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USA 1994
Originaltitel:Wes Craven’s New Nightmare
Alternativtitel:New Nightmare, The
aka. Nightmare On Elm Street 7, A
aka. Freddy’s New Nightmare
aka. Nightmare Nuovo Incubo
aka. Freddy 7: Freddy Sort De La Nuit
Länge:112:11 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:r-rated
Regie:Wes Craven
Buch:Wes Craven
Kamera:Mark Irwin
Musik:J.Peter Robinson
SFX:Mike J. Regan, David B.Miller, William Mesa
Darsteller:Heather Langenkamp, Robert Englund, Miko Hughes, Wes Craven, Tracy Middendorf, David Newsom, Robert Shaye, John Saxon
Vertrieb:New Line
Norm:NTSC
Regionalcode:1
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1
Sprache:Englisch
Verpackung:SnapperCase
Specials:
  • Jump To A Nightmare
  • 12 Bio- und Filmografien
  • Audiokommentar
  • DVD-ROM-Teil mit Screenplay, Dream World Game, Link zu Freddy's-Portal, aktuelle Cast&Crew-Informationen per WWW, weitere DVD-Veröffentlichungen von New Line
Heather Langenkamp, der Star des Filmes "A Nightmare On Elm Street" lebt als erfolgreiche Schauspielerin zusammen mit ihrem Mann Chase, einem Spezialeffekte-Künstler, der auch bei den Nightmare-Titeln mitmischt, und ihrem gemeinsamen Sohn Dylan in L.A. Nicht nur die Erdbebenwelle, die die Ortschaft zurzeit erschüttert, macht Heather zu schaffen: Seit kurzem hat sie abscheuliche Träume, in denen Freddy und seine Krallenhand die Hauptrolle spielen, obwohl dieser doch nur ein fiktives Geschöpf, eine Erfindung von Regisseur Wes Craven sein sollte. Die Lage spannt sich an, als Heather wiederholt Anrufe von einem verrückten Fan erhält, der sich als Freddy ausgibt und sie terrorisiert, ihr Sohn Dylan sich sonderbar benimmt und behauptet, der "böse Mann" in seinen Träumen würde ihm nach dem Leben trachten und ihr Mann Dylan bei einem nächtlichen Autounfall auf seltsame Weise ums Leben kommt. Da erfährt sie, dass Wes Craven an einer weiteren Fortsetzung, dem endgültigen "A Nightmare On Elm Street" arbeitet und New Line bietet ihr die Hauptrolle an. Als dann auch noch Dylan auf Grund seines schlechten psychischen Zustandes ins Krankenhaus eingeliefert wird, scheint Heather völlig die Kontrolle zu verlieren ...
Moment mal. Hieß Teil 6 nicht Interner Link"Freddy's Dead"???
Wie kommt New Line dazu, den jetzt doch wieder auferstehen zu lassen. Langsam wird's echt schlimm. Freddy war tot, mindestens so tot, wie Michael Myers seit dem 1. Teil schon hätte sein müssen. Für alle, die den Film noch nicht kennen und sich genau dies vorher gedacht haben, gibt's jetzt 'ne Entwarnung: "New Nightmare" ist keinesfalls die typische Art von Fortsetzung, wie sie leider viel zu oft und gerne von geldgierigen Produzenten und Filmstudios gemacht wird. Eigentlich geht er weit über das eigentliche Slasher-Thema hinaus und bezieht die Filmbranche mit ein. Wie das jetzt funktionieren soll? Dazu gleich ...

Der Film beginnt mit einer düsteren Aufnahme einer alten Schmiede, in der sich ein Mann einen seltsamen mechanischen Handschuh zusammenbaut, an dessen Finger er spitze Klingen anbringt. Der Zuschauer ahnt es schon: es ist Freddy, der da sein Werkzeug des Todes zusammenstellt, sein Gesicht wird aber nicht gezeigt. Um sich seine Kreation überzuziehen, muss sich Fred noch schnell den Arm abhacken. Hier kommen zwei Typen ins Bild, die das Kunstblut aus dem verschmierten Stumpf pumpen und im Hintergrund nimmt man Regieanweisungen wahr. Wir befinden uns also in der Realität, in der nur ein weiteres Sequel zur "Nightmare"-Reihe gedreht wird. Die düstere Umgebung gibt sich nach und nach als Filmset zu erkennen. Schauspielerin Heather Langenkamp ist mit ihrem Sohn Dylan anwesend beim Special Effects-Team, welches von ihrem Mann Chase geleitet wird. Regisseur und Nightmare-Schöpfer Wes Craven latscht ebenfalls kurz durchs Bild. Jetzt sollte der Zuschauer langsam begriffen haben, worum es geht, nämlich um einen Film im Film, der nicht nur ein Wiedersehen mit vielen Stars der Serie bedeutet, sondern auch eine weitere Episode mit dem coolsten Slasher der Filmgeschichte: Fred Krueger. Nachdem die Szene also im Kasten ist, begibt sich Familie Langenkamp in einen Nebenraum, in dem noch tüchtig an dem funkgesteuerten Krallenapparat gebastelt wird. Dieser beginnt sich zu bewegen und erst glauben alle, die Störung würde erzeugt durch eine Funkinterferenz. Aber die Hand bewegt sich, fällt zwei der Techniker an und versucht Chase ebenfalls zu töten. ZAAACK! Bevor die Szene ein blutiges Ende finden kann, wacht Heather zu Hause in ihrem Bett auf, geweckt durch ein Erdbeben. Das ist jetzt schon das zweite Mal innerhalb kürzester Zeit, in der uns die Geschichte an der Nase herumgeführt hat und uns eine Umgebung vorgaukelte, in der man sich in Wahrheit gar nicht befindet. Schöne Wendung find ich und damit entflieht man gleich dem schon etwas abgedroschenen und für Fans vorhersehbaren Beginn, welcher ja bis jetzt jeden Film per "Freddy verfolgt Teenie in seinem Traum"-Sequenz einleitete. Mit dem Reanimationsgrund von Freddy, der ja im 6. Teil schon SOOO tot sein sollte, wie er es vorher nie gewesen ist *g*, lässt man sich etwas länger Zeit. Heather weiß zwar, dass Freddy wieder da ist und dass nicht nur sie, sondern auch ihr Sohn sich gar eigenartig benimmt, aber eine richtige Erklärung hat sie dafür nicht. Daher basiert der anfängliche Horror auf dem psychisch labilen Zustand von Heather, der durch die ständigen Erdbeben, die mysteriösen Anrufe eines aufdringlichen Fans und das absondere Benehmen von Dylan hervorgerufen wird. Der Spannungsfaktor ist vor allem in diesem Abschnitt besonders hoch, natürlich ohne großartig in Gore- und Splatterbereiche abzudriften. Hier wirkt ganz klar der Faktor "unheimliche Bedrohung", der eigentlich nur in ein paar Szenen für Gorehounds interessant sein dürfte und das sind die Leichenhausszene und die einleitende Sequenz mit den 2 Technikern. Trotzdem schön gruselig und in dieser Form haben wir sowas eigentlich seit dem ersten Teil nicht mehr gesehen.
Erst ab der Hälfte des Filmes wird einem klar, aus welchem Grund Freddy doch nochmal seine Totenstarre verlässt und unter die Lebenden Toten zurückkehrt. Diese ausschlaggebenden Begebenheiten hier zu besprechen, würde dem Unwissenden den Spaß am Film nehmen, nur soviel sei gesagt: Wes Craven, der sich hier wie viele andere selbst verkörpert, schreibt an einem Script zu einem neuen Nightmare-Teil und erklärt in einem Gespräch ausführlich die Ursache. Man merkt schon, dass die Schreiberlinge für diese Story ziemlich tief in die Zauberkiste greifen mussten. So schwer war es sicherlich noch nie gewesen, Freddy ein Schluploch aus dem Land der toten Horror-Stars zu verschaffen. Ziemlich verquer, aber immer noch glaubwürdig und letztendlich gut gelungen.
Natürlich spielt Nancy eine Hauptrolle in der Bekämpfung von Freddy. Und der ist hier wieder richtig böse geworden, hat er doch seinen schwarzen Humor gänzlich abgelegt und sich ein Facelifting verpassen lassen, welches noch hässlicher und unmenschlicher aussieht, als alles bisher da gewesen. Die weißen Knochen scheinen durch die verbrannte Kopfhaut und somit wird aus einem Pizzagesicht eine Käsepizza mit viel Ketchup gemacht. Auch sonst hat Freddy das Kasperle-Image abgetreten und seine alten Klamotten gegen einen Mantel und ne Lederhose eingetauscht.

Man, ich liebe diesen Teil und er ist trotz seiner Laufzeit von 112 Minuten (8 davon gehören dem Abspann) nie langatmig oder gar langweilig. An Action und Spannung kommt er sehr gut an den 1. Teil heran, der wiederum viel einfacher gehalten war als "New Nightmare". Die schon in den Vorgänger angewandte Idee, dem Zuschauer einen Albtraum vorzugaukeln, der sich wiederum in einem Albtraum befindet, wird hier zur Perfektion gebracht. Vor allem gegen Ende, wo Heather sich über den Highway gequält hat und in ihrem Haus ankommt, denkt man zuerst, jetzt ist alles klar und sicher - bis Heather Langenkamp zu "Nancy" und John Saxon zu "Daddy" wird. Das Script bringt hier angenehme Verwirrung in die Handlung, die den sonst allseits bekannten Ablauf erfrischt und den Kreis zwischen dem Original von 1984 und dem voraussichtlichen Serienende von 1994 schließt. Was mich an diesem Sequel am meisten gefreut hat, ist die Tatsache, dass man endlich von diesem Teenie-Quatsch weggekommen ist und damit endlich dem stumpfen Slasher-Klischee entfliehen konnte. Vor allem die Dialoge haben sich dadurch stark verbessert, weg vom pubertären Gehabe zum richtigen Gespräch hin. Viele der Vorgänger hatten ja ziemlich zu kämpfen mit den schlechten Darstellern, die es oft verdient hatten, von Freddy gerichtet zu werden, so blöd, wie die sich anstellten. Vom Oscar sind die Darsteller auch hier wieder meilenweit entfernt, aber wenigstens sind ihre Leistungen glaubwürdiger geworden, besonders John Saxon und Heather Langenkamp agieren sehr gut.

Die Idee, die Story in die Realität zu holen und sie mit vielen Original-Schauspielern zu verfeinern, denen man hier mal ein wenig im "richtigen" Leben über die Schulter schauen kann, kommt sicherlich sehr gut bei den Fans an. Dazu packt man das Trademark der Serie: die Krallenhand von Freddy, eine biomechanische Neukreation, die man vor allem anfangs ohne den zugehörigen Dämon Freddy in Erscheinung treten sieht.
Der Bodycount ist mit 4 Opfern recht niedrig, vor allem weil die ersten 2 nicht so ausführlich gezeigt werden, wie man es als Nightmare-Fan eigentlich gewohnt ist. Der Film lebt insgesamt mehr von der unheimlichen Atmosphäre, die ständig auf einem recht hohen Level gehalten wird, als von den Goreeffekten. Freunde des gepflegten Splatterhorrors sollten also ihre Erwartungshaltung in dieser Hinsicht ein wenig zurückschrauben ansonsten werden sie arg enttäuscht werden.

An Extras bekommt man wieder das Pflichtprogramm, bestehend aus Bio- und Filmografien, "Jump to a Nightmare"-Feature (das immer noch niemand braucht), dem Drehbuch ... UND endlich wieder einem Audiokommentar vom Regisseur und Drehbuchautor Wes Craven. Und den sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen, Craven's leicht monotone, ruhige Stimme mag zwar den Eindruck einer Schlaftherapie machen, die interessanten Infos über die Entstehung und die einzelnen Szenen, die er hier anbietet, sollten aber jeden Fan wachhalten können. Solch ein Extra lob ich mir. Wenn ich zwischen einem Audiokommentar und einem halbstündigen Making Of wählen könnte, dann würde ich auf jeden Fall Ersteres auf DVD pressen lassen.

Das Bild ist sehr stabil (womit die ersten beiden Nightmare-Teile manchmal noch zu kämpfen hatten) und die Farbgebung hat einen äußerst natürlichen Charakter, die starke Farbsättigung wurde also im Vergleich zu den Vorgängern zurückgenommen um eine möglichst reale Farbgebung zu realisieren. Selbst an dunklen Stellen ist das Bild immer klar, scharf und kontrastreich und kommt fast gänzlich ohne Rauschen aus.
Der Ton liegt wieder im Original-Stereoton vor, der im Ansatz einige gute Effekte erkennen lässt, die aber erst im neu abgemixten 5.1 Surround Sound so richtig zur Geltung kommen. Hier hat man sich für den Upmix richtig Mühe gegeben und streut neben dem bombastischen Soundtrack, der wie schon im 6. Teil sehr professionell bearbeitet wurde, so einige interessante Effekte ein. Klare Dialogverständlichkeit setze ich voraus und natürlich wurde neben einem guten Gesamtbild des Tones auch nicht der Subwoofer vergessen, der mal wieder einiges zu tun bekommt.

Eine ansprechende Umsetzung auf DVD von einem gelungenen Finale einer erfolgreichen Horrorserie, aber wer weiß, vielleicht kommt Interner Link"Freddy vs. Jason" ja doch noch ...


Film++++++
Bild+++++-
Ton+++++-
Bonus+++---


Druckbare Version
Wes Cravens New Nightmare
Nightmare On Elm Street 7 - Freddys New Nightmare
Nightmare On Elm Street, A
Nightmare On Elm Street 2 - Freddy's Revenge, A
Nightmare On Elm Street 3 - Dream Warriors, A
Nightmare On Elm Street 4 - The Dream Master, A
Nightmare On Elm Street 5 - The Dream Child, A
Freddy's Dead - The Final Nightmare
Nightmare On Elm Street - Mörderische Träume
Nightmare On Elm Street 2 - Die Rache
Nightmare on Elm Street 3 - Freddy Krueger lebt
Nightmare On Elm Street 4
Nightmare On Elm Street 5 - Das Trauma
Nightmare On Elm Street 6 - Freddys Finale
Nightmare on Elm Street, A
Freddy's New Nightmare
Freddy's New Nightmare
Freddy's New Nightmare
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