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RU 2003
Originaltitel:Antikiller 2: Antiterror
Länge:125:31 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Yegor Konchalovsky
Buch:Danil Koretsky, Yuri Perov
Kamera:Anton Antonov
Musik:Viktor Sologub, Anton Antonov
SFX:Sergej Golovkin
Darsteller:Yuri Kutsenko, Lyubov Tolkalina, Aleksei Serebryakov, Sergei Veksler, Sergei Shakurov, Ivan Bortnik, Liubomiras Lauciavicius, Yuri Sherstnyov, Vyacheslav Razbegayev, Timofei Kozhukhar, Vladimir Steklov, Aleksei Buldakov
Vertrieb:EuroVideo / MIG
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:26.04.2007 (Verleih) / 10.05.2007 (Kauf)



Inhalt
Der ehemalige Polizist Major Korenev (Yuri Kutsenko) - Spitzname Fox - ist zurück. Frisch verheiratet muss er sich mit einer Gruppe Terroristen auseinandersetzen, die die innere Sicherheit Russlands bedroht. Doch nicht nur diese Terror-Gruppe macht ihm zu schaffen. In ganz Russland herrscht Korruption, jeder ist bestechlich - von Ministern bis hin zu Polizisten. Und das hat für Korenev und seine Männer fatale Folgen. Sie werden in einen Hinterhalt gelockt und fast bis auf den letzten Mann abgeschlachtet. Doch Korenev überlebt den Verrat und macht sich daran, gnadenlos mit den Verrätern und den Terroristen abzurechnen!

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild von "Antikiller 2" objektiv zu beurteilen fällt nicht sonderlich leicht, da Regisseur Yegor Konchalovsky eine sehr verspielte Betrachtungsweise zu seinem Film hat. Farblich dominiert ein kühles Blau und ein starkes Rot. Dies hat zur Folge, dass die gesamte Farbgebung etwas unnatürlich aussieht, aber Stilmittel des Films ist. Ein Rauschen ist ständig zugegen, wirkt sich aber nur gelegentlich negativ aus. In Szenen mit schneller Bewegung entstehen zudem Unschärfen. Gerade durch den Einsatz von diversen Filtern leidet der Kontrast ein wenig und tritt etwas wechselhaft in Erscheinung, was man dann beim Schwarzwert deutlich bemerkt, da dieser ins Gräuliche tendiert. Mit der Kompression kann man zufrieden sein, da diese unauffällig arbeitet und das Blockrauschen nicht sonderlich auffallend ist.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Deutsch), Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Russisch)
SpracheDeutsch, Russisch
UntertitelDeutsch
 Die beste Tonspur der DVD ist der russische O-Ton, der in seiner 5.1-Abmischung kräftig durch die Boxen donnert. Egal wie, wann oder wo - die Kugeln oder andere Effekte fliegen einem um die Ohren. Hinzu kommt noch eine sehr gute Sprachverständlichkeit und gut lesbare optionale Untertitel können zugeschaltet werden. Bei den beiden deutschen Tonspuren sieht die Sache etwas anders aus. Beide sind ebenfalls sehr gut verständlich, doch einen wirklichen Unterschied zwischen 2.0 und 5.1 kann man nicht feststellen. Der gesamte Film ist in der deutschen Version nur frontlastig und die hinteren Boxen bleiben ruhig. Dennoch wurde eine dynamische Abmischung geschaffen, die wenigsten einiges aus dem Subwoofer rausholt. Daher ist die Wertung des Tones etwas gespalten, für den O-Ton gibt es 4 Punkte und für die deutsche Version drei Punkte.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (1:55 Min.)
  • Trailershow:
    • Antikiller (1:29 Min.)
    • Alien Agent (3:07 Min.)
    • Farscape: The Peacekeeper Wars (1:55 Min.)
VerpackungKeepCase
 Bis auf einer Trailershow und dem Originaltrailer wird nichts an Bonusmaterial spendiert. Aber wo Bonusmaterial her nehmen, wenn es keins gibt?
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Fazit
Fox is back!!! Wieder mit dem gleichen Stab drehte Regisseur Yegor Konchalovsky die Fortsetzung zu seinem Erfolgsfilm Interner Link"Antikiller". Eigentlich ist es ja so, dass schnelle Vorsetzungen, die Aufgrund eines Erfolges enstehen, meistens wesentlich schlechter dastehen als der Vorgänger. "Antikiller 2" ist mal ein Beispiel, das genau das Gegenteil darstellt und beweist, dass solche Vermutungen nicht maßgebend sind. Denn man kann von einer gelungenen Weiterführung der Geschichte reden, die jedoch auf der Drehbuchebene wesentlich vereinfacht wurde und schon Merkmale einer amerikanischen Hochglanzproduktion nahe kommt. Dies ist etwas schade, da der dreckige Ostflair, der im ersten "Antikiller" deutlich zu gefallen wusste, hier nur noch eine Randerscheinung darstellt. Wie schon angedeutet ist aus der komplexen Story des ersten Teils nun eine reinrassige Actionproduktion geworden, die sich nicht hinter dem großen und "offensichtlichen" Bruder Interner Link"Stirb langsam" verstecken braucht. Fox ist wieder bei der Polizei, frisch verheiratet mit seiner großen Liebe aus dem Reisebüro und bekommt es diesmal mit arabischen Terroristen zu tun. Dies hat er einem vergangenen Einsatz zu verdanken, in dem er und seine Gruppe eine Bande von Terroristen aushebt und dabei das Oberhaupt als Staatsgefangenen in Haft nehmen. Der Sohn sinnt auf Rache und setzt alle Hebel in Bewegung, um seinen Vater aus dem Knast zu holen. Dass hierbei nun kein Stein auf dem anderen bleibt, dürfte somit klar sein und man bekommt zwei Stunden spannende Action serviert. Zentrale Rolle ist wieder Fox, der mit Hilfe seiner "Freunde" aus Mafiakreisen und Spitzeln der terroristischen Gruppierung auf die Schliche kommt. Hierbei muss er dann auch oft genug feststellen, dass es genug Korruption innerhalb der Polizei gibt. Doch wie sagen die bösen Buben so schön: Der Feind unseres Feindes ist unserer Freund. So gibt es dann einen Zusammenschluss der Parteien, die doch soviel sagen will: Kriminalität ist schön und gut, aber beim Terrorismus hört die Freundschaft auf.
Die dann hier zelebrierte Action wird dann gut rübergebracht und mit einem sehr harten Unterton versehen. Hier seien beispielsweise die Schlägerei auf dem Marktplatz angesprochen, die einen sehr realistischen Charakter der Situation rüberbringt. Gerade in diesem Bereich hat man deutlich zugelegt, was der geniale Kameraeinsatz unter Beweis stellt. Wie auch schon im ersten "Antikiller" gibt es auch hier einige Spielereien in den Szenen wie Slow Motion-Effekte oder der Einsatz von Filtern. Sieht alles sehr gelungen aus, doch ist der wirkliche Höhepunkt das Überblenden der Szenen. Es wird kein einfaches Ab- und Aufblenden zelebriert, sondern es werden Elemente zerschnitten und zu einer neuen Szene zusammengesetzt. Optisch sehr gelungen und mal etwas komplett anderes. Der Filmfan bekommt also für sein Geld einiges geboten und die Laufzeit vergeht wie im Fluge. Durchhänger gibt es keine denn Yegor Konchalovsky versteht seinen Job. Einziger Wermutstropfen ist vielleicht, dass der Film schon etwas zu westlich aussieht, was sicherlich aber auch ein Vorteil ist, um eine größere Masse ansprechen zu können.

Auch die DVD von MIG geht den richtigen Weg vor allem da man sich nicht mit dem stark gekürzten "internationalen Cut" zufrieden gegeben hat und direkt gleich den ungeschnittenen "Director's Cut" veröffentlichte. Hier ein großes Lob, da der Film in dieser Fassung ansonsten nur in Russland erhältlich ist. Qualitativ wird man ebenfalls nicht enttäuscht. Es wird also Zeit, Major Fox ein Zuhause zu bieten.



Bilder der DVD




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Antikiller: Der härteste Cop Russlands
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