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D 2006
Originaltitel:Kleine Arschloch und der alte Sack - Sterben ist Scheiße, Das
Alternativtitel:Little Bastard and the Old Fart: Death Sucks, The
Länge:76:29 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Michael Schaack
Buch:Walter Moers
Musik:Helge Schneider
Darsteller:(mit den Stimmen von) Ilona Schulz, Helge Schneider, Arne Elsholtz, Henni Nachtsheim, Gerd Knebel, Ralph Morgenstern, Dirk Bach, Kathrin Ackermann, Antonia von Romatowski
Vertrieb:EuroVideo
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:14.04.2007 (Verleih) / 10.05.2007 (Kauf)



Inhalt
Die Hölle ist gar nicht mal so schlecht. Gekühlte Drinks, eine Temperatur von angenehmen 24 Grad, Dampfsaunen mit 10.000 nymphomanischen Krankennschwestern und - geschätzte! - fünf Millionen TV-Sender (inklusive eines Pornokanals vom Planeten Knarxx) sorgen dafür, dass beim Alten Sack (Helge Schneider) keine Langeweile aufkommt. Und hey: Solange sich die Libido wieder regt und sein Seniorenstift den Dienst nicht versagt, ist es für den notorisch nöligen Mann völlig in Ordnung, tot zu sein. Und während es sich der Alte Sack im Fegefeuer gut gehen lässt, arbeitet das Kleine Arschloch fieberhaft daran, seinen Opa aus den Fängen des Leibhaftigen zu befreien. Nur unterbrochen von gelegentlichen Störungen seiner Eltern oder von einem schwulen Pärchen (Dirk Bach, Ralph Morgenstern), das in die Wohnung der dahingeschiedenen Frau Mövenpick ziehen möchte, nutzt er dubiose Klontechniken und mysteriöse magische Versuche, um den Alten Sack wieder ins Leben zu rufen. Da passt es ganz gut, dass Frau Mövenpicks Hund Peppi nun frauchenlos ist und sich das Kleine Arschloch auf seine ganz eigene Art dem unglücklichen Vierbeiner widmen kann.

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild kann man als gelungen bezeichnen, da es sehr farbintensiv ist und einen guten Kontrast aufzuweisen hat. Nur gelegentlich sind leichte Rauschmuster wahrzunehmen. Verschmutzungen oder Defekte sind zu keiner Zeit auszumachen. Schärfetechnisch erlaubt sich das Bild auch keine Mankos und auch die Kompression wirkt sauber, so dass man mit einem sehr klaren Bild zufrieden sein kann.
 +++++-

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch
UntertitelDeutsch für Hörgeschädigte
 Der Ton gibt recht wenig für eine räumliche Klangkulisse. Der Großteil verteilt sich auf den vorderen Boxenbereich und nur selten kommt es zu direktionalen Effekten. Nur die musikalische Untermalung lässt ein wenig Raumklang aufkommen. Dies ist man von Komödien eigentlich auch gewohnt. Die Sprachverständlichkeit ist sehr gut, doch ein wenig dumpf abgemischt worden.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar Michael Schaack
  • Making Of (56:29 Min.)
  • Teaser "Blasphemie" (1:19 Min.)
  • Teaser "Horror" (59 Sek.)
  • Teaser "Liebe" (1:07 Min.)
  • Teaser "Handy aus" (0:51 Min.)
VerpackungKeepCase
 Neben den 4 bekannten Werbeteasern und dem interessanten Audiokommentar des Regisseurs enthält die DVD von Eurovideo noch ein längeres Making of. Dieses ist aber nur ein Mitschnitt aus dem Tonstudio und zeigt die Sprachaufnahmen von Badesalz sowie Ilona Schulz und Helge Schneider. Hier hätte ich mir ein Blick in Zeichenstudio und ein paar Interviews gewünscht, denn aufgrund der langen Laufzeit fehlt es dem Pseudo-Making of an Abwechslung.
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Fazit
Nach neun Jahren Abstinenz kehrt die Kultfigur von Walter Moers zurück auf die Leinwand, wieder unter der Regie von Michael Schaack ("Dieter - Der Film") und ebenfalls mit den bekannnten Sprechern. Eigentlich dürfte ja nichts schief gehen, und der Film ist auch herrlich unkorrekt. Dies ist aber auch leider schon alles, denn das Drehbuch funktioniert in keinster Weise. Trotz derber Schoten, die sich gegen gesellschaftlich anders Gestellte richten, wollen die Gags einfach nicht zünden. Es werden abwechselnd unwitzigen Szenen von Peppis Folter und den Höllenerfahrungen des alten Sacks präsentiert. Dies wird dann nur durch das Präsentieren zweier Schwuler auf Wohnungssuche unterbrochen. Nur der Gedanke, dass die beiden von Dirk Bach und Ralf Morgenstern gesprochen werden, regt etwas zum Schmunzeln an. Einzigen Lichtblick bietet das hessische Komikerduo Badesalz, die als durchgeknallte Flugenten etwas für Spaß sorgen.
Ein weiterer Erfolgspunkt des ersten Teils war der exzellente Soundtrack, der mit einigen kleinen Ohrwürmern, wie beispielsweise dem grandiosen "Sündigen", für Stimmung sorgen konnte. Somit hätte man sich zumindest auf neue Musikstücke freuen können, aber auch hier ist tote Hose angesagt, denn bis auf einen einzigen Song, der zudem bei weitem kein Kultpotential aufweisen kann, muss man sich mit dem experimentellen Geklimper der singenden Herrentorte Helge Schneider zufrieden geben. Unpassender ging es wirklich nicht und nach einer Stunde zudem auch recht nervig. Eventuell hätte Michael Schaack es beim Erfolg des ersten Teils belassen sollen, denn hier wird Moers Kultcomic definitiv zu Grabe getragen.



Bilder der DVD




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