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IT 1971
Originaltitel:Vittima designata, La
Alternativtitel:Designated Victim, The
aka. Murder by Design
aka. Slam Out
Länge:95:20 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Maurizio Lucidi
Buch:Fulvio Gicca Palli, Augusto Caminito, Aldo Lado, Maurizio Lucidi, Antonio Troiso
Kamera:Aldo Tonti
Musik:Luis Enríquez Bacalov
Darsteller:Tomas Milian, Pierre Clémenti, Katia Christine, Luigi Casellato, Marisa Bartoli, Ottavio Alessi, Alessandra Cardini, Enzo Tarascio, Carla Mancini, Bruno Boschetti
Vertrieb:NEW Entertainment
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:16.04.2007 (Kauf)



Inhalt
Stefano (Tomas Milian), Leiter einer erfolgreichen Werbeagentur, ist mit seinem Leben unzufrieden. Er würde sich am liebsten von Ehefrau Luisa (Marisa Bartoli) trennen, doch alle Geschäftsanteile laufen auf den Namen seiner Gattin. Bei einem Aufenthalt in Venedig lernt Stefano den Grafen Matteo Tiepolo (Pierre Clementi) kennen, der ihm ein ungewöhnliches Angebot macht: Er werde Stefanos Frau ermorden, dieser wäre damit alles Sorgen los und könnte sich mit seiner Geliebten Fabienne (Katia Christine) ein neues Leben aufbauen. Im Gegenzug soll Stefano den verhassten Bruder Tiepolos beseitigen - ein scheinbar perfektes Verbrechen. Stefano nimmt den Vorschlag nicht weiter ernst, der Graf jedoch begeht tatsächlich den angekündigten Mord, für den Stefano sogar als Hauptverdächtiger in Frage kommt. Tiepolo hält außerdem wichtige Indizien zurück, die Stefano entlasten könnten, und will ihn so zwingen, seinen Teil der "Abmachung" einzuhalten. Ein ebenso paradoxes wie teuflisches Spiel beginnt: Stefano muss einen Mord begehen, um seine Unschuld zu beweisen ...

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Nach Problemen ein vernünftiges Master zu bekommen, da alle im originalen Kinoformat erhältlichen Versionen einige Kürzungen aufwiesen, schaffte NEW es dennoch in eigener Regie eine ungeschnittene Fassung auf die Beine zu stellen. Fehlende Passagen wurden in etwas schlechterer Qualität im Windowbox-Verfahren (an den Seiten tauchen schwarze Balken auf, um das Format von 2.35:1 nicht zu beeinträchtigen) eingefügt. Man merkt zwar die Schwankungen der Qualität und auch die Formatänderungen, dennoch hält sich dies in Grenzen und stört den Filmgenuss in keinster Weise. Viel wichtiger ist es, dass Der Todesengel in seiner ungeschnittenen Fassung präsentiert wird. Ansonsten hat das Bild die üblichen Alterserscheinungen, kann sich aber dennoch sehen lassen. Der farbliche Aspekt kommt mit natürlichen und klaren Farben gut rüber. Der Kontrast weiß ebenfalls zu gefallen und kommt recht ausgewogen daher. Nicht so gut gelungen ist die Kompression, die sich zu Blockrauschen hinreißen lässt und so ein minimaler Nachzieheffekt entsteht. Kleinere Verschmutzungen sind zudem vorhanden.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch, Italienisch
UntertitelDeutsch
 Im Gegensatz zum Bild konnte NEW direkt auf eine komplette deutsche Tonspur zurückgreifen. Zudem wird noch der englische Ton sowie zwei italienische Tonspuren geboten. Die beiden Italienischen unterscheiden sich durch den Einsatz von unterschiedlichen Soundtracks. Alle Tonspuren können ihr Alter nicht verschweigen, doch weist die deutsche Spur das beste Ergebnis auf. Hier wird eine klare Sprache geboten, die nur von einem leichten Rauschen begleitet wird. Beim italienischen O-Ton klingt es hingegen etwas dumpf, wobei aber so gut wie kein Rauschen wahrnehmbar ist. Ein etwas störendes Rauschen hingegen hat die englische Spur aufzuweisen, dennoch ist auch diese gut verständlich.
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Extras
Extras
  • Bildergalerie (6:40 Min)
  • Über "Der Todesengel" (selbslaufende Texttafel, 5:40 Min)
  • 9 Deleted Scenes (italienisch mit optionalen deutschen Untertiteln, 5:56 Min)
  • 3 Alternative Credits (6:40 Min)
  • Soundtrack:
    • Allegro (2:21 Min)
    • Adagio (4:56 Min)
    • Cadenza - Andante Con Moto (4:15 Min)
    • Shadows - Per Jimi Hendrix (5:33 Min)
    • Nella Sala Vouta (20:32 Min)
    • Adagio - Reprise (4:06 Min)
  • Trailershow:
    • Die Bestie mit dem feurigen Atem (4:08 Min.)
    • Die Viper (3:20 Min.)
    • Der Berserker (3:14 Min.)
Verpackungkleine Hartbox / limitierte große Hartbox
 Beim Bonusmaterial hat sich New wieder allergrößte Mühe gegeben. Neben einer Bildergalerie, den Aushangsfotos, Kinoplakate und Screenshots, befindet sich zudem noch eine Texttafel mit Informationen zum Todesengel sowie Deleted Scenes aus der seltenen CVR-Videofassung aus Italien. Ebenso zeigt New noch alternative Credits der CVR sowie der englischen Fassung. Wirkliches Highlight sind aber die Musikstücke aus dem Soundtrack, die man ebenfalls spendierte. Eine kleine Trailershow mit drei weiteren Titel runden den Bonusbereich ab. Wie üblich wird auch noch ein PC-Part angeboten, in dem die Aushangsbilder und Kinoplakat zum Ausdrucken angeboten werden. Zusätzlich befindet sich in der Hartbox noch ein kleines Booklet mit einem Text von Stefan Novak.
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Fazit
"La Vittima Designata", wie "Der Todesengel" von Maurizio Lucidi im Original heißt, ist eine lang verschollene Filmperle aus Italien. Aufgrund einer eher fragwürdigen Covergestaltung in Deutschland ging er klanglos unter, dabei werden sich viele in den Hintern beißen, sich diesen Titel nicht schon früher mal angesehen zu haben. Nun ist die Gelegenheit gekommen, dem Film den erforderlichen Respekt zu zollen, und das wurde von NEW auch mit einer ordentlichen Veröffentlichung getan. Maurizio Lucidi beweist, dass man auch ohne typische Stilmittel eines Giallo einen äußerst mitreisenden Psycho-Thriller kreieren kann. Viel zur Handlung sollte man nicht veräußern und einfach unvoreingenommen mit nur der Inhaltsangabe im Kopf dem Geschehen folgen. Die Geschichte wird den Zuschauer dann langsam in ihren Bann ziehen, die dank der genialen Leistung von Tomas Milian und Pierre Clementi und dem fabulösen Soundtrack in einem unerwarteten und perfiden Katz- und Mausspiel gipfelt. Letzterer spielt seiner Rolle, wie es Klaus Kinski nur in seinen besten Tagen zu Stande brachte. Eine Vermischung zwischen Genie und Wahnsinn gepaart mit einer Homoerotik, die ihresgleichen sucht. Allein die Auflösung der Geschichte, die trotz ihrer Einfachheit den Zuschauer noch nach den Endcredits nachdenklich im Sessel sitzen lassen wird, ist unübertroffen. Über dem gesamten Film schwebt ein Hauch, der einen Vergleich zu den Arbeiten von Alfred Hitchcock anstreben lässt. "Der Todesengel" liegt somit weit über der italienischen Durchschnittsware und man kann nur hoffen, dass er durch die Veröffentlichung von NEW endlich die Aufmerksamkeit erlangt, die er verdient hat. Aber manche Filme brauchen immer eine gewisse Zeit, um diesen Ruhm zu erlangen, und dies ist auch das Schöne, wenn man solch alten Schätze bergen darf.

Die DVD von NEW gibt es in drei Ausführungen: Zwei kleine Hartboxen mit verschiedenen Covermotiven und eine auf 999 Stück limitierte große Hartbox. Optisch sehen alle sehr gut aus. Von der ebenfalls erhältlichen deutschen DVD aus dem Hause VZ-Handel möchte ich abraten, da diese ein falsches Bildformat aufweist.



Bilder der DVD




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