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USA 1948
Originaltitel:Abbott and Costello meet Frankenstein
Alternativtitel:aka. Abbott und Costello treffen Frankenstein
aka. A + C treffen Frankenstein
aka. Abbott & Costello - Treffen Frankenstein
aka. Abbott & Costello meet Frankenstein
aka. Abbott and Costello en Ontmoeten Frankenstein
aka. Abbott and Costello meet the Ghosts
aka. Abbott et Costello contre Frankenstein
aka. Brain of Frankenstein, The
aka. Deux Nigauds contre Frankenstei
aka. Meet the Ghosts
aka. Mein Gott, Frankenstein
Länge:79:26 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Charles Barton
Buch:Robert Lees, Frederic I. Rinaldo, John Grant
Kamera:Charles Van Enger
Musik:Frank Skinner
SFX:David S. Horsley, Jerome Ash, Fred Knoth
Darsteller:Bud Abbott, Lou Costello, Lon Chaney Jr., Bela Lugosi, Glenn Strange, Lenore Aubert, Jane Randolph, Frank Ferguson, Charles Bradstreet, Bobby Barber, George Barton, Harry Brown
Vertrieb:Universal / Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:29.04.2011 (Kauf)



Inhalt
Die Transportarbeiter Chuck und Wilbur sollen die in zwei Kisten verpackten Dracula und Frankensteins Monster an ein Gruselkabinett liefern. Doch die angeblich toten Gestalten erwachen zum Leben und machen sich davon. Gemeinsam mit der Versicherungsagentin Joan und Mr. Talbot, der sich in Vollmondnächten in einen Werwolf verwandelt, machen sich Chick und Wilbur auf eine haarsträubende Suche nach den entflohenen Monstern ...

Bild
Format1,37:1 (Vollbild, s/w)
NormPAL
 Es ist beeindruckend, was Koch Media aus dem alten Material herausgeholt hat. Das Bild ist für sein Alter sehr scharf und detailliert. Der Kontrast versorgt das Bild mit den nötigen Graustufen und auch wenn es immer mal etwas weicher wirkende Sequenzen gibt, so zeigt sich der Transfer teilweise sehr plastisch. Hinzu kommt ein geringes Rauschmaß und nur wenige Unruhen im Bild. Defekte und Verschmutzungen sind im geringen Ausmaß vorhanden und selbst die Kompression arbeitet sehr ruhig und ausgewogen im Hintergrund. Wirklich sehr gut.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Beide Tonspuren liegen in Mono vor und überzeugen mit einer guten Sprachwiedergabe und lediglich einem sehr dezenten Rauschmaß. Der Ton sollte nicht mit aktuellen Produktionen vergleichen werden, denn Stimmen klingen hin und wieder etwas blechern und dumpf, aber diese typischen Alterserscheinungen stören nicht weiter. Es gibt keine starken Verzerrungen und selbst Musik und Nebengeräusche kommen noch ordentlich aus der Front. Altersbedingt sehr überzeugend! Weiterhin gibt es für die englische Sprachfassung optionale deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • Hintergrundinformationen zum Film von Uwe Huber (1 Seite)
  • Audiokommentar von Filmhistoriker Gregory W. Mank
  • Abbott und Costello treffen die Monster (33:18 Min.)
  • Deutscher Wiederaufführungstrailer (2:13 Min.)
  • Deutscher Wiederaufführungsvorspann (1:14 Min.)
  • Englischer Trailer (1:36 Min.)
  • Bildergalerie (58 Bilder)
VerpackungDigipack
 Koch Media spendiert "Abbott & Costello treffen Frankenstein" das meiste Bonusmaterial der gesamten Box. Neben Liner Notes zum Film von Uwe Huber, welche direkt auf dem Cover des Digipacks stehen, beinhaltet die DVD eine umfangreiche Bildergalerie mit Plakatmotiven, Pressebildern und Werberatschlägen. Desweiteren gibt es einen englischen Trailer, sowie den deutschen Wiederaufführungsvorspann und Wiederaufführungstrailer. Toll ist auch die 33minütige Dokumentation "Abbott und Costello treffen die Monster", in welcher Filmhistoriker, Schauspieler und Produzenten zu Wort kommen und das legendäre Aufeinandertreffen der beiden Komiker mit den bekannten Universal-Monster Revue passieren lassen. Die Doku wurde deutsch untertitelt und erweist sich als kurzweilig, unterhaltsam und interessant. Dies gilt auch für den Audiokommentar des Filmhistoriker Gregory W. Mank, der auf diverse Aspekte der Produktion, Darsteller und Filmcrew eingeht. Leider fehlen dort deutsche Untertitel, was vor allem für diejenigen ärgerlich ist, die nicht so gut Englisch können.
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Fazit
"Abbott und Costello treffen Frankenstein" wurde zu recht einer der erfolgreichsten Filme des Jahres 1948 und gehört immer noch zu den Top 100 der besten Komödien aller Zeiten des American Film Institute. Die Komik des Duos befindet sich hier auf den Höhepunkt. Zudem stellt "Abbott und Costello treffen Frankenstein" eine unglaubliche Hommage an die Filmmonstern der Universal Studios dar. Ein Höhepunkt des Films ist Bela Lugosi, der nach 17 Jahren das erste mal wieder Dracula spielte. Der damals 65jährige, stark morphiumabhängige Lugosi sollte hier seinen letzten großen Auftritt in einem Studiofilm haben. Aber auch Glenn Strange ist wieder als Frankensteins Monster zu sehen. Strange übernahm damals die Rolle von Boris Karloff und hatte zuvor bereits in Interner Link"House of Frankenstein" und Interner Link"House of Dracula" das Monster verkörperte. Einzig Lon Chaney jr. der bisher in allen vier "Wolfman"-Filmen den verfluchten Larry Talbot darstellte, durfte hier zum fünfte Mal in die Wolfsmensch-Rolle schlüpfen. Regisseur Charles Barton ("Der unheimliche Zotti") vereint alle klassischen Monster, die Universal über die Jahrzehnte zu Weltruhm verholfen hatten, zu einem grandiosen Spaß. Am Ende darf sogar "Der Unsichtbare" (im Original gesprochen von Vincent Price) einen kleinen Auftritt absolvieren.

Zu Beginn der Produktion waren viele der Beteiligten skeptisch, die klassischen Monster in einer Komödie zu verheizen. Lon Chaney jr., dem seine Rolle des Wolfsmenschen sehr am Herzen lag, befürchtete, dass die Monster für das Publikum nur noch lächerlich wirken. Selbst Boris Karloff wollte das Monster nicht für eine Komödie missbraucht sehen, ließ sich aber für ein paar Dollar überreden, trotzdem für den Film Werbung zu machen, obgleich er nicht mitwirkte und sich den Film angeblich auch niemals anschaute. Lou Costello bezeichnete das Drehbuch zu Beginn sogar als grober Unfug, den niemand sehen wollte. Sie sollten aber alle Unrecht haben: Egal, was man von einem derartigen Aufgebot an Monstern in einem einzigen Film halten mag, "Abbott und Costello treffen Frankenstein" ist ein sehr guter Film geworden. Lediglich Fred Dekkers Interner Link"Monster Squad" gelang es nachher noch einmal, die klassischen Monsterfiguren in einer Horror-Komödie so zu vereinen, dass den Figuren ihr Glanz und ihre Erhabenheit blieb.

Das Set-Design ist trotz des moderatem Budget von knapp 760.000 Dollar sehr gut geworden. Lediglich bei den Masken sparten die Studios etwas und ersetzten den legendären Make-Up-Pioneer Jack Pierce durch Brad Westmore, der mit vorgefertigen Latexteilen angeblich effizientere Arbeit abliefern konnte. Die beiden Protagonisten machen "Abbott und Costello treffen Frankenstein" zu einem unverwechselbaren Spaß mit einer hervorragenden Situationskomik, legendäre Gestiken und Mimiken, die noch in weiteren Filmen das Markenzeichen des Komiker-Duos werden sollten. Hinzu kommen ein paar grandiose parodistische Zitate. Besonders Belag Lugosis selbstironisches Spiel ist in Anbetracht seiner gesundheitlichen Situation ein Augenschmaus und ihm hoch anzurechnen. In einigen Ländern (u.a. Australien) wurde der Film übrigens wegen seines hohen Horrorgehaltes massiv zensiert ...



Bilder der DVD




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