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der christlichen Zeitrechnung (gedreht wurde in Tunesien) wird das skurrile Leben von Brian (Graham Chapman) filmisch verfolgt, der in direkter Nachbarschaft von Jesus Wiege geboren und von den heiligen 3 Königen kurz fälschlicherweise als der Erlöser angesehen wird. Und wer die britische Komikertruppe kennt, wird wissen, dass man ein Geschichtsepos besser an anderer Stelle sucht, denn hier steht ganz klar der Humor im Vordergrund. Und der ist bei dieser würdevoll inszenierten Religionsparodie gewohnt bissig. Fernab von zeitgemäßen Themen wie Sklaverei oder Unterdrückung des Volkes sieht man es mit dem geschichtlichen Einordnung nicht ganz so streng. Denn auch die weibliche Emanzipation, stark bürokratische Vorgehensweisen der Volksfront von Judäa, einer kleinen Untergrundbürgerbewegung, oder deren Identitätsprobleme finden Verwendung in der Handlung.
deren Auswirkung auf die Lachmuskeln in einem Review schwer zu beschreiben ist. Highlights sind der römische Centurion Schwanzus Longus (im Original: Biggus Dickus), ein bei der Ausübung seines enthaltsamen Lebensweise gestörte Asket oder Brian's verrückte Mutter, die sich als Diktatorin mit kleinen Geheimnissen herausstellt und zu Beginn ihren besten Auftritt hat, als sie wild schimpfend die Fremden (die Heiligen 3 Könige) aus der Krippe verscheuchen will ("Wir folgten einem Stern ..." - "Sternhagelvoll seid ihr, verpisst euch!"). Für besonders lustige Momente sorgen auch Eric Idle als Stan, der gern eine Loretta wäre ("Jeder Mann hat das Recht, Babies zu haben, wenn er sie haben will." - "Aber du kannst keine Babies haben!" - "Unterdrücke mich bitte nicht ...") und John Cleese, der sich durch seine ernsthafte, aber äußerst lustig anzusehende Spielweise als Aufständler-Anführer und Centurion hervorhebt. Wer die Sketche der TV-Show kennt, wird sich hier gleich wieder wohlfühlen, denn (fast) alle Hauptrollen werden durch Chapman, Cleese, Idle, Gilliam, Jones und Palin gekonnt umgesetzt, der Rest wird von nahezu unbedeutenden Statisten ausgeführt. Urkomische Szenen gibt es zu Hauf und sie hier weiter zu beschreiben würde dem Ulk keineswegs gerecht werden. Man muss sie sehen. Und auch wenn die Thematik und einige Szenen (man denke an die mit Leichenteilen übersäte Arena) recht derbe erscheinen, wird doch immer ein feiner, schwarzer Humor gewahrt.
wird als willenloser, nach Führung lechzender Teil des Mobs dargestellt, dem jedes Mittel recht ist, eine Seeligsprechung zu erhaschen und dem der Glauben nur Mittel zum Zweck ist. Dass dies nicht jeder gleichweg komisch findet, belegt die um 8 Jahre verschobene Kinoaufführung in Irland wegen Blasphemie. Vielleicht distanziert sich gerade deswegen Columbia TriStar per Textintro vor dem Hauptfilm von den dargestellten Szenen, was ich persönlich absolut niederträchtig finde. Man möge mir den Begriff des rückgratlosen Schlänglers vergeben, aber diese Art von Political Correctness finde ich einfach niederträchtig, zumal es sich hier absolut nicht um einen Film handelt, von dem man wegen seiner Brisanz Abstand nehmen müsste. Der Monty Python-Fan wird sich den Spaß trotzdem nicht vermießen lassen und darf 90 Minuten beste Unterhaltung mit wechselndem, aber immer charmanten Niveau erwarten.
Auffällig ist vor allem das starke Rauschen, dass sich je nach Szene von erträglich bis störend bemerkbar macht. Wohl kein Wunder, wenn man bedenkt, dass "Das Leben des Brian" eher eine Low-Budget-Produktion ist, die die Zeit nicht unberührt gelassen hat. Somit sind Bildfehler zwar sichtbar, aber nehmen nicht Überhand als das sie sich negativ auf den Gesamteindruck auswirken könnten. Die Farben wirken in ihrer Intensität etwas schwach und zu hell, was in dunklen Szenen einen leicht milchigen Effekt hinterlässt, es gibt aber immer wieder aufgearbeitete, kräftige Farben zu beobachten. Die Schärfe des anamorphen Bildes bleibt die ganze Zeit über im unteren Mittelfeld, so dass ein altersgemäßer, durchschnittlich guter Gesamteindruck zurückbleibt.
"Die Ritter der Kokosnuss" (unbedingt anschauen!!). 3 weitere Trailer mit guten 5.1-Ton zu neuen Veröffentlichungen aus dem Hause Columbia wird man außerdem finden. Nicht viel Masse, aber auf jeden Fall Klasse, und in Verbindung mit der Menuführung, die mit einzigartigen, schrägen Bildcollagen unterlegt wurde, 3 Punkte allemal würdig.































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