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FR, UK, USA 2002
Originaltitel:Long Time Dead
Länge:90:03 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Marcus Adams
Buch:Chris Baker, Daniel Bronzite, Lifan Arrusi
Kamera:Nic Morris
Musik:Don Davis
SFX:Steve Wiseman
Darsteller:Alec Newman, James Hillier, Joe Absolom, Lara Belmont, Luka Haas, Marsha Thomason, Mel Raido, Melanie Gutteridge, Tom Bell
Vertrieb:Universal
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:17.09.2002 (Verleih) / 28.11.2002 (Kauf)



Inhalt
Nach einer Party suchen Rob, Stella, Liam, seine Freundin Annie und weitere Freunde Nervenkitzel bei einer spiritistischen Sitzung. Tatsächlich meldet sich beim Gläserrücken ein Dämon mit einer Furcht erregenden Botschaft: Jeder aus der Gruppe ist dem Tode geweiht. Als Annie auf spektakuläre Weise ums Leben kommt, wird allen der Ernst der Lage klar. Wer wird der nächste sein? Als sich herausstellt, dass Liam nicht mit offenen Karten spielt, traut keiner mehr dem anderen.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Der Kontrast erscheint durchweg sehr ausgewogen, offenbart selbst in den überwiegend im Dunkeln spielenden Szenarien alle nötigen Details und wartet zudem mit einem hervorragenden Schwarzwert auf, wodurch das Bild stets sehr plastisch erscheint. Die Farben sind kräftig und satt ausgefallen, wirken überwiegend sehr natürlich und bekommen hin und wieder Unterstützung durch dezente Stilmittel. Auch die Schärfe befindet sich auf einem angenehmen Niveau, wobei die Kantenschärfe ruhig etwas besser hätte sein dürfen und noch etwas zu weich wirkt. Auch in puncto Detailzeichnung müssen wir einige Abstriche in Kauf nehmen und dem Transfer fehlt es zumindest in den Totalen etwas an Tiefenschärfe. Zudem lässt sich ein kontinuierliches Bildrauschen ausmachen, welches vor allem auf homogenen Flächen zum Vorschein tritt und dem Bild zusätzlich an Detailschärfe raubt. Die Kompressionen arbeiten dabei recht ordentlich, zeigen nur selten störendes Blockrauschen und lediglich hin und wieder auftauchende Defekte in Form von kleinen Kratzern trüben den soliden Gesamteindruck etwas. Ansonsten ein recht zufrieden stellender Transfer.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch, Französisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Hebräisch, Bulgarisch
 Der deutsche Dolby Digital 5.1-Mix überzeugt durch eine saubere und stets klar verständliche Front, welche zudem mit einem ordentlichen Dynamikumfang aufwarten kann. Die Rears werden hierbei meist für den Score oder den Umgebungsgeräuschen genutzt, wobei das Klangspektrum eher Front dominant erscheint. In den Schocksequenzen werden die Effeklautsprecher ordentlich genutzt, hätten aber ruhig etwas mehr Druck vertragen können. Auch der gesamten Räumlichkeit hätte mehr Beachtung geschenkt werden müssen. So wirkt das Geschehen für einen Horrorfilm zwar nicht schlecht, nutzt das Potenzial aber nur bedingt aus, um eine wirklich beängstigende Stimmung zu erzeugen. Die Nase vorn hat hier eindeutig die englische 5.1-Spur, welche nicht nur ein ganzen Deut lauter abgemischt und mit einem effektiveren Bass ausgestattet wurde, sondern auch in puncto Räumlichkeit einen draufsetzt, wobei der Großteil sich auch hier noch sehr frontlastig gibt. Die Dialoge sind ebenfalls perfekt zu verstehen und die Geräuschkulissen offenbart wesentlich mehr Feinheiten im Hintergrund als die deutsche Tonspur. Hier sollte man nicht lange zögern und den Originalton einschalten. Optional gibt es auch deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • Kurzfeature 1 (2:47 Min.)
  • Kurzfeature 2 (3:29 Min.)
  • Hinter den Kulissen:
    • H (0:31 Min.)
    • I (0:42 Min.)
    • J (0:17 Min.)
    • K (0:24 Min.)
  • Teaser Trailer (1:24 Min.)
  • Original-Kinotrailer (1:41 Min.)
  • Zurück in die Zukunft"-Trilogie-Trailer (1:34 Min.)
VerpackungKeepCase
 Es muss schon schwer sein, richtiges Zusatzmaterial für eine DVD zu produzieren. Was bringt schon ein Blick hinter den Kulissen, aufgeteilt in vier Minifeaturettes, wovon das längste gerade mal 42 Sekunden geht, oder zwei Featurettes mit einer Gesamtlaufzeit von knapp 6 Minuten, welche nur der Promotion dienen? Nicht viel, deshalb vergeben wir hier auch nur einen Punkt. Da helfen die beiden Filmtrailer, sowie ein "Zurück in die Zukunft"-Trilogie-Trailer auch nicht weiter. Sehr schade!
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Fazit
Horror aus England kommt ja nicht so oft zu uns rübergeschwappt und deswegen ist "Long Time Dead" ja mal eine löbliche Ausnahme aus dem Horroreinerlei, möchte man meinen. Inhaltlich variiert der Film die Interner Link"Wishmaster"-Reihe, indem er einen blutgierigen Dschinn auf eine Reihe von (jungen) Leuten loslässt, die ihn per Gläserrücken versehentlich gerufen haben. Wie sich herausstellt, hat jedoch einer von ihnen eine familiäre Vorgeschichte, die ihn für den Fluch prädestiniert. "Long Time Dead" will originell sein, zumindest im Rahmen einer DVD-Veröffentlichung, scheitert aber leider auf breiter Linie. Der Vortitel-Prolog in Marokko deutet schon auf etwas Weitschweifigeres hin als den üblichen Bodycount, aber wann immer der Film bemüht ist, zu punkten, macht das Drehbuch leider wieder einen Rückzieher. Präsentiert wird uns wieder mal der übliche Haufen von Studenten und Berufsjugendlichen auf der Suche nach dem Kick, die nach dem Rufen des Dschinns leider einer nach dem anderen aus dem Leben scheiden müssen.
Zwischendurch folgen immer wieder Einsprengsel, die sich bemühen, den mysteriösen Prolog auszubauen oder zu erklären, aber wenn darauf stetig nur die abgeschmackten Slasher-Suspenseszenen folgen, in denen Charaktere sich plötzlich allein gelassen sehen, um dann Verdächtiges zu hören und sofort in den nächst besten Heulkrampf auszubrechen, ist das schon ein schieres Ärgernis. Spätestens nach dem dritten Mal stellen sich Ermüdungserscheinungen und der Zuschauer fragt sich zunehmend, wer denn nun von den Jungs und Mädels der Besessene ist, von dem die Bedrohung ausgeht. Erklärungen für die Vorgänge gibt es selten, es verschwindet sogar mal einer der Figuren, um sich verdächtig zu machen und dann als Leiche wieder aufzutauchen. Die Story rund um die verfluchte Family ist aufgesetzt und stark überspielt und nicht selten wird hier entweder zu wenig oder zuviel emotionalisiert. Die FX immerhin sind sauber und wären die Versteck-Klischees nicht so angestaubt, hätten die kleinen Schocks auch viel besser funktioniert. Immerhin bietet das Finale eine gewisse Gnadenlosigkeit, wenn auch gebettet in den üblichen bösen Schlussgag.
Insgesamt also keine schlechten Leistungen aller Anwesenden, aber die Regie ist zu sehr besorgt, dem Publikum dann doch halbwegs das zu bieten, was es erwarten könnte, um einen eigenen Stil zu entwickeln und aus der Faszination des Gläserrückens wird leider auch nichts gemacht. Wie die Figuren, so sind auch die Zuschauer bedacht: Hänger, die gern mal einen kiffen und dann auf Piste gehen, um dann überrascht festzustellen, dass sie sich immer noch langweilen.

Die DVD bietet technisch soliden Standard mit inakzeptablem Zusatzmaterial, wobei zumindest Bild und Ton durchweg gefallen können. Außerdem ist die FSK16-Fassung völlig ungekürzt.



Bilder der DVD




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