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FR 2004
Originaltitel:I Am The Ripper
Länge:93:08 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Eric Anderson
Buch:Eric Anderson
Kamera:Raphaël Griot
Musik:Frédéric Gensse
SFX:Eric Anderson, Fabien Félicité, Yann Joseph
Darsteller:Nicolas Tary, Nicolas Verdoux, Fabien Félicité, Kim N'Guyen-Duy, Yann Joseph, Alexandre Guégan, Ulrich Waselinck, Kae Nagakura, Cécile Guérineau, Ilona Patai, Aurélie Godefroy, Raphaël Griot, Nicolas Yepes, Frédéric Lestaevel, Gilles Landucci
Vertrieb:Epix
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:16.11.2006 (Kauf)



Inhalt
Der Ripper ist Gevatter Tod höchstpersönlich - und er sucht eine Party jugendlicher Martial-Arts- und Film-Fans heim. Ein wildes Massaker beginnt. Nur ein paar überlebende Teenies stürmen panisch aus dem Appartement um entsetzt festzustellen, dass sie im Kreis rennen. Sie sind gefangen im Irrgarten einer unbekannten Dimension - gemeinsam mit dem erbarmungslosen High-Speed-Killer ...

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Irgendwie unschön, dass fast sämtliche Szenen im Halbdunkel entstanden und dabei nicht das nötige Kameraequipment genutzt werden konnte. Alles sieht nach handelsüblicher Videokamera aus, die eine unterdurchschnittliche Schärfe, viel Bildrauschen und ein oftmals gelblich gefärbtes Bild (Nachtaufnahmen) liefert. Der Schwarzwert bleibt beständig, so dass keine Ausgrauung entsteht, aber natürlich ist das nicht mit Filmmaterial zu vergleichen, denn dafür ist die Optik insgesamt zu düster. Auch flackernde Details treten auf. Farblich sind zwar Unmengen an Verfälschungen ersichtlich, diese können aber unter den vielfältigen Farbfiltern ein wenig versteckt werden. Alles in allem bleibt das Vollbild qualitativ hinter dem zurück, was die Inszenierung erwarten lässt. Soll heißen: Für einen lieblosen Wald- und Wiesenfilm aus deutschen Landen würde es ausreichen, aber "I Am The Ripper" will schon etwas mehr sein.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Deu, Frz), Dolby Digital 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Französisch
UntertitelDeutsch, Französisch
 Dass der 5.1-Track überflüssig ist, sollte bereits vorab klar sein. Viel interessanter ist da der Unterschied in der Musik zwischen dem Originalton und der deutschen Synchro, wodurch sich einige Szenen anders gestalten. Der französische O-Ton klingt ein ganzes Stück lauter, direkter und heller als die doch sehr gedrungene deutsche Synchro, die für einen Amateurfilm aber doch ganz passable Sprecher abbekommen hat, aber den Druck bei der Musik vermissen lässt, die hier wirklich nur als seichte Hintergrundbeschallung wahrgenommen wird. Im Original ist sie wesentlicher Teil des Films, auch wenn sie dort mehr verzerrt und teils blechern klingt. Auch einige Geräusche haben keine gute Qualität und übersteuern bzw. kurze Tonaussetzer treten auf, welche die Synchro glücklicherweise nicht übernimmt. Für beide Sprachen gibt es Untertitel, so dass man problemlos wählen kann, ob es nun die übersteuernde und wenig wohlklingende, dafür direktere Originalspur oder das etwas weicher klingende deutsche Pendant sein soll, welche die Unreinheiten weniger durchdringen lässt.
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Extras
Extras
  • Galerie "Dreharbeiten" (2:16 Min.)
  • Galerie "Promotion" (1:16 Min.)
  • Trailershow:
    • Praying Mantis - Die Gottesanbeterin (1:29 Min.)
    • Themrog (0:59 Min.)
    • Backyard (1:40 Min.)
    • Bruderschaft des Todes (1:48 Min.)
    • Broadcast Killer (2:03 Min.)
    • Cubby House (1:45 Min.)
    • Chok Dee (1:44 Min.)
    • A Boy And His Dog (1:25 Min.)
    • Blood And Donuts (1:38 Min.)
VerpackungKeepCase
 Irgendwie ziemlich wenig Bonusmaterial für einen Amateur-Streifen, denn normalerweise gibt's doch da immer ein Making Of oder einen Audiokommentar dazu. Hier muss man mit zwei Bildergalerien vorlieb nehmen, die inhaltlich in etwa das selbe darstellen, also Aufnahmen während der Dreharbeiten, mal mehr, mal weniger künstlerisch abgelichtet.
 +-----

Fazit
Nach Interner Link"Le Bagman" beweist zum zweiten Mal eine französisch sprachige Mannschaft, was man aus einem vermeintlichen Amateur-Projekt alles zaubern kann. Natürlich, "I Am The Ripper" ist nur bedingt mit dem extrem unterhaltsamen "Le Bagman" vergleichbar, auch wenn diverse Parallelen in den ersten 30 Minuten das denken lassen und er ist auch längst nicht so gut, doch übertrifft er das, was einige deutsche Filmemacher unter dem Wort "Unterhaltung" verstehen, doch um Längen. Auch er zeigt, was technisch alles möglich ist. Dabei ist nicht einmal der doch gering gehaltene Einsatz von Computertechnik gemeint, der in der abschließenden "Göttersequenz" im Wald für einige erkennbare, aber wirksame CGIs (aus Heimfertigung) präsentiert, sondern vielmehr der geschickte Einsatz von Einstellungsgröße der Kamera und Schnitt, die eine ungeheure Dynamik einbringen und gehobene Produktionsstandards vorgaukeln möchten. Wer selbst filmt, dürfte erstaunt über die aufwendigen, wenn auch wacklige Stakkato-Sequenzen sein, die nicht nur chic aussehen lassen sollen, sondern auch ein paar witzige inhaltliche Details bergen. Wie viel Arbeit in vielen Szenen stecken muss, beweisen die für diese Art von Film überdurchschnittlichen Kampfsequenzen, die nicht nur gekonnt John Woos Stil und "Matrix"-Effekte kopieren, sondern sich auch durch den Großteil des Filmes ziehen. Sicherlich, Totalen sind kaum möglich, da getrickst werden muss, der Cutter sorgte aber dafür, dass noch übersichtliche Aneinanderreihungen von Sprüngen, Stürzen, Shoot-Outs und rasante Zooms und Kamerabewegungen gut aussehen. So ist die erste halbe Stunde ein überbordendes Metzel- und Action-Fest, welches für einige Rezipienten vielleicht ermüdend wirkt und sicherlich an einigen Stellen Straffungen verlangt, durch Unmengen an Zitaten (wenn auch etwas plump) aber als Fanfilm erkennbar bleibt.
Diese Geschwindigkeit kann dann kurzzeitig nicht gehalten werden, weil die hingerichtete Darstellerriege sich im Reich der Toten wiederfindet und erst die nächste Handlungsebene aufgespannt werden muss, aber dann geht es fast ununterbrochen weiter mit getricksten Martial Arts-Fights, den blutigen Pistolen- und Gewehrduellen und dem schmerzhaften Kampf zwischen den Todesengeln und dem Protagonisten. Etwas kompakter wäre auch hier gut gewesen, mitunter nutzen sich die endlos erscheinenden Kämpfe ab und die Hintergründe bleiben zu dünn, aber letztlich ist "I Am The Ripper" einer der wenigen Amateur-Actioner, die wirklich Action enthalten und nicht nur mit lahmen Standardszenen aufbauschen.

Sicherlich, man kann dem hohen Trashgehalt negativ gegenüberstehen, den Laiendarstellern sprachlich auf die Füße treten oder die etwas abstruse Geschichte verteufeln, aber Regisseur Eric Anderson zeigt mit seinem Werk besonders der deutschen, sehr fad gewordenen Amateurlandschaft (die sich mitunter sogar selbst als "Independent" betitelt) den Stinkefinger. Diese Fingerübung benötigt im nächsten Anlauf natürlich noch Verbesserung bei der Inszenierung, aber für Amateur-Fans dürfte hier wirklich was geboten werden. Allerdings ließe sich noch etwas mehr rausholen, wenn die deutschen Synchro-Sprecher engagierter und nicht so distanziert arbeiten würden.



Bilder der DVD




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