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USA 1978
Originaltitel:Damien: The Omen 2
Alternativtitel:Omen 2
aka. Damien - Omen II
Länge:102:29 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Don Taylor, Mike Hodges
Buch:Harvey Bernhard, Stanley Mann, Mike Hodges
Kamera:Bill Butler
Musik:Jerry Goldsmith
SFX:Ira Anderson Jr.
Darsteller:William Holden, Lee Grant, Jonathan Scott-Taylor, Robert Foxworth, Nicholas Pryor, Lew Ayres, Sylvia Sidney, Lance Henriksen, Elizabeth Shepherd, Lucas Donat, Allan Arbus, Fritz Ford, Meshach Taylor, John J. Newcombe, John Charles Burns, Paul Cook
Vertrieb:20th Century Fox
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (Deu, Spa), Dolby Digital 2.0 Surround (En)
Sprache:Deutsch, Englisch, Spanisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Spanisch
Verpackung:Spezielles KeepCase im Pappschuber
DVD-Start:05.01.2007 (Kauf)
Specials:
  • Audiokommentar
  • Omen Legacy Teil 2 (16:29 Min.)
  • Das Omen 2006 - Das Leben nach der Filmschule (23:05 Min.)
  • Weblink
Nach dem mysteriösen Tod seiner Eltern lebt der mittlerweile 12jährige Damien bei seinem Onkel (William Holden) und seiner Tante (Lee Grant). Sie ahnen nicht, wen sie da großziehen, doch die vielen geheimnisvollen Todesfälle und unerklärlichen Ereignisse in Damiens Umgebung zwingen sie dazu, sich der bizarren Wahrheit zu stellen: Ihr Adoptivsohn ist der Antichrist! Für Damiens Onkel sind die Zeichen gesetzt und er glaubt, dass nur er das Böse vernichten kann - ein tödlicher Irrtum mit grauenvollen Folgen.
"I didn't do it! I didn't do it!" beteuert Damien beharrlich, als in seiner Gegenwart mal wieder eine Person vom Sensenmann geholt wurde und wir wissen: Der Antichrist ist jetzt im Bart Simpson-Alter angelangt.

Tut das Not? Im Grunde nicht wirklich. Wenn man die Annahme berücksichtigt, dass sich der größte Horror im Kopf des Betrachters entwickelt, wäre der abschließende Blick des kleinen Satansbraten in die Kamera zum Fade Off des Original-Omen genug Horror gewesen - was mag dieses Geschöpf der Hölle, das sich als solches noch gar nicht selbst erkannt hat, wohl in Zukunft planen, um die Welt ins Armageddon zu stürzen? Der Gedanke an den Untergang der Menschheit, der von selbiger behutsam aufgezogen wird und in ihrem Schoß aufwächst wie ein bösartiger Tumor, das ist schon erschreckend - aber muss man das bebildern? Man kann das machen, aber es nimmt der Vorstellung ein wenig den Schrecken. "Damien - Omen II" wirkt sich auf das Original aus wie ein Prequel statt ein Sequel - nicht bewusstseinserweiternd, sondern Vorausgesetztes noch erklärend.


Aber verbunden mit der Coming of Age-Dramatik ergibt sich wenigstens ein bisschen Spannung. Die Unschuld steht dem streberhaften Bengel, der nach dem Tod seines Ziehvaters in die Hände dessen Bruders übergeben wurde, ins Gesicht geschrieben. "Damien - Omen II" erzählt davon, wie der Junge ins Teenageralter stößt und erstmals sublim erahnt, wer er wirklich sein könnte. Seine Intelligenz beeindruckt, ja beängstigt fast schon den abgeklärten Ausbilder an der Militärschule (ein junger Lance Henriksen), vor dem Spiegel befühlt er das verräterische 666-Muttermal und hypnotische Kräfte scheint er auch zu besitzen - auf seinen Blickkontakt hin windet sich ein Nelson-Muntz-Schüler jedenfalls wimmernd auf dem Boden.


Damien-Darsteller Jonathan Scott-Taylor spielt dabei weniger identifikationsförderlich als vielmehr interessant. Man baut schon eine Barriere zu ihm auf, aber als Beobachtungsobjekt erweist er sich als ideal, da man immer darauf aus ist, endlich den Wandel zu erhaschen, der Damien vom bloßen Erbträger zum bewussten Fiesling macht. Dass dieser Wandel so konkret nie gezeigt wird, ist geschickt, bewahrt es der Figur doch ein wenig Ambivalenz, die sie auch bitter nötig hat, um über das Schwarz-Weiß-Schema (Antichrist-Christ) hinwegzukommen.


Handwerklich geradezu klassisch, hätte man "Damien - Omen II" auch mit der Unterzeile "The Awakening" taufen können (die dann der unnötige vierte Teil zugeteilt bekam). Zuerst ein Prolog mit einem wissenden, alten Narren, der mit einem Kollegen in einer Ruine voller Beweise von Sand und Gestein zugeschüttet wird und seine Ewigkeit nun unter Mumien verbringen kann. Dann der Junge selbst, wie er sich auf der Militärakademie anzupassen versucht, wobei die uniforme Schule wie ein unterbewusst von Damien selbst ausgesuchtes Tarnversteck wirkt. Als wolle der Teufel im Menschenkostüm unauffällig unter Seinesgleichen verharren, bis er genug Kräfte erlangt hat, um die rosa Hauthülle von sich zu reißen und blutig zum Erstschlag auszuholen.
Die neue Ziehfamilie: Ein William Holden, der als Richard Thorn Gregory Pecks Rolle eins zu eins ersetzt und wieder genau der gleiche Schussel ist, der einfach nicht glauben kann, dass Damien böse ist. Im Gegensatz zu Tante Marion (Sylvia Sidney), die aus unerfindlichen Gründen das verschrumpelte Orakel spielt und alles über den Sohn Luzifers zu wissen scheint - woher auch immer. Grampa Simpson hätte an ihrer Stelle gesagt: "Der Toooooooood!"


Neu an Richard Thorn im Gegensatz zu dessen per Kugelsalat verschiedenen Bruder: Er bringt eine eigene Industrie mit, gleichbedeutend mit einem Spielplatz, an dem sich der Höllenjunge schon mal die Hörner abstoßen kann, um für den Ernstfall zu proben. So gibt es allerhand Unfälle in Aufzügen und auf Betriebsfesten. Ein Wissenschaftler erprobt die Zellteilung und ein Schlittschuhfahrer findet das Eis so interessant, dass er es sich auch nochmal von unten ansehen möchte. Nicht zu vergessen die Hitchcock-Sequenz mit dem Raben, die - ganz ehrlich - in meinen Augen sogar Magic-Moment-Potenzial haben könnte, würde ihr "Die Vögel" nicht aus jeder Pore schwitzen und wäre der Unfallhergang nicht so schrecklich naiv. Böser Hitchcock, hat alles schon gemacht, was soll man da noch neu erfinden können? Der moderne Horrorfilm hat's aber auch nicht leicht.


In jedem Fall mutieren die wenigen Splatter- und Goreszenen zu selbstzweckhaften Höhepunkten, die kaum mehr Zeichen bevorstehenden Unheils sind. Vielmehr erfüllen sie die Erwartungsquote des Zuschauers, der immerhin einen Vergleich mit Interner Link"Dawn of the Dead" angestellt haben dürfte. Und selbstverständlich mit den ziemlich spektakulären Sequenzen aus dem Original, die noch heute in gewisser Weise der Interner Link"Final Destination"-Franchise Paroli bieten. Tatsächlich hat sich die "Omen"-Reihe goretechnisch ganz ähnlich entwickelt: Je weiter die Reihe, desto selbstzweckhafter die Unfälle.


Teil 2 ist in der Schärfe etwas besser gelungen, da stetiger und im Durchschnitt auch besser gelingt. Ein etwas weicher Schimmer liegt immer noch auf dem anamorphen, beinahe makellosen Transfer, was dem Film aber nicht schadet, der schließlich auch Altersbonus bekommen sollte. Es gibt somit immer noch Schwankungen zwischen befriedigender und fast sehr guter Schärfe, wobei Details nun einen etwas natürlicheren Eindruck machen. Selbiges gilt für die etwas kräftigeren Farben, die beispielsweise bei einem roten Mantel strahlender nicht sein könnten, klarerweise aber auch nicht zu fröhlich ausfallen. Auch hier hat man wieder eine komplette Bereinigung hinbekommen und Rauschen fällt außer zu Beginn kaum auf. Somit ist das Bild ruhig, was auch durch die Kompression unterstützt wird.


Der deutsche Ton ist nicht ganz so gut gelungen wie der des ersten Teils, weil der gesamte Klang etwas dünner ist, was in der Ausarbeitung der Musik am deutlichsten wird. Somit verhält sich der Stereoton klanglich eher wie ein Monoton, der auch mal ein wenig verschliert, aber weder undeutlich noch verkratzt klingt. Dass die deutsche Tonspur trotzdem noch gut in Schuss ist, lässt der wesentlich mehr altersanfällige spanische Ton erahnen. Leider kann der englische Ton, hier in Dolby Surround, nicht viel mehr leisten. Selbst die Musik bleibt hier sehr frontbezogen und auf Effekte aus den Rears wie im Vorgänger sollte man auch nicht zu lange hoffen. Das ist im Vergleich zum sehr gelungenen Dolby Digital 5.1-Upmix des ersten Teils etwas enttäuschend, auch wenn das Klangbild in Dolby Surround noch weiträumiger als Stereo zu sein scheint.


Die Menuführung ist deutlich schlichter als bei der DVD des ersten Teils. Auch an Extras wird nicht mehr so viel mitgeliefert, was aber auch verständlich ist, denn schließlich wird diesem Film hier weniger Bedeutung zugesprochen als dem Original. Der Produzent dieses und des ersten Teils, Harvey Bernhard, den man bereits in den Making Ofs des ersten Teils gesehen hat, spricht hier einen Audiokommentar, der wie alles andere auch deutsch untertitelbar ist. Begleitet wird er vom DVD-Produzenten J.M. Kennedy, der mit gezielten Fragen Informationen aus Bernhard herauskitzeln möchte. Die werden letztlich auch geboten, man muss eben nur etwas Geduld haben, denn die Sprechweise Bernhards ist etwas langweilend. Die Fortsetzung zum "Omen Legacy" wird hier mit einem 17minütigen Making Of geliefert, das inhaltlich nicht mehr so viel bieten kann wie Teil 1, aber doch interessante Notizen zur damaligen Produktion liefert. Zudem gehen die Macher kritisch mit ihrem Werk um und erklären, dass der Film hauptsächlich aus sechs Horrorszenen bestand, denen die inhaltliche Substanz dazwischen fehlte. So beklagt sich der Produzent darüber, dass Fox die Idee durchbrachte, Damien im Alter von etwa 13 Jahren zu zeigen, anstatt ihn bereits im High School-Alter zu dokumentieren, was seiner teuflischen Bestimmung mehr Glaubwürdigkeit und Möglichkeiten verliehen hätte. Leider war es dann schon mit Zugaben zu diesem Film, denn "Das Omen 2006 - Das Leben nach der Filmschule" dreht sich um das Remake Interner Link"Das Omen" aus dem Jahr 2006. Hierbei werden drei Filmstudenten auf den Regisseur dieses Werks, John Moore, losgelassen, um Fragen rund um den Beruf zu stellen. Wer selbst filmerisch tätig ist, dem werden neben technischen Tipps auch insgesamt ein paar Informationen über den Beruf des Regisseurs aufbereitet.


Ein Sequel der Kasse wegen, präsentiert mit den charakteristischen, bedrohlich anschwellenden Choralgesängen und gewürzt mit graphisch teilweise expliziten Unfällen, die wie Brotkrümel im Wald zur Orientierung gestreut wurden - dazwischen entwickelt sich die Handlung wellenmäßig von einem Spannungshöhepunkt zum nächsten fort. Das ist trotz sehr stringenter und vom Drehbuch aus vorhersehbarer Storyline durchaus nicht unspannend, ebensowenig jedoch originell. Und wo man schon weiß, was mit Damien geschehen wird, hätte man wenigstens versuchen können, die Geschichte vom Antichristen mit der Coming-of-Age-Story noch stärker zu verknüpfen. Da lag tatsächlich noch Potenzial brach.


Film+++---
Bild++++--
Ton++----
Bonus+++---


Druckbare Version
Omen, Das
Omen, Das (2 Disc Special Edition)
Barbaras Baby - Omen III
Omen IV - Das Erwachen
News"The Omen Quadrilogy" 4-DVD-Set ab Dezember
Damien: Das Omen II
Omen 2 - Damien
IMDb.com OFDb.de



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