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USA 1990
Originaltitel:Bird on a Wire
Länge:105:59 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:John Badham
Buch:David Seltzer
Kamera:Robert Primes
Musik:Hans Zimmer
SFX:Rory Cutler
Darsteller:Mel Gibson, Goldie Hawn, David Carradine, Bill Duke, Stephen Tobolowsky, Joan Severance, Harry Caesar, Jeff Corey, Alex Bruhanski, John Pyper-Ferguson, Clyde Kusatsu, Jackson Davies
Vertrieb:Universal
Norm:PAL
Regionalcode:2,4
DVD-Start:15.05.2003 (Kauf)



Inhalt
Mit seiner Aussage gegen zwei Rauschgift-Gangster gewinnt Kronzeuge Rick Jarmin zwei Feinde fürs Leben. Trotz ständig wechselnder Identität spüren die Killer ihn wieder auf, als sie nach 15 Jahren aus dem Knast entlassen werden. Zufällig wird Rick zur gleichen Zeit von seiner ehemaligen Geliebten wiedererkannt, die er Knall auf Fall verlassen hat. Sie ist noch immer stinksauer auf ihn, aber die irrwitzige Verfolgungsjagd quer durch die USA, die sie sich mit den Killern liefern, verhindert die Rache - vorerst.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Der Transfer ist leider etwas enttäuschend ausgefallen. Zu Beginn werden wir mit einer Vielzahl unschöner Defekte und Verschmutzungen, sowie Drop-Outs belohnt, was sich im weiteren Verlauf des Filmes zum Glück etwas legt. Dafür bekommen wir aber ein kontinuierliches Bildrauschen zu sehen, welches zwar durch die eingesetzten Rauschfilter ab und an etwas gemindert wird, dennoch sehr präsent erscheint. Zudem wird die Detailschärfe deutlich abgemindert und der Transfer erscheint überwiegend sehr weich und lässt die nötige Tiefe vermissen. Lediglich die Kantenschärfe sorgt für etwas Plastizität, lässt die Konturen aber hin und wieder etwas zu schwammig oder gar ausgefranst erscheinen. Die Farben sind stets natürlich und satt, der Kontrast arbeitet recht ordentlich, lässt aber einen ausgewogenen Schwarzwert vermissen und lässt das Bild stellenweise zu matt erscheinen. Dafür werden aber auch in dunklen Szenen alle nötigen Details gezeigt, was dennoch nicht wirklich gut dabei ausschaut. Hinzu kommen die nicht immer ganz sauber arbeitenden Kompressionen, welche Blockrauschen und hin und wieder auch mal ein paar Artefakte zeigen. In Anbetracht des Alters und der Tatsache, dass Universal hier wohl kaum großartig nachgebessert hat, dürfen wir mit dem vorhandenen Bild zufrieden sein.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Dänisch, Finnisch, Französisch, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Schwedisch, Tschechisch
 Unspektakuläre Surroundspuren, welche zumindest mit dem Score etwas an Räumlichkeit aus den Boxen herauskitzeln können. Zudem sind sowohl bei der deutschen als auch bei der englischen Tonspur die Dialoge sehr gut zu verstehen, wobei der englische Track etwas natürlicher klingt. Für einen Actionfilm sind beide Tonfassungen aber recht mau und bieten nur ein mindesmaß an Dynamik und Bass, welcher niemanden vom Hocker hauen wird.
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Extras
Extras
  • Original Kinotrailer (2:34 Min.)
  • Produktionsnotizen (8 Texttafeln)
  • Cast & Filmmakers (Texttafeln):
    • Mel Gibson (5 Seiten)
    • Goldie Hawn (5 Seiten)
    • David Carradine (4 Seiten)
    • Bill Duke (3 Seiten)
    • John Badham, Regie (5 Seiten)
VerpackungKeepCase
 Beim Bonusmaterial werden die Kunden in die Irre geführt, denn der angekündigte und auf den Cover ausgeschriebene Audiokommentar befindet sich NICHT auf dieser DVD! Ärgerlich, zumal es z.B. ein Kaufargument war. Nun bleiben nur Produktionsnotizen, Bio- und Filmografien, sowie der Original-Kinotrailer. Wirklich ärgerlich!
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Fazit
Nachdem Mel Gibson sich mit "Mad Max 3" und den ersten beiden "Lethal Weapon"-Teilen in Hollywood einen Namen gemacht hatte und seine Karriere steil bergauf ging, griff er zwischen potenziellen Blockbustern oft zu falschen Rollenangeboten. Ob "Tequila Sunrise", "Air America" oder in diesem Fall "Bird on a wire", stets waren es überflüssige Actionflicks, die in der Ära der späten 80er, neben qualitativ wesentlich hochwertigeren Genreverwandten, untergingen, die Kinokassen aber, dank des zum Zugpferd gewordenen Gibson, meist trotzdem klingeln ließen. Obwohl man ihm im Regelfall einen männlichen Partner (Kurt Russell, Robert Downey Jr., Danny Glover) zur Seite stellte, um daraus einen Buddyfilm zu kreieren, setzte man hier auf Goldie Hawn, die in ihrer hysterischen und hyperaktiven Art schon nach wenigen Minuten an den Nerven des Zuschauers zerrt und diese bis zum Ende auch nicht mehr loslässt. Die Handlung ist nicht der Rede wert, wird eigentlich nur in einem kurzen Flashback wiedergegeben und erklärt uns kurz, dass Rick Jarmin (Mel Gibson) vor Jahren gegen ein paar korrupte Bullen (prominent besetzt: David Carradine, Bill Duke) ausgesagt hat, worauf er in ein Zeugenschutzprogramm gesteckt wurde, bevor sein Leben ein jähes Ende nahm. Als seine miesepetrigen Feinde ihn endlich aufspüren und seine Identität löschen, kann ihm nur sein ehemaliger Kontaktbeamter beim FBI helfen, der inzwischen im Ruhestand seinen Lebensabend fristet.
Das ist der Aufhänger für eine Odyssee, auf der Rick, nach einem unfreiwilligen Wiedersehen mit seiner Ex-Freundin, alle seine in den letzten Jahre angenommenen Identitäten (u.a. Friseur) abklappert, um den stets dort aufkreuzenden Finsterlingen (mit Schrotflinten!!!) in letzter Sekunde mit Hilfe der unmöglichsten Fluchtmöglichkeiten zu entkommen. Action galore, keine Story und sehr viel erzwungene Situationskomik; so könnte man den Film kurz zusammenfassen. Grundsätzlich ist ständig was los und wenn es auch noch so unmöglich erscheint. Stets wird das Paar, meist Unterschlupf bei einer von Ricks im Laufe der Jahre angesammelten Freundinnen suchend, aufgespürt, entkommt dann aber wieder in letzter Sekunde mit einem beeindruckenden Stunt. Dieses Szenario wird wie eine Endlosschleife ein paar Mal durchgespielt, bis auch der letzte Zuschauer kapiert hat, dass die beiden ihr Ziel erreichen werden, wo dann auch der Showdown stattfinden wird. Keine Frage, inszenatorisch ist "Bird on a wire" ein Augenschmaus ganz im Stile der 80er-Actioner, mit vielen, spektakulären Stunts, ordentlichen Schießereien und groß angelegten Explosionen. Dennoch reicht es gerade mal zur Mittelklasse, da Mel Gibson nur eine glatte, kantenlose Schattenfigur eines Martin Riggs bleibt und nie durchgeknallte Verrücktheiten an den Tag legt. Goldie Hawn ist ein quietschendes Etwas, welches nie so recht weiß, was sie hier eigentlich zu suchen hat und rennt daher stets kreischend oder schwer beleidigt hinter ihrem Ex-Freund her. Da der Film auf ein PG-13 angelegt war, trägt leider auch der sehr zahme Humor, unpassend für einen Actionfilm dieser Kategorie, zum eher negativen Eindruck bei, so dass einige Genrebeiträge mit härteren Onelinern eindeutig vorzuziehen sind.

Durchschnittlicher Actionfilm, in dem einiges los ist. Trotz des Actionoverkills bleibt dem Film aber nur das Mittelmaß, da der Plot zu flach, die Schauspieler zu schwach und es eindeutig an ein paar Zutaten für einen guten Actioner mangelt. Keine Zeitverschwendung, aber das Leben geht auch ohne Kenntnis dieses Films weiter. Die DVD bietet eine solide, aber nicht unbedingt überzeugende Bild- und Tonqualität und das Fehlen des auf den DVD-Cover angegebenen Audiokommentars ist mehr als ärgerlich und sollte seitens Universal ausgebessert werden. Wenn es nur ein Aufkleber ist, der drauf hinweißt, dass dieser Kommentar nicht enthalten ist. Nunja, zumindest ist die DVD mittlerweile sehr günstig zu bekommen.



Bilder der DVD




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