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USA 1932
Originaltitel:Most dangerous Game, The
Alternativtitel:Hounds of Zaroff, The
aka. Insel des Grauens, Die
Länge:59:56 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Ernest B. Schoedsack, Irving Pichel
Buch:Richard Connell, James Ashmore Creelman
Kamera:Henry W. Gerrard (als Henry Gerrard)
Musik:Max Steiner
SFX:Harry Redmond Sr., Linwood G. Dunn, Orville Goldner (alle ungenannt)
Darsteller:Joel McCrea, Fay Wray, Robert Armstrong, Leslie Banks, Noble Johnson, Steve Clemente, William B. Davidson, Oscar 'Dutch' Hendrian, Hale Hamilton
Vertrieb:Anolis Entertainment
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:13.02.2006 (Kauf)



Inhalt
Graf Zaroff lebt abgeschieden auf seiner Privatinsel. Seine größte Leidenschaft ist die Jagd und seine bevorzugte Beute ist der Mensch. Diese Erfahrung muss auch der Reiseschriftsteller und Großwildjäger Bob Rainsford machen. Er ist der einzige Überlebende des Schiffs, das vor der Insel Zaroffs auf ein Riff gelaufen ist. Graf Zaroff empfängt den Schiffbrüchigen freundlich und stellt ihn zwei weiteren Gästen vor. Im Verlauf des Abends wird ihnen klar, dass sie die nächsten Opfer Zaroffs werden sollen. Er lässt ihnen allerdings eine Chance: Überleben sie die Nacht, so sind sie frei. Eine grausame Jagd beginnt ...

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 "Graf Zaroff" hat knapp 75 Jahre (!!) auf dem Buckel und liegt uns erstmalig als deutschsprachige DVD vor. Dem Alter entsprechend dürfen wir mit dem Transfer zufrieden sein und das Bild sieht teilweise besser aus, als so manch aufwendig restaurierter Schwarzweiß-Film früher Jahre. Hier hatte Anolis offenbar glück gehabt und ein Master ergattern können, welches in einem hervorragenden Zustand war. Der Kontrast wirkt zwar meist etwas grell, weiße Flächen überstrahlen dementsprechend deutlich, was die Protagonisten in einigen Stellen mit einer Aura umgibt, dafür gehen aber selbst in dunklen Szenen keine Details verloren. Die Schärfe ist hierbei mittelmäßig, insgesamt aber noch angenehm ausgefallen, wobei wir keine großen Sprünge in puncto Detailschärfe erwarten dürfen. Dies liegt unter anderem an den stehenden Rauschmustern, welche für leichte Bewegungsunschärfe sorgen. Die Kompressionen zeigen deutliches Blockrauschen im Hintergrund, sowie hin und wieder auftauchende Artefaktebildung, welche sich aber in Grenzen halten. Defekte und Verschmutzungen sind zwar ebenfalls vorhanden, nehmen aber kaum wirklich störende Auswirkungen an.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche Monoton ist zwar bei weitem nicht so alt wie der Film selber, klingt aber sehr blechern und Rauschen und Knistern ist stets zu hören. Dennoch bietet man uns eine sehr gute Sprachverständlichkeit, deren Hochtonbereich etwas zu steril klingt. Der englische Mix klingt deutlicher dumpfer, dafür hört man aber kaum Rauschen oder andere Defekte. Die Dialoge sind jedoch auch hier hervorragend zu verstehen und lediglich leichte Verzerrungen lassen sich im Hochtonbereich ausmachen. Optional gibt es deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • Einleitung durch Dr.Rolf Giesen (1:03 Min.)
  • Audiokommentar mit Dr.Rolf Giesen
  • Trailer (0:55 Min.)
  • Die Remakes (5:21 Min.)
  • Bildergalerie (93 Bilder)
  • Bildergalerie Remakes (2:29 Min.)
  • Filmprogramm (2:13 Min.)
VerpackungDigipak im Schuber
 Neben einer kurzen Einleitung von Dr. Rolf Giesen, sowie einem sehr informativen und interessanten Audiokommentar des Filmhistorikers, finden wir auf der DVD diverse Bildergalerien zum Film, zu den Remakes (mit Erklärungen zu den Requsiten) und dem Filmprogramm. Weiterhin gibt es einen knapp 5minütigen Kommentar von Dr. Rolf Giesen über die Remakes von "Graf Zaroff", sowie den Originaltrailer. Weiterhin spendiert man uns ein 12seitiges Booklet zum Film und das edle Digipak lässt die DVD zudem noch im Regal sehr schön aussehen.
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Fazit
Einen diabolischen Ruf in Sachen 30er Jahre hat auch "Graf Zaroff - Genie des Bösen", wobei der Film die heutigen Erwartungen sicher nicht mehr erfüllen kann. Gedreht während der Drehpausen zu "King Kong und die weiße Frau" und darüber hinaus auch noch in den gleichen Kulissen, präsentiert er eine knappe, stringente und bösartige Erzählung, die allerdings mehr verspricht, als sie halten kann. Der Graf beliebt zu residieren und zwar auf einer wilden Insel, vor der er mittels falscher Positionslichter öfters mal ein Schiff kentern lässt. Unser Held erleidet so ein Schicksal und wird als Gast und Gästen begrüßt, Gastgeber ist der osteuropäische Zaroff, der hier von einem selbstgeschaffenen Jagdparadies schwärmt, in dem auf das gefährlichste Wild der Welt Jagd macht: dem Menschen, wie man bald erfährt.
Was den Leuten in den 30ern wirklich die Schuhe ausgezogen haben dürfte, sind die sexuellen Untertöne der Story, denn Zaroff bedeutet die Jagd und das Töten von Menschen die einzige Befriedigung. Im übertragenen Sinn bedeutet das, sein Orgasmus beruht auf dem Töten. Die Dialoge sind entsprechend geschliffen und es gibt kaum Leerlauf, mal von dem lächerlichen Begleiter Fay Wrays abgesehen, der vor unserem Helden ins Gras beißen muss. Spannend auch die Jagd auf die beiden in der zweiten Filmhälfte, allerdings kann die angeblich mit Fallen gespickte Insel dieses Versprechen nicht einlösen und zeigt uns nichts davon. Der Studiourwald an sich ist jedoch beeindruckend konstruiert und in einer Szene greift der Film sogar zur subjektiven Jagdperspektive durch Lianen und Farne. Wer ein wenig hinter das gesprochene Wort zu schauen vermag, wird seine Freude an der knappen Stunde haben, alle übrigen werden wohl "unspektakulär" sagen. Dennoch: so direkt indirekt wurden Perversitäten selten in einem Studiofilm angerührt.

Die Anolis-DVD erschien im eigenen Vertrieb und ist auf nur 2000 Stück limitiert. Bei der Aufarbeitung hat sich Anolis eine Menge Mühe gegeben und besonders der Audiokommentar von Dr. Rolf Giesen macht die DVD zum Pflichtkauf jedes Filmliebhabers. Bild und Ton gehen für einen 76 Jahre alten Film vollkommen in Ordnung.



Bilder der DVD




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