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IT, ESP 1967
Originaltitel:Faccia a faccia
Alternativtitel:Cara a cara
aka. Face to Face
aka. Halleluja, der Teufel lässt euch grüßen
aka. Halleluja, der Teufel lässt schön grüßen
aka. Zwei für ein Halleluja
aka. Zwei links, zwei rechts und Halleluja
Länge:106:49 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Sergio Sollima
Buch:Sergio Sollima, Sergio Donati
Kamera:Emilio Foriscot, Rafael Pacheco
Musik:Ennio Morricone
SFX:Eros Bacciucchi
Darsteller:Tomás Milian, Gian Maria Volonté, William Berger, Jolanda Modio, Gianni Rizzo, Carole André, Ángel del Pozo, Aldo Sambrell, Nello Pazzafini, José Torres, Federico Boido (als Rick Boyd)
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Der Geschichtsprofessor Brad Fletcher (Gian Maria Volonté) muss aufgrund einer schweren Lungenerkrankung seinen Beruf auf unbestimmte Zeit aufgeben, um in das klimatisch gesündere Texas umzusiedeln. Doch die Genesung ist nur von kurzer Dauer, denn durch einen unglücklichen Umstand wird er die Geisel des berüchtigten Banditen Beauregard Benett (Tomás Milian), der auf der Flucht vor den Gesetzeshütern ist. Der pazifistische und sozial eingestellte Fletcher hilft ihm jedoch, nachdem der Verbrecher verwundet wird und begleitet ihn in das bergländliche Versteck seiner Bande. Mit der Zeit gewöhnt sich Fletcher an das Leben außerhalb der einschränkenden Gesellschaftsnormen und beginnt darin aufzugehen. Doch dabei bleibt es nicht, denn aus dem rücksichtsvollen und moralischen Gelehrten wird ein ernsthafter und faschistoider Konkurrent für Benett, der wiederum eine gegensätzliche Charakterwandlung durchlebt - und während eines geplanten Bankraubes kommt es schließlich zum Eklat ...

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Bildqualität des vorliegenden Films erreicht ein nahezu identische Bildqualität wie "Der Gehetzte der Sierra Madre". Das Schärfeverhalten wechselt auch hier zwischen sehr gut (in Nahaufnahmen) und gut bis befriedigend (in Totalaufnahmen). Die Nachschärfung ist sehr schön gelungen und zeigt sich nahezu frei von Doppelkonturen. Lediglich die Kantenschärfe erzeugt in starken Kontrastüberschneidungen bei Wideshots eine gewisse Übersteuerung und führt marginal zu unruhigen Bildelementen. Die Kompressionen fallen dafür nicht auf und arbeiten ganz ordentlich. Die Farben wirken durchgehend natürlich und kräftig und die Helligkeit bleibt stabil. Der Kontrast und entsprechende Schwarzwert liegen auf gutem Niveau und offenbaren auch in dunklen Passagen Details. Auf den Einsatz stark arbeitender Rauschfilter wurde, soweit ich das beurteilen kann, verzichtet, wodurch sich über die gesamte Laufzeit auch ein leichtes Bildrauschen bemerkbar macht, das in Totalperspektiven stärker ins Auge springt, aber zum Großteil keine störenden Ausmaße annimmt. An zwei kurz hintereinander folgenden Stellen gibt es für Sekundenbruchteile fadenartige Bilddefekte, die sich wohl vom Master nicht mehr entfernen ließen. Ansonsten gibt es nur vereinzelnd minimale Verschmutzungen zu sehen, wenn man genau darauf achtet. Der anamorphe Transfer präsentiert sich zudem im schönen Techniscope und entsprechendem Originalformat.
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Ton
FormateMPEG 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Italienisch
UntertitelDeutsch, Englisch
 Der Film liegt ebenfalls in der deutschen und italienischen Synchronfassung vor, wobei hier die deutsche Sprachfassung eindeutig vorzuziehen ist. Weder störendes Hintergrundrauschen oder Defekte (z.B. Knistern, Knacksen etc.) sind auszumachen. Die Dialogwiedergabe ist sehr gut verständlich und die Musik als auch die Soundeffekte klingen für eine alte Monospur, welche allerdings nicht im Dolby Digital- sondern nur im MPEG2-Verfahren auf beide Frontlautsprecher verteilt wurde, sehr annehmbar. Dennoch sei vermerkt, dass die ital. Spur etwas lauter abgemischt wurde und den Eindruck erweckt, etwas klarer zu sein. Dafür neigt sie zu Verzerrungen in höheren Bereichen der Tonleiter, vor allem in den Dialogen, und weist einzelne kleine Defekte (Knacksen) auf. Die Vertonung weist in den Hintergrundgeräuschen ebenfalls kleine Unterschiede auf. Z.B. erklingt am Anfang, als Volonté sich mit dem mexikanischen Mädchen unterhält, deutliches Grillengezirpe, das in der dt. Fassung nicht zu hören ist. Da der Film seinerzeit keine Dialogkürzungen erfahren musste, gibt es auch keine Wechsel in den Sprachfassungen. Zudem besteht die Wahlmöglichkeit zwischen einer deutschen und englischen Untertitelspur. Die deutschen Untertitel richten sich bis auf klitzekleine Abänderungen an der dt. Synchronfassung und zeigen damit ein paar Unterschiede zu den engl. Untertiteln. Vermutlich wurde diese aus dem englischen Dialogbuch abgeleitet.
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Extras
Extras
  • Original Kinotrailer (2:54 Min.)
 Bis auf den deutschen Kinotrailer gibt es keine gesonderten Extras auf dieser DVD.
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Fazit
Der zweite Film aus Sergio Sollimas Western-Trilogie überzeugt ebenfalls mit inhaltlichen und technisch umgesetzten Raffinessen und Stärken. Die spannende, um nicht zu sagen mitreißende Geschichte um zwei unterschiedliche Charakter, die zunächst mehr oder weniger füreinander zweckgebunden sind und sich im Verlauf der Story jeweils um 180° wandeln, wird in erster Linie durch die hervorragenden Hauptdarsteller hervorgehoben. Gian Maria Volonté, der auch den Italo-Western-Unkundigen zumindest aus Sergio Leones Interner Link"Für eine Handvoll Dollar" und Interner Link"Für ein paar Dollar mehr" bekannt sein müsste, liefert im vorliegenden "Von Angesicht zu Angesicht" seine sicherlich beste Rolle ab. Tomás Milian spielt wie gewohnt einen exzentrischen Typ und bildet das grandiose Gegenstück zu Volonté. Neben den beiden brilliert William Berger in der Rolle des gesetzestreuen Undercover-Detektivs. Die dramaturgischen Höhen des Films werden wie schon in Interner Link"Der Gehetzte der Sierra Madre" von Ennio Morricones fantastischen Kompositionen unterstützt; gerade die Titelmelodie sorgt bei mir immer wieder für Gänsehaut - einfach herrlich! Die DVD von Koch Media steht der Umsetzung vom ersten Film in nichts nach und überzeugt durch eine gute Bild- und eine befriedigende Tonqualität.



Bilder der DVD




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