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UK 2005
Originaltitel:Child Of Mine
Alternativtitel:Blick zurück ins Verde
Länge:93:44 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Jamie Payne
Buch:Caleb Ranson
Kamera:Ian Matheson
Musik:Nick Bicât
Darsteller:Hannah Lochner, Adrian Dunbar, Stevie Gillespie, Joanne Whalley, Eve Crawford, Don S. Davis, Barry Flatman, Travis McConnell, Sylvia Syms
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:28.07.2006 (Verleih) / 15.09.2006 (Kauf)



Inhalt
Das kinderlose Ehepaar Tess und Alfie adoptiert zwei durch den Mord an ihrer Mutter traumatisierte Kinder. Die Ältere der beiden scheint ein schreckliches Geheimnis zu hüten. Tess fühlt sich gezwungen, sich mit der Vergangenheit des Mädchens auseinander zu setzen, bereit, ihr eigenes Leben zu riskieren und alles, was ihr wichtig ist, aufs Spiel zu setzen.

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Dem Transfer kann man anfangs nicht viel vorwerfen. Mit satten Farben, einem überwiegend guten Kontrast und natürlich frei von Kratzern entspricht das Bild dem, was man von einer 2005er Produktion erwarten darf. Vielleicht könnte farblich alles noch etwas frischer, mitunter liegt ein düsterer Schleier drüber, als ob Regenwetter die depressive Stimmung weiter anheizen müsste. Defizite sind definitiv bei der Schärfe feststellbar, die nie über Mittelmaß hinauskommt. Möglicherweise geriet das Bild durch eine Rauschfilterung etwas zu weich, denn einige Szenen enthalten noch eine energische Grobkörnigkeit, die in anderen nicht mehr vorzufinden ist. Mit etwas gutem Willen sind das grad noch 4 Punkte - schließlich haben wir ein Herz für Kinder.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Deu, En), Dolby Digital 5.1 (Deu, En), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Trotz der eher seichten Inszenierung - Action-Szenen machen sich rar und werden auch nicht pompös unterstützt - wurde am Sounddesign nicht gespart. Auf Geböller und tief fliegende Effektspektakel darf man nicht hoffen (und wird man wohl auch nicht), aber an den richtigen Stellen werden auch die richtigen Surround-Einsätze genutzt. Sonst ist es vor allem die Musik, die für Spritzigkeit sorgt und an einigen Stellen wegen ihres dynamischen Einsatzes ordentlich aus dem Hocker reißt. Überflüssig dürften die 2.0-Tonarten sein und auch der DTS-Modus bringt keine Überraschungen, die man nicht schon vom Dolby Digital-Modus gewohnt ist.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer dt./engl. (2:03 Min.)
  • Slideshow (22 Bilder)
  • Bio- und Filmografien:
    • Joanne Whalley
    • Hannah Lochner
    • Adrian Dunbar
    • Don S. Davis
  • Weitere DVDs:
    • Pale Blue Moon (2:15 Min.)
    • Happy End. (2:11 Min.)
    • Red Dust (2:22 Min.)
    • Bull Fighter (2:36 Min.)
    • Hongkong Crime Scene (2:07 Min.)
    • Ab-Normal Beauty (1:51 Min.)
    • Narco (1:59 Min.)
    • Tamara (2:11 Min.)
VerpackungKeepCase
 Der Bonusbereich ist nicht grad 'ne Wucht: Die Slideshow sind Shots aus dem Film und die Bio- und Filmgrafien bestehen aus Geburtsdaten und anschließender Filmografie mit Originaltiteln. Also bleibt eigentlich nur der Trailer, der in zwei Sprachen vorliegt.
 +-----

Fazit
Die Inhaltsangabe von "Child Of Mine" roch etwas nach Interner Link"Blessed - Kinder des Teufels", der mir ein wenig stank, aber wenn es um den direkten Vergleich geht (dank einiger inhaltlicher Differenzen nicht ganz einfach), dann dürfte "Child Of Mine" durchaus die bessere Wahl sein. Dem Spannungspol liegt diesmal nicht eine wirre Sekte oder "teuflische Brut" zugrunde, sondern sie fußt auf einem realen und wenn auch grausamen, doch durchaus vorstellbaren Gewaltverbrechen, welches Heather, die ältere der beiden adoptierten Geschwister, zu einer introvertierten, zickigen und gefährlichen jungen Dame gemacht hat. Eigentlich nur die kurze Einführung mag frisches Familienglück vorgaukeln, schon bald entwickelt sich hier ein handfester Thriller, bei dem ich seit langem mal wieder richtig interessiert und nervengekitzelt dabei war. Denn vom Produktions technisch sicher nicht unähnlichen TV-90-Minüter, der bei uns leider viel zu oft auch auf DVD landet, gelingt es der Regie, innerhalb kürzester Zeit den verzwickten, psychotischen Drahtseilakt der vier Protagonisten näher zu bringen. Die Vorstellung ist kompakt, aber lebensecht, der Film verplempert seine Zeit nicht mit Nebensächlichkeiten und die Darsteller sind fehllos besetzt. Allen voran schreitet der blonde Teufel, gespielt von Hannah Lochner, die nicht nur optisch an die Leistungen der ehemaligen Kinderstars Christina Ricci (Interner Link"Die Addams Family") und Drew Barrymore ("E.T. - Der Außerirdische") erinnert. Für die inneren Spannungen, die die Geschichte würzen und interessant gestalten, sorgt das vormals kinderlose Paar selbst: Der Mann scheint den Kontakt zu seiner Ex doch noch nicht ganz abgebrochen zu haben, die Frau ist selbst Psychologin, daher um das Wohl der Kleinen zwanghaft bemüht, aber aufgrund der gemeinsamen biologischen Fehlfunktion frustriert über den Nervenzusammenbruch hinaus bis hin zum Selbstmord und die Adoption hat den beiden noch die letzten Ersparnisse geraubt. Diese war wohl auch nur halb legal, weswegen der baldige Verdacht, Heather hätte ihre Mutter evtl. selbst ermordet, auch nicht an die Behörden weiter getragen werden kann, denn trotz Zwistigkeiten zwischen Heather und ihrer neuen Mutter ist man bemüht um familiäre Idylle. Die Risse lassen also nicht nur den Putz bröckeln, sondern das Gemäuer scheint mitsamt der Personen zusammen zu stürzen - im übertragenen Sinne. Einige Plottwists garantieren dann auch noch Unterhaltung über dieses hier dargelegte Grundwissen hinaus, denn die Nachforschungen über die Vergangenheit der beiden Kinder bringen böse Tatsachen zum Vorschein.
Ohne ablenkendes Feuerwerk, allein durch die Leistung der Darsteller und basierend auf den inneren Spannungen der zweckmäßig zusammengestellten Familie ergibt sich also ein bemerkenswertes Werk, welches erst Psycho-, dann nur noch Thriller ist und das Ausleihen ganz sicher lohnenswert macht.



Bilder der DVD




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