CAN 1981
Originaltitel:Scanners
Alternativtitel:Scanners - Ihre Gedanken können töten
aka. Telepathy 2000
Länge:98:38 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:David Cronenberg
Buch:David Cronenberg
Kamera:Mark Irwin
Musik:Howard Shore
SFX:Gary Zeller
Darsteller:Jennifer O'Neill, Stephen Lack, Patrick McGoohan, Lawrence Dane, Michael Ironside, Robert A. Silverman, Lee Broker, Mavor Moore, Adam Ludwig, Murray Cruchley, Fred Doederlein, Géza Kovács, Sony Forbes, Jérôme Tiberghien, Denis Lacroix, Elizabeth Mudry, Victor Désy, Louis Del Grande, Anthony Sherwood, Ken Umland, Anne Anglin, Jock Brandis, Jack Messinger
Vertrieb:Warner / Black Hill
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Cameron hat eine besondere Fähigkeit: Er hört Stimmen in seinem Kopf. Keine Phantasiestimmen, sondern Stimmen von Menschen aus seiner Umgebung. Als er eines Tages zwei Nachbarsfrauen über sich lästern hört, bricht diese kurz darauf mit Schmerzen zusammen. Cameron wird daraufhin von Sicherheitsbeamten zu Dr. Ruth gebracht, der ihm die Wahrheit über sich erzählt: Er ist ein Scanner, und kann Gespräche anderer nicht nur hören, sondern sogar ihre Gedanken beeinflussen. Dr. Ruth will, dass Cameron seine Fähigkeiten zu einem guten Zweck einsetzt - aber in Wirklichkeit hat er ganz andere Absichten!

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 25 Jahre ist eine lange Zeit und mit Sicherheit an niemanden von uns spurlos vorüber gezogen - so auch nicht an "Scanners", der uns hier in einem anamorphe Transfer vorliegt und im Grunde recht gute Werte abliefert. Die Farben wirken sehr kräftig und satt, driften aber immer wieder ins Bräunliche sowie ins Grünliche ab, was man vor allem in den Gesichtern sieht. Wir gehen hier einfach mal von einem Stilmittel des Regisseurs aus. Der Kontrast neigt in hellen Flächen zu Überstrahlungen und wurde insgesamt recht hart gewählt, wodurch in dunklen Sequenzen feine Details verloren gehen. Die Schärfe befindet sich auf einem angenehmen Level und zeigt Spuren von Nachschärfung. Leider bleibt die Detailschärfe etwas hinter den Erwartungen zurück und wirkt vor allem in den Totalen recht weich. Close-Ups von Gesichtern hingegen hinterlassen einen recht positiven Gesamteindruck.
En weiterer Punkt ist das teilweise intensive Bildrauschen, welches sich im Hintergrund ausbreitet und sich unter anderem für die teilweise etwas schwache Schärfe verantwortlich zeigen darf. Dafür arbeiten die Kompressionen überwiegend recht sauber und zeigen nur selten Blockrauschen. Defekte und Verschmutzungen finden wir auch nur ganz selten.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Stereo)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der deutsche Stereotrack bietet eine gute Verständlichkeit, wobei das ganze recht dünn und teilweise etwas zu dumpf abgemischt wurde. Zudem wirkt der Ton etwas zu leise und im Hintergrund ist deutliches Rauschen und hin und wieder leichtes Knacksen zu hören. Der englische Stereotrack klingt deutlich rauschfreier und etwas kräftiger im Frontbereich, jedoch verzerren die Stimmen im Hochtonbereich teilweise sehr stark. Deutsche Untertitel werden uns vorenthalten.
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Extras
Extras
  • Filmografien:
    • David Cronenberg
    • Jennifer O'Neill
    • Michael Ironside
    • Patrick McGoohan
 Auf Bonusmertail müssen wir leider bis auf ein paar Filmografien verzichten und auch das DVD-Menü ist nicht sonderlich ansprechend ausgefallen.
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Fazit
Dass "Scanners" zum Vorzeigeobjekt eines Splatter-Films geworden ist, kann ich bis heute nicht nachvollziehen. Gut, die erste und einzige Kopfplatzszene ist schon recht gut und hart gemacht - aber eben auch gesagt die einzige. Abgesehen vom stimmigen Showdown, in dem F/X-Künstler Dick Smith hervorragende Arbeit leistet (die Szenen mit den pulsierenden Adern sind wirklich sehr gelungen, vor allem für die damalige Zeit), haben sich auch nur vereinzelt ein paar blutige Erschießungen in den Film "gemogelt" - ansonsten setzt Cronenberg wie gewohnt auf eine intelligente Story. Diese hat auch knapp 25 Jahre nach dem Contergan-Skandal (hier am Rande angerissen) nichts von seiner aufrüttelnden Wirkung verloren, die Allmacht der pharmazeutischen Konzerne und der Missbrauch von Medikamenten wird eindringlich widerspiegelnd eingefangen. Verpackt in eine kühle Science-Fiction-Geschichte, die leider manchmal unter etwas langatmigen Erzählfluss leidet, darf "Scanners" zu den besseren David Cronenberg-Filmen gezählt werden. Dies liegt insbesondere auch an der guten Wahl der Darsteller, allen voran Michael Ironside als bösen Scanner und Stephen Lack als seinen guten Gegenpart. Das Kain/Abel anmutende Finale ist wie gesagt story- wie auch tricktechnisch sehr gelungen, entschädigt aber nicht für manchen etwas lahmen Part in der Mitte, welcher sicher einen Tick ausbaufähiger gewesen wäre.

Zwar können wir froh sein, Cronenbergs Klassiker endlich offiziell und ungeschnitten auf DVD zu haben, jedoch hätten wir uns über eine technisch etwas anspruchsvollere Umsetzung gefreut. Gerade was Extras und Menügestaltung angeht, ist hier einiges im Argen. Bild- und tontechnisch können wir jedoch recht zufrieden sein.






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