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IT 1991
Originaltitel:Piede in paradiso, Un
Alternativtitel:Rhinozeros, Das
aka. Speaking of the Devil
Länge:94:57 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Enzo Barboni
Buch:Marco Barboni, Guiseppe Pedersoli
Kamera:Alfio Contini
Musik:Giancarlo Bigazzi
Darsteller:Bud Spencer, Thierry Lhermitte, Carol Alt, Ian Bannen, Anthony Giaimo, Riccardo Pizzuti, Jean Sorel
Vertrieb:Laser Paradise
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.66:1 (Letterbox)
Tonformat:Dolby Digital 2.0
Sprache:Deutsch
Specials:
  • Bud Spencer Filmografie (5 Seiten)
  • Bud Spencer Biografie (13 Seiten)
  • Carolt Alt Filmografie (3 Seiten)
  • Trailer:
    • Mambo Cafe (1:24 Min.)
    • Kissing A Fool (1:42 Min.)
    • Dune - Der Wüstenplanet (1:30 Min.)
    • Mittendrin & Voll Dabei (2:04 Min.)
Buddy Webster (Bud Spencer) ist ein kleiner Taxiunternehmer in Miami mit breitem Kreuz und großen Herzen ... aber leider auch mit großen Problemen. Seiner Firma droht der Bankrott durch die übermächtige Konkurrenz der Rockwood Enterprises. Rettung aus der Misere verspricht ein Lottogewinn von 150 Millionen Dollar und Victor (Thierry Lhermitte), ein Abgesandter des Himmels. Luzifer, der Herr der Unterwelt, schickt seinerseits Veronica (Carol Alt) ins Rennen, den verführerischsten Teufel in Frauengestalt, den man je auf Erden gesehen hat. Victor eilt zu Buddys Rettung, aber Veronica setzt alles daran Buddy mit ihren Verführungskünsten zu überzeugen. Die Höllenjagd beginnt. Es geht um alles oder nichts - und die Kleinigkeit von 150 Millionen Dollar ...
"Wenn man vom Teufel spricht ..." war 1991 der letzte Ansatz, Bud Spencer in seiner Rolle als ungemütliche Charakterfigur mit Preisboxer-Qualitäten zu etablieren, ähnlich wie es beispielsweise schon in den "Plattfuß ..."-Filmen, Interner Link"Banana Joe" oder Interner Link"Der Bomber" geschah, die ohne seinen Partner Terence Hill ganz beachtliche Erfolge erzielten.

Geprügelt wird noch, wenn auch nur vereinzelt, dass Spencers Bull Webster aber noch ziemlich agil ist, beweist er deutlich, denn so oft hab ich den Mann noch nie in einem Film rennen sehen. Wie eigentlich in jedem besseren Spencer-Film gibt er auch hier den beleibten Mann des (Fuß-)Volkes, der mit leichten Koordinationsschwierigkeiten in seinen Handballen zu kämpfen hat, sobald man ihn aus der Ruhe bringt oder versucht ihm etwas vorzuschreiben. Aufbringen kann man "Das Rhinozeros", so der treffende deutsche Alternativtitel, recht fix, Bulls "alter ego" ist aber von Grund auf durch Gutmütigkeit und Rechtschaffenheit geprägt.
Spencer ist zu Produktionsbeginn mittlerweile Anfang 50, es ist also verständlich, dass die Haudrauf-Masche nun auch etwas lockerer angegangen wird. Kaputt machen kann man schließlich auch auf andere Weise und da Bull ein bankrottes Taxiunternehmen leitet, liegt es nahe, die Action in qualmenden Reifen und scheppernden Blechschäden umzusetzen. Enzo Barboni, Haus- und Hofregisseur des italienischen Fäusteduos, bäckt in Sachen Destruktionseifer eine Nummer kleiner als beispielsweise Jake und Elwood in "Blues Brother", letztlich geht es aber auch gar nicht um Materialschlachten. Obwohl die gezeigten Verfolgungsjagden und eine groß angelegte Taxi-Zerstörungsorgie, bei der sich zwei verfeindete Unternehmen im Crash Car-Modus kräftig die Betriebswagen plätten, durchaus ihren Reiz haben. Denn hier darf man gleich einen Großteil des anscheinend niedrig angesetzten Budgets - eigentlich immer so bei Spencer/Hill-Filmen, vielleicht macht das den Reiz aus - verheizen, man gönnt sich ja sonst nix.


Besonders gefallen hat mir aber, dass Buddy nun nicht mehr allein die Hauptrolle tragen muss, sondern zwei äußerst interessante Charaktere zur Seite gestellt bekommt, die um seine Gunst buhlen und das obligatorische Happy End mit einem wirklich guten Einfall versüßen. Auf der Seite der verführerischen Höllenmächte wickelt Carol Alt (was für ein Name für eine bildhübsche, schlagfertige und sexy Frau!) alles Nötige um den heißen Finger, um den arg in der Bredouille sitzenden Bull auf die schiefe Bahn zu lenken. Das komödiantische Zusammenspiel mit ihrem Filmgegner Thierry Lhermitte, gesandt aus dem Himmel funktioniert teilweise sogar besser als mit Bud. Der reißt wie gewohnt Zoten am laufenden Band, die ein wenig den bissigen Unterton der deutschen Synchronisation seiner Frühwerke vermissen lässt, also schon etwas mehr Richtung "Extralarge" geht - so schlimm wie dort ist's aber bei weitem nicht!
Insgesamt gibt sich das Skript, an welchem Spencers Sohn Giuseppe Pedersoli beteiligt war, der auch produzierte, äußerst familienfreundlich. Wenn Schläge ausgeteilt werden, dann geht niemand wirklich kaputt, geschossen wird gleich gar nicht, die Sprache ist durch und durch sauber und Carol Alt gibt sich zwar lasziv, aber zeigt nie mehr Haut als unbedingt nötig für eine Komödie. Man mag vielleicht bemängeln, dass alles etwas oberflächlich inszeniert ist und vielleicht muss man auch Spencer-Fan sein, um all dem etwas abgewinnen können. Und trotz der unüblichen Geschichte finde ich: Den hier sollte jeder Fan des Dicken mit den großen Herzen im Schrank stehen haben.


Auch dieser Film hat eine nur sehr stiefmütterliche Bearbeitung erhalten. Das Bild wurde nachgeschärft, was vor an leichten Edge Enhancement-Artefakten deutlich wird, die Detailschärfe bringt aber nur wenig klare Ergebnisse im Vergleich zu den überscharfen Kanten. Eine Bereinigung hätte dem Material auch gut getan, denn es sind nicht gerade wenige Defekte, die als kleine weiße Punkte bzw. auch Haarrisse auf dem Bild liegen und auch Masterdefekte wie kurzzeitige, grüne Streifen treten zu oft auf. Der Kontrast leistet nicht besonders viel, vor allem die überstrahlenden Elemente lassen das Farbbild an einigen Stellen etwas zu hell erscheinen. Die Kompression lässt beim etwas rauschigen Material (siehe helle Flächen) immer ein wenig die Blöcke tanzen und das Bildformat ist entgegen der Coverangabe nicht 1.33:1 sondern 1.66:1. Was also auf den ersten Blick ganz pässlich erscheint, entpuppt sich später als gerade mal befriedigende Mogelpackung, die auch noch Nachzieher beinhaltet. Woher das VPS-Logo am Ende des Films stammt, kann sich nach dieser Beurteilung jeder selbst ausmalen ...
Beim Ton gibt es kaum Beanstandungen, außer dass wiederum kein O-Ton vorliegt und man auch Untertitel vergeblich sucht. Ansonsten bekommt man es mit wohlklingenden, sehr klaren und teils auch Stereoton zu tun, der die Stereofront nicht oft, dann aber sehr weit öffnet. Die Dialogverständlichkeit, einzig ein etwas deftiger Bass hätte ihm an einigen Stellen gut getan.
Wie schon bei "Die Troublemaker" ist auch hier der Coverdruck ziemlich blass, wie von einem mittelmäßigen PC-Drucker angefertigt. Die Menugestaltung mit dem animierten Taxi im Hauptmenu ist ansprechend umgesetzt, im Bonusbereich finden sich aber nur 4 Trailer und 3 Filmografien, also kein Material, welches auf den Film zugeschnitten ist.


Bud Spencer verursacht auch hier wieder schwere Turbulenzen, nur eben mit seinem Taxi auf der Straße. Das deutlich auf seine Figur zugeschnittene Drehbuch bietet jede Menge Action, drei gut aufgelegte Hauptdarsteller und typisch gezeichnete Bösewichter mit garantierten Verliererqualitäten. Anders gesagt: Es verbreitet gute Laune, auch wenn Buddys Pranken nicht jede Szene dominieren. Zur DVD kann ich nur sagen: Geht so, da wäre noch einiges möglich gewesen, sowohl beim Bild als auch beim Bonusmaterial.


Film++++--
Bild+++---
Ton+++---
Bonus+-----


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News3L- und Wicked-Vision-Gewinnspiel zum Spencer/Hill-Comeback!
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