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USA 1989
Originaltitel:Indiana Jones and the Last Crusade
Länge:121:40 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Steven Spielberg
Buch:Philip Kaufman, George Lucas, Menno Meyjes, Jeffrey Boam
Kamera:Douglas Slocombe
Musik:John Williams
SFX:Michael Lantieri
Darsteller:Harrison Ford, Sean Connery, Denholm Elliott, Alison Doody, John Rhys-Davies, Julian Glover, River Phoenix, Michael Byrne, Kevork Malikyan, Robert Eddison, Richard Young, Alexei Sayle, Alex Hyde-White, Paul Maxwell, Isla Blair
Vertrieb:Paramount
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Engl), Dolby Digital 2.0 (Deu, Ung, Cs)
Sprache:Deutsch, Englisch, Ungarisch, Tschechisch
Untertitel:Englisch für Hörgeschädigte, Englisch, Deutsch, Holländisch, Polnisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch
Verpackung:DigiPack
Specials:
  • THX-Optimizer
  • Weblink
Bereits in jungen Jahren erlebt der spätere Archäologe Dr. Jones (River Phoenix) seine ersten Abenteuer. Jahre später macht sich der erwachsene Indy (Harrison Ford) auf die lebensgefährliche Suche nach seinem mürrischen Vater, Professor Henry Jones (Sean Connery). Nazis sind dem heiligen Gral auf der Spur und haben Indys Vater, einem führenden Experten auf dem Gebiet der Gralsuche, gekidnappt. So kriecht Indy auf seinem Abenteuer durch Ratten verseuchte Katakomben in Venedig, kämpft zu Luft im Doppeldecker gegen Nazis und bietet der Feuerkraft eines unaufhaltsamen Panzers die Stirn.
Indiana Jones reitet wieder. Und diesmal heißt das Abenteuer "Der letzte Kreuzzug". Fünf Jahre nach dem eher enttäuschenden Interner Link"Tempel des Todes" besannen sich Steven Spielberg und George Lucas die kreativen Väter Indiana Jones' auf die Wurzeln dessen zurück, was Anfang der Achtziger auskonzeptioniert wurde. Back to the Beginning. Und so kehren viele Motive, viele Darsteller aus dem Erstling Interner Link"Jäger des verlorenen Schatzes" und auch der vorherrschende Dialogwitz wieder zurück - ganz so, als ob der übermütige "Tempel des Todes" nie gewesen wäre.
Natürlich ist "Der letzte Kreuzzug" dadurch ein traditionelles Sequel, keine so originäre Fortsetzung mehr, wie noch "Tempel des Todes". Die Erfolgsformel aus "Jäger des verlorenen Schatzes" wird eher wiederholt, als ausgeweitet und variiert. So hat es Indiana Jones hier wieder mit gemeinen Nazis zu tun, und muss deren Zugriff auf ein biblisch verbürgtes Relikt aus Jesu Christi Zeit verhindern. Auch kehren Marcus Brody alias Denholm Elliott und Sallah alias John Rhys-Davies wieder zurück, die bereits im Original Publikumslieblinge waren. Auf eine starke, vordergründige weibliche Hauptfigur á la Karen Allen wird leider verzichtet, glücklicherweise aber auch auf ein Nervenbündel wie Kate Capshaw im "Tempel des Todes". Ex-Bondine Alison Doody spielt die österreichische Nazi-Spionin Elsa Schneider zwar solide, hat aber viel zu wenig Screentime, um wirklich eine überzeugende, starke Vorstellung zu geben. Der größte Clou des dritten "Indiana Jones"-Abenteuers ist wohl die Mitaufnahme einer neuen Hauptfigur ins Boot: Indiana Jones' Vater Henry Jones. Der etwas klassischere Archäologe, der seit dem Tod seiner Frau kaum ein Wort mit seinem Sohn, den trivialen Abenteurer, dessen traditionslosen Methoden ihm nie gefallen haben, gewechselt hat. Dank der Verpflichtung Sean Connerys als Henry Jones Sr. ist diese Figur jedoch kein verbohrter, altmodischer Archäologe, sondern das echte Highlight des Films. Bei der humorvollen, scharfzüngigen Präsenz Connerys wird selbst Harrison Ford zum schlichten Stichwortgeber für seinen Filmvater.
Das Vater-Sohn-Verhältnis ist bei "Der letzte Kreuzzug" das wahre Highlight. Die Action ist im Vergleich zu den ersten beiden Filmen dünner und weniger präsent, dafür haben wir hier die wundervollen Situationen und Dialoge zweier Abenteurer-Generationen. Connery als Henry Jones ist dabei immer eine Mischung aus unfreiwilliger Selbstsabotage aus Ungeschicktheit und cleveren Einfällen. Connery schafft es sowohl, bei dem Versuch, seine und Indys Fesseln loszubrennen, ein halbes Nazi-Schloss in Brand zu stecken, und sich und seinen Sohn dabei selber in Gefahr zu bringen, aber auch, eine heranrasende Messerschmitt zur Bruchlandung zu bringen, indem er mittels seines Regenschirmes Seemöwen in die Richtung des Kampffliegers aufscheucht. Konträr zu der geographischen Konstanz in "Tempel des Todes" darf Indy in "Der letzte Kreuzzug" endlich wieder ausgiebig reisen. Von Amerika nach Venedig, von da nach Salzburg, nach Berlin und schließlich in das Gebiet des früheren Alexandrettas. Zu Fuß, per Motorrad, im Zeppelin, oder auf dem Rücken eines Kamels oder eines Pferdes. Einige Kilometer bewältigt Indiana, wie üblich verwickelt in verschiedene Kampfhandlungen, sogar per Panzer. Man sieht, für Verfolgungsjagden und halsbrecherische Action ist gesorgt, nur wirkt keine einzige jener Szenen so billig vorskizziert wie die Geisterbahnfahrt-artige Lorensequenz in "Tempel des Todes".
Der Showdown ist dann eine Sequenz voller Dramatik und mysteriöser Atmosphäre, besonders wenn Spielberg wieder Spannung durch uralte Fallensysteme, die Indy innerhalb eines Tempels überwinden muss, aufbaut. Letzten Endes steht Indiana Jones vor dem "Heiligen Gral", jener Kelch, aus dem Jesus Christus' Blut bei der Kreuzigung aufgefangen worden sein soll. Wer daraus einen Schluck Wasser nimmt, dem soll ewige Jugend verbürgt sein. Ein nicht uninteressantes Artefakt, sowohl für den Abenteurer Indiana Jones, als auch für Adolf Hitler, der diesmal durch den amerikanischen Hobby-Archäologen Walter Donovan (Julian Glover) vertreten wird.
Der Showdown ist dann völlig anders, als jene haarsträubenden Actionspektakel aus den beiden Vorgängern. Keine zusammenfallende Hängebrücke, kein Effektelärm mit Engeln und zerfließenden NS-Offizieren. Nein, ein menschliches Ende, eine persönlichere Auflösung, als jede Verfolgungsjagd, als jeder Effekt hätte sein können. Indiana findet den Heiligen Gral, verliert ihn zwar, gewinnt aber seine Beziehung zu seinem Vater zurück. Das ist die Auflösung der Filmreihe "Indiana Jones". Predigten die drei Filme über ihre gesamte Laufzeit von dem aufregenden Leben, einer irren Jagd nach alten Schätzen, so ist die Quintessenz am Ende jener Jagden doch, dass Dinge wie Freundschaft und Liebe über jegliche archäologischen Bestrebungen gehen.
Und so endet die Trilogie. Indiana Jones und seine Freunde reiten in Western-Manier dem Sonnenuntergang entgegen. Geheiligt durch das Wasser des Heiligen Grals, sind beide Jones' unsterblich, und wir wissen, dass Beide noch viele Abenteuer, auch ohne uns als Zuschauer erleben werden. "Der letzte Kreuzzug" ist technisch und filmisch ebenso glatt und perfekt wie seine beiden Vorgänger, inhaltlich jedoch dem "Tempel des Todes" um einiges überlegen. Ein schöner Abschluss einer Filmikone, einer Legende. Lang lebe Indy!

Nach den ersten Filmminuten fällt einen schon das etwas zu unscharfe Bild auf und stellt somit den größten Schwachpunkt der Bildqualität des dritten Abenteuers in dieser Box da. Das gesamte Bild wirkt zu weich und kann eigentlich nur in Nahaufnahmen in puncto Detailschärfe überzeugen. Dafür wurde aber das Rauschen gänzlich eliminiert und somit gibt sich das Bild absolut rauschfrei und selbst Verschmutzungen oder sonstige Defekte haben bei dieser digital remasterten Version mit THX-Zertifikat keine Chance. Die Farbgebung ist wirklich gelungen und offeriert uns satte und kräftige Farben ohne an Natürlichkeit zu verlieren. Auch der Kontrast weiß zu überzeugen, obgleich er im direkten Vergleich zur "Indiana Jones und der Tempel des Todes"-DVD in den Nachtszenen nicht immer mithalten kann. Die Kompressionen leisten zwar eine gute Arbeit, jedoch hat Paramount hier die Datenrate für das Bild zu Teil 2 noch einmal herunter geschraubt und spendiert uns somit eine durchschnittliche Bitrate von gerade mal 5,7 Mbit/ Sek, was definitiv zu wenig ist und man im Hintergrund leichtes Blockrauschen und Kompressionsartefakte ausmachen kann. Warum Paramount den Speicherplatz dieser Disc nicht voll nutzt und über 1 GB verschenkt, lässt sich nicht nachvollziehen und verärgert doch schon etwas. Somit steht "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" in Anbetracht des Alters auf dem letzten Platz und wird sogar noch vom ersten Teil getoppt, obwohl man sagen muss, dass die Qualität des "letzten Kreuzzuges" der von "Jäger des verlorenen Schatzes" schon sehr nahe kommt. Mit "Indiana Jones und der Tempel des Todes" kann er aber ebenfalls nicht konkurrieren, deshalb und wegen den 14 Jahren, die er auf dem Buckel hat, vergeben wir gerade noch 5 Punkte.

Wie auch bei den beiden anderen Teilen gab es ein 6-Kanal-Magnetton von dem Film, welcher hier ebenfalls nicht zum Einsatz kommt. Gründe dafür kann man sich nur ausmalen und böse Zungen prophezeien eine baldige "Deluxe Box", was anhand der Tatsache, dass bekanntes Bonusmaterial fehlt und noch ein vierter Indiana Jones Teil gedreht wird, gar nicht mal so unrealistisch klingt. Anstelle also einen 5.1 Mix wie bei der englischen Spur anzufertigen, gibt es für uns wieder eine Dolby Surround-Spur. Diesmal sticht diese jedoch die beiden vorherigen Versionen in allen Belangen aus. Wo der Ton bei Teil 2 zwar schon etwas besser war, war der Ton zu Teil 1 eine richtige Katastrophe und sogar die ungarische Tonspur konnte mehr überzeugen.
Nun bekommen wir endlich das geboten, was wir bei den anderen beiden Scheiben tonal so vermisst haben. Zum ersten die Surroundeffekte und zum anderen die Räumlichkeit. Die Rearspeaker bekommen viel mehr Futter als zuvor und können mit einer Unmenge an Effekten und Umgebungsgeräusche aufwarten, selbst der Musik Score klingt hier unheimlich räumlich. Auf dem Frontbereich wurde hier jedoch der größte Wert gelegt und diesmal wesentlich besser abgemischt, um den bestmögliche Raumklang zu bieten, der bei einer Dolby Surround-Spur möglich ist. Ständig wirkt der Sound sehr räumlich, was zum einen daran liegt, dass die Stimmen je nach Szene vom linken zum rechten Front Kanal und umgekehrt wandern. Mit dem englischen 5.1 Track kann der deutsche Ton zwar nicht mithalten, jedoch für ein Dolby Surround Track wirklich sehr gut.

Das Bonusmaterial finden wir wie gehabt auf der Extra Disc und ansonsten gibt es hier nur Untertitel und wie bei den anderen auch ein schönes DVD-Menü.
"Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" ist der bisher krönende Abschluss einer Trilogie, an der sich eine weitere Fortsetzung zu messen hat. Technisch ist die DVD in puncto Bild der schwächste Teil und noch nie hat man sich so sehr gewünscht wie bei dieser DVD halbe Punkte vergeben zu können. Aber der Ton stellt beide Vorgänger in den Schatten, auch wenn es ärgerlich ist, dass der 6-Kanalton nicht zum Einsatz kommt. Aber kommt Zeit, kommt Neuauflage ...


Film+++++-
Bild+++++-
Ton++++--
Bonus------


Druckbare Version
Jäger des verlorenen Schatzes
Indiana Jones und der Tempel des Todes
News"Indiana Jones"-Box im November 2003
"Indiana Jones" - Die komplette Reihe auf Blu-ray
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