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IT, ESP 1966
Originaltitel:Texas, addio
Alternativtitel:Adiós, Texas
aka. Avenger, The
aka. Django 2
aka. Goodbye Texas
Länge:88:22 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Ferdinando Baldi
Buch:Ferdinando Baldi, Franco Rossetti
Kamera:Enzo Barboni (= E.B. Clucher)
Musik:Antón Garcia Abril, Don Powell
Darsteller:Franco Nero, Alberto dell'Acqua (als Cole Kitosch), Livio Lorenzon, Elisa Montés, José Guardiola, Hugo Blanco, Luigi Pistilli, Antonella Murgia, Gino Pernice, Bank Employee, Giovanni Ivan Scratuglia (als Ivan Scratuglia), Silvana Bacci, Remo de Angelis, Mario Novelli, José Suárez
Vertrieb:Kinowelt
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Der texanische Sheriff Django Sullivan (Franco Nero) - im Original lautet der Name Burt - verlässt seinen Heimatort in Richtung Mexiko, um den Mörder seines Vaters zu suchen und ihn dem Gesetz zu übergeben. Nach einer kleinen Überredung begleitet ihn sein jüngerer Bruder Jim (Alberto dell'Acqua. Der gesuchte Mörder nennt sich Delgado (José Suárez) und hat sich als wohlhabender Großgrundbesitzer hinter der mexikanisch-texanischen Grenze breit gemacht und terrorisiert mit roher Gewalt die örtliche Bevölkerung. Als Django und Jim nach einigen blutigen und bleihaltigen Auseinandersetzungen Delgado ausfindig machen, offenbart der Schurke ihnen ein schreckliches und bisher bewahrtes Geheimnis, mit dem er versucht seinen Kopf aus der sprichwörtlichen Schlinge zu ziehen. Doch Django lässt sich nicht einschüchtern und hält an seinem Plan, Delgado nach Texas zu bringen, fest und verwickelt sich in einen gnadenlosen Kampf ...

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Die DVD ist bildtechnisch in erster Linie hübsch anzusehen und dürfte aufgrund der anamorphen Abtastung etwas an Qualität gewonnen haben. Allerdings kann der Standard mit der ersten DVD der "Django Edition" nicht mithalten. Grund dafür ist, dass sich kleine Defekte und Kratzer sowie oft zahlreiche Verschmutzungen über die gesamte Filmlänge bewegen. Teilweise ist es doch etwas auffällig und führt zu einem nicht unerheblichen Störfaktor. Auffällig ist auch die leicht flackernden Schatten, die über das Bild huschen, aber ob das alles einem sehr verschmutzten und zerkratzten Masterband zugrunde liegt oder an der willkürlichen Restauration vermag ich nicht zu beurteilen. Jedenfalls gibt es dadurch ein paar Abzüge in der Bewertung. Etwas nervig, um es mal so auszudrücken, ist die wechselhafte Schärfe, die nicht selten von sehr scharfen zu verschwommenen Sequenzen neigt. Dabei bekommt man den Eindruck als hätte jemand an den Schärfereglern herumgedreht. Und Schärfefilter wurden schon eingesetzt, wie man beispielsweise im Vorspann an den Doppelkonturen der Schrift erkennen kann. Grund dafür dürfte der Einsatz eines Rauschfilters sein, der jedoch nicht das gesamte Bildrauschen unterdrücken kann. Fast durchgehend macht sich ein leichtes Rieseln im Hintergrund deutlich bemerkbar (z.B. blauer Himmel). Sehr positiv zu vermerken ist der hervorragende Kontrast und die kräftigen, aber natürliche Farbenpracht, die besagte Mängel etwas ausgleichen. Trotz diverser Schwächen vergebe ich dennoch vier Punkte.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Italienisch
UntertitelDeutsch
 Der Ton bei dieser DVD ist jedenfalls ganz gut geworden und weiß durch knisterfreie Klänge zu gefallen. Hier zeigen sich beide Tonspuren an ihrem Alter gemessen von ihrer besten Klangseite, wobei die italienische Sprachfassung sogar einen Tick besser klingt als die deutsche. Hier macht das Anschauen der originalen Tonspur deutlich mehr Vergnügen. Beide Tonspuren beweisen sich durch ein rauscharmes Klangbild, das in den Dialogen, Geräuschen und der Musik eine sehr gute Verständlichkeit besitzt. Die deutsche Sprachfassung ist jedoch nicht komplett und so gibt es ein paar Dialoge, die im italienischen Originalton laufen und mit deutschen Untertiteln versehen sind. Zudem gibt es eine komplette Untertitelanwahl, damit man sich den Film auch trotz mangelnder Fremdsprachenkenntnisse den Film im Originalton ansehen kann. Etwas trüblich ist jedoch wieder die Tatsache, dass die Untertitel nicht an den Originaldialogen gehalten wurden, sondern hauptsächlich an der deutschen Synchronisation.
 ++----

Extras
Extras
  • Trailer (2:35 Min.)
  • Dokumentation "Franco Nero - Back in the Saddle" (5:34 Min.)
  • Filmografien:
    • Franco Nero (14 Texttafeln)
    • Ferdinando Baldi (7 Texttafeln)
    • Enzo Barboni (5 Texttafeln)
  • Trailer:
    • "Django" (2:54 Min.)
    • "Djangos Rückkehr" (2:03 Min.)
    • "Leichen pflastern seinen Weg" (2:15 Min.)
 Als kleines Feature befindet sich auf dieser DVD die kurze Dokumentation "Franco Nero - Back in the Saddle" (ca. 5 Minuten), in der Franco Nero über die Dreharbeiten von "Django, der Rächer" berichtet. Das Interview ist in englischer Sprache und leider ohne deutsche Untertitel zu sehen. Die obligatorischen Filmografien von Franco Nero, Regisseur Ferdinando Baldi und Kameramann Enzo Barboni finden sich zusätzlich ein. Genau wie die Trailer, die mit denen auf der ersten Disc der Django-Box identisch sind.
 +-----

Fazit
"Django, der Rächer" entstand kurz nach der Fertigstellung von Sergio Corbuccis Interner Link"Django" und ist genau genommen gar kein Django-Film. Diesen ehrenwerten Titel, sowie die Namensgebung des von Franco Nero dargestellten Helden findet sich nämlich nur in seiner deutschen Fassung und Synchronisation. Im Gegensatz zu seinem großen Vorbild orientierte sich Regisseur Ferdinando Baldi vielmehr an den klassischen Western und einigen Elementen aus Sergio Leones Interner Link"Für eine Handvoll Dollar". Auch hier spielt das zerrüttete Mexiko eine kleine, aber nicht zu übersehene Rolle. Franco Nero spielt hier keinen gesetzlosen Eigenbrödler, sondern einen von Rachedurst geplagten Mann, der aber Wert auf Ordnung und Gerechtigkeit legt und zudem noch eine Verantwortung gegenüber seinem Bruder trägt. Nero selbst vergleicht seine Darstellung mit den Westernhelden vom Schlage eines Gary Cooper. Zwar wirken alle anderen zentralen Charakterfiguren etwas blasser, aber dennoch keineswegs eindimensional. Der Film ist letztendlich kein Klassiker des Italo-Western, aber bewegt sich dank einer unterhaltsamen und mit überraschenden Wendungen gespickten Geschichte in den oberen Reihen des Genres.

Die zweite DVD der "Django"-Sammlerbox erreicht qualitativ nicht ganz den Stand der ersten Disc mit dem Original-Django, da das Bild teils zu wechselhaft in der Schärfe und teils zu verschmutzt ist. Dafür wurde der Mono-Ton kräftig entstaubt und kann wesentlich besser überzeugen als das Bild. Das Bonusmaterial zeigt sich fast identisch zu den zwei anderen DVDs in der Box und hat mit Ausnahme des kurzen Interviews keine nennenswerten Punkte. Dennoch wäre die DVD-Umsetzung von "Django, der Rächer" auch außerhalb dieser Edition nicht nur für Italo-Fans sehr empfehlenswert, denn Kinowelt präsentiert den Film hierzulande zum ersten Mal in seiner ungekürzten Fassung im korrekten Bildformat.



Bilder der DVD




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