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USA 1987
Originaltitel:Stepfather, The
Alternativtitel:Spur in den Tod 2
aka. Kill, Daddy, Kill
aka. Stepfather - Kill, Daddy, Kill
Länge:85:09 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Joseph Ruben
Buch:Donald E. Westlake, Carolyn Lefcourt, Brian Garfield
Kamera:John Lindley
Musik:Pat Benatar, Patrick Moraz
SFX:k.A.
Darsteller:Terry O´Quinn, Jill Schoelen, Shelley Hack, Charles Lanyer, Stephen Shellen, Jeff Schultz
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1.33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (Stereo)
Sprache:Deutsch
Specials:
  • Trailer
  • Bildergalerie
  • Vorspann der alten dt. Videofassung
  • Auszüge aus dem Original Soundtrack
Der Psychopath Jerry Blake träumt von der perfekten Kleinfamilie. Wenn seine Lieben den Ansprüchen nicht genügen, bringt er sie ungerührt um. Ein Jahr nach seiner letzten Tat wird er Stiefvater der 16jährigen Stephanie, die ihm von Anfang an mit Misstrauen begegnet. Als Jerry merkt, dass Stephanie Nachforschungen anstellt und damit sein Inkognito bedroht, setzt er erneut zum Amoklauf an. Werden Stephanie und ihre Mutter dem sicheren Tod entkommen?
Klein, aber gemein, so muss und so sollte ein B-Thriller sein. "The Stepfather" liefert uns trotz seines arg banalen Titels Suspense vom Feinsten. Es braucht nicht mehr als einen psychopathischen Ordnungsfetischisten, um bildschirmfüllend Unbehagen zu erregen. Terry O'Quinn, der uns später in "Millenium" nachhaltig verwirren sollte, bringt uns den mörderischen Jerry Blake so "normal" rüber, dass der Spannungsknoten permanent angezogen wird.

Den entsprechenden Rahmen steckt dabei bereits die Eröffnungssequenz ab, in der man ihn bei der Morgentoilette sieht, die ganz gewöhnlich aussieht, bis er das Haus verlässt und bei Tisch eine dahingeschlachtete Familie offenbart. Es dauert nicht lange, bis man den zwangsneurotischen Soziopathen einordnen kann. Jerry lebt nur für einen Zweck: die perfekte Familie. Allerdings hat er da absolut kitschig-hausbackene Vorstellungen von einem bilderbuchartigen amerikanischen Mittelstand, den es so natürlich nur in Filmen gegeben hat. Es ist schon fast kurios, zu sehen, wie er mit ausgelatschten Sprichwörtern herumwirft oder harmloses Hausfrauenfernsehen und alte Shows im TV schaut, Vogelhäuschen oder Papierhüte baut - doch der Ton bleibt dabei todernst, was nicht nur die Fremdartigkeit betont, sondern auch jegliche Albernheit aus dem Geschehen nimmt, wofür man wirklich dankbar sein kann.

Wegen seiner Macke ist seine neueste Familie bald in höchster Gefahr, denn das Spannungspotential zieht der Plot natürlich aus der Frage, wann etwas geschieht, dass seinen Vorstellungen zuwider läuft. Um diesen Handlungsstrang noch zusätzlich aufzuwerten, sieht er sich auch ständig den Verfolgungen durch einen Arzt und den Bruder eines seiner Opfer ausgesetzt, denn nach ihm wird in anderen Identitäten gefahndet. Wie weilend Hitchcock schlägt man sich psychologisch wieder auf seine Seite, weil nun er in Gefahr ist. Wenn gegen Ende Jerry wieder eine neue Familie sucht, weil er weiß, dass er seine bald "verlassen" wird und eine neue Identität entwirft, fliegt dem Film bald der Deckel ab, weil der Druck unerträglich wird. Natürlich muss es zum Eklat kommen, der in einer echten Identitätskrise gipfelt, in der Jerry seine Frau fragt, wer er denn in diesem Haus sei und sie nach Aufklärung dankbar zusammenschlägt.

Neben der totalen Ernsthaftigkeit watet der Film zwar nicht im Gore, weist aber einige brutale Sequenzen mit fast schon graphischer Gewalt auf, wenn er einen seiner Entdecker mit einer Holzlatte zu Klump schlägt oder im Showdown, der an brutaler Direktheit nichts zu wünschen übrig lässt. Trotzdem ist es erfreulich zu sehen, dass die psychologische Seite der Handlung die deutlich Interessantere ist. Leider wertet die recht klischeehaft gestaltete, Lunte riechende Tochter des Hauses den Film leicht ab, denn hier reißen die Genrekonventionen manchmal ein, aber das kann den Film nicht völlig runterziehen. Gefilmt mit reichlich Einfallsreichtum in punkto Licht, Kamera und Locations kann dieser Psycho-Reißer fast auf ganzer Linie überzeugen und zeigt allen 5000 Fernsehproduktionen zu diesem Thema gepflegt den Mittelfinger. Das macht ein perfektes B-Movie und einen sonst zwar unwichtigen, aber dafür rundum spannenden Film aus.

Der erste Teil liegt uns in dieser Box im Original Vollbildformat vor und weist einen durchweg guten Kontrast auf. Die Farben wirken sehr kräftig und natürlich. Die Schärfe ist stellenweise recht gut, kann aber durch den Einsatz von Rauschfiltern vor allem in der Detailschärfe nicht so recht überzeugen. Bildrauschen gibt es nur leicht im Hintergrund, dafür haben aber die Kompressionen mit teilweise starkem Blockrauschen im Hintergrund zu kämpfen. An einigen Stellen bemerkt man sogar deutliche Artefaktebildung. Bildfehler und Defekte fallen eigentlich gar nicht auf. Der Ton liegt hier leider nur in seiner deutschen Sprachfassung vor und fällt durch recht starkes Rauschen negativ auf. Die Musik und vor allem die Dialoge wirken recht dumpf und man bekommt nicht das Gefühl, man würde einen Stereo Track hören. Als Bonus gibt es eine selbstlaufende Bildergalerie, den Original Anfang der alten deutschen Fassung mit dem Titel "Spur in den Tod 2", zwei Musikstücke des Original-Scores und den obligatorischen Trailer.
Im Ganzen wird uns hier nicht viel an Bonus geboten, der deutsche Ton klingt viel zu dumpf und es fehlt die Originalsprache, trotzdem eine nette Umsetzung für Fans.


Film++++--
Bild+++---
Ton++----
Bonus+-----


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Stepfather - Kill, Daddy, Kill, The
Stepfather 2, The
Spur in den Tod 2 (The Stepfather)
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