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IT, F 1971
Originaltitel:I Racconti di Canterbury
Alternativtitel:I Racconti di Canterbury
Länge:106:27 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Pier Paolo Pasolini
Buch:Pier Paolo Pasolini nach einer Vorlage von Geoffrey Chaucer
Kamera:Tonino Delli Colli
Musik:Tonino Delli Colli
SFX:Luciano Anzellotti
Darsteller:Hugh Griffith, Laura Betti, Ninetto Davoli, Franco Citti, Josephine Chaplin, Alan Webb, Pier Paolo Pasolini, J.P. Van Dyne, Vernon Dobtcheff, Adrian Street, Derek Deadman, Nicholas Smith, George Bethell Datch, Dan Thomas, Michael Balfour, Jenny Runacre
Vertrieb:Legend/Universum
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
England im Mittelalter: Pilgerer bereiten sich auf ihren langen Marsch nach Canterbury vor. Ihr Gastgeber schlägt vor, sich auf der Reise gegenseitig Geschichten zu erzählen, von der er die beste auswählen wird.
Pier Paolo Pasolini wählt acht der derb komischen Episoden aus den "Canterbury Tales" als Grundlage für den zweiten Teil seiner "Trilogie des Lebens", die sich den erotischen Stoffen der klassischen Weltliteratur annimmt.

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Dass dieses Werk wenige Zeit nach Interner Link"Decameron" entstand, fällt am ehesten positiv im geringeren Bildrauschen auf, welches nun kaum noch Probleme bereitet und somit auch die gute Kompression entlastet. Die Farbgebung ist abermals sehr kräftig und nur selten hat man den Eindruck, der Kontrast hätte ein weniger deftiger sein dürfen, vor allem gibt es nach einer Stunde mehrere Minuten an Szenen, die deutlich zu dunkel wirken, als hätte man hier ein anderes Master zur Verfügung gehabt. Die Bildschärfe wechselt zwischen sehr guten Passagen und teils auch mäßigen Nahaufnahmen, altersbedingt kann man aber auch hier von einem passablen Eindruck sprechen, der nur ein wenig durch die auftretenden Verschmutzungen gelindert wird.
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Ton
FormateDolby Digital 1.0
SpracheDeutsch, Englisch, Italienisch
UntertitelDeutsch
 Der Ton ist abermals in Dolby Digital 1.0 und hört sich eben nach einem 30 Jahre alten Film an. Die deutsche Synchronisation erklingt schwach, verzerrt und wird von einem leichten Rauschen begleitet, "Decameron" hinterlies hier einen besseren Eindruck. Viel hat sich aber nicht geändert, an der Verständlichkeit rüttelt dies kaum. Die italienische Synchronisation hat hier an Qualität verloren und zieht leider mit dem deutschen Ton gleich. Hinzugekommen ist eine englische Tonspur, die aber im Vergleich recht dumpf ertönt. Wieder sind deutsche Untertitel vorhanden.
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Extras
Extras
  • Pappschuber
  • 4seitiges Booklet
  • Interview mit Ninetto Davoli (11:20 Min.)
  • Bildergalerie
  • US-Trailer (Originalfassung, 2:42 Min.)
  • US-Trailer (jugendfreie Fassung, 2:40 Min.)
  • Italienischer Originaltrailer (4:34 Min.)
 Faszinierend ist auch hier wieder die Cover- und Menugestaltung, welche sich ein wenig an klassische Gemälde hält und damit den Ton des Filmes erstaunlich genau trifft. Das eher schlichte Cover der DVD befindet sich unter diesem sehr schön designten Pappschuber, im Inneren der Hülle ist aber nur mehr das 4seitige Booklet enthalten, welches dieselben Infos bietet wie jenes zu "Decameron", nur eben mit aktualisierten Kapitelinfos. Im Interview mit Ninetto Davoli, der nicht nur eine wesentliche Rolle innerhalb des Filmes spielt, sondern auch hinter der Kamera reichlich aktiv war, gibt dieser einige Hintergrundinfos preis. Weiterhin sind eine dynamische, leider aber kurze Bildergalerie und drei verschiene Trailer vorhanden, die wie das gesamte Bonusmaterial mit deutschen Untertiteln versehen wurden. Gerade die Trailer sind wieder ein Augenschmaus, einmal gesehen MUSS man sich einfach den gesamten Film anschauen wollen.
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Fazit
"Canterbury Tales", der auf gleichnamiger Buchvorlage von Geoffrey Chaucer basiert, ist durchwachsener als der Erstling der Trilogie, mag nicht mehr ganz so die heile Welt propagieren, wie es dieser tat, verkündet aber immer noch eine Unbeschwertheit, die man im Kino des 21. Jahrhunderts wohl kaum noch in dieser Form antreffen wird. U.a. werden Geschichten über eine Nymphomanin, einen habgierigen Müller, dem man es auf ganz besondere Weise heimzahlt, eine Hommage an Charlie Chaplin und eine an die Inquisition dargeboten, wobei jedes Kapitel - mal mehr, mal weniger - durch die freie Sexualität seinen Stempel aufgedruckt bekommt. Die Stimmung schwankt somit zwischen beinahe slapstickartigem Humor, wie es beispielsweise in der Charlie Chaplin-Episode geschieht, bis hin zum ernsten, herrlich vulgären Schlusspunkt in der Hölle, der den Sündenpfuhl in buntem "Treiben" in einer für Pasolini typischen, ungehemmten Weise schildert. Man sollte keine Berührungsängste mit dem Stoff haben, "Canterbury Tales", der diesmal komplett in England gedreht wurde und von wunderschönen Landschafts- und Architekturaufnahmen profitiert, ist ein besonderer Film, nicht aber ein schwer greifbarer. Die DVD enthält zwar nur einen Monoton, das Bild ist bis auf kleinere Pannen wieder von guter Qualität und die auserlesenen Extras sowie die Verpackung laden zum Kauf ein.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Decameron
Geschichten aus 1001 Nacht
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