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IT 1963
Originaltitel:Zorro contro Maciste
Alternativtitel:Barbar von Santa Cruz, Der
aka. Konkurrenz für Zorro
aka. Samson and the Slave Queen
Länge:81:26 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Umberto Lenzi
Buch:Umberto Lenzi, Guido Malatesta
Kamera:Augusto Tiezzi
Musik:Angelo Francesco Lavagnino, Les Baxter (US-Version)
Darsteller:Andrea Aureli, Pierre Brice, Aldo Bufi Landi, Sergio Ciani, Attilio Dottesio, Loris Gizzi, Moira Orfei, Gaetano Scala, Andrea Scotti, Massimo Serato, Maria Grazia Spina, Nazzareno Zamperla
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:12.04.2007 (Kauf)



Inhalt
Die Geschichte führt uns ins Phantasiekönigreich Nogara, das irgendwie auffällige Ähnlichkeiten mit dem Spanien des 17. Jahrhunderts aufweist. Nach dem plötzlichen Ableben des Königs stellt sich die Frage um dessen Nachfolge, die eine der beiden Nichten des Monarchen antreten soll: Wird das Reich künftig von der schönen, blonden und gütigen Isabella oder von der schönen, dunklen und bösen Malva beherrscht werden? Die Antwort auf diese Frage findet sich im Testament des Monarchen, das jedoch erst von der Insel Guadarrama an den Königshof geschafft werden muss. Die von Machtgier getriebene Malva will nun - unterstützt vom fiesen Finsterling Garcia - das Dokument um jeden Preis zuerst in ihren Besitz bringen. Zu diesem Zweck heuert sie den starken Muskelmann Maciste an, der sich prompt auch treudoof auf den Job einlässt und sich auf den Weg zum Testament macht. Derweil ahnt die rechtmäßige Erbin Isabella schon das Schlimmste und bittet den getreuen Ramon um Hilfe, der ihr den Beistand des maskierten Fechtkünstlers und hauptberuflichen Rächers Zorro vermittelt (anders als der Zuschauer weiß Isabella übrigens nicht, dass Ramon und Zorro ein- und dieselbe Person sind). Zwischen den ungleichen Helden Zorro und Maciste kommt es nun zum Kampf um das Testament des Königs. Beide müssen sich in zahlreichen turbulenten Kämpfen messen, bis Maciste schließlich seinen Irrtum erkennt und an der Seite Zorros für das Gute kämpft ...

Bild
Format2,00:1 (Letterbox)
NormPAL
 Das Alter hat dem Bild gehörig zugesetzt und so bekommen wir "Zorro gegen Maciste" zwar im Originalformat, aber nur Letterbox vorgesetzt. Die Farben wirken kräftig, lassen das Alter aber nicht vergessen, denn sie wirken trotz aller Kräftigkeit nicht besonders gut. Die Schärfe ist mittelmäßig und vor allem im Detailbereich wirkt das Bild weich und schwammig. Die Konturen neigen zu Überstrahlungen und zeigen Treppenmuster. Der Kontrast zeigt ebenfalls viele Mängel und wirkt zu keinem Zeitpunkt wirklich gut, lässt zudem noch in dunklen Szenen viele Details verschwinden. Hinzu kommen starke, stehende Rauschmuster, welche dem Bild gehörig zusetzen, was vor allem in Bewegungen zu einigen unschönen Nebenwirkungen führt. Neben einer wechselhaften Anzahl an Defekten und Verschmutzungen, welche teilweise extreme Ausnahmen annehmen, merkt man noch eine gewisse Unruhe im Bild. Dafür arbeiten die Kompressionen sehr unauffällig.
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Ton
FormateDolby Digital 1.0 (Mono)
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Leider liegt uns hier nur die deutsche Monospur vor, welche allerdings trotz des hohen Alters sehr annehmlich klingt. Trotz leichter Dumpfheit sind die Stimmen gut zu verstehen und auch die Musik erfreut sich einer recht klaren und sauberen Wiedergabe.
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Extras
Extras
  • Deutscher Trailer (2:30 Min)
  • Bildergalerie (34 Bilder)
  • Filmo- und Biografien:
    • Andrea Aureli
    • Pierre Brice
    • Sergio Ciani
    • Moira Orfei
    • Maria Grazia Spina
    • Umberto Lenzi
  • Trailershow:
    • Der Kollos von Rhodos (2:05 Min.)
    • Attila (3:05 Min.)
    • Die Fahrten des Odysseus (2:17 Min.)
    • Auch Henker sterben (1:58Min.)
    • U 47 (3:24 Min.)
    • Mondbasis Alpha (1:24 Min.)
  • 8-seitiges Booklet mit Abdruck des Filmprogrammes
VerpackungKeepCase
 Neben dem Original-Trailer, einer Bildergalerie und sechs Filmografien, gibt es noch ein 8seitiges Booklet mit einem Replica des Filmprogramms.
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Fazit
"Zorro gegen Maciste" ("Zorro contro Maciste") wurde 1963 in der Regie von Umberto Lenzi gedreht und ist ein typischer Vertreter des damaligen italienischen Abenteuerfilms. Die Figur des Maciste tauchte erstmals zu Stummfilmzeiten in "Cabiria"74 >"Maciste all'inferno" (1925) muss der Held vom beschaulichen Biedermeiersetting zum Gottseibeiuns hinabsteigen, in "Maciste, der Felsgeborene" (1961) verschlägt es ihn an den chinesischen Kaiserhof und in "Maciste, der Rächer der Verdammten" gerät er an puritanische Hexenjäger. Es wundert also wenig, dass er sich hier in Musketiergefilden an der Seite Zorros wiederfindet. Ort und Zeit sind letztendlich wurscht, wahre Helden vermögen sich überall mit Anstand zu prügeln. "Ein Abenteuer voller Kraft und Temperament" versprach das damalige Filmprogramm und werden dem Zuschauer hier muntere Fecht- und Prügelszenen, dramatische Kraftakte mit Pappfelsen und ein mörderischer Kampf mit einem wasserverspritzendem Gummikrokodil geboten.
"Zorro gegen Maciste" bietet nostalgischen Kintopp auf Comic Strip-Niveau, zwar weit entfernt davon, ein Meilenstein des Genres zu sein, aber in sich solide funktionierend und (die richtige Laune vorausgesetzt) recht passabel unterhaltend. Die Darsteller machen ihre Sache ordentlich bzw. tun genau das, was man von ihren Figuren erwartet: Pierre Brice - damals noch ein paar Jahre vom Interner Link"Winnetou"-Ruhm entfernt und sich fleißig in italienischen B-Movies tummelnd - verkörpert edelmütig-samtäugig einen die damaligen Frauenherzen erweichenden Bilderbuch-Zorro. Alan Steel (eigentlich Sergio Ciani) kontrastiert dazu als eingeölter Wonneproppen Maciste, der Herz und Muckis an den richtigen Flecken hat. Über die schauspielerischen Fähigkeiten des einstigen Steve Reeves-Doubles lässt sich eigentlich nicht viel unken, als pragmatischer Muskelheld vermag er durchaus zu überzeugen. Nach dem Ende der Sandalenfilm-Ära verließ Steel/Ciani übrigens der Erfolg und er fand sich in obskuren Produktionen wie dem türkischen Western "Küçük kovboy" wieder.
Regisseur Umberto Lenzi ist Eurotrash-Freunden natürlich auch kein Unbekannter: Ebenso wie z.B. Lucio Fulci begann auch er seine Regiekarriere mit diversen Abenteuerfilmen, wechselte zur 60/70er Jahrzehntwende zum Giallo (das Gebiet, auf dem er seine definitiv besten Filme fabrizierte, so z. B. "Paranoia"80 >"Spasmo"), trug mit Beginn der 80er Jahre sein Schärflein zur grassierenden Kannibalenfilmwelle bei und verwandelte sich schließlich mehr und mehr zu einem Garant für Billigtrash.

Die Veröffentlichung leidet unter der wirklich schlechten Bildqualität und das Fehlen einer zusätzlichen Sprachfassung. Dafür liegt uns "Zorro gegen Maciste" ungekürzt vor und hat zumindest ein paar Extras zu bieten. Dennoch mehr etwas für Hardcorefans.



Bilder der DVD




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