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D 2006
Originaltitel:Halloween - Evil Never Dies
Länge:47:40 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Kai E. Bogatzki
Buch:Kai E. Bogatzki
Kamera:Thomas Lukaszewski
Musik:Alan Howarth, Danny Lux, John Ottman
SFX:Krissi Sokoll
Darsteller:Thomas Lukaszewski, Florian Rosebrock, Krissi Sokoll, Kai E. Bogatzki, Sven Friedrichs
Vertrieb:Terror Films
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:04.12.2006 (Kauf)



Inhalt
Im Jahre 1978 wäre Tommy Doyle im zarten Alter von acht Jahren beinahe durch Michael Myers gestorben. Dank Laurie Strode konnte er damals entkommen. Im Jahre 2006, 28 Jahre später, ist Tommy Doyle von Michael Myers und den damaligen Ereignissen besessen. In dem Glauben, Michael Myers sei im Jahr 2002 in seinem Haus verbrannt, will er nun zusammen mit David Loomis, Dr. Sam Loomis' Sohn, ein Buch über die Geschehnisse veröffentlichen. Für ein Interview in diesem Buch hat Tommy Doyle sogar die Adresse von John Strode rausfinden können. Doch Michael Myers macht allen einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Entgegen allen Berichten ist Michael Myers nicht tot. Ihm fällt auch die Adresse von seinem untergetauchten Neffen in die Hände, weswegen er sofort die Jagd nach ihm eröffnet.
Seit der Horrornacht an der Hillcrest Academy im Jahre 1998 lebt John Strode einsam und alleine in einem abgelegenen Farmhaus, weit weg von der Zivilisation. Noch immer trauert er dem tragischen Tod seiner Mutter hinterher. Er lebt in den Tag hinein, ständig die Angst im Rücken, dass sein Onkel Michael Myers ihn finden wird. Wegen dieser Angst brach auch die langjährige Beziehung zu seiner Freundin Molly auseinander. Zusammen mit ein paar Freunden verbringt John den Halloweenabend in seinem Haus. Doch plötzlich steht Michael Myers vor Johns Tür. Es kommt zum ultimativen Kampf auf Leben und Tod. Wird John es schaffen seinen Onkel in die Hölle zu schicken oder wird er ihm dieses Mal unterliegen?

Bild
Format2.35:1 (Letterbox)
NormPAL
 Es sollte jedem klar sein, dass man es hier mit einer Amateurproduktion zu tun hat und dennoch ist das Bild eher unterdurchschnittlich. Hauptproblem ist die schlechte Ausleuchtung des Sets. Vieles ist einfach zu dunkel geraten, so dass es zu keinem guten Kontrastergebnis kommt. Auch die Farben wirken etwas verfälscht. Vom vorhandenen technischen Standart geht die Kompression weitestgehend in Ordnung, dennoch ist ein deutliches Rauschen und etwaige Artefaktbildungen zu vernehmen. Die Schärfe kann ebenfalls nicht sonderlich überzeugen, da gerade im Detail eine Armut herrscht. Mehr war wohl aus der Sony-Cam nicht rauszuholen.
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Ton
FormatePCM Stereo 2.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Tonal ist man wirklich überrascht, da der Ton für eine Amateurproduktion sehr dynamisch abgemischt wurde. Der Subwoofer bekommt so einiges zu tun. Sprachlich ist der Film recht gut zu verstehen und in Passagen, die beispielsweise durch Autolärm oder Wind in ihrer Verständlichkeit beeinträchtigt waren, wurde eine Nachsynchronisation durchgeführt. Dennoch ist der Ton nicht frei von Nebengeräuschen und Rauschen, was produktionsbedingt aber nachzuvollziehen ist.
 +++---

Extras
Extras
DVD 1:
  • Audiokommentar mit dem Regisseur, Kameramann und einem Darsteller
DVD 2:
  • Making Of (32:52 Min.)
  • Outtakes (12:53 Min.)
  • Alternatives Ende (2:27 Min.)
  • Fotogalerie (6:04 Min.)
  • Trailer:
    • Halloween : Evil Never Dies Teaser 1 (1:16 Min.)
    • Halloween : Evil Never Dies Teaser 2 (2:00 Min.)
    • Halloween: Evil Never Dies (3:06 Min.)
    • Everlasting Hate (2:14 Min.)
VerpackungKeepCase
 Für eine Amateurproduktion wird einiges an interessantem Bonusmaterial präsentiert. Auf der ersten DVD bekommt man den Audiokommentar mit den Machern geboten, die einiges zur Entstehung des Films zu berichten haben. Die volle Ladung wird aber auf der zweiten DVD anvisiert, die neben zwei Teasern und dem Trailer zu "Halloween: Evil Never Dies" noch ein Making of, Outtakes, Fotogalerie und ein alternatives Ende bereithält. Zu guter Letzt gibt es noch den Trailer zu "Everlasting Hate" zu bewundern, der ebenfalls eine Amateurproduktion ist, aber schon mal Geschmack auf mehr macht.
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Fazit
Dass Regisseur Kai E. Bogatzki ein großer Fan der Interner Link"Halloween"-Serie und Michael Myers ist, dürfte außer Frage stehen. Und da bis zum nächsten Teil noch etwas Zeit ins Land ziehen wird, wurde in Eigenregie kurzerhand ein Drehbuch entworfen, um einen eigenen Beitrag zum Thema beizusteuern. Dies ist ihm auch zum größten Teil gelungen, da nicht der Fehler gemacht wird, einfach ein Remake zu machen oder die Figur um Michael Myers in einen anderen Handlungsbogen zu transferieren. Die Geschichte dreht sich um genau die Personen, die eher zweitrangig oder gar stiefmütterlich in der eigentlichen Serie behandelt wurden. Erzählt werden die Erlebnisse von Tommy Doyle, der als kleiner Junge im ersten Halloween mit dem Schrecken davon kam. Als zweiter Handlungsstrang wird der Sohn von Dr. Loomis eingeführt, der, ganz wie der Vater, Michael Myers endlich zur Strecke bringen will und sich dabei auch noch für den Tod von seinem Vater rächen will. Es wird also deutlich, dass sich die Crew von Terror Films einige Gedanken gemacht hat, um fehlende Teile im "Halloween"-Puzzle aufzutreiben. Hierbei ging man mit viel Liebe zum Detail an die Sache ran, was gerade im Amateurbereich eher selten vorkommt. Durch die gut durchdachte Geschichte und ihre Charakterzeichnungen hebt sich der Film deutlich von der Masse ab. Gewöhnungsbedürftig ist hingegen der Ort der Handlung, der uns eine amerikanische Kleinstadt suggerieren möchte. Dies ist wirklich nur bedingt gelungen, denn Velbert, wo der Film entstanden ist, ist alles andere als amerikanisch. So regen dann auch die Szenen, in denen deutsche Autokennzeichen zu sehen sind, etwas zum Schmunzeln an. Zudem fallen einige Anschlussfehler auf, die sich zwar nicht störend auf die Handlung auswirken, aber dennoch auffällig und offensichtlich vorhanden sind. Die Leistung der aus dem Freundeskreis agierenden Darsteller geht für einen Amateurfilm soweit in Ordnung, dem einen liegt das Schauspielern besser und dem anderen eben gar nicht. Dennoch kann man immer die Qualität einer Soap-Vorabendserie halten, und das ist ja eine gute Leistung. Sehr positiv fällt der Einsatz der Spezialeffekte auf, die am Computer entstanden. Auch dass kein übermäßiges Blutvergießen zelebriert wird, darf als deutliches Plus betrachtet werden. Stattdessen wird eher Wert auf einen kontinuierlichen Spannungsbogen gesetzt, so wie es auch John Carpenter im Jahre 1978 vollzog. Trotz der kleineren Schwächen ist "Halloween - Evil Never Dies" eine gelungene Amateurproduktion geworden, die dem Halloween- bzw. Michael Myers-Fan die Wartezeit auf den kommenden Teil von Rob Zombie verkürzen kann.

Bei wem nun Interesse geweckt wurde, dem empfehle ich einen Besuch der Homepage von Terror Films, die man unter www.Terror-Films.de erreichen kann. Neben Informationen zu kommenden Projekten kann man sich natürlich auch Informationen zu dem hier vorgestellten Film holen.



Bilder der DVD




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