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USA 1960
Originaltitel:Little Shop Of Horrors, The
Alternativtitel:Kleiner Laden voller Schrecken
Länge:72:28 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:PG
Regie:Roger Corman
Buch:Charles B. Griffith
Kamera:Archie R. Dalzell, Vilis Lapenieks
Musik:Archie R. Dalzell, Vilis Lapenieks
SFX:-
Darsteller:Jonathan Haze, Jackie Joseph, Mel Welles, Mel Welles, Myrtle Vail, Myrtle Vail, Toby Michaels, Leola Wendorff, Lynn Storey, Wally Campo, Jack Warford, Meri Welles, John Herman Shaner, Jack Nicholson
Vertrieb:Siren
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Mr. Mushnik hält ihn zwar für einen unfähigen Trampel, doch Seymours einfaches Gemüt lässt sich davon schwer erschüttern. Kurz vor seiner Entlassung aus dem Blumenladen kommt für Seymour die Rettung: Er päppelt eine kleine Venusfliegenfalle wieder auf und erringt somit die Gunst seines Chefs wieder. Doch das Gewächs verlangt nicht nur nach Fleisch, sondern vor allem nach Blut - ein Gut, von dem Seymour nur einen begrenzten Vorrat besitzt - und dies tut sie lauthals sprechend. Also zieht er ratlos in die Nacht hinaus und tötet aus einem Versehen heraus einen Bettler. Die Nahrungsgrundlage für die Audrey Junior getaufte Pflanze ist gedeckt und sie entwickelt sich zu einem riesigen, prächtigen Geschöpf ihrer Gattung. Nur macht ihr ungestillter Blutdurst die Polizei bereits misstrauisch, denn immer mehr Menschen verschwinden des Nachts spurlos von den Straßen des Viertels.

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Das s/w-Material hat keinerlei Bearbeitung durch den DVD-Produzenten erfahren. Wohl aus Kostengründen, denn der Aufwand, diesen Film in halbwegs ordentlichen Zustand zu bringen, scheint ziemlich groß zu sein. Es fängt an mit den dunkel verfärbten Rändern, denn den besten Kontrast erreicht das Bild etwa in der Mitte des Bildschirms. Aber von Kontrast kann man auch kaum sprechen, denn sobald Seymour des Nachts durch die Straßen läuft, erkennt man kaum noch etwas. Die Schärfe ist ebenso auf den jeweiligen Bereich bezogen ganz schlecht bis befriedigend. So kann beispielsweise der Darsteller am rechten Bildrand völlig außerhalb des Fokus stehen, obwohl ein anderer am linken Rand auf gleicher Höhe verhältnismäßig klar dargestellt wird. Der Verschmutzungsgrad macht das ohnehin schlechte Bild nicht schlechter, weniger Kratzer und ein geringeres Flackern wäre aber wünschenswert gewesen. Helle Bildteile rauschen heftig, das möchte ich der DVD aber nicht zur Last legen, weil eine nachträgliche Überarbeitung das Bild nur noch weicher gemacht hätte. Auch hier scheint wieder ein NTSC-Master als Vorlage gedient zu haben, denn in Bewegungen werden Ghosting-Effekte sichtbar.
 +-----

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheEnglisch
Untertitel-
 Einen Ton kann man diese monaurale DVD-Umsetzung, welche auf Stereo gelegt wurde, kaum noch nennen. Bereits die ersten Dialogzeilen sind so schlecht verständlich, dass man gleich noch mal zurückspulen möchte. Auch im weiteren Verlauf gibt es keine Besserung. Frauenstimmen sind stark verrauscht und breiig, so dass man einzelne Worte kaum voneinander trennen kann, Männerstimmen aber gehen fast gänzlich im dumpfen, verrauschten Ton unter, der den Eindruck macht, man hätte die Stummfilmzeit gerade eben überwunden. Ganz schlimm ist's mit der Verständlichkeit beim Hauptdarsteller, der in etwa so klingt, als ob er die Zähne überhaupt nicht auseinander bekommt. An einigen Stellen setzt der Bass der Musik ein, aber auch dieser ist unrein und wenig druckvoll. Einzig das Fehlen von wirklichen Aussetzern und ploppenden Geräuschen sowie das Alter rechtfertigen den einen Punkt.
 +-----

Extras
Extras-
 Am Bonusmaterial hat sich seit den ersten beiden DVDs der Box nichts getan. Ein Standbildmenu führt nur zum Start des Films oder zur Kapitelauswahl, zeigt in beiden Bereichen aber schon recht schlecht komprimierte JPEG-Bilder auf, die vor Artefakten nur so strotzen und für die sich jeder etablierte DVD-Produzent in Grund und Boden schämen würde.
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Fazit
"Feed me! Feed me! FEED ME!" (Audrey jr.)

Dieser in Deutschland mehr oder weniger unter "Kleiner Laden voller Schrecken" bekannte Corman-Streifen ist weniger Horror, dafür umso mehr Horrorposse, das sagt eigentlich schon das britische Prüfzertifikat "PG" aus. Hauptdarsteller Jonathan Haze gibt seinem Charakter Seymour eine liebenswürdige Einfältigkeit und Tollpatschigkeit mit auf den Weg, sodass man durchaus Vergleiche zum beliebten US-Comedy-Star Jerry Lewis ziehen kann. Corman gab seinen Schauspielern hierbei anscheinend vor, so dick wie möglich aufzutragen und die Klischee behafteten Rollen durch starkes Overacting zu einer noch größeren Comedy-Einlage werden zu lassen. Es existiert demnach keine Figur, die man als "normal" bezeichnen könnte, dafür aber beispielsweise ein Jack Nicholson in einer sehr frühen Rolle, bei der er als masochistischer Zahnfreak irre kichernd von Seymour das Gebiss zerbohrt bekommt. Höhepunkt der schrillen Geschichte um eine Fleisch fressende Pflanze, die durch Menschenopfer immer größer wird, sind die Momente, in der das Gewächs nach Nahrung schreit, wie ein kleiner Junge, der seine Eltern unablässig nach Süßigkeiten anbettelt. Später gibt es sogar Streitgespräche, die bis hin zu einer Pflanzenhypnose führen. Da sich der größte Teil der Geschichte im Blumenladen abspielt, könnte man "Little Shop Of Horrors", der 1986 ein Remake erfuhr, mit einer rabenschwarzen Sitcom vergleichen.
Die dritte DVD in der Box ist von übler Qualität, vor allem den Ton betreffend. Der Film ist eigentlich ein "must have" für jeden Phantastik-Fan, so fällt es mir aber schwer, eine Empfehlung für die DVD auszusprechen.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Kleiner Laden voller Schrecken
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