unbarmherzige Schicksal entführt Doran und Mandrak schließlich in das heutige Los Angeles, in dessen Straßen sich die beiden Kontrahenten zur alles entscheidenden Schlacht gegenübertreten.

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 "The Golden Years of Video" sind zwar schon seit längerer Zeit gezählt, aber mit dieser DVD scheinen sie weiterzuleben. Um die Schärfe ist es nicht sonderlich gut bestellt, man merkt, dass man uns ziemlichen US-Schrott auf DVD gepresst hat, der bereits von vornherein keine sonderliche gute Qualität bot. Trotzdem ist es nicht etwa Unschärfe, die das Bild auf diese niedrige Wertung zieht, sondern Milchigkeit. Hinter den oft eingesetzten Rauchschwaden ist nicht viel erkennbar und die Farben bleiben unter dem bräunlichen Schimmer weitestgehend blass. Die Kompression ist Troma typisch schlecht wegen Verpixelungen und deutlichem Blockrauschen. Zumindest ist das sonstige Rauschen verschmerzbar und Verschmutzungen eher Seltenheit.
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Ton
FormateDolby Digital 1.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Mono und keinen Originalton, nicht mal Untertitel - der Verleih hat mal wieder keine Kosten und Mühen gespart, um dem Zuschauer mit betörender Qualität zu begeistern. Vorsicht, Sarkasmus! Na ja, wäre es wenigstens eine 2.0-Spur, würde der nur leicht leiernde Ton doch eine ganz passable Leistung abgeben. Die etwas überlagernde deutsche Synchro gewinnt sicherlich keinen Preis, an Verständlichkeit mangelt es aber nicht. Für eine Billigstproduktion ist der Klang sogar ausgewogen, wenn auch insgesamt zu dünn. Wie schon erwähnt, ein englischer O-Ton wäre interessant gewesen, denn die Synchro klingt schon ziemlich dämlich.
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Extras
Extras
  • Kapiteleinleger
  • Trailer:
    • Cannibal! The Musical (2:45 Min.)
    • Captain Cosmotic (2:08 Min.)
    • Evil Clutch (2:14 Min.)
VerpackungKeepCase
 Dass es zu diesem Film keine Extras gibt, wundert mich nicht sehr. Deswegen beinhaltet die DVD nur drei Trailer.
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Fazit
- "Wer ist denn da? Bist du Freund oder Feind?" (Lystra)

Das Sandalen-Genre ist tot und Doran hat es mit seinem Schwert getötet, so könnte eine kurze Zusammenfassung heißen. Die erste Hälfte spielt komplett in einem Wald, zeigt ein paar Tittenmodels "oben ohne", viele unglaublich schlechte Schwertkämpfe und harmlose Raufereien, die von zuckersüßen Liebesszenen (erträglich, weil bald tot) und ebenso klebrigen Bombast-Synthie-Stücken ganz eigenartig kontrapunktiert sind. Also wirklich, der Schnitt ist katastrophal, das Bildformat möglicherweise beschnitten, denn den Überblick verliert man ständig. Manchmal hat man gar das Gefühl, dass die Person im Objektiv grad allein rumhampelt. Den dicken Trash-Gehalt der ultrabilligen Interner Link"Conan"-Kopie besorgen die männlichen Schrumpfhirne, die man aus der nächsten Muckibude gecastet hat. Die Rollenverteilung dürfte auch sehr klar sein: Wer blond ist, ist gut, Schwarzbehaarte müssen als Bösewichte herhalten. Der Obersack (TV-Interner Link"Highlander" Adrian Paul lässt schön grüßen), der ein paar kichernde und feixende Oberkloppies mit sich rumschleppt, macht schließlich den Fehler, Tarzans Schnucklige zu verwursten und die mächtige Gürtelschnalle zu klauen, die gar unglaubliche Kräfte verleiht. Da der Fiesling dann auch noch ins Los Angeles der 90er flieht, zieht es Tarzan ebenfalls aus dem Dschungel. Oh man, was hier dann abgeht, verlangt echt Schmerzensgeld von den Produzenten, sogar eine Laserschwertnummer hat es zwischen den geistigen Dünnpfiff geschafft.
Wäre das alles nicht so furchtbar ernst, könnte man Trash reden, aber so darf man von einer Independent-Produktion ausgehen, die im Fernsehen besser aufgehoben wäre. Ziemlich unblutig ist die Chose dann auch, weswegen alles nach einer 12er Freigabe schreit. Dass da irgendwo mal mehr war, zeigen einige Szenen, die definitiv nach einer Kürzung aussehen. Ich bin wirklich kein Fachmann für solche Vermutungen, aber hier ist es wirklich offensichtlich, wenn ohne Gegenschnitt ein Mann plötzlich tot umfällt. Wer auf halbnackte Männer im Lendenschurz steht, die schlecht schauspielern, ist hier vielleicht gut beraten, aber ich vermute mal, dass das für die meisten Zuschauer der Zielgruppe, die auf lustige Fantasy-Action mit Bierlaune gehofft haben, eher nicht zutrifft.



Bilder der DVD




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