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UK 1987
Originaltitel:Hellraiser
Alternativtitel:Clive Barker's Hellraiser
aka. Hellraiser - Derriére les portes d'enfer
aka. Hellraiser - Das Tor zur Hölle
aka. Sadomasochists From Beyond the Grave
Länge:93:22 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:BBFC 18
Regie:Clive Barker
Buch:Clive Barker
Kamera:Robin Vidgeon
Musik:Christopher Young
SFX:Cliff Wallace
Darsteller:Andrew Robinson, Clare Higgins, Ashley Laurence, Sean Chapman, Oliver Smith, Doug Bradley, Robert Hines, Antony Allen, Leon Davis, Michael Cassidy, Frank Baker, Kenneth Nelson, Gay Baynes, Niall Buggy, Dave Atkins, Oliver Parker
Vertrieb:Anchor Bay
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Frank (Sean Chapman) kommt in den Besitz eines kleinen Würfels, welcher ein tiefes Geheimnis in sich birgt. Nach langem Ausprobieren kann er das okkulte Rätsel lösen, jedoch ohne sich über die Konsequenzen seiner Tat bewusst zu sein: Es öffnet sich ein Übergang zur Hölle, aus dem die Höllendiener, die Cenobiten, hervortreten und ihn mit sich ins Reich der Schmerzen und Qualen ziehen. Unmenschlich zugerichtet gelingt ihm jedoch die Flucht vor seinen Peinigern, als der Geruch von Blut ihn anlockt und ins Haus seiner früheren Affäre Julia (Clare Higgins) führt. Diese ist erst sichtlich geschockt, vom entstellten, kaum noch menschlichen Antlitz ihres früheren Lovers, doch dessen magische Anziehungskraft ist nicht verblichen. So hilft sie ihm, sein Äußeres zu regenerien, indem sie ihn mit lebenswichtigen Opfern versorgt, die bestialisch ihr Ende in Franks Händen Finden. Julias Tochter Kirsty (Ashley Laurence) begibt sich sehr bald zwischen die Fronten, denn die Höllenhunde haben Frank nicht vergessen und werden mit aller Macht und Härte versuchen, ihn zurückzuholen ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 So richtig zufrieden stellen kann uns der vorliegenden Bildtransfer nicht. Zwar wurde das Rauschen der US-DVD gänzlich eliminiert, dies ging aber zu Lasten der Schärfe. Insgesamt wirkt das Bild zu schwammig und leidet unter einer leichten Detailarmut. Egal ob in der Totalen oder bei Nahaufnahmen, so richtig scharf möchte das Bild nie sein und auch wenn man im letzteren Falle noch die besten Ergebnisse erzielt, kann die Schärfe nie als wirklich zufiedenstellend eingestuft werden. Auch die Kompressionen machen auf sich aufmerksam und offenbaren unschönes Blockrauschen und Kompressionsartefakte im Hintergrund, die das Sehvergnügen zusätzlich schmälern. Verschmutzungen halten sich zwar überwiegend zurück und auch die Farben wirken durchweg kräftig und satt, aber neben einem zu unruhigen Bildstand, was man am besten beim Vorspann sehen kann, zeigt sich auch der überwiegend gute Kontrast in dunklen Szenen nicht optimal und hätte durchaus heller sein dürfen. Zum Schluss fällt eigentlich noch das störende Nachziehen auf, welches in wechselhafter Stärke dem Bild zusetzt. Dies scheint am NTSC-PAL-Transfer gelegen zu haben und nimmt in einigen Szenen wirklich störende Ausmaße an.
Insgesamt also ein sehr wechselhaftes Bild, dessen Schärfe ständig zwischen noch gut und gerade noch befriedigend hin und her pendelt und dessen schwache Kompressionen und die teilweise starke Bewegungsunschärfe dafür sorgt, dass das Bild als gerade noch die sehenswert eingestuft werden muss. Hier hätte man mehr erreichen können.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Upmix), DTS 5.1 (Upmix), Dolby Digital 2.0
SpracheEnglisch
UntertitelEnglisch
 Tonal legt man uns gleich drei Spuren vor. Einmal in Dolby Surround, sowie in Dolby Digital 5.1 und DTS 5.1. Die beiden letzteren sind Upmixe, wovon eigentlich gerade die DTS-Spur sich meist als unnötig darstellt. Hier schaut das aber diesmal etwas anders aus, denn gerade die DTS-Spur wirkt viel aggressiver und lauter in seiner Abmischung. Gerade im Dialogbereich merkt man, dass die DTS-Spur viel verständlicher klingt als der 5.1 Mix. Selbst die Surround-Spur weist eine bessere Sprachverständlichkeit auf als der 5.1 Upmix. Insgesamt gibt es aber nicht viele Unterschiede, außer dass das Geschehen weiträumiger wirkt und ein paar wenige aber stets gut positionierte direktionale Effekte eingebaut wurden, die dem Ton mehr Tiefe und Räumlichkeit geben. Der Effektbereich wird gut genutzt und lässt eigentlich immer, wenn auch meist nur dezent von sich hören. Leider fehlt es dem Track an einem kräftigen Subwoofer, der nur leider wenig in Anspruch genommen wird und den nötigen Druck vermissen lässt. Für einen Upmix kann sich der Ton aber hören lassen und lässt uns für 90 Minuten in die Welt der Cenobiten eintauchen, auch wenn man hier nicht mit heutigen Produktionen konkurrieren kann.
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Extras
Extras
  • Audiokomentar mit Clive Barker
  • Audiokomentar mit Clive Barker und Ashley Laurence
  • On-Set Interview with Clive Barker (5:56 Min.)
  • Featurette 1: Resurrection (24:25 Min.)
  • Featurette 2: Under the Skin: Doug Bradley on Hellraiser (12:39 Min.)
  • Trailers & TV-Spots:
    • Theatrical Trailer 1 (0:60 Min.)
    • Theatrical Trailer 2 (1:33 Min.)
    • US.Theatrical Trailer (1:32 Min.)
    • International Trailers (3:26 Min.)
    • 5 TV Spots (2:59 Min.)
  • Storyboards:
    • Storyboards (12 Bilder)
    • The Birth of Frank (2:02 Min.)
  • DVD-ROM Part: Scripts x2 (als PDF-Dateien)
  • Stills Gallery:
    • Behind the Scenes (64 Bilder)
    • Make-Up & SFX (47 Bilder)
    • Promotion Material (32 Bilder)
  • Screensaver
  • Hidden Featurette: Rare video release & merchandise concept promo (3:11 Min.)
 Zu allererst sollte man sich die beiden Audiokommentare anhören, die einmal von Clive Barker allein und einmal zusammen mit Hauptdarstellerin Ashley Laurence entstanden sind. Beide Kommentare sind sehr gut zu verstehen und wirklich informativ geworden, auch für Leute mit gerade mal durchschnittlichen Englischkenntnissen dürften diese sehr interessant sein. Weiter geht es mit einem knapp 6minütigen "On-the-Set Interview" mit Clive Barker, welches nichts anderes als ein einfaches PR-Featurette mit vielen Filmauschnitten ist, aber auch mit einige wenige interessanten Behind the Scenes-Einblicke enthält. Auch kommt hier nicht nur Clive Barker zu Wort, sondern auch die anderen Cast & Crew-Mitglieder. Unter "Trailer und TV-Spots" finden wir 5 TV-Spots, sowie 4 Trailer zum Film. Die Featurettes offenbaren gleich 2 Dokumentationen. Einmal "Hellraiser: Resurrection", eine 25minütige Wiederbelebung des ersten Hellraiser-Films in Form von Interviews mit den Darstellern und der Crew aus "Hellraiser". Direkt zu Beginn sagt Clive Barker, dass dies für ihn das letzte mal ist, dass er über diesen Film in dieser Form sprechen wird, da für ihn das Thema langsam erschöpft sei. Die ganze Dokumentation ist sehr hochwertig und stylisch in Szene gesetzt worden und man erfährt wirklich alles nötige über den Film und seine Entstehung. Sämtliche Cast & Crew-Mitglieder reden mit viel Enthusiasmus über das Meisterwerk, an dem sie mitwirkten und zum Ende hin kommen auch noch kurz 3 Extrempiercing-Fans zu Wort, die nach der "Jesus Wept"-Szene auf die Idee kamen, soetwas in der Art selbst zu versuchen, weshalb "Hellraiser" in der SM- und Fetisch-Szene mittlerweile einen ganz besonderen Stellenwert hat.
Die zweite Dokumentation ist brandaktuell und wurde von Anchor Bay extra für diese Trilogy-Box produziert. "Under the Skin: Doug Bradley on Hellraiser" heißt dieses 12minütige Featurette, in dem Pinhead-Darsteller Doug Bradley über seine Karriere spricht, seine Rolle und die Erfahrungen, die er als Monster gemacht hat, welches in die Filmgeschichte eingegangen ist. "Hellraiser" war Dougs erster Film. Er hat die Entscheidung zum Film zu gehen nie bereut und gibt sich in diesem Interview, welches mit Filmszenen gespickt wurde, sehr redefreudig und man sieht es ihm an, dass er seine Rolle auch heute noch liebt. Unter "Storyboards" finden wir insgesamt 12 Storyboard-Zeichnungen und den Storyboard-Vergleich zu Franks Geburt. Zum Schluss gibt es noch eine "Bildergalerie" mit über 140 Bildern zum Film. Unterteilt in "Behind the Scenes"-Fotos, "Make-Up & SFX Photos" und "Promotion Material". Wer zum Ende hin noch ein Bildschirmschoner benötigt, kann diesen unter "Screensaver" aktivieren, aber leider nur auf der DVD, und im DVD-ROM-Part kann man sich das original Skript zu "Hellraiser" anschauen. Alles in allem ein wirklich gutes Zusatzmaterial, sehr informativ, leider hätten wir uns mehr Aufnahmen vom Set gewünscht und mehr Einblicke in die SFX-Arbeit des Filmes. Dennoch wirklich sehenswert.
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Fazit
Dem bekannten Buchautor Clive Barker, dessen Werke ebenso zur modernen Horrorliteratur zählen wie die von Stephen King, ist ein geniales und wegweisendes Regiedebüt gelungen, welches dem festgefahrenen, eintönigen und fast schon stumpfsinnigen Horrorgenre neue Impulse gab. Hier wird eine völlig eigenständige Geschichte erzählt, die mit effektreichen und kruden, aber genauso phantasievollen Einfällen verfeinert wurde. Das Drehbuch basiert auf einer Kurzgeschichte aus seinen "Büchern des Blutes". Hiermit wurde dem Zuschauer ein Gegenpol zu den damaligen üblichen Teenie-Slasherfilmen und Horrorkomödien geboten. "Hellraiser" ist ein äußerst düsterer und sadomasochistischer Horrorfilm für Erwachsene, der in die Tiefen der sexuellen Gewaltphantasien eindringt, welche in den Cenobiten personifiziert werden; es ist ein Kammerspiel, das in der Enge des Speichers und der Ferne der Cenobiten-Hölle gleichermaßen beängstigend und erschreckend wirkt. Dank der Effekttechniker ist Barker eine recht solide Inszenierung gelungen, mit der aber auch sein visuelles Feingefühl erkennbar wird, und lässt die Zwei-Millionen-Dollar-Produktion nach viel mehr aussehen. Auch die Leistungen der Schauspieler sind hervorragend, besonders Clare Higgins spielt ihre Rolle überzeugend; und in seinem Cenobiten-Outfit wirkt Doug Bradley wie ein Gentleman-Monster aus einem S/M-Fetisch-Magazin. Leider, aber nicht anders zu erwarten, wurden in der deutschen Fassung die hervorragenden Blut- und Ekeleffekte um einiges entschärft, was dem Film ein wenig Überzeugungskraft raubt und nur annähernd erkennen lässt, warum dieses Meisterwerk neues und frisches Blut in die Adern des Horrorfilms pumpte.
Diese DVD aus dem Hause Anchor Bay UK ist natürlich völlig ungeschnitten bzw. soweit ungeschnitten, wie die Produktionsfirma es wollte. Gerüchte zufolge gibt es einen längeren "Producers Cut", der bisher nicht das Licht der Welt gesehen hat und wenn man sich diese jüngst erschienenen Version anschaut, in dessen Zusatzmaterial Barker bekannt gibt, dass das Thema "Hellraiser" für ihn beendet ist, wird es wohl bei einem Gerücht und einem Wunschdenken der Fans bleiben, dass es irgendwann einmal einen "Director's Cut" geben wird.

Die DVD kränkelt leider im Bereich der Detailschärfe deutlich und weißt einen ziemlich misslungenen NTSC-PAL-Transfer auf, dessen Nachzieheffekte unschöne Ausmaße annehmen. Tonal gibt es nichts zu bemängeln und auch das Bonusmaterial kann sich sehen lassen. Auch das wunderschön animierte DVD-Menü, welches in 5.1 vorliegt, weiß zu gefallen und tröstet etwas über die gerade mal durchschnittliche Bildqualität hinweg. Hier ist aber das letzte Wort noch nicht gesprochen.



Bilder der DVD




Druckbare Version
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