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CAN 2002
Originaltitel:Hypercube: Cube 2
Alternativtitel:Cube²: Hypercube
Länge:90:19 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Andrzej Sekula
Buch:Sean Hood, Ernie Barbarash, Lauren McLaughlin
Kamera:Andrzej Sekula
Musik:Norman Orenstein
SFX:Mr. X Inc, Cine-Byte, Grand Unified Theories, J.M.
Darsteller:Kari Matchett, Geraint Wyn Davies, Grace Lynn Kung, Matthew Ferguson, Neil Crone, Barbara Gordon, Lindsey Connell, Greer Kent, Bruce Gray, Philip Akin, Paul Robbins
Vertrieb:Kinowelt
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Verpackung:Spezialverpackung
Specials:
  • Audiokommentar
  • Trailer "Cube 2" dt. (1:30 Min.)
  • Trailer "Cube 2" engl. (1:30 Min.)
  • Making Of Cube 2 (35:11 Min.)
  • Deleted Scenes / Green Screen Effects:
    • Panik (1:09 Min.)
    • Eine Frage der Zeit (0:52 Min.)
    • Flucht (0:31 Min.)
    • Allein mit anderen (1:04 Min.)
    • Irgend jemand da? (1:25 Min.)
    • Mrs. Paley (2:15 Min.)
    • Oszillation (2:44 Min.)
    • Die Lösung / Das Nichts (2:03 Min.)
  • Storyboards (2:48 Min.)
  • A Director's Perspective wit Andrzej Sekula (5:57 Min.)
  • Hidden Features
Für acht Menschen wird ein Albtraum Realität. Sie werden aus ihrem Alltag gerissen und wachen auf, gefangen in einer grell erleuchteten, würfelartigen Zelle. Keiner weiß, wie und aus welchem Grund er hierher gebracht wurde. Doch es wird ihnen sehr rasch klar, dass ihr Leben bedroht ist. Denn das Gefängnis, in dem sie sich wieder finden, ist ein Hypercube - ein riesiges, vierdimensionales Labyrinth, dem man nur entkommen kann, wenn man den Code knackt. Kate (Kari Matchett), Sasha (Grace Lynn Kung), Jerry (Neil Crone) und die anderen erkennen, dass sie nur gemeinsam eine Chance haben, den Ausgang zu finden. Und sie haben keine Zeit zu verlieren, denn die einzelnen Zellen des Hypercubes sind mit einem tückischen Fallensystem ausgestattet, die - einmal ausgelöst - einen grauenvollen Tod nach sich ziehen. Doch noch ehe sie in der Lage sind, ihre ganz speziellen Fähigkeiten und Kräfte zu bündeln, läuft einer unter ihnen Amok ...
Interner Link"Cube" war seinerzeit ein ambitioniertes Stück Film, das ohne größere Ankündigungen und Kampagnen die Bildschirme und gleichfalls Herzen der Fans fantastischer Horrorstimmung eroberte. Zwar entwickelte sich kein Kult aus dem ambitionierten Werk, aus den Meinungen lies sich aber immer meist Wohlwollen und Gefallen an der frischen Idee erkennen. Da der Schlussteil noch dazu mehr Fragen offen lies, als zuvor beantwortet waren, lag es nah, ein Sequel zu entwickeln, welches vielleicht die äußeren Umstände des hochtechnisierten Gefängnisses betrachtete. Knapp 5 Jahre später trat der Nachfolger an, aber muss dieser wirklich die Fakten klar stellen und die Geschichte bereinigen?


"Cube 2: Hypercube" tut es nicht, das wird sehr schnell klar, denn er kann die Qualitäten des Originals leider nur sehr ungeschickt vermitteln. Vielmehr verfilmt er die Geschehnisse des Originals noch einmal, natürlich mit einigen Veränderungen, die Zeit bleibt schließlich nicht stehen. Progressiv ist Andrzej Sekulas Film deswegen aber noch lange nicht. Die Szenerie entwickelt sich wie erwartet auch hier aus dem Nichts heraus und wirft Charaktere verschiedenster Interessen und Fähigkeiten in das sich selbst stetig verändernde Labyrinth von kubischen Räumen. Neben dem obligatorischen Bad Guy, der die Gruppe vermeintlich voranbringt, der Dynamik durch egoistische Bedürfnisse aber bald entgegensteuert, trifft man abermals auf eine behinderte Figur - hier ist es eine Erblindung, was der autistischen Figur von "Cube" kaum etwas entgegenzusetzen weiß -, einen Sympathieträger (hier sogar zwei) und einige Randerscheinungen, die für die Geschichte kaum von Bedeutung sind, letztlich aber zu einigen aufwertenden Szenen führen. In die Kategorie "Schnapsidee" fällt wohl die überflüssige alte Muttel, die unter starkem Gedächtnisverlust leidend weder die Situation realisiert, sich stets mit Einfalt und Senilität aus dem Hintergrund erhebt und dabei recht schnell zu nerven beginnt. Das Skript hat dafür zumindest angemessene Bestrafung vorgesehen, wobei eigentlich alles und jeder bis zum Schluss zur Verantwortung gezogen wird, was durchaus undurchdacht erscheint. Das gleiche gilt leider auch für die Figuren, denn ob es nun am leidlichen Talent der Darsteller oder dem Charme der Charaktere liegt, die Gruppe war im Original weitaus besser strukturiert und wurde wesentlich besser vorgestellt. Hier überwiegt der Durchschnitt, als ob jede Figur des Originals nun eine Kopie gestellt bekommt, die in auf ähnlichen Faden wandelt, dabei aber blass bleibt.


Doch wirklich entscheidend ist für mich nur ein Fakt: Frischer soll alles aussehen und so bestimmen nun helle Räume in metallischer Edeloptik das Geschehen. Auch die Kamera wagt sich etwas mehr und profitiert ein paar Mal von den sich verändernden Gravititationsbedingungen der einzelnen Räume, sehr schnell nutzt sich dieser Effekt aber ab und man muss zugeben, dass gerade die Ausrichtung viel spektakulärere Ansichten zugelassen hätte, wäre die Kamera nicht derart fixiert auf die Darsteller, als ob es darum ginge, die Dialoge einer Soap abzulichten. Sonderbar, zeichnet sich Regisseur Sekula doch für die Kamera von Toptiteln wie Interner Link"Pulp Fiction" oder Interner Link"Reservoir Dogs" aus. Von der Anspannung der Situation, den düsteren Settings und der unheimlichen Bauart des Gebildes, die stellenweise glauben machte, man wäre in einer von Aliens überfallenen Raumstation auf fremden Planeten gefangen, ist nichts mehr übergeblieben. Der Hypercube ist edel, poliert und perfektioniert und punktet nunmehr nur doch durch die Effektpalette, die zumindest gut eingesetzt wird, mitunter aber sehr billig, weil zu steril aussieht.


Wesentlich mehr des Budgets als beim Original wurde in CGI-Effekte investiert, was die gefährlichen Fallen doch irgendwie sehenswert macht. Da schwirrt ein sich selbst potenzierendes Gebilde im Raum umher, das urplötzlich zum tödlichen Klingensturm anwächst, eine langsam den Raum durchquerende Wand verschlingt alles, was sich ihr in den Weg setzt oder eisähnliche Spitzen lassen alles zerbersten, was sich ihnen in den Weg stellt. Das sind genau die Szenen, für die es sich lohnt "Cube 2" anzuschauen. Action und Gewalt sind, wenn das auch etwas stumpf klingen mag, die Highlights, auf die man sich konzentrierte und die jeweils für kurze Zeit für Nervenkitzel sorgen, auch wenn eine dynamischere Kamera hier noch etwas herausholen können.


Man war nicht nur bemüht, die Hightech-Aspekte in den Vordergrund zu rücken, sondern entdeckt auch die vierte Dimension für sich. Neben der bereits erwähnten Gravitationsverschiebung und den aufgerüsteten Fallen, die zumeist als langsamer und stets schmerzvoller Tod in Erscheinung treten, wurde auch Raffinessen wie zeitliche Differenzen und Paralleluniversen gedacht. So kommt es, dass bereits verstorbene Charaktere an anderer Stelle neu in das System eintreten, auf ihre Leiche treffen oder sich sogar selbst in Bewegung sehen. Auch Zeitrafferräume wurden mit ansprechenden Effekten bedacht, auch wenn ihre Funktion selten sinnvoll eingesetzt wird.


Nach der schockierenden DVD von "Cube" ist man fast wie geblendet, wenn man "Cube 2" in den Player packt. Das liegt nicht nur am hochgestochenen Kontrast, denn das Bild ist endlich mal richtig klar, auch die hervorragende Schärfe trennt diesen Teil um Welten vom Ersten. Zwar ist zu Beginn mal ein starkes Rauschen sichtbar und leichte Nachzeichnungen an den Konturen gibt es auch, das Bild bleibt aber stets überaus angenehm. Die Farben sind teils klinisch, also mitunter etwas zurückgefahren, machen aber einen passenden Eindruck. An der Kompression gibt es kaum etwas auszusetzen, sie arbeitet für das sehr kontrastreiche und detaillierte Bild sogar sehr gut und Verschmutzungen machen sich auch keine breit.


Beim Ton hat mir der Vorgänger doch etwas besser gefallen. Zwar ist er hier klarer und direkter, die Lautstärke der Dialoge ist aber nicht optimal und die hinteren Lautsprecher sind nicht mehr so durchdringend und oft im Einsatz. Hin und wieder lassen Soundeffekte aufschrecken, vor allem die deutsche Tonspur steht aber kurz vor der Grenze zur Durchschnittlichkeit. Dafür kann man jetzt aber die deutschen Untertitel auch voll auf einem 16x9-Gerät genießen.


Neben dem Audiokommentar mit Ernie Barbarash und Mark Sanders, der auch hier wieder nicht untertitelt ist, gibt die DVD vor allem Einblicke in die Entstehung der CGIs. Das Making Of beschäftigt sich ausschließlich damit, enthält keine der sonst üblichen Darstellerinterviews oder Einblicke hinter die Kulissen des Sets und ist diesmal, wie auch die Featurette mit Regisseur, bei der er seine Sichtweisen erklärt, deutsch untertitelt. Auch die Deleted Scenes enthalten Szenen, bei denen die Akteure noch vor der grünen Wand agieren. Bei den Storyboards bekommt man die Möglichkeit zwischen diesen und der eingeblendeten Szene zu wechseln.


"Cube 2 - Hypercube" wird trotz nervender Faktoren, teils ideenloser Umsetzung und einem nichts sagenden Ende, das man besser hätte auslassen sollen (rückblickend sehr unlogisch!), doch noch zu einem passablen, für einige von euch vielleicht sogar recht unterhaltsamen Thriller. Für mich war die Erwartungshaltung einfach zu hoch. Denn philosophische Aspekte, wenn man die auch gern beim Original zugunsten der Spannung übersehen könnte, sucht man bei aller Trivialität hier vergeblich. Es ist dünn, es ist Standard, es riecht nach Auftragsarbeit, es ist belanglos und tritt auf der Stelle, aber es ist bei weitem noch einen Blick wert. Die DVD ist weitaus besser gelungen als beim ersten Teil und das Bonusmaterial wurde teils sogar untertitelt, nur der Audiokommentar ist noch immer nicht eingedeutscht.


Film+++---
Bild++++--
Ton+++++-
Bonus++----


Druckbare Version
Cube Zero (Special Edition)
Cube
Cube + Cube 2: Hypercube (Limited Edition)
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