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USA 1981
Originaltitel:Omen III: The Final Conflict
Alternativtitel:Barbara's Baby - Omen III
aka. Omen 3
Länge:103:51 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Graham Baker
Buch:David Seltzer, Andrew Birkin
Kamera:Phil Meheux, Robert Paynter
Musik:Jerry Goldsmith
SFX:Ian Wingrove
Darsteller:Sam Neill, Rossano Brazzi, Lisa Harrow, Don Gordon, Barnaby Holm, Mason Adams, Robert Arden, Leueen Willoughby, Marc Boyle, Milos Kirek, Tommy Duggan, Louis Mahoney, Richard Oldfield, Tony Vogel, Arwen Holm, Norman Bird, Arnold Diamond, Dick Anthony Williams, Stephen Turner
Vertrieb:20th Century Fox
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 Surround
Sprache:Deutsch, Englisch, Spanisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Spanisch
Verpackung:Spezielles KeepCase im Pappschuber
DVD-Start:15.01.2007 (Kauf)
Specials:
  • Audiokommentar von Regisseur Graham Baker
  • Omen Legacy Teil 3 (18:18 Min.)
  • Das Omen 2006 - Die Entstehung einer Szene (9:05 Min.)
  • Weblink
Satans Sohn ist erwachsen, die Zeit der Spiele ist vorbei. Damien Thorn (Sam Neill) glaubt sich endlich am Ziel, als er zum US-Botschafter nach London berufen wird. Nichts in der Welt braucht er zu fürchten - mit Ausnahme der von ihm verwahrten sieben Meggido-Dolche, denn nur durch sie kann das Böse vernichtet werden. Ihr mysteriösen Verschwinden versetzt den Antichristen in Panik, denn er weiß, dass dies sein Ende bedeuten könnte!
30 über Nacht!
Gut, nicht ganz, aber über drei Jahre. Solange hat es bis zur Vollendung der Trilogie gedauert und in der Zwischenzeit ist Damien Thorn, seines Zeichens Prinz der Dunkelheit, zum aufstrebenden Jungunternehmer geworden, der die Firma seines einstmaligen Ziehvaters übernommen hat. Man sieht, die Macht sprießt und gedeiht prächtig.

Mit der Macht kam auch das Erwachen aus der geistigen Umnachtung, die Damien in jungen Jahren noch daran hinderte, seine eigene Existenz zu begreifen. Die Intentionalität, das endgültige Begreifen des eigenen Zustands darzustellen ist nun Aufgabe des Schauspielers Sam Neill. Endlich darf Damien von Grund auf böse sein.


Im Drehbuch hat man sich einiges einfallen lassen, um von der Geradeaus-Mentalität von Interner Link"Damien - Omen II" abzuweichen und ein paar Überraschungen zu bieten. Der Antichrist fürchtet die Ankunft Christi, lässt also seinen ökonomischen und gesellschaftlichen Einfluss spielen, um alle potenziellen Christuskinder zu töten und damit den Umkehrschluss des misslungenen Unterfangens aus Interner Link"The Omen" zu versuchen, während er selbst seinerseits auch gejagt wird von Anderen. Interessengruppen in höchsten Kreisen lassen ihre Urinstinkte spielen, um gegenseitig den Schweif des Vordermanns in die Fänge zu bekommen. Exemplarisch die offenbar als gesellschaftskritisch gedachte, very british Fuchsjagd irgendwo im zweiten Filmdrittel - "Barbara's Baby - Omen III" ist ein Hasch-Mich-Spiel mit Sitte und Anstand. Nobel geht die Welt zugrunde.


Auch Graham Baker fällt nichts weiter ein, als plakativ einen Schock an den anderen zu setzen und mit Kontrasten zu arbeiten, indem er unschöne Blutfontänen in die Büros wichtiger Geschäftsmänner verfrachtet. Ein platzender Kopf, verbrennende Antichristen-Attentäter während einer TV-Show (Medienkritik!) und Visionen von fauligen Babys mit Psychokräften - Interner Link"Das Dorf der Verdammten", und Mutti greift zum Bügeleisen und schlägt den netten Herrn mit der Brille nieder.

Zwischendrin werden religiöse Motive zu Hundertschaften aufgefahren und Sam Neill hat mit ihnen zu kommunizieren. In einer unheimlich pathetischen Sequenz findet er in einem Zwiegespräch mit einer Jesus-Statuette, auf die ein Lichtstrahl fällt, seine endgültige Bestimmung und hat fortan den Schleier vor den Augen verloren. Was zur philosophischen Auseinandersetzung mit dem Unterschied zwischen bewusstem und unbewusstem Handeln hätte werden können, wurde eine opulente Verbeugung vor der Stärke des Glaubens, wiederum angetrieben durch unheilvolle Chöre. Die Gegenbewegung indes wirkt immer weniger rational, immer mehr wie eine Sekte von geistiger Umnachtung, wahnsinnige Kuttenträger, die sich von Seilen mit dem Dolch voran auf rechtschaffene Männer stürzen (und Neill trägt eine Frisur, die aussieht wie die personifizierte Unschuld) - wer soll diesen Verrückten die Geschichte von der Teufelssaat und den sieben Dolchen glauben?


Denn wo Damien nun schon Bewusstsein erlangt hat, wirkt er viel zu wenig bedrohlich, immer noch wie ein verschüchtertes Kind, das verdutzt mit allerhand Situationen konfrontiert wird, die es nicht kontrollieren kann. Im Kopf hatte man sich schon Lavaströme ausgemalt, die durch die Großstädte wabern wie Flüsse durch Venedig, ein von Smog bedeckter Himmel, das Leuchten des ewigen Höllenfeuers am Horizont und gleich daneben eine riesenhafte, dunkle Gestalt, höher als jeder Wolkenkratzer, mit den Schatten der Umgebung verschmelzend und aus einem feuerroten Augenpaar und einem Mund voller spitzer Zähne heraus diabolisch grinsend. Gott bewahre, verfilmt würde man sowas nicht sehen wollen, es wäre eher ein metaphorischer Gedanke zur universellen Hilflosigkeit der Menschheit im Schoße ihrer Blindheit für Himmel und Hölle. Diese Dimensionen werden aber nicht bedient; es ist eher die Geschichte eines Geschäftsmannes, der von ein paar Wahnsinnigen um die Ecke gebracht werden will, auch weil er selbst ein Wahnsinniger ist, der den Tod vieler Babys im Sinn hat. Tiefergehende theologische Ansätze zu suchen wäre dabei auch ein vergebliches Unterfangen. In der Summe ist das über weite Strecken ziemlich langweilig.
Deswegen: Stirb, Damien. Stirb endlich oder versklave die Welt. Beides wäre mir recht, aber verschone niemanden, der die Geschichte möglicherweise erzählen könnte ...


Mit dem dritten Teil der eigentlich als Trilogie geplanten Reihe tritt man in die 80er Jahre ein, qualitativ hat sich gegenüber "Damien: Omen II" aber nichts wirklich verändert. Während der Kontrast in dunklen Szenen gern etwas mehr zeigen dürfte bzw. klarere Verhältnisse schaffen sollte, sind die Farben abermals gelungen, wenn man auch argumentieren muss, dass ihnen oft die britische Kühle innewohnt. Die Schärfe muss in dunklen Aufnahmen etwas leiden, ist aber in helleren Szenen, z.B. Panoramaaufnahmen, umso überraschender. Der Detailreichtum wird auch nicht von dem dezenten Hintergrundrauschen beeinflusst, schwächt sich aber von allein wieder ab. Die Kompression arbeitet sauber, der Transfer ist es ebenso, so dass ich wieder gern 4 Punkte vergebe.


Die Umsetzung der Filmmusik innerhalb der Dolby Surround-Spuren ist mal wieder erstaunlich, hat man es doch geschafft, einen dynamischen, sauber klingenden und filigranen Klang zu erschaffen, der zwar nicht ganz an die Leistungen eines 5.1-Tracks heranreicht, aber für das Alter vielversprechend klingt. Andererseits muss sich besonders der deutsche Ton mit Alterserscheinungen herumplagen, die den guten Eindruck wieder etwas zunichte machen. Da wäre das kaum zu überhörende, seichte Rauschen, aber auch der Dialogteil ist nicht so klar, wie er sein sollte, sondern verharrt auf den Leistungen einer Monospur. Für Effekte ist an ausgewählten Stellen gesorgt, was immer mal wieder aufhorchen lässt. Somit ist auch der dritte Omen-Teil in einer annehmbaren Tonumsetzung erschienen, bei der man leider wieder vergessen hat, die Grundleistungen zu verbessern. Möglicherweise ist das aber auch ein zu aufwendiges Unterfangen.


Die Menuführung wird fortgesetzt, vor dem Eintreten in die Übersicht gibt es auch wieder eine kleine Szenencollage und der Regisseur darf wieder einen Kommentar sprechen. Hier ist es Graham Baker, der leider nur selten sprachlich in das Geschehen eingreift, um ein paar Fakten zu nennen. Es fehlt ein Partner für den Kommentar, denn Baker allein ist definitiv zu ruhig. Etwas mehr gibt es im "Omen Legacy"-Special zu sehen, welches wiederum (ominöse) Gäste geladen hat, um diese über den Film sprechen zu lassen und dabei die Story mit einer Menge Filmszenen erzählt. Das kurze Extra zum Omen-Remake ist natürlich auch mit drauf und dreht sich um die Szene mit den Hunden auf dem Friedhof, die ein wenig oberflächlich beschrieben wird von ihren Machern. Schade, dass man hier wiederum nur das Standardprogramm geboten bekommt, so etwas wie Trailer oder Filmografien sollten doch aufzutreiben sein.


Film++----
Bild++++--
Ton+++---
Bonus++----


Druckbare Version
Omen, Das
Omen, Das (2 Disc Special Edition)
Damien: Omen II
Omen IV - Das Erwachen
News"The Omen Quadrilogy" 4-DVD-Set ab Dezember
Barbara's Baby - Omen III
Omen 3 - Barbaras Baby
IMDb.com OFDb.de



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