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USA, CAN 1983
Originaltitel:Of Unknown Origin
Länge:85:18 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:George P. Cosmatos
Buch:Brian Taggert, Chauncey G. Parker III
Kamera:René Verzier
Musik:Kenneth Wannberg
SFX:Intrigue
Darsteller:Peter Weller, Jennifer Dale, Lawrence Dane, Kenneth Welsh, Louis Del Grande, Shannon Tweed, Keith Knight, Maury Chaykin, Leif Anderson, Jimmy Tapp, Gayle Garfinkle
Vertrieb:Warner
Norm:PAL
Regionalcode:2,5
DVD-Start:18.09.2003 (Kauf)



Inhalt
Bart Hughes, Topmanager, ist auf dem Wege die große Karriereleiter zu besteigen. Um sich in Ruhe darauf vorzubereiten, schickt er seine Familie in den Urlaub. Alles scheint aufs Beste geregelt, als plötzlich eine fremde Macht in seine heile Welt einbricht. Eine Macht, die in jedem Winkel seines Hauses lauert, jederzeit bereit, ihn endgültig zu vernichten. Barts Haus wird zur mörderischen Kampfarena.

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Wirklich eine schwere Entscheidung, ob man hier noch 4 Punkte geben kann oder nicht. Ausschließlich des Alters und dem dazugehörigen, kleinen Bonus wegens hab ich mich mal dafür entschieden. In taghellen Szenen ist soweit alles in Ordnung, die Schärfe wohlauf, die Farben kräftig und natürlich, wenn auch typisch unterfordert vom städtischen Grau und der ziemlich faden Inneneinrichtung des Hauses und der Kontrast ohne Überstrahlungen. Aber in dunklen Szenen, die besonders in der zweiten Hälfte häufig vorkommen, sind gerade Details nur beinah gut ausgeprägt, das Bild oft zu düster und der überzeugende Gesamteindruck verflüchtigt sich etwas. Zugute halten kann man der DVD, dass Verschmutzungen oder eine fehlerbehaftete Kompression keine Themen sind.
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Ton
FormateDolby Digital 1.0
SpracheDeutsch, Englisch, Spanisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Schwedisch, Kroatisch, Slowenisch, Tschechisch, Griechisch, Ungarisch, Polnisch, Türkisch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte
 Simples Mono ist nicht gerade der Stand der Technik für einen 1983er Film. Zumindest wird man erstaunt sein, wie klar und fehlerfrei der Ton aus dem Center ertönt, ohne dabei dumpf, verzerrt oder zu mittenlastig zu klingen. Für den englischen Ton trifft das noch ein wenig mehr zu, aber auch die deutsche Synchro schlägt sich wacker, wenn auch hier einige bissige Bemerkungen entschärft zu sein scheinen bzw. etwas sehr frei übersetzt worden. Nur leider bleibt eben jegliche Anwandlung von Dynamik im zurückhaltenden Mono-Sound gefangen. Für einen Horrorfilm bzw. Thriller ist das sehr schade, denn selbst die Musik schafft es nicht, die Stimmung des Films sonderlich zu beeinflussen. Die DVD liefert eine Vielzahl an Untertiteln mit, auch für Hörgeschädigte wurden zwei Textspuren erstellt.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar von Peter Weller und Regisseur George P. Cosmatos
  • USA-Kinotrailer (1:35 Min.)
VerpackungSnapperCase
 Die DVD scheint beim Bonusmaterial wohl schnell von der US-Disc erarbeitet worden zu sein. Also gibt's den Originaltrailer und den Audiokommentar des Hauptdarstellers und des Regisseurs, jedoch ohne Untertitel, was die Chose für das angepeilte Zielpublikum vielleicht unbrauchbar macht - zumal das Englisch des Regisseurs etwas schwer zu verstehen ist. Trotzdem, der Kommentar macht Spaß beim Zuhören, weil er viele Hintergedanken erläutert und stellenweise sogar das nicht vorhandene Making Of ersetzt.
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Fazit
Interner Link"RoboCop"-Star Peter Weller bei der Rattenjagd zuzuschauen, klingt vorerst nicht grad interessant. Und tatsächlich ist "Unheimliche Begegnung" kein üblicher Tierhorror, bei dem die Nager in Rudeln irgendwelche Städte überfallen und dabei Blut und Zerstörung hinterlassen - ganz und gar nicht. Er orientiert sich thematisch etwas anders, zeigt einen Zweikampf zwischen einem extrem biestigen Nager, welcher die Bude unterminiert und Chaos hoch 10 anrichtet, und dem Eigner des schön hergerichteten Häuschens, einem erfolgreichen, aber doch sehr sympathischen Yuppi, der mitten in einem schwierigen Auftrag steckt und nun mit einer Situation konfrontiert wird, die ihn schlichtweg überfordert. Denn dem nimmermüden Plagegeist, der bereits emsig im Keller die zweite Generation heranzieht, ist mit nichts beizukommen, weder mit Gift, noch mit geschickt platzierten, garantiert tödlichen Fallen. Selbst die Hauskatze wird von dem ekelhaften Raffzahn zerfleischt, der gern von der Kamera dargestellt wird in Übergröße, durch sein Tunnelsystem jagend und seine beiden gelben Hauer ekelig präsentierend. Der Stress im Job und die Konfrontation zwischen Mensch und Tier werden für Bart zur nervlichen Zerreißprobe. Sehr schön wird das in nebligen Träumen dargestellt, in denen die Ratte seine Familie (grad außer Haus) angreift. Mitunter ist man als Zuschauer echt von den Socken, wie bedrohlich doch so ein kleines Tier erscheinen kann, wenn man auch nicht immer glaubhaft in dieser Hinsicht inszeniert. Zwar ist das Viech fast schon mit übertierischen Kräften ausgestattet, beinah von einer anderen Welt, aber letztlich soll "Unheimliche Begegnung", auch wenn es der Titel vermuten lassen könnte, nicht ins Übernatürliche abdriften. Weller ist sicherlich keine schlechte Wahl, um die Figur nicht nur wie einen blindwütigen Kammerjäger durch die Wohnung stürmen zu lassen, ihr etwas charakterliches Profil zu verleihen, aber das Skript endet leider abrupt an der Stelle, wo die psychologische Komponente interessant wird. Was geschieht denn mit den kleinen Rattenbabies? Warum lassen sich alle Kollegen von Bart so schnell von ihm abwimmeln, obwohl man ihm doch deutlich ansieht, dass ihn die schlaflosen Nächte in eine missliche Lage bringen? Und warum muss das Ende so fertig präsentiert werden ohne eine Hintertür offen zu lassen oder dem Bösen mittels Quieken aus den Abwässerkanälen doch noch einen kleinen Triumph zugestehen?
Schade, dass an jenen Stellen nicht ein wenig mehr Aufwand reingesteckt wurde, "Unheimliche Begegnung" hätte ein relativ unblutiger, dank Ratte trotzdem ekliger Thriller werden können. Andererseits steht es Weller gut, seine animalischen Triebe auszuleben und dem unliebsamen Gast gegen Ende den Krieg auf Leben und Tod zu erklären. Hier hätten vielleicht noch 10 Minuten gefehlt, um ihn psychologisch verwundbarer und damit den Abschluss spannender zu gestalten.



Bilder der DVD




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