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D, USA 2001
Originaltitel:Jeepers Creepers
Alternativtitel:JEEpERs CrEEpers
aka. Jeepers Creepers - Es ist angerichtet
Länge:87:00 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Victor Salva
Buch:Victor Salva
Kamera:Don E. FauntLeRoy
Musik:Bennett Salvay, Harry Warren, Steven Severin
SFX:Max Ink Cafe, E=mc², Makeup and Monsters
Darsteller:Gina Philips, Justin Long, Jonathan Breck, Patricia Belcher, Eileen Brennan, Brandon Smith, Peggy Sheffield, Jeffrey William Evans, Patrick Cherry, Jon Beshara, Avis-Marie Barnes, Steve Raulerson, Tom Tarantini, Chris Shepardson
Vertrieb:Kinowelt
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Deu, Eng), DTS-ES 6.1 (Deu), Dolby Digital Headphone (Deu)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte
Verpackung:DigiPack
Specials:
DVD 1:
  • Audiokommentar von Victor Salva
DVD 2:
  • Deleted And Extended Scenes:
    • Director's Cameo (0:24 Min.)
    • Original Opening (3:00 Min.)
    • Drive To The Diner (1:27 Min.)
    • Worried About Mom (1:08 Min.)
    • Where There's Hell, There's A Way (1:06 Min.)
    • Strip-O-Gram Cop (1:03 Min.)
    • More Creeper, More Tongue (1:31 Min.)
    • It's In The Building (0:44 Min.)
    • The Creeper Attacs (3:20 Min.)
    • Original Ending (1:24 Min.)
    • Calling Home (1:58 Min.)
  • Behind The Scenes:
    • The Making Of Jeepers Creepers (60:14 Min.)
    • B-Roll (7:55 Min.)
  • Fotogalerie (7:51 Min.)
  • Interviews:
    • Gina Philips (2:33 Min.)
    • Justin Long (2:44 Min.)
    • Jonathan Breck (3:58 Min.)
    • Brain Penikas (3:36 Min.)
  • Trailer:
    • US-Kinotrailer (1:53 Min.)
    • Teaser Trailer (1:21 Min.)
    • TV Spots (1:03 Min.)
  • DVD-Credits (1 Seite)
  • Filmografien:
    • Gina Philips
    • Justin Long
    • Jonathan Breck
    • Eileen Brennan
    • Produktionsnotizen
    • Victor Salva
    • Barry Opper
    • Tom Luse
    • Bennett Salvay
    • Francis Ford Coppola
    • Brian Penikas
Die Geschwister und Collegestudenten Trish (Gina Philips) und Darry (Justin Long) befinden sich gerade auf dem Weg in die Ferien, als sie auf der einsamen Landstraße plötzlich von einem großen Truck bedrängt werden und nur mit Mühe einen Unfall verhindern können. Kurze Zeit später sehen sie den Truck nahe einer verlassenen Dorfkirche wieder und beobachten von weitem, wie der Fahrer blutdurchtränkte weiße Säcke in eine Erdröhre wirft. Erneut überstehen sie nur knapp eine Verfolgungsjagd mit dem mysteriösen Truck, doch die Neugier der beiden ist zu groß: Sie müssen wissen, was bei der alten Kirche vorging und fahren zurück. Ein fataler Fehler ...
- Jeepers creepers, where'd you get those peepers?

"Jeepers Creepers" ist sicherlich eines der Genre-Highlights der letzten Jahre, doch obwohl der Film weltweit 60 Mio. Dollar einspielte (bei nur 10 Mio. Produktionskosten), ging er sowohl bei der Kritik als auch den Fans unter, da er äußerlich offensichtlich zu sehr auf der Welle der Interner Link"Scream"-Epigonen mitschwamm, wenngleich sich hinter dem Film mehr als ein 08/15-Slasher verbirgt. Die konventionell anmutende Story entwickelt sich dabei mit fortschreitender Dauer zu einer wendungsreichen Tour de Force, gänzlich ohne übliche Teenie-Klischees und vorhersehbare Handlungsebenen.


Bereits die Ausgangssituation ist interessant: Der Fokus der Geschichte liegt auf einem Geschwisterpaar, welches hinter das mysteriöse Treiben einer geheimnisvollen Gestalt zu kommen scheint. Die Protagonisten sind dabei weder Freunde, noch handelt es sich um eine Gruppe von Teenies, sondern man hat es schlicht und einfach mit Bruder und Schwester zu tun. Diese Klarheit beherrscht den Film von Anfang an, weshalb das Grauen auch unmittelbar nach der kurzen Exposition und ohne Vorwarnung zuschlägt: Der Truck kommt aus dem Nichts, es gibt keinen erkennbaren Grund für den Angriff des Killers. Der Film folgt nur bedingt den vermeintlichen Formeln des Genres, denn Francis Ford Coppola-Schützling Victor Salva ("Clownhouse", "Powder") versteht sein Handwerk recht gut. Die dichte Inszenierung sorgt für unheimliche, atmosphärisch sehr gelungene Momente, die sich, auch durch die zuweilen glaubwürdige Darstellung eben jener Geschwister, relativ mitreißend wie ein roter Faden durch den gesamten Film ziehen und die Nähe zum Backwood-Subgenre nicht leugnen. Manche Szenen sind dabei spektakulär geworden, denn wenn der Creeper auftaucht, dessen Gesichtsformen Ähnlichkeiten mit der biestigen Freddy-Maske aus Interner Link"New Nightmare" besitzt, wird das Tempo kräftig erhöht. Besonders der Angriff auf das Polizeiauto oder der vergebliche Versuch, den Creeper zu überfahren sind harte und gut gefilmte Szenen, die den Film abermals vom Slasher-Durchschnitt abheben. Auch wenn die Identität des Creepers verhältnismäßig schnell entlarvt wird, verliert der Film zwangsläufig nicht seine bedrohliche Wirkung, da weder die Motivation noch die genaue Herkunft des Killers bis zum (bitter-zynischen) Ende ersichtlich werden. Hinzu kommt, dass es Salva versteht, den inhaltlich notwendigen Wendepunkt durch bestimmte Stilmittel zu vertiefen. So sorgt vor allem der zweckentfremdete Einsatz des Titelliedes "Jeepers Creepers", eigentlich ein alter Schunkel-Song von Louis Armstrong, für die nötige Gruselstimmung.


Man mag dem Film bestimmte Fehler vorwerfen können: Dass die beiden lediglich aus Neugierde zu der alten Kirche zurückkehren, obwohl sie dem Creeper entkommen sind, ist sicherlich nicht der logischste inhaltliche Einfall, immerhin aber erwähnt Regisseur Salva im interessanten Audiokommentar, dass diese Stelle einen Schwachpunkt im Drehbuch darstellt. Darüber hinaus überdehnt der Film einige Horrorklischees ein wenig, anstelle mit ihnen zu spielen (der nicht anspringende Wagen darf dabei genauso wenig fehlen wie das Hinauf- statt Hinunterrennen der Treppen).
Nichtsdestotrotz sind diese Mängel insgesamt eher geringfügig. "Jeepers Creepers" überzeugt durch seine straffe Regie, dem Verzicht von unnötigem Humor und seinem kompromisslosen Drehbuch. Zudem sorgen die originellen Charaktere und die einfache, aber konsequente Geschichte für angenehm unkonventionelles Sehvergnügen, wobei dem Zuschauer letztlich sogar ein Happy End erspart bleibt.


Die DoppelDisc aus der Box, die der Platinum Edition von VCL entspricht, kann mit einer Fülle an Extras aufwarten. Neben einem nicht untertitelten, aber wie schon erwähnt informativen und spannenden Audiokommentar mit Victor Salva gibt es auf der zweiten Disc über 90 Minuten Zusatzmaterial. Das Highlight ist hierbei das extra produzierte, 60-minütige Making-Of "Behind the Peepers", welches nicht nur spannend aufbereitet ist, sondern nahezu alle Bereiche der Entstehung des Films dokumentiert. Vom Casting über Probeaufnahmen bis hin zur Vertonung, der gesamte Entstehungsprozess lässt sich hier nachvollziehen. Darüber hinaus gibt es kurze und etwas aussagelose Interviews mit den Darstellern, sowie gelöschte und erweiterte Szenen (u.a. ein alternatives Ende), welche sich aber meist nur minimal von den im Film Belassenen unterscheiden, lediglich einige Dialoge oder Einstellungen weichen ab. Abgerundet wird das Bonusmaterial durch Trailer, Teaser und TV-Spots, animierte Filmografien in Deutsch und eine nicht einzeln anwählbare sondern zum Video montierte Fotogalerie.


Dass das anamorphe Bild einen ganzen Schritt weit entfernt von der Perfektion ist, sieht man bereits in der ersten Szene, die ein deftiges Rauschen und dadurch auch eine etwas unangenehme Bildbewegung zeigt. Die Kompression nimmt dies problemlos auf. Zwar ist die Detailschärfe recht gut ausgeprägt und hält einer Vorführung auf der Leinwand ohne große Verluste stand, besonders klar sieht es aber nicht aus. Man muss bemerken, dass einige Ränder von sichtbaren Doppelkonturen gesäumt sind. Bis auf die zweite Verfolgungsjagd durch den Creeper ab Minute 10:29 ist soweit alles noch ok, wo plötzlich von einer Szene auf die andere Ghosting einsetzt und etwa 2 Minuten anhält. Die Farben sind kräftig, könnten bei einem etwas stärker angehobenen Kontrast und einer generell höheren Helligkeit aber noch leuchtender ausfallen. Hier hätte mehr drin sein müssen, daher nur 3 Punkte mit Aufwärtstendenz.




Trotz DTS, Dolby Digital 5.1 und Headsound Surround fällt die Auswahl recht gering aus, denn DTS und DD5.1 unterscheiden sich nur marginal. Statt der zusätzlichen DTS-Spur wäre eine insgesamt räumlichere Abmischung wünschenswert gewesen, denn es gibt so einige Szenen, wo die Rears regungslos bleiben, andere Genrefilme an diesen Stellen aber ordentlich Klangvolumen angesetzt hätten. Ein Beispiel dafür ist das erste Auftreten des Creepers, bei dem man es einfach verpasst, die dröhnenden Motorgeräusche beim Überholen des Trucks beweglich zu gestalten. Das Klangbild bessert sich aber später und einige Hall- und Musikeffekte finden ihren Weg, wobei dazwischen nur Center bezogene Geräusche erklingen. An der Dynamik, der Bassstärke, der Präzision sowie der Verständlichkeit der Dialoge gibt es nichts auszusetzen, besonders die Musik tut sich wuchtig hervor. Für Interessenten sei der Kopfhörermodus zum Test empfohlen, der erzeugt nämlich auch ein gutes Klangbild und emuliert den Raumton trotz technischer Einschränkung auf gute Weise. Insgesamt gute 4 Punkte.


Mit dem Creeper erschuf Salva nicht nur eine schnörkelloses, dämonisches Wesen mit hohem Kultwert, sondern spann diese auch in einen fesselnden Mythos ein, der im originalen "Jeepers Creepers" durch inhaltliche wie technische Versiertheit zu einem erfrischend klassischen Horrormotiv wurde. Zwar ist die hier vorgestellte DVD besonders im Bild verbesserungswürdig, der große Anteil an Bonusmaterial hilft aber, darüber hinwegzusehen.


Film++++--
Bild+++---
Ton++++--
Bonus+++++-


Druckbare Version
Jeepers Creepers
Jeepers Creepers 2 (2DVD)
Jeepers Creepers 2DVD (Platinum Edition)
Jeepers Creepers 1&2 (4DVD Deluxe Edition)
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