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USA 1974
Originaltitel:Texas Chain Saw Massacre, The
Alternativtitel:Bestie mit der Ledermaske, Die
aka. Ketten-Sägen Massaker
aka. Kettensägen-Massaker - The Texas Chain Saw Massacre
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aka. Matanza de Texas, La
aka. Leatherface
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Länge:80:18 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Tobe Hooper
Buch:Kim Henkel, Tobe Hooper
Kamera:Daniel Pearl
Musik:Wayne Bell, Tobe Hooper
SFX:Dean W. Miller
Darsteller:Marilyn Burns, Allen Danziger, Paul A. Partain, William Vail, Teri McMinn, Edwin Neal, Jim Siedow, Gunnar Hansen, John Dugan, Robert Courtin, William Creamer
Vertrieb:NSM / mpi
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:18.12.2009 (Kauf)



Inhalt
Es beginnt wie ein idyllischer Sommerausflug. Die 5 gutgelaunten jungen Menschen in ihrem Auto ahnen noch nicht, dass dieser freundliche schöne Tag zum entsetzlichsten, schrecklichsten und letzten ihres Lebens wird. Als ihnen in einer einsamen Gegend das Benzin ausgeht - ganz in der Nähe eines alten Schlachthofs - nimmt ihr grauenvolles Schicksal seinen Lauf.

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Beim anamorphen Bild bekommt man Tränen in den Augen, denn mit solch einer brillianten Qualität hätte man nicht gerechnet. Selbst die amerikanische DVD von Dark Sky - die schon über eine sehr gute Qualität verfügt - wird übertroffen. Es ist wirklich erstaunlich, was aus dem 16mm-Filmmaterial herausgeholt wurde. Das lässt das Bild zwar sehr grobkörnig aussehen, was keine perfekten Werte ermöglicht, die Schärfe liefert aber trotzdem beeindruckende Werte. Die Vielzahl an Details, die Hooper in die Kulisse einbaute, kommen nun richtig zur Geltung. Nichts bleibt unscharf oder verschwommen, eine sonderlich hohe Plastizität wird dennoch nur selten geschaffen. Der Kontrast liefert eine nahezu perfekte Balance zwischen hellen und dunklen Flächen und die Kompression gibt trotz der sehr groben Körnung keinen Anlass zur Kritik, sondern kommt damit gut zurecht. Die Stilistik des Filmes ist sicherlich nicht jedermanns Sache, doch "The Texas Chainsaw Massacre" lebt nun einmal von diesem groben und vor allem dreckigen Aussehen, dass glücklicherweise nicht nachträglich durch Filter beeinträchtigt wurde. Somit darf man von einem perfekten Bildtransfer sprechen, der den Klassiker würdevoll, weil in neuem Glanz erstrahlen lässt. Mit Altersbonus sind das gut und gern 5 Punkte.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Dt., Engl.), Dolby Digital 2.0 (Engl.), Dolby Digital 2.0 Mono (Dt.)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch für Hörgeschädigte, Deutsch, Englisch
 Der Ton überzeugt ebenso, vor allem weil die ehemals gekürzten Dialogszenen der deutschen Fassung aufwändig und wirklich gut nachsynchronisiert wurden. Somit bekommt man erstmalig die Möglichkeit, den Film komplett in Deutsch anzusehen, ohne dass die Sprache wechselt und man sich auf Untertitel konzentrieren muss. Der in beiden Sprachen vorhandene Dolby Digital 5.1-Track mag auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich erscheinen, weil ganz sicher kein Effektfeuerwerk erwartet werden darf, es gelingt ihm allerdings, den Boxen eine bedrohliche Atmosphäre zu entlocken. Außerdem befinden sich noch eine deutsche Monospur und eine englische Stereospur auf der DVD. Grundsätzlich sind alle erstklassig abgemischt worden ohne Störgeräusche oder anderweitige Defekte. Dialoge, Score und Effekte ergeben ein tolles, homogenes Klangbild. Egal, ob man den Film lieber im nostalgischen Mono anhört oder im aufgepeppten Dolby Digital 5.1-Mix, man macht einfach nichts mit seiner Wahl verkehrt. Untertitel sind in Englisch und in Deutsch vorhanden, letztere sogar für Hörgeschädigte.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar mit Regisseur Tobe Hooper, Kameramann Daniel Pearl & Gunnar Hansen
  • Audiokommentar mit den Darstellern Marilyn Burns, Paul A. Partain, Allen Danziger & Art Director Robert A. Burns
VerpackungDigiPak
 An Extras bietet die DVD zwei tolle Audiokommentare, die sogar mit deutschen Untertiteln versehen wurden. Wer sich als echten Fan von "The Texas Chainsaw Massacre" sieht, wird nicht an den beiden Audiokommentaren vorbeikommen, denn die beherbergen wahrlich eine Fülle an Informationen. Zum Beispiel berichten Hooper, Hansen und Pearl von den zahlreichen Schwierigkeiten am Set und im Umgang mit dem Filmmaterial, was alles auf die durchgehend unangenehme Hitze beim Drehen zurückzuführen war. Viele Anekdoten werden offenherzig und stets symphatisch vorgetragen. Im zweiten Audiokommentar berichten schließlich die Darsteller von ihren Erinnerungen am Set und der Zusammenarbeit mit Tobe Hooper. Weiteres Bonusmaterial mit einer Länge von knapp 160 Minuten gibt es auf einer Bonus-DVD, auf die im Blu-Ray-Review näher eingegangen wird. Daher erreicht die DVD im Bonusbereich lediglich 2 Punkte für zwei interessante Audiokommentare.
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Fazit
Ich erinnere sehr genau daran, wie in meinem Freundeskreis das Gerücht von einem übermäßig brutalen Film die Runde machte. Allein der Titel "Blutgericht in Texas" schien auf ein ultraderbes Werk hinzuweisen. Ein weiteres mal kam ich mit dem Titel in Berührung, als ich mir das katastrophale "Lexikon des Horrorfilms" von Ronald M. Hahn und Volker Jansen zulegte, in dem von einem wahren Schundwerk bestehend aus Brutalitäten die Rede war. Ziemlich schnell fand ich heraus, dass dieser Film zudem in Deutschland verboten wurde und die Möglichkeit einer Sichtung sich in Grenzen halten würde. Manchmal braucht es aber nur etwas Zeit und Glück und so kam der Tag als ich die Chance erhielt mir diesen mittlerweile legendären Tobe Hooper-Film anzusehen. Das, was ich sah, war auf den ersten Blick sehr ernüchternd, denn die blutige Brutalität, die ihm nachgesagt wurde, konnte ich nicht vorfinden. Stattdessen bekam ich einen sehr düsteren und fast schon einzigartigen Film präsentiert, der wirklich ein Meilenstein im Horrorgenre ist. Im Nachhinein fand ich heraus, dass diejenigen in meinem damaligen Freundeskreis, die von dem Titel sprachen, den Film selbst nie wirklich zu Gesicht bekamen und ebenfalls nur über Dritte vom "Blutgericht in Texas" hörten. Auch das "Lexikon des Horrorfilms" stellte sich als große Pleite heraus, denn lediglich die Auflistung diverser Namen war wirklich interessant, die Texte zu erwähnten Filmen waren es nicht wert, gelesen zu werden.
Nun aber zum Film selbst, der statt übermäßigem Goregehalt auf eine nihilistische und bedrohliche Atmosphäre setzt. Was Hooper schuf, ist wirklich einzigartig, denn bedingt durch die Geräuschkulisse, der Kameraführung und der Kulisse bekomt man wahrlich ein herausragendes Ereignis geboten. Dabei gibt sich die Grundgeschichte sehr einfach: fünf junge Leute, zwei Frauen und drei Männer, befinden sich auf der Durchreise. Unterwegs nehmen sie einen Anhalter mit, der sich schon nach kurzer Zeit als krankhafter Psycho herausstellt. Nachdem er den am Rollstuhl gefesselten Franklin mit einem Messer attackierte, können sie den Anhalter in einem Handgemenge aus dem Auto werfen - der Grundstein für ein perfides Psychospiel ist also gelegt. Nachdem dem Reiseunternehmen in der Weite von Texas der Sprit ausgegangen ist und sich die Gruppe nach Hilfe umsieht, erreichen zwei der fünf ein einsames, etwas heruntergekommenes Landhaus, in dem sie mit Leatherface und seiner degenerierten Familie Bekantschaft machen. Als die beiden nicht wieder zurückkehren, begibt sich auch der Rest der Gruppe auf den Weg, um ihre Freunde zu finden. Aus dieser Suche wird jedoch ein Odyssee in die Abgründe der Menschlichkeit ...
Zwar ist "Blutgericht in Texas" nicht mit Goreeffekten bestückt, doch eines ist Hoopers Film definitiv: kompromisslos und hart! Vieles geschieht nur im Hintergrund oder als Schatten angedeutet; der Zuschauer darf sich selbst die Schrecken ausmalen, die da angedeutet werden. Der Psychotrip geht an die Substanz, denn der Betrachter leidet förmlich mit, wenn es den Protagonisten an den Kragen geht. Die ersten vier davon sind nicht mehr als einfaches "Schlachtvieh" in diesem Film, der (bzw. die) fünften wird allerdings größere Aufmerksamkeit zuteil: Sie bekommt die volle Härte des psychischen Spielchens zu spüren.
Gekonnt setzt Hooper das Drehbuch, das er zusammen mit Kim Henkel schrieb, auf 16mm um. Ohne Längen lässt er die 80 Minuten konstant spannend und nervenzerreißend auf sein Publikum los. Selbst die gemächliche Einstimmung lässt bereits erahnen wie sehr kurze Zeit später die Spannungsschraube angezogen wird. Zwar ist die 1974er Produktion heut schon etwas angestaubt und im Vergleich zum Gore-Spektakel, welches das 2003er Interner LinkRemake vom Stapel ließ, relativ harmlos, doch die dreckige und verstörende Atmosphäre des Originals wurde später nur selten noch erreicht.

Daraus resultiert zurecht ein Genre-Klassiker, der mit dieser Jubiläumsedition für das Heimkino perfektioniert wurde. Besser als in diesem auf 5000 Stück limitierten DigiPak wird "Blutgericht in Texas" bzw. "The Texas Chainsaw Massacre" vorerst nicht aussehen. Leider muss man dieses gute Stück noch bei unseren Nachbarn in Österreich erwerben, da Hoopers Meisterwerk in Deutschland immer noch beschlagnahmt ist. Vorsorglich wurde zumindest schon mal unter SPIO/JK-Kriterien geprüft, und diese bescheinigten den Film "Keine schwere Jugendgefährdung". Bleibt also abzuwarten, ob auch der deutsche Kunde in den Genuss dieser Veröffentlichung kommen wird. Ansonsten heißt es eben importieren. Grandioser Film und eine grandiose Veröffentlichung - ein echtes Geschenk an die Fans!



Bilder der DVD




Druckbare Version
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