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USA 1936
Originaltitel:Dracula's Daughter
Alternativtitel:Draculas Daughter
aka. Daughter of Dracula
Länge:71:06 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:not rated
Regie:Lambert Hillyer
Buch:Bram Stoker (story Dracula's Guest), David O. Selznick (als Oliver Jeffries), Garrett Fort, John L. Balderston, Kurt Neumann, Charles Belden, Finley Peter Dunne, R.C. Sherriff
Kamera:George Robinson
Musik:Heinz Roemheld
SFX:John P. Fulton
Darsteller:Otto Kruger, Gloria Holden, Marguerite Churchill, Janet Blake, Edward Van Sloan, Gilbert Emery, Irving Pichel, Halliwell Hobbes, Billy Bevan, Nan Grey, Hedda Hopper, Claud Allister (als Claude Allister), Edgar Norton, E.E. Clive
Vertrieb:Universal
Norm:NTSC
Regionalcode:1



Inhalt
Nachdem sich Dr. Van Helsing (Edward Van Sloan) seines Erzfeindes Dracula entledigt hat, wird er von der Polizei aufgegriffen und verhaftet. Er bittet seinen ehemaligen Studenten Dr. Jeffery Garth (Otto Kruger), einem Psychiater, ihn anzuhören und zu helfen. Während der Van Helsings fantastischer Geschichten rund um Vampire wird Garth im unsicherer, was er von seinem einstigen Mentor halten soll. Unterdessen stehlen die mysteriöse Gräfin Zaleska (Gloria Holden) und ihr unheimlicher Gehilfe Sandor (Irving Pichel) Draculas toten Körper aus der Polizeistation und verbrennen ihn. Zaleska glaubt, sich somit von ihren Problemen befreien zu können: Sie verletzt gern andere Menschen und schläft unablässlich während des Tages. Während eines gesellschaftlichen Anlasses lernt Garth Zaleska kennen und kommt zu dem Schluss, dass die Gräfin noch sehr viel mehr zu verbergen hat, als ihre seltsamen Angewohnheiten Preis geben. Als schließlich eine junge Frau angefallen wird und unter ungeklärten Umständen zu Tode kommt, folgen Van Helsing und Garth der Gräfin nach Transylvanien, um dort ihr dunkles Geheimnis in Erfahrung zu bringen.

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormNTSC
 Auch "Dracula's Daughter" bietet eine dem Alter entsprechend gute Bildqualiät und einen sauberen, dennoch etwas zu dunklen Kontrastwert, sowie eine angenehme Schärfe. Das Bild pumpt nicht mehr so und auch das Bildrauschen ist deutlich weniger geworden und fällt nur leicht im Hintergrund auf. Auch die Kompressionen leisten eine sauberer Arbeit und fallen wieder nur leicht im Hintergrund durch etwas Blockrauschen auf. Defekte und Verschmutzungen sind auch recht wenig vertreten und sieht man einmal der Tatsache ins Auge, dass der Film knapp 70 Jahre alt ist, vergibt man hier gerne 4 Punkte.
 ++++--

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheEnglisch
UntertitelEnglisch für Hörgeschädigte, Französisch, Spanisch (optional)
 Auch der Monoton weiß zu gefallen und überzeugt durch seine gute Sprachverständlichkeit. Knartzen oder Rauschen gibt es kaum und auch Verzerrungen in Dialogpassagen fallen nicht auf. Wirklich gut für einen betagten Monoton.
 ++----

Extras
Extras
  • Originaltrailer
 Bis auf Trailer gibt es leider keine weiteren Extras zu bewundern.
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Fazit
Für die erste offizielle Fortsetzung zu Tod Brownings Klassiker Interner Link"Dracula", der ganze 5 Jahre später in die Kinos kam, verpflichtete man Lambert Hillyer, der im Horrorbereich noch ein recht unbeschriebenes Blatt war und - abgesehen von "The Invisible Ray" mit Boris Karloff und "Batman" - mehr im Western-Genre zu Hause war. Mit der Fortsetzung zu "Dracula" lehnte man sich bei Universal sehr weit aus dem Fenster und konzentrierte sich hier Titel gebend auf Draculas Tochter, die hier von der hübschen Gloria Holden gespielt wurde. Zum Leidwesen der Fans gab es daher kein Wiedersehen mit Bela Lugosi, dafür aber mit Van Helsing-Darsteller Edward Van Sloan, der sich hier für den Tod des Grafen Dracula verantwortlich zeigen musste. Leider war "Dracula's Daughter" auf rein dramaturgischer und psychologischer Art seiner Zeit weit voraus, was zufolge hatte, dass der Film kein Kinoerfolg wurde. Das mag zum einen daran gelegen haben, dass man sich damals keinen weiblichen Dracula-Ersatz vorstellen konnte und zum anderen, dass Garret Fords Drehbuch Qualitäten aufwies, welche man in den bisherigen Filmen dieser Zeitepoche in dieser Intensität nicht zu Gesicht bekam. Leider vermochte Hillyer Fords Visionen nicht ganz umzusetzten und verwickelt sich daher stellenweise in unlogische Handlungsabläufe. Dies wird aber schnell durch Gloria Holdens bezaubernde Performance als Gräfin Zaleska wieder wett gemacht und man spürt zu jeder Sekunde förmlich ihre innere Zerrissenheit, wie damals zu Bela Lugosi Zeiten. Zudem versprüht ihr etwas zugeknöpftes Erscheinungsbild dennoch pure Erotik, was unter anderem an ihrem "strengen" Outfit und dem etwas übertriebenen Make-up liegt und lässt es daher in den prüden Mitt-30ern ordentlich knistern. Auch die Tatsache, dass "Draculas Daughter" der erste Film ist, der in etlichen Szenen öffentlich auf die Lesenkreise anspielt, macht ihn schon zu was besonderem, denn lesbische Vampire hatte man bis dato sicherlich noch nicht gesehen. Dies alle geht natürlich ganz züchtig zu, aber wir wissen was Gloria Holden und Marguerite Churchill nach der Abblende gemacht haben...

Zusammen mit der spanischen Version von Interner Link"Drácula" befindet sich "Draculas Daughter" auf der ersten Seite der doppelseitigen DVD-18 und muss bis auf einen Trailer ohne Bonusmaterial auskommen. Dafür stimmen aber Bild -und Tonqualität für einen 70 Jahre alten Film und fügen sich passend in die Reihe der anderen Vampirfilme in der Universal "Legacy Box" ein.



Bilder der DVD




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