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USA 2006
Originaltitel:Omen, The
Alternativtitel:Omen 666, The
Länge:105:20 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:John Moore
Buch:David Seltzer
Kamera:Jonathan Sela
Musik:Marco Beltrami
SFX:Cinesite, CosFX, 11:11 Mediaworks
Darsteller:Liev Schreiber, Julia Stiles, Seamus Davey-Fitzpatrick, Giovanni Lombardo Radice, Marshall Cupp, David Thewlis, Pete Postlethwaite, Michael Gambon, Nikki Amuka-Bird, Mia Farrow, Janet Henfrey
Vertrieb:20th Century Fox
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Deu, En), DTS 5.1 (Deu)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch, Türkisch
Verpackung:Spezielles KeepCase im Pappschuber
DVD-Start:15.01.2007 (Kauf)
Specials:
  • Audiokommentar
  • Omenismen (37:17 Min.)
  • Die Abbey Road Sessions (10:14 Min.)
  • Die Offenbarung 666 (22:05 Min.)
  • Nicht verwendete Szenen und alternatives Ende:
    • Schießerei (2:01 Min.)
    • Enthauptung (2:00 Min.)
    • Alternatives Ende (2:47 Min.)
  • Kinotrailer:
    • Teaser (1:19 Min.)
    • Kinotrailer #1 (0:59 Min.)
    • Kinotrailer #2 (1:33 Min.)
    • Das Omen (1976) Collector's Edition (0:42 Min.)
Als der US-Diplomat Robert Thorn (Liev Schreiber) erfährt, dass seine Frau (Julia Stiles) eine Todgeburt hatte, trifft er eine unfassbare Entscheidung: Er stimmt der Adoption eines Waisenbabys zu, das man seiner ahnungslosen Frau als ihren eigenen Sohn präsentiert. Die Lüge bleibt jahrelang geheim, bis sich im Umfeld des kleinen Jungen bizarre Morde und grausige Unfälle häufen, die nur einen entsetzlichen Schluss zulassen: Damien Thorn ist der leibhaftige Sohn Satans!
William Peter Blattys Interner Link"Der Exorzist" ist nach wie vor die unumstößliche Nr. 1 wenn es um Okkult-Horrorfilme geht. Keine andere Geschichte und kein anderer Film dieser Art ging den Zuschauern so unter die Haut, wie die Sache mit dem kleinen Mädchen, welches von einem Dämon befallen ist. Und auf Platz 2? Da dürfte für viele Interner Link"Das Omen" von Richard Donner stehen. Denn auch wenn es hier nicht ganz so "krass" zuging wie bei Blattys Geschichte, so war schon allein die Tatsache, dass es sich hier um das Kind des Leibhaftigen persönlich handelt, für unglaublich viel Gänsehaut gut, die durch die exzellente Inszenierung noch unerträglicher wurde (im positiven Sinne). Heute, in einer Zeit, in der wirklich jeder bessere Film in einem Remake verwurstet wird, hat es nun auch "Das Omen" getroffen, neu verfilmt zu werden. Der 06.06.06 als Starttermin auserkoren, sollte die Neuverfilmung der Thorn-Geschichte nun auch für die neuere Horror-Generation salonfähig gemacht werden. Nun gut, dies ist sicherlich auch gelungen, doch für Kenner des Originals bleibt unterm Strich dennoch nicht viel mehr übrig als ein glattgebügeltes Remake unter vielen.


In punkto Story hält sich "Das Omen" glücklicherweise ziemlich nah an das Original und ist auch in Sachen Handlung nahezu 1:1 übernommen worden. Wie schon im Original, so dreht sich auch hier alles um den Botschafter Robert Thorn, dessen Kind bereits bei der Geburt stirbt. Von einem merkwürdigen Mann erhält er das Angebot, einen Jungen zu adoptieren, dessen Mutter vor kurzem gestorben sei. Thorn nimmt das Angebot an und zieht den Jungen, Damien genannt, so groß als wäre er sein eigener Sohn. Doch als Damien 5 Jahre alt wird, geschehen plötzlich merkwürdige Todesfälle in seiner Umgebung und ein Priester warnt Thorn vor dem Jungen, da er der Sohn des Leibhaftigen sein soll und sterben muss ...
Wer das Original kennt, der sollte sich bei diesem Remake auf relativ überraschungsfreie 106 Minuten Horror-Unterhaltung einstellen, denn etwas wirklich Neues gibt es hier nicht zu entdecken. Ähnlich wie beim "Psycho"-Remake, so wirkt auch das Drehbuch zum Omen-Remake wie eine (nahezu) exakte Kopie des Originals. Und dennoch mag das Gezeigte erst spät fesseln.


Denn im Grunde könnte man dieses Omen fast in zwei unterschiedliche Filme teilen. Der eine langweilig und längenbehaftet, der andere schaurig und atmosphärisch. Denn die erste Hälfte des Films will leider nahezu überhaupt nicht funktionieren. Während man sich beim Original schon von Anfang an bemüht hat, Spannung und Atmosphäre aufzubauen und dies auch exzellent funktionierte, so ist die Einführung beim Remake doch extrem zähflüssig ausgefallen. Der Versuch, den Charakteren Tiefe zu verleihen, klappt leider überhaupt nicht, wirkt viel zu lang gezogen und langweilt den Zuschauer einfach nur, da das Tempo des Streifens auch fast auf Null steht. Dazwischen gibt es zwar den Selbstmord des Kindermädchens der Thorns zu betrachten, doch auch dieser ist alles in allem recht lahm ausgefallen und wirkt eher aufgesetzt als irgendwie glaubwürdig. Das hat man doch im Original wesentlich besser hingekriegt. Einzig und allein Damiens Ausraster kurz vor der Kirche kann da überzeugen. Ansonsten ist von Atmosphäre und Spannung aber erst einmal wirklich nichts zu spüren.

Dies ändert sich dann glücklicherweise, sobald sich Thorn mit dem Fotographen Keith Jennings aufmacht, das Geheimnis um seinen Sohn zu lösen und in Rom einen Mann namens Bugenhagen aufzusuchen. Auf einmal hat man das Gefühl, dass sich der Regisseur doch noch die Mühe gemacht hat Atmosphäre aufzubauen, was aufgrund der plötzlich wirklich sehr stimmig ausgefallenen Bilder auch funktionieren mag. Mitunter unglaublich trist ausgefallene Farbfilter lassen eine gar eisige Stimmung aufkommen und die Kulissenauswahl klappt prächtig. Zudem hämmert uns auch plötzlich ein eiskalter und unheimlich knackiger Score um die Ohren, der es mit dem Originalscore fast schon aufnehmen kann. Desweiteren zieht auch das Tempo merklich an und die zähflüssige Erzählweise des Filmanfangs ist mit einem Mal vergessen. Warum denn nicht gleich so?


Außerdem erfreuen das Auge auch noch zwei knackige Gore-Einlagen, die man so sicher nicht erwartet hätte, welche aber dennoch wunderbar in den Film passen. Wer schon das Original kennt, der weiß, auf was für eine perfide Art und Weise sowohl der Priester als auch der Fotograf ums Leben kommen. Diese beiden Szenen wurden hier (natürlich) noch einmal eine ganze Spur deftiger inszeniert und vor allem der Tod des Fotografen ist wirklich Gold wert und kann sich locker zu den stimmigsten Gore-Szenen zählen, die man in letzter Zeit im Kino zu Gesicht bekam. Wäre diese Szene schon im Original so gewesen wie hier, hätte es damals definitiv eine FSK18-Freigabe dafür gehagelt, von der Indizierung, die das Original-Omen ja wirklich eine Zeit lang inne hatte, ganz zu schweigen. Hier kriegen dann doch auch mal die Originalkenner etwas Neues und Interessantes geboten, wenn es auch nur für ein paar Sekunden anhält. Gut so!

Ansonsten gibt es höchstens noch ein paar Worte zu den Schauspielerleistungen zu verlieren, welche leider, neben einigen positiven, auch negative Beispiele aufweisen. Liev Schreiber und seine Filmfrau Julia Stiles gehören da leider zu den Negativen. Beide schaffen es nämlich zu keiner Sekunde, ihren großen Vorbildern auch nur im Geringsten das Wasser zu reichen. Viel zu steif agiert Schreiber hier, viel zu unglaubwürdig stakst Stiles durch die Gegend. Sicher, die Leistung eines Gregory Peck oder einer Lee Remick hat man von beiden nicht erwartet, doch dieses "trübe Tassen"-Spiel sicherlich auch nicht.


Vollkommen überzeugen können dagegen David Thewlis als herrlich süffiger Fotograf, Mia Farrow als brillant bösartiges Kindermädchen, Peter Postlethwaite als Priester Brennan und vor allem der kleine Seamus Davey-Fitzpatrick, der hier den Damien zum Besten gibt, welcher wirklich sehr nah am Damien von Harvey Stephens im Original heranzukommen vermag. Auch wenn er kaum ein Wort spricht, so ist seine eiskalte Mimik wirklich unglaublich tiefgehend ausgefallen und jeder, der ihm während des Films mindestens einmal in die Augen geschaut hat, dürfte in der kommenden Nacht Alpträume kriegen. Schon lange hat es ein so junger Darsteller nicht mehr geschafft, dass man wegen ihm lieber die Seite wechseln möchte, wenn man ihm auf der Straße begegnet. Für mich ist Davey-Fitzpatrick derzeit jedenfalls ein absoluter Teufelsbraten, der gerne weiter in solchen Filmen auftreten darf. Irgend einen niedlichen Fratz, wie es z.B. Interner Link"Charlie und die Schokoladenfabrik"-Darsteller Freddie Highmore ist, nimmt man ihm nach dieser Rolle sowieso nicht mehr ab.


William Peter Blattys Interner Link"Der Exorzist" ist nach wie vor die unumstößliche Nr. 1 wenn es um Okkult-Horrorfilme geht. Keine andere Geschichte und kein anderer Film dieser Art ging den Zuschauern so unter die Haut, wie die Sache mit dem kleinen Mädchen, welches von einem Dämon befallen ist. Und auf Platz 2? Da dürfte für viele Interner Link"Das Omen" von Richard Donner stehen. Denn auch wenn es hier nicht ganz so "krass" zuging wie bei Blattys Geschichte, so war schon allein die Tatsache, dass es sich hier um das Kind des Leibhaftigen persönlich handelt, für unglaublich viel Gänsehaut gut, die durch die exzellente Inszenierung noch unerträglicher wurde (im positiven Sinne). Heute, in einer Zeit, in der wirklich jeder bessere Film in einem Remake verwurstet wird, hat es nun auch "Das Omen" getroffen, neu verfilmt zu werden. Der 06.06.06 als Starttermin auserkoren, sollte die Neuverfilmung der Thorn-Geschichte nun auch für die neuere Horror-Generation salonfähig gemacht werden. Nun gut, dies ist sicherlich auch gelungen, doch für Kenner des Originals bleibt unterm Strich dennoch nicht viel mehr übrig als ein glattgebügeltes Remake unter vielen.


In punkto Story hält sich "Das Omen" glücklicherweise ziemlich nah an das Original und ist auch in Sachen Handlung nahezu 1:1 übernommen worden. Wie schon im Original, so dreht sich auch hier alles um den Botschafter Robert Thorn, dessen Kind bereits bei der Geburt stirbt. Von einem merkwürdigen Mann erhält er das Angebot, einen Jungen zu adoptieren, dessen Mutter vor kurzem gestorben sei. Thorn nimmt das Angebot an und zieht den Jungen, Damien genannt, so groß als wäre er sein eigener Sohn. Doch als Damien 5 Jahre alt wird, geschehen plötzlich merkwürdige Todesfälle in seiner Umgebung und ein Priester warnt Thorn vor dem Jungen, da er der Sohn des Leibhaftigen sein soll und sterben muss ...
Wer das Original kennt, der sollte sich bei diesem Remake auf relativ überraschungsfreie 106 Minuten Horror-Unterhaltung einstellen, denn etwas wirklich Neues gibt es hier nicht zu entdecken. Ähnlich wie beim "Psycho"-Remake, so wirkt auch das Drehbuch zum Omen-Remake wie eine (nahezu) exakte Kopie des Originals. Und dennoch mag das Gezeigte erst spät fesseln.


Denn im Grunde könnte man dieses Omen fast in zwei unterschiedliche Filme teilen. Der eine langweilig und längenbehaftet, der andere schaurig und atmosphärisch. Denn die erste Hälfte des Films will leider nahezu überhaupt nicht funktionieren. Während man sich beim Original schon von Anfang an bemüht hat, Spannung und Atmosphäre aufzubauen und dies auch exzellent funktionierte, so ist die Einführung beim Remake doch extrem zähflüssig ausgefallen. Der Versuch, den Charakteren Tiefe zu verleihen, klappt leider überhaupt nicht, wirkt viel zu lang gezogen und langweilt den Zuschauer einfach nur, da das Tempo des Streifens auch fast auf Null steht. Dazwischen gibt es zwar den Selbstmord des Kindermädchens der Thorns zu betrachten, doch auch dieser ist alles in allem recht lahm ausgefallen und wirkt eher aufgesetzt als irgendwie glaubwürdig. Das hat man doch im Original wesentlich besser hingekriegt. Einzig und allein Damiens Ausraster kurz vor der Kirche kann da überzeugen. Ansonsten ist von Atmosphäre und Spannung aber erst einmal wirklich nichts zu spüren.


Dies ändert sich dann glücklicherweise, sobald sich Thorn mit dem Fotographen Keith Jennings aufmacht, das Geheimnis um seinen Sohn zu lösen und in Rom einen Mann namens Bugenhagen aufzusuchen. Auf einmal hat man das Gefühl, dass sich der Regisseur doch noch die Mühe gemacht hat Atmosphäre aufzubauen, was aufgrund der plötzlich wirklich sehr stimmig ausgefallenen Bilder auch funktionieren mag. Mitunter unglaublich trist ausgefallene Farbfilter lassen eine gar eisige Stimmung aufkommen und die Kulissenauswahl klappt prächtig. Zudem hämmert uns auch plötzlich ein eiskalter und unheimlich knackiger Score um die Ohren, der es mit dem Originalscore fast schon aufnehmen kann. Desweiteren zieht auch das Tempo merklich an und die zähflüssige Erzählweise des Filmanfangs ist mit einem Mal vergessen. Warum denn nicht gleich so?

Außerdem erfreuen das Auge auch noch zwei knackige Gore-Einlagen, die man so sicher nicht erwartet hätte, welche aber dennoch wunderbar in den Film passen. Wer schon das Original kennt, der weiß, auf was für eine perfide Art und Weise sowohl der Priester als auch der Fotograf ums Leben kommen. Diese beiden Szenen wurden hier (natürlich) noch einmal eine ganze Spur deftiger inszeniert und vor allem der Tod des Fotografen ist wirklich Gold wert und kann sich locker zu den stimmigsten Gore-Szenen zählen, die man in letzter Zeit im Kino zu Gesicht bekam. Wäre diese Szene schon im Original so gewesen wie hier, hätte es damals definitiv eine FSK18-Freigabe dafür gehagelt, von der Indizierung, die das Original-Omen ja wirklich eine Zeit lang inne hatte, ganz zu schweigen. Hier kriegen dann doch auch mal die Originalkenner etwas Neues und Interessantes geboten, wenn es auch nur für ein paar Sekunden anhält. Gut so!


Ansonsten gibt es höchstens noch ein paar Worte zu den Schauspielerleistungen zu verlieren, welche leider, neben einigen positiven, auch negative Beispiele aufweisen. Liev Schreiber und seine Filmfrau Julia Stiles gehören da leider zu den Negativen. Beide schaffen es nämlich zu keiner Sekunde, ihren großen Vorbildern auch nur im Geringsten das Wasser zu reichen. Viel zu steif agiert Schreiber hier, viel zu unglaubwürdig stakst Stiles durch die Gegend. Sicher, die Leistung eines Gregory Peck oder einer Lee Remick hat man von beiden nicht erwartet, doch dieses "trübe Tassen"-Spiel sicherlich auch nicht.

Vollkommen überzeugen können dagegen David Thewlis als herrlich süffiger Fotograf, Mia Farrow als brillant bösartiges Kindermädchen, Peter Postlethwaite als Priester Brennan und vor allem der kleine Seamus Davey-Fitzpatrick, der hier den Damien zum Besten gibt, welcher wirklich sehr nah am Damien von Harvey Stephens im Original heranzukommen vermag. Auch wenn er kaum ein Wort spricht, so ist seine eiskalte Mimik wirklich unglaublich tiefgehend ausgefallen und jeder, der ihm während des Films mindestens einmal in die Augen geschaut hat, dürfte in der kommenden Nacht Alpträume kriegen. Schon lange hat es ein so junger Darsteller nicht mehr geschafft, dass man wegen ihm lieber die Seite wechseln möchte, wenn man ihm auf der Straße begegnet. Für mich ist Davey-Fitzpatrick derzeit jedenfalls ein absoluter Teufelsbraten, der gerne weiter in solchen Filmen auftreten darf. Irgend einen niedlichen Fratz, wie es z.B. Interner Link"Charlie und die Schokoladenfabrik"-Darsteller Freddie Highmore ist, nimmt man ihm nach dieser Rolle sowieso nicht mehr ab.


Der Film wurde 2006 produziert, kann dies aber auf DVD nicht überzeugend darstellen. Erwartet hatte ich ein in allen Belangen plastisches, farbnatürliches und kontrastreiches Bild, was aber nicht der Fall ist. Vielmehr macht sich der Eindruck breit, ein Hochpassfilter wäre zum Einsatz gekommen, der dafür sorgt, dass die feinen Strukturen abgeschwächt werden. Diese existieren sehr wohl, denn an natürlicher Unschärfe leidet das Bild keineswegs. Aber auch die Konturen sind nicht hundertprozentig so, wie sie sein sollten. Möglicherweise ist dies ein Zugeständnis an das Original, welches natürlich auch ein wenig weich aussah. Von dort könnte auch der seichte Kontrast und die eingeschränkte Farbgebung übernommen worden sein. Letzteres sorgt dafür, dass insbesondere in dunklen Szenen Gesichter einen nahezu gelblichen Ton tragen. Klar, Verschmutzungen bleiben außen vor, die Kompression lässt trotz geringer Ausfälle nicht wirklich Mängel erkennen und das Rauschen ist nicht wirklich von Bedeutung, aber die Abwertung auf vier Punkte liegt allein beim Schärfeproblem.

Sehr sachte entwickelt sich der Ton, was grad den Spannungsaufbau zusätzlich verstärkt. Statt also pausenlos die Rear Speaker einzusetzen, sind die Dynamikausbrüche an Stellen platziert, die für Gänsehaut sorgen sollen. Ein gutes Beispiel für diese Handhabung sind Szenen wie jene bei der Erkundung des Priesterkellers oder das nächtliche Treffen bei starkem Sturm und Gewitter. Die Musik macht den größten Teil des Klangs aus, aber auch Dialoge werden klar wiedergegeben. Zu bemängeln hab ich gar nichts, da für diese Sorte von Film genau die richtige Vertonung mit einem gut herausgearbeiteten Klang geboten wird, der lediglich etwas mehr an Surround-Material zwischen den actionreichen Szenen vertragen könnte. DTS scheint mir etwas lauter und dadurch kräftiger in Sachen Bass, dort ist aber bereits der Dolby Digital-Modus völlig zufriedenstellend. Der englische Ton ist natürlich auch mit dabei und ist in etwa vergleichbar mit dem Deutschen.


Das Menu ist diesmal sehr schön gestaltet, wenn auch nicht animiert. Dem Audiokommentar wohnen diesmal Regisseur John Moore, Produzent Glenn Williamson und Cutter Dan Zimmerman bei. Der könnte sicherlich etwas bissiger sein, erfüllt aber seine Aufgabe, weil Moore ständig etwas anzubringen weiß. Das Making Of hat man sehr gut hinbekommen, denn es ist mal ausnahmsweise ein Bericht direkt vom Drehort mit ein paar Interviews, der ohne große Filmszenen auskommt. Auch die Befürchtung, der "Omen-Fluch" würde wieder eine allzu große Rolle spielen, was man ja nie ganz ernst nehmen kann nach den Making Ofs der vorangegangenen Filme, bestätigt sich nicht. Die kreativen Köpfe versuchen zumindest nicht die sehr deutlichen Pannen während des Drehs übernatürlichen Kräften zuzuschreiben. So sieht man des Öfteren einen sehr aufgebrachten Regisseur, der wegen misglückter Aufbauten oder verschobener Termine nah am Verzweifeln ist.
"Die Abbey Road Sessions" sind sehr tiefgreifende Erläuterungen zur Filmmusik, die beispielhaft vorgetragen werden, was die Sache auch für Leute wie mich interessant macht, die kein musikalisches Hintergrundwissen in dieser Richtung haben. Wer sich gern mit mysteriösen Geschichten umgibt, für den sollte "Die Offenbarung 666" genau das Richtige sein. Hier sprechen verschiedene Privatleute und Forscher über die geschichtliche und kulturelle Bedeutung der Zahl des Teufels. Es u.a. werden Zahlenspielereien und Hypothesen aufgestellt, die man möglicherweise schon vom Mysterium "23" her kennt. Die "Deleted Scenes"-Sektion enthält weitestgehend erweiterte Szenen von Gore-Einlagen, die fast den Eindruck erwecken, als wären sie für eine tiefere Altersfreigabe vorzeitig entfernt worden. Unter den Trailer sollte man noch einen Blick auf Kinotrailer 1 werfen, der eine nette Idee zeigt.


100% typisches, glattgebügeltes US-Remake von einem der größten und besten Okkult-Horrorfilme aller Zeiten. Auch wenn sich der Streifen in seiner Handlung wirklich 1:1 an das Original hält und dadurch nur sehr wenig Neues zu bieten hat, so schafft er es vor allem in den ersten 50 Minuten kaum zu überzeugen, da sich das Treiben oft wie ein Kaugummi zieht und nie und nimmer das Interesse auf sich lenken kann, welches das Original schon in den ersten Minuten inne hat. Dafür kann die zweite Hälfte aber, aufgrund der grandiosen Optik, dem hammerharten Score, sowie einem Damien-Darsteller aller erster Güte, überzeugen und zwei leckere Gore-Szenen versüßen dann auch dem Original-Kenner noch einmal das Filmerlebnis. Wer das Original noch nicht kennt und somit vollkommen unvoreingenommen in den Film gehen kann, der kann dennoch durchaus seine Freude an diesem Remake haben. Alle anderen werden sich aber sicher nach dem grandiosen Original zurücksehnen, auch wenn ihnen Damien-Darsteller Seamus Davey-Fitzpatrick noch so manch schlaflose Nacht bereiten dürfte. Na ja, immerhin etwas!


Film+++---
Bild++++--
Ton+++++-
Bonus++++--


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Omen, Das
Omen, Das (2 Disc Special Edition)
Damien: Omen II
Barbaras Baby - Omen III
Omen IV - Das Erwachen
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