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D 1997
Originaltitel:Geisterjäger John Sinclair - Die Dämonenhochzeit
Länge:92:48 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Klaus Knoesel
Buch:Christoph Gottwald
Kamera:Ekkehart Pollack
Musik:Tom Dokoupil, Detlef Schmitz
SFX:Rene Stejskal
Darsteller:Florian Fitz, Thierry van Werveke, Jophi Ries, Nicole Belstler-Boettcher, Tabea Tiesler, Utz Krause, Peter Fitz
Vertrieb:HMH / Breu Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:15.10.2009 (Kauf)



Inhalt
Als mitten im Londoner Hydepark eine deutsche Touristin unerklärlicherweise aufgrund eines Schocks tot zusammenbricht und auch im Rheinland zwei weitere dieser mysteriösen Todesfälle auftreten, wird John Sinclair hinzugezogen. Als auch noch die Leichname der Opfer ein nicht ungefährliches Eigenleben entwickeln, ist es für John Sinclair höchste Zeit, dem Phänomen auf die Spur zu kommen ...

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Die Bildqualität hat mit üblichen Problemen einer TV-Produktion zu kämpfen, insbesondere der etwas zu geringen Schärfe, die das Bild in einigen Totalen leider einem Mangel an Details aussetzt. Nahaufnahmen können an den Produktionsumständen gemessen aber zufrieden stellen. Die Farben als auch der Kontrast sind in Ordnung, wodurch selbst in sehr dunklen Szenen noch Details vorhanden sind. Rauschen ist szenenabhängig mal mehr mal weniger intensiv vorhanden, wirkt sich allerdings nicht störend auf das Bild aus. Eine Kleinigkeit mehr Schärfe und das Vollbild hätte weitere Punkte gutmachen können.
 ++++--

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Surround
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Den Ton gibts in Dolby Surround, was eine tolle Sache für eine deutsche TV-Produktionen, die, egal ob Spielfilm oder Serien, sonst eher mit Stereo auskommen müssen. Man erhält tatsächlich einen sehr räumlichen und gut abgemischten Surround-Klang, dessen Soundtrack kraftvoll ausfällt und mit passend eingesetzten Effekten überzeugt. Nur in einigen Szenen kommt es vor, dass die Dialoge minimal untergehen und man genau hinhören muss, was eben gesprochen wurde, ansonsten sind sie gut verständlich. Eine 5.1-Abmischung vermisst man fast nicht und würde die minimalen Überlagerungen bei den Dialogen nicht entstehen, dürfte man von einem nahezu perfekten Dolby Surround-Mix sprechen.
 +++/--

Extras
Extras-
VerpackungKeepCase im Schuber
 Extras sind leider nicht vorhanden, was sehr schade ist, da zum Zeitpunkt der ersten TV-Ausstrahlung ein interessantes Making of gezeigt wurde.
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Fazit
Allerreinster Trash der besonderen deutschen Art um Dämonenjäger John Sinclair.

4 Mädels besuchen in Köln eine Opferstätte für Hexen, dabei bekommen alle einen Blackout. Als eins der Mädchen in England stirbt, ihr Blut nicht gerinnt und sie wieder aufersteht, wird John Sinclair gerufen, der der Sache auch gleich auf den Grund geht. Mit Hilfe seines Partners gelangt er auf eine Spur, die nach Köln führt. Dort werkelt der Bibliothekar Gonsoir mit schwarzer Magie und Voodoomagie rum. Er ist ein Helfer des schwarzen Todes, quasi der Oberfeind Sinclairs. In Köln angekommen stirbt eine weitere Frau, lebt aber als Untote weiter. Die Übriggebliebene soll die Reinkarnation der einer alten Hexe werden. Unglücklicherweise verliebt John sich in sie. Naja, der Schwarze Tod ist natürlich nicht auf den Kopf gefallen und holt sich die Übriggebliebene sowie die drei Untoten zu seiner Opferstätte und zelebriert ein wenig schwarze Messe. Danach geht's ab in den Kölner Dom, wo Sinclair dann die endgültige Hochzeit verhindern kann.
Juhu, Groschenromanverfilmung der allerfeinsten Trashart. Der Verlauf der Story ist vorhersehbar. Überraschungen gibt's nicht und die Dialoge sowie die zaghaften Beziehungen könnten aus "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten" entstammen. Man hat hier gar nicht versucht, was Ernsthaftes auf die Beine zu stellen, sondern absichtlich humorigen Trash gefilmt. Und dieser Film hat somit seinen eigenen Charme. Er ist so schlecht, dass er schon wieder gut ist!

Hier Klaviergeklimper, da ein bissel Geigengequietsche und einen Hauch von Dschungelbongotrommeln verhüllen den Film in eine Atmosphäre, die irgendwie an die guten alten Edgar Wallace-Filme erinnert - also klischeehaft, so dass sie schon wieder atmosphärisch sind. Ok, es gibt GZSZ-Dialoge, Effekte, die am Heim-PC entstanden sind, und Schauspieler, die ebenfalls aus irgendeiner Daily Soap ausgeliehen worden. Alle Figuren sind voller Klischees, spielen nicht überragend, passen aber ganz in das Ambiente des Films. Der fehlende Realismus sorgt für den Rest. Man, habe ich gelacht, als die Polizeispezialeinheit mit Flammenwerfer und Bazookas in alte U-Bahnschächte loszieht. Das einzige, was an dem Film wirklich professionell ist, sind die 1A-Kameraführung und das tolle Make Up der Zombies. Das war es dann aber auch schon. Die Schauspieler wirken zum größten Teil emotionslos und billig, Daily Soap-Niveau eben. Auf der anderen Seite hat man dann aber auch wieder völlig überzeichnete Figuren wie den Oberpolizisten im Film, der seine Rolle wohl etwas zu ernst nimmt und nicht gemerkt hat, dass der Film eine gewisse Komik birgt. Das coolste ist aber die rumkreischende Dämonenbraut Kerstin. Wieso der Dämon sich eine blonde Wasserleiche ausgesucht hat, die ständig am Rumkreischen und Rumheulen ist, ist mir ein echtes Rätsel. Man beachte am Ende ihre hübschen Plateauschuhe. Ist wohl das angesagte Dämonenoutfit ...
Ne, ich muss wirklich sagen: Die Figuren kommen entweder zu trocken, klischeehaft oder emotionslos rüber, wirklich gut spielt keiner. Deswegen wird auch kaum einer jemals die deutschen TV-Kanäle unsicher machen. Schade eigentlich, man amüsiert sich prächtig. Somit ist die erste Verfilmung von Jason Darks Kultromanen ein unterhaltsamer Trash mit schlechten Schauspielern und billigen Effekten, jedoch mit einem gewissen humoristischen Kick. Sollte man sich wirklich mal antun, so schlecht ist der Film für deutsche Verhältnisse wirklich nicht. Ich hoffe nur, dass er nicht ernstgemeint war. Zum amüsieren jedenfalls ein Hammerfilm.



Bilder der DVD




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