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USA 1999
Originaltitel:Bats
Alternativtitel:Blood Moon
Länge:87:20 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Louis Morneau
Buch:John Logan
Kamera:George Mooradian
Musik:Graeme Revell
SFX:K.N.B. Effects Group
Darsteller:Lou Diamond Phillips, Dina Meyer, Bob Gunton, Leon, Carlos Jacott, David McConnell, Marcia Dangerfield, Oscar Rowland, Tim Whitaker, Juliana Johnson, James Sie, Ned Bellamy, George Gerdes
Vertrieb:Columbia TriStar
Norm:PAL
Regionalcode:2,4
DVD-Start:19.12.2000 (Kauf)



Inhalt
Kaum ist es Nacht, wird die Luft erfüllt vom Geräusch schlagender Flügel und angsteinflößender Schreie. Schwärme genetisch veränderter Fledermäuse ziehen grausam mordend über Texas. Im Rahmen eines Regierungsexperimentes zu intelligenten, bösartigen und alles zerfleischenden Bestien mutiert, drohen sie sich über das ganze Land auszubreiten. Im Sturzflug greifen sie alle lebenden Wesen an, die ihnen vor den Radar kommen. Die unerschrockene Zoologin und Fledermaus - Spezialistin Dr. Sheila Casper (Dina Meyer), ihr Assistent Jimmy (Leon) und Sheriff Emmett Kimsey (Lou Diamond Phillips) versuchen, die genmanipulierten Kreaturen aufzuhalten: ein Wettlauf gegen das Dunkel der Nacht - und gegen das Militär, das in seiner Ignoranz alle rettenden Bemühungen zu zerstören droht.

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Weitestgehend sieht "Bats" auf DVD auch nach großem Kino aus: Die Wüstenatmosphäre wird durch warme, oftmals mit Sepiafilter verfeinerte Farben definiert, der Kontrast und Schwarzwert sind nahezu makellos und selbst über ein Bildrauschen wird man sich nicht aufregen, ist es doch kaum existent also letztlich nicht maßgebend für die Bewertung. Natürlich darf man auch einen absolut fehlerfreien anamorphen Transfer erwarten. In den meisten Szenen wird eine fast sehr gute Detailschärfe erreicht, die sich nicht nur auf vordergründige Objekte beschränkt, sondern auch im Hintergrund fortgesetzt wird. Immer wieder aber, für meinen Geschmack sogar zu häufig, verliert die Detailschärfe an Qualität. Teilweise passiert es innerhalb von Gegenschnitten, dass die Szenen ihre gute Auflösung gegen ein konturenreiches, aber detailloses Aussehen eintauschen müssen. Allein deshalb nur 4 Punkte mit Aufwärtstendenz, aber das sollte schon reichen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelArabisch, Bulgarisch, Dänisch, Deutsch, Englisch, Finnisch, Griechisch, Hebräisch, Hindi, Holländisch, Isländisch, Kroatisch, Norwegisch, Polnisch, Schwedisch, Türkisch, Ungarisch
 Ein wenig leise der Ton, aber eine Lautstärkeregelung schafft schnell Abhilfe, ohne dass störende Nebengeräusche nun hervordringen würden. Egal ob nun deutsche oder englische Spur, beide sind gleichweg überzeugend. Die Musik lässt dynamische Momente entstehen, die man von großen Produktionen mit einem pompösen Score her kennt und kann damit gleichzeitig die hinteren Lautsprecher füllen. Etwas stört mich, dass die Dialoge so sehr Center lastig sind und nicht eine beweglichere Abmischung bekommen haben. Bei den Effekten nutzt man sehr gut die anfliegenden Schwärme und die quietschenden Geräusche von einzelnen Tieren, wie sie beispielsweise gegen ein Hindernis stoßen, so dass man als Zuschauer ordentlich hochschrecken wird an einigen Stellen. Optimal wäre es gewesen, wenn man neben diesen Effekten noch weitere hinzugefügt hätte, die nicht von den lieben Tierchen ausgehen, und der Bass etwas aufgedreht worden wäre. Aber genug gemosert, der wohlige Klang und die Surround-Ansteuerung machen die 5 Punkte sehr verdient.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar
  • Isolierter Score
  • 4seitiges Booklet
  • Kinotrailer (1:13 Min.)
  • Filmdokumentation: Bats Abound (5:32 Min.)
  • Galerie:
    • Bernie Wrightson: Konzeptzeichnungen (10 Bilder)
    • Zeichnungen von KNB Effects (12 Bilder)
  • Vergleich Storyboard und Special Effects:
    • Storyboard-Vergleich 1 (1:36 Min.)
    • Storyboard-Vergleich 2 (3:30 Min.)
    • Special Effects-Vergleich 1 (2:41 Min.)
    • Special Effects-Vergleich 2 (4:09 Min.)
  • Künstlerprofile:
    • Louis Morneau (2 Seiten)
    • Lou Diamond Phillips (2 Seiten)
    • Dina Meyer (2 Seiten)
    • Leon (3 Seiten)
VerpackungKeepCase
 Beim Audiokommentar von Regisseur Louis Morneau und Hauptdarsteller Lou Diamond Phillips steht klar der Spaßfaktor im Vordergrund, denn technische Fakten zum Entstehungsprozess hört man selten. Dafür aber viele Hintergrundgeschichten, die den optional deutsch untertitelten Kommentar doch sehenswert machen. Die weiteren Extras wurden von der US-DVD übernommen und deutsch untertitelt. Darunter befinden sich ein Trailer, eine Dokumentation im 5-Minuten-Stil, die man als verlängerten Trailer mit ein wenig Behind The Scenes und kurzen Interviewschnipsel ansehen darf, zwei kurzen Bildergalerien mit gezeichneten Designs der Fledermäuse und deren technische Realisierung, sowie kurz gehaltene Darstellerinfos. Interessant sind neben dem isolierten Score, der als Tonspur im Film angewählt werden kann, noch die Vergleichssequenzen zwischen fertigem Film und Storyboard bzw. Material im Pre-Effektstadium. Insgesamt etwas schnell durchgeschaut.
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Fazit
Schön zu sehen, dass talentierte B-Movie-Regisseure auch mal die Chance erhalten sich in kleineren Kinoproduktionen zu profilieren. Louis Morneau ("The Hitcher II: I've Been Waiting"), am ehesten durch seinen Geheimtipp Interner Link"Retroactive" und dem wenig später folgenden "Made Men" (beide mit James Belushi) bekannt, schuf mit "Bats" einen unterhaltsamen, mal wieder, wie für seine Filme typisch, in staubigen Gegenden spielenden, kurzweiligen Horrortrip. Der Erfolg an den Kinokassen bliebt trotz seiner kompetenten Inszenierung jedoch aus. Der seinerzeit überschwappenden Tierhorrorwelle konnte "Bats" nämlich keine neuen Ideen abringen - ganz im Gegenteil. Drehbuchautor John Logan (Interner Link"Gladiator", "The Last Samurai") hielt sich bei seinen ersten Schreibversuchen an Altbewährtem und fährt damit so ziemlich jedes Klischee auf, das das Genre zu bieten hat.
Beginnend mit der Opening Sequence (ein Liebespärchen wird von den Fledermäusen vernascht) bleibt "Bats" der standardisierten Formel treu und zeigt neben der Obduktion einer übel zugerichteten Leiche, die zunächst unterschätzte Gefahr, bis dann die große Panik in der kleinen Stadt ausbricht, frei nach Alfred Hitchcocks "The Birds" Belagerungszustände auf engem Raum zitiert werden und schließlich das am liebsten den ganzen Vorfall unter den Teppich kehrende Militär zum großen Rundumschlag ausholt. Dem Szenario mangelt es zwar an jeglicher Innovativität, doch Morneau macht das Beste daraus. "Bats" ist als Genrefilm durchaus gelungen und hat in seinen gerade mal 85 Minuten keine Längen vorzuweisen, weil ordentlich auf's Tempo gedrückt wird. Während die Schwärme selbst dem Computer entspringen, sind die Attacken der einzelnen Exemplare dann ein großer Verdienst der Modellbauer. Bisweilen suppt es auch recht ordentlich, die Flattermänner reißen Stücke aus ihren Opfer oder zerplatzen im dünnen Bleihagel beziehungsweise werden abgefackelt. "Bats" nimmt sich nicht sonderlich ernst, streut latent Selbstironie und würgt den fast schon obligatorischen Cliffhänger für mögliche Fortsetzungen humorvoll ab. Dem Ende ist sein plotbedingter Zeitdruck zwar nicht anzumerken, dafür zeigt er noch mal eine imposante unterirdische Kulissen, die dann, die Pyrofans wird's freuen, in spektakulären Explosionen aufgehen. Mag das Skript auch nicht immer glaubwürdig sein (der Plan des Militärs ist dann doch etwas radikal), seinen Unterhaltungswert kann man "Bats" nicht ableugnen. Unterstützt von Albert Pyuns Stammkameramann George Mooradian (Interner Link"Nemesis", "Retroactive") und begleitet von einem eher unauffälligen Score Graeme Revells ("Strange Days", Interner Link"Freddy vs. Jason") schuf Louis Morneau hier einen amüsanten, kurzweiligen Genrefilm, der keinen Anlass zur Beschwerde gibt, solide schauspielerische Leistungen zu bieten hat und über seine kurze Spieldauer überzeugt. Reicht in diesem Fall voll und ganz aus.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Bats 2 - Blutige Ernte
Bats - Fliegende Teufel
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