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I, F 1974
Originaltitel:Fiore delle mille e una notte, Il
Alternativtitel:Erotische Geschichten aus 1001 Nacht
aka. Arabian Nights
aka. Flower of the Arabian Nights
aka. Mille et une nuits, Les
aka. Thousand and One Nights, A
Länge:125:04 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Pier Paolo Pasolini
Buch:Pier Paolo Pasolini, Dacia Maraini
Kamera:Giuseppe Ruzzolini
Musik:Ennio Morricone
Darsteller:Ninetto Davoli, Franco Citti, Tessa Bouché, Margaret Clementi, Ines Pellegrini, Franco Merli, Francelise Noel, Ali Abdulla, Christian Aligny, Jeanne Gauffin Mathieu, Francesco Paolo Governale, Salvatore Sapienza, Zeudi Biasolo, Barbara Grandi, Elisabetta Genovese, Gioacchino Castellini, Abadit Ghidei, Mohamed Ali Zedi
Vertrieb:Legend/Universum
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Der Prinz Nur-el Dir und die Sklavin Zummurrud werden durch einen Europäer voneinander getrennt. Auf der Suche nach Zummurrud erlebt Nur-el Dir die ungewöhnlichsten Abenteuer und hört die seltsamsten Geschichten ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Auch der dritte Teil der Trilogie erreicht in dieser Auswertung nicht mehr die Qualität des Erstlings. Ein Bildrauschen ist vernachlässigbar, da kaum sichtbar, die Schärfe mag aber auch nicht immer überzeugen, ist für ein gut 30 Jahre altes Werk zwar gut, für heutige Verhältnisse aber einfach deutlich zu weich. Sei es drum, ansonsten bietet man eine warme, ausgeglichene Farbgebung an, die mit einem verbesserungswürdigen, weil etwas schwachen Kontrast (siehe 28. Minute) etwas verschlechtert wird, insgesamt also nur noch 3 gute Punkte verdient. Die Kompression ist unauffällig, nur in der Szene im Wasser erkennt man deutlich Blockbildung, der Bildstand ist hier abermals etwas wackelig in manchen Aufnahmen und die Anzahl an analogen Defekten ist gleichweg hoch.
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Ton
FormateDolby Digital 1.0
SpracheDeutsch, Italienisch
UntertitelDeutsch
 Der Ton verhält sich ähnlich wie bei Interner Link"Decameron", da die italienische Tonspur durch eine sehr saubere Synchronisation (leider nicht immer Lippen synchron) die deutsche Monospur deutlich aussticht, da sie kaum zischt und auch das Rauschen nicht merklich ist. Sie wirkt auch in den Geräuschen deutlich klarer als die verkratzte deutsche Version, welche hin und wieder leichte Knackser vernehmen lässt. Man teste dies einfach Mal anhand der kurz einsetzenden Orgelmusik, die in der 80. Minute ertönt. Deutsche Untertitel werden angeboten.
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Extras
Extras
  • Pappschuber
  • 4seitiges Booklet
  • Interview mit Ninetto Davoli (10:37 Min.)
  • Bildergalerie
  • US-Trailer (2:24 Min.)
  • Ital. Originaltrailer (2:57 Min.)
  • Nicht verwendete Szenen:
    • Szene 1 (6:00 Min.)
    • Szene 2 (14:20 Min.)
 Auch hier sind wieder 2 Trailer vertreten, sowie ein 4seitiges Booklet, dessen Inhalt man aber schon aus den zwei Vorgängern kennen dürfte. Das Interview bringt wieder ein paar interessante Dinge zutage, hätte gern aber doppelt so lang ausfallen können. Hervorzuheben sei hier die Art des Interviews, die nicht ständig auf den Sprechenden drauf hält, sondern einige visuelle Kniffe verwendet, um auch dem Auge etwas bieten zu können. Ein Teil der Bilder aus der Galerie sieht man hier schon, einige neue Aufnahmen mit Aufnahmen der Crew und hauptsächlich Pasolini bekommt man dort aber doch noch geboten. Außerdem sind zwei nicht verwendete Szenen auf dieser DVD verewigt. Die insgesamt 20 Minuten Material vervollständigen zwei Episoden und sind ohne Dialoge gespeichert. Die sind aber kaum nötig, die Handlung ist leicht verständlich und wird von dem sehr schönen Score von Morricone begleitet. Das Menu "Einstellungen" stürzt übrigens auf meinem Player ab - das erste Mal, dass so etwas passiert. Dies hätte nicht auftreten müssen, da man aber die Tonvariante und die Untertitel direkt aus dem Film heraus anwählen kann, ist dies halb so schlimm, schließlich stimmt der Rest des Menus inhaltlich wie auch technisch. Mit dem letzten Teil der Trilogie komplettiert sich auch das Motiv auf dem Rücken der Pappschuber, welches das Gesicht von Pasolini ergibt.
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Fazit
"Geschichten aus 1001 Nacht", Pasolinis Abschluss der Trilogie und leider auch eine seiner letzten Arbeiten, bevor er 1975 zu Tode kam, spielt sich an sehr exotischen Schauplätzen in Afrika und Asien ab, erhöht dadurch die Verwendung von sehenswürdigen Setting zum Vorgänger noch einmal und lässt sich mehr Spielraum bei der Einbringung von fantastischen Elementen. Dieses Märchen für Erwachsene, in seiner freizügigen Art, die hier besonders deutlich homoerotische Züge zur Geltung bringt, verläuft wie immer kontrovers, aber auch schlüssiger als Interner Link"Canterbury Tales". Dieser versuchte schon, die Einzelgeschichten durch einen groben Rahmen zusammen zu halten, aber erst in "Geschichten aus 1001 Nacht" gelingt es, die verschiedenen Handlungen durch eine immer wieder aufgegriffene Handlung zu verketten. Diese meist kurzen Episoden handeln oft von Schicksal und göttlicher Fügung und drücken dadurch auch ein wenig die Heiterkeit der Vorgänger. Davoli, der zuvor die italienische Antwort auf Charlie Chaplin verkörperte, wird auf ganz und gar unangenehme Weise "entkernt" und sogar der Tod spielt eine gewichtige Rolle, wenn es um die Zukunft zweier Liebenden geht. Mit einer Laufzeit von über 2 Stunden wirkt der dritte Teil der Trilogie auch erstmals etwas langatmig, strahlt damit aber gleichzeitig eine Ruhe aus, die die Lebensweise der jeweiligen Völker widerspiegelt.
Ton und Bild stellen zufrieden, im Bonusbereich findet man die übliche Aufteilung, ergänzt durch zwei Deleted Scenes. Sowohl Aufmachung als auch Inhalt der DVD von Legend stimmen, so dass man mit der Veröffentlichung der "Trilogie des Lebens" letztlich sehr zufrieden sein darf.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Canterbury Tales
Decameron
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