Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 1981
Originaltitel:Raiders of the Lost Ark
Alternativtitel:Indiana Jones and the Raiders of the Lost Ark
Länge:110:36 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Steven Spielberg
Buch:George Lucas, Philip Kaufman, Lawrence Kasdan
Kamera:Douglas Slocombe
Musik:John Williams
SFX:Industrial Light & Magic
Darsteller:Harrison Ford, Karen Allen, John Rhys-Davies, Paul Freeman, Ronald Lacey, Denholm Elliot, Alfred Molina, Wolf Kahler, Anthony Higgins
Vertrieb:Paramount
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (Deu, Cs, Ung), Dolby Digital 5.1 (Eng)
Sprache:Deutsch, Englisch, Tschechisch, Ungarisch
Untertitel:Englisch für Hörgeschädigte, Englisch, Deutsch, Holländisch, Polnisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch
Verpackung:DigiPack
Specials:
  • THX-Optimizer
  • Weblink
Gerade aus dem Dschungel Südamerikas zurückgekehrt, sieht sich der Archäologe und Dozent Dr. Henry Jones schon mit einer neuen Herausforderung konfrontiert: Mitten in der ägyptischen Wüste schürfen die Nazis nach der Grabkammer zur Bundeslade, jenem sagenumwobenen Objekt, in welchem Moses seine Gesetzestafeln verwahrte und welche ihrem Besitzer große Macht verspricht. Um den genauen Grabungsort zu bestimmen, reißt er nach Nepal zu einer alten Bekannten. Noch etwas erbost über Jones Verschwinden vor Jahren, kooperiert sie nur mürrisch und rückt den gesuchten Gegenstand heraus. Aber auch die Nazis, unter ihnen Jones Erzfeind Belloq, sind schon nahe und trachten nach dem wertvollen Schlüssel ...
Hier ist er: Der erste Teil einer Trilogie, die zum Kult wurde. Ob sich aufgrund dieses 20 Millionen teuren Abenteuer-Blockbusters, der fast das 20fache wieder einspielte, "Indiana Jones"-Fanclubs gründeten, kann ich nicht genau sagen, aber Fakt ist, dass hiermit eine finanziell äußerst erfolgreiche, beinahe zeitlose Trilogie entstand, die es schafft, die Filmfans 2 Jahrzehnte immer noch zu entzücken.

Eigentlich wollte Steven Spielberg damals einen neuen James Bond-Film drehen, wurde von den Produzenten jedoch mit der Begründung, man wolle nur englische Regisseure den Zuschlag geben abgelehnt und traf sich im Mai 1977 auf Hawaii mit George Lucas, der zu diesem Zeitpunkt gerade mit seinem ersten Interner Link"Star Wars" Filmgeschichte schrieb. Lucas weihte ihn darauf hin in seine Pläne ein, eine ähnliche Figur wie den Agenten mit der Doppelnull auf die Leinwand zu bringen, welches allerdings tausend Mal besser sein sollte. Dass Spielberg sofort Feuer und Flamme für das Projekt war, müssen wir nicht weiter erwähnen und eigentlich ist der Rest schon Geschichte.
Geprägt von reißerischen Kurzfilmserien, die er als Kind in den Martinee-Vorstellungen sah, arbeiteten beide an dem Konzept ihre gemeinsamen Projektes. Im Grunde ja nicht neu, aber die Mischung macht's. Man nehme einen mitreißenden und Kult verdächtigen Score vom Haus- und Hofkomponisten John Williams, wirft etwas Feuer in Lucas Trickschmiede Industrial, Light & Magic, vermischt das mit einem Haufen exotischer Sets, atemberaubender Actionsequenzen und einem Anti-Helden, der die Frauenherzen brach und die der Abenteuerfans höher schlagen lässt. Aber gerade dies erwies sich als komplizierter als anfänglich erwartet. Zu Beginn wollte man Tom Selleck als Mann mit dem Hut sehen, doch dieser war noch zu stark in seine Kultserie "Magnum" involviert, die ihm zwar ebenfalls einen gewissen Kultstatus einbrachte, aber nie wirklich große Rollen. Die zweite Wahl fiel auf Han Solo-Darsteller Harrison Ford, der mit dieser Rolle zum Weltstar wurde und neben seinen insgesamt 3 Ausflügen in dem Weltraum und als Replicanten-Jäger in Interner Link"Blade Runner" die Rolle des Indiana Jones bisher noch zweimal spielte und jedes Mal für volle Kinokassen sorgte.
Woran liegt das wohl? Möglicherweise an der rasanten Inszenierung, die keine überflüssige Minute Material enthält und trotzdem nicht den schalen Geschmack des Action-Overkills beim Zuschauer hinterlässt. Dialoge spielen zwar eine Rolle um die Hintergrundgeschichte der Reliktenhatz zu erläutern, die Charaktere, welche an der Seite von Indiana Jones stehen, werden aber mehr durch geschickte Inszenierung von Taten und Action eingeführt, sind allesamt äußerst sympathisch, witzig, detailliert und in jedem Falle als wichtig für den Fortgang des Geschehens anzusehen. Dieses verstrickt die Figuren immer wieder in gefährliche Sequenzen und lässt den Zuschauer gar nicht merken, wie schnell 2 Stunden vor der Mattscheibe vergehen können. Dafür sorgt insbesondere der charismatische Titelheld, der zwar sein Geschick und Intelligenz deutlich nach außen trägt, dazu den harten Burschen mimt, mit ein wenig Pech aber immer wieder in das eine oder andere Fettnäpfchen tritt. Ausgleichend entgeht er durch eine ebenso unverschämt hohe Portion an Glück immer wieder den meisten Gefahren.
Ausgetrampelte Abenteuerpfade werden vermieden, schließlich gab es bereits genug Superhelden und Klischees auf dieser cineastischen Welt. So kommt es, dass seine Ex ihn mit geballter Faust statt mit Küssen zurückerwartet, bevor sie später seinem Charme erliegt, aber auch nie die traditionelle Rolle des weiblichen Anhangs (wie im 2. Teil) übernimmt. Gleichfalls ungewöhnlich ist das Feindbild: Die Deutschen im Speziellen die Nazis boten sich ja schon seit mehreren Jahren an, den unnachgiebigen, gemeinen, aber auch intelligenten Schurken zu spielen, welcher die Antisympathie des Zuschauers durch sein durch sein herablassendes Auftreten auf sich zieht. George Lucas unterstützt geschickt den unterhaltsamen Eindruck seines Werkes, in dem "seine" Nazis auf ihre militärische Grundlage als Soldaten reduziert werden und die politische Komponente fast gänzlich bei Seite gelassen wird. Auch der eigentliche Drahtzieher Hitler wird nur kurz erwähnt, - man möchte ja schließlich wissen, wer der stille Oberschurke ist - eine Szene als Diktator in Aktion schenkt man ihm aber nicht. Ganz ernst nimmt man sich sowieso nicht, wie schon der deutsche Folterknecht Toht (treffender Name übrigens) in einer Szene zeigt, als er grimmig dreinblickend ein Nunchaku ähnliches Gerät auspackt und es zu einem Kleiderbügel zusammenbaut.
Dass nicht nur die Darsteller und das Drehbuch stimmten, sondern auch die technische Seite mitreißen konnte, beweist die Tatsache, dass "Jäger des verlorenen Schatzes" den Acadamy Award in gleich 5 Kategorien abräumte (Spezialeffekte, Schnitt, Tonschnitt, Ausstattung) und in 4 Weiteren nominiert wurde (Kamera, Filmmusik, Regie, Bester Film). Eine gute Kameraarbeit und ein hervorragender Soundtrack sind resistent gegen jegliche zeitliche Einflüsse, das versteht sich von selbst, aber auch die visuellen Effekte wirken nach über 20 Jahren nicht altbacken und versprechen nicht ausschließlich im paranormalen Finale ein Effekterlebnis.

Vergesst eure alten Kaufkassetten und TV-Aufnahmen, diese DVD macht den Film bildtechnisch salonfähig für das Heimkinoerlebnis dieses Jahrtausends. Dass man sich die Mühe gemacht hat, jeden noch so kleinen Kratzer zu entfernen und den Bildstand zu stabilisieren. Was ebenso positiv auffällt, ist das über lange Strecken nicht erkennbare Bildrauschen. Es gibt einige Ausnahmen zu erblicken, bei denen die Grobkörnigkeit des Materials durchscheint, so beispielsweise beim Schwenk über Kairo (32:45 min) und dem nachfolgenden Gespräch auf der Terrasse. Trotzdem wird eine Schärfe erreicht, die dem gut 20jährigen Film sehr gut steht, auch wenn man gerade an bei der Detailschärfe nicht das Optimum erreicht. Die Farbgebung ist auch hier schon besonders kräftig, aber noch einen Tick schwächer als beim Nachfolger, aber dafür überzeugt der starke Kontrast, welcher nur in wenigen Szenen leicht milchig erscheint - aber auch hier sollte man nicht zu überkritisch sein. Nachzieheffekte werden keine sichtbar und die Kompression arbeitet im sichtbaren Bereich verlustfrei und auf hohem Niveau.
Der deutsche Ton ist leider nur in Stereo vorhanden und klingt gegenüber den anderen Sprachen etwas flach und kraftlos. An der Dialogverständlichkeit und dem Gesamteindruck der Stimmen gegenüber den Umgebungsgeräuschen gibt es nicht viel zu beanstanden, aber besonders Details sind beispielsweise in der ungarischen Version bedeutend besser zu hören. Genauso wie der Bass, der auch im tschechischen Ton stärker klingt und somit die deutsche Spur auf den letzten Platz verweist. So hat die deutsche Version zwar keine Tonfehler vorzuweisen und ist für einen so alten Film ordentlich, im Vergleich zieht sie aber ganz klar den Kürzeren. So richtig schön rumpeln wird es aber erst beim englischen Ton, der einen sehr guten 5.1 Upmix erfahren hat. Natürlich darf man keine Wunder erwarten, aber die Umsetzung des Stereosignals auf einen eindrucksvollen Raumklang kann man als äußerst gelungen bezeichnen. Gleich zu Beginn bekommt man einen guten Eindruck von den Möglichkeiten, die genutzt wurden um beispielsweise die riesige Steinkugel in ein bassstarkes, zermalmendes Soundobjekt zu verwandeln und auch einige wenige Splitsurround-Effekte werden schon eingesetzt. Wer sich also mit der englischen Tonspur zufrieden gibt, der sollte dem Ton 4 Punkte geben, die deutsche Version aber ist enttäuschend.

Ein Klassiker des Abenteuerfilms, ausgestattet mit einzigartigen Actionsequenzen, die von schillernden Charakteren angeführt werden. Wer nach knapp 2 Stunden sagt, er hätte sich nicht köstlich amüsiert, sondern gelangweilt, dem liegt das Genre einfach nicht, denn diese DVD gehört in wirklich jedes DVD-Regal.


Film++++++
Bild+++++-
Ton+++---
Bonus------


Druckbare Version
Indiana Jones und der letzte Kreuzzug
Indiana Jones und der Tempel des Todes
News"Indiana Jones"-Box im November 2003
"Indiana Jones" - Die komplette Reihe auf Blu-ray
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.