Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 1999
Originaltitel:Sixth Sense, The
Länge:107:21 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:M. Night Shyamalan
Buch:M. Night Shyamalan
Kamera:Tak Fujimoto
Musik:James Newton Howard
SFX:Jeffrey Cox
Darsteller:Bruce Willis, Toni Collette, Olivia Williams, Haley Joel Osment, Donnie Wahlberg, Glenn Fitzgerald, Trevor Morgan, Mischa Barton, Bruce Norris, Peter Anthony Tambakis, Jeffrey Zubernis, Greg Wood
Vertrieb:Constantin / Highlight
Norm:1080p / AVC MPEG-4
Medium:BD-50
Regionalcode:A, B, C
Bildformat:1,78:1
Tonformat:DTS HD 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:02.10.2008 (Verleih) / 02.10.2008 (Kauf)
Bonus:
  • 6seitiges Booklet
  • Trailer beim Disc-Start: "Lucky # Sleven" (2:19 Min., 1080p)
  • Sixth Sense Special (39:12 Min., 576p)
  • Zwischen zwei Welten (37:22 Min., 576p)
  • Hinter den Kulissen:
    • Die Schauspieler (6:57 Min., 576p)
    • Interview mit dem Regisseur (8:48 Min., 576p)
    • Vom Storyboard zum Film (4:25 Min., 576p)
    • Musik und Soundeffekte (6:34 Min., 576p)
    • Regeln und Hinweise (6:00 Min., 576p)
    • Erfolg im Kino (3:30 Min., 576p)
    • Deleted Scenes / Alternativ. Ende (14:56 Min., 576p)
  • Interviews:
    • Bruce Willis (2:28 Min., 576p)
    • Toni Collette (2:07 Min., 576p)
    • Olivia Williams (2:06 Min., 576p)
    • Haley Joel Osment (2:13 Min., 576p)
    • M. Night Shymalan (3:40 Min., 576p)
    • Frank Marshall (2:12 Min., 576p)
    • Barry Mendel (1:16 Min., 576p)
  • Europa Premiere (3:36 Min., 576p)
  • Darstellerinfos:
    • Bruce Willis
    • Toni Collette
    • Olivia Williams
    • Haley Joel Osment
    • Donnie Walberg
    • Mischa Barton
  • DVD-Empfehlung: "Michael Clayton" (2:17 Min., 1080p)
  • Besonderer Filmtipp: "Der Baader Meinhof Komplex" (3:21 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • Step Up 2 (2:08 Min., 1080p)
    • Sleepy Hollow (2:05 Min., 1080p)
    • How to rob a bank (1:40 Min., 1080p)
    • War (1:32 Min., 1080p)
    • Equilibrium (2:15 Min., 1080p)
    • Der Fluch - The Grudge (2:33 Min., 1080p)
    • The Fan (1:15 Min., 1080p)
    • Resident Evil - Extinction (2:30 Min., 1080p)
    • Bound (2:35 Min., 1080p)
Der 8-jährige Cole Sear trägt ein düsteres Geheimnis mit sich herum: Er sieht tote Menschen. Zu jeder Tageszeit, an jedem Ort wird er von Wesen aus dem Jenseits aufgesucht. Verstorbene, die den Jungen mit ihren vergangenen Leben, Schicksale, die sie nicht ruhen lassen, quälen. Cole ist zu verängstigt, um irgend jemandem von den furchterregenden Begegnungen zu erzählen. Bis er Vertrauen zu dem Kinderpsychologen Dr. Molcolm Crowe fasst. Crowe versucht den übernatürlichen Fähigkeiten seines kleinen Patienten auf den Grund zu gehen. Schritt für Schritt nähert er sich der Realität hinter den gespenstischen Visionen - und muss feststellen, dass die Wirklichkeit schockierender ist, als es ein Alptraum je sein kann ...
"I see dead people!" - Cole Sear
"In your dreams? While you're awake?" - Malcom Crowe

Was wäre gewesen, wenn "The Sixth Sense" nicht so ein brachialer Erfolg geworden wäre? Wäre es ein heißer Geheimtip geworden? Was uns zu der Frage bringt, wieso die Leute auf den Knien in die Kinos gerutscht sind, um ihn noch einmal zu sehen. Nehmen wir die offensichtlichste Lösung mal an: Es geht um den sogenannten Last-Minute-Plot-Twist, die entscheidende Szene, der gewisse Kniff, die überraschende Auflösung, die hier erst zwei Minuten vor Schluss erfolgt und auf überraschende Art und Weise den ganzen Film in komplett anderem Licht erscheinen lässt. Selbst wenn man den Dreh ahnt oder er einem erzählt worden ist, birgt die Pointe von M. Night Shyamalans Groß-Debut genug Überraschungspotential, um noch die nächsten Tage die kleinen Zahnräder rotieren zu lassen, sei es nun aus Gründen der Analyse oder auf großer Fehlersuche. Doch wo liegen die anderen Qualitäten?
Zunächst einmal: "The Sixth Sense" ist nur in zweiter Linie ein Horrorfilm. Er beginnt und endet als menschliches bzw. kindliches Drama. Sogar Psycho-Drama, wenn man es wörtlich nimmt. Es gibt da einen Jungen, der Tote sehen kann! Das ist das Problem - ein höchst ungewöhnliches allerdings, vor allem für einen Neunjährigen. Das macht Angstzustände und belastet psychisch, weswegen sich ein Therapeut der Sache annimmt. Der Film behandelt diese Therapie.


Diesen Kniff beherrschte schon Hitchcock zur Genüge. Schlimm genug, dass einem Film ein Etikett aufgedrückt wird - hier spielt jemand mit den Erwartungen des Zuschauers. Shyamalan weiß, dass die Leute der Werbung entsprechend Grusel und Horror erwarten, serviert ihnen aber eigentlich etwas ganz anderes, ein sensibles und gut gespieltes Drama, das ganz nebenbei noch mit einigen Horrorsequenzen gespickt ist. Geduldig und in unendlich ruhigen, aber sehr stimmigen und perfekt abgestimmten Bildern inszeniert der Inder seine Exposition: Willis Bauchschuss durch einen psychisch durchgeknallten Ex-Kinderpatienten von ihn, sein Trauma, seine scheinbar zerstörte Ehe, der Junge mit der besonderen Gabe.
Letztere wird uns auch nicht um die Ohren gehauen, sondern wie Willis Psychiater entblättert der Junge sein Geheimnis nur langsam und Shyamalan verrät uns nicht mehr darüber, ehe es Willis nicht auch mitbekommen hat. Und auch dann schleicht sich der Schrecken auf leisen Sohlen an uns heran, eine unerwartete Gestalt, die an der Kamera vorbeigeht, eine Frau in der Küche, ein Junge auf der Suche nach einem Revolver. Nur langsam setzt sich das Puzzle zusammen und das Miträtseln fasziniert den Zuschauer, lädt zum Mitmachen ein.


Und als die Katze aus dem Sack ist, folgt der Film auch weiter seiner behutsamen Linie, führt eine ganz besondere Methode der Therapie vor (die Folgen des auf die Geister-Reagierens ergeben eine der intensivsten Szenen des ganzen Films, obwohl gerade da nichts Übernatürliches zu sehen ist). Und als auch dieser Knoten geplatzt ist, dann natürlich die Überpointe. Alles neu, alles anders - im letzten Moment blickt man zurück ... und fängt von vorne an.
Neben der außergewöhnlich kontrollierten Art der Inszenierung (übrigens in chronologischer Reihenfolge gefilmt, was dem Film gut tut) liegen die besonderen Qualitäten des Films in seinem Drehbuch. Das ist minutiös ausgefeilt und enthält nicht eine Szene, die für den weiteren Verlauf oder die Entwicklung der Charaktere nicht wichtig wäre. Alles baut aufeinander auf, erklärt, hängt zusammen, birgt Hinweise, sogenannte "Clues" für die Auflösung oder treibt den Plot voran. Shyamalan weiß definitiv was er will und wie er es bekommt und filmt dann genau das.


Beachtenswert ist vor allem die Unbehagen bereitende herbstliche Atmosphäre, geisterhaft bleiche Drehorte und bedeckter Himmel in vielen Szenen, Gesichter des Sterbens. Selten wurden gewöhnliche Räume wie Kinderzimmer, Treppenschächte, Flure oder Küchen so still und bescheiden und doch so effektiv in Szene gesetzt. Doch ein Erstarren ist nie zu bemerken, die Uhr dieses Films tickt stetig und fast unbemerkt vor sich hin und so wirken ein ungemein guter Haley Joel Osmont und ein nüchtern-effektiver Bruce Willis wie ein klassisch eingespieltes Pärchen.
"The Sixth Sense" lernt man tatsächlich mit der Zeit noch mehr schätzen, gerade wenn der Überraschungseffekt am Ende weg ist. Aber dazu muss man nicht Horror, sondern Filme lieben. Und das macht einen Klassiker aus.

"Dead people like, in graves? In coffins?" - Malcom Crowe
"Walking around like regular people. They don't see each other. They only see what they want to see. They don't know they're dead." - Cole Sear

Für die vorliegende Blu-ray-Veröffentlichung verwendet Constantin Film einen grundsoliden High Definition-Transfer, welcher mit einer angenehmen bis guten Schärfe aufwartet. Ein überragendes Ergebnis dürfen wir nicht erwarten. Auch wenn das Bild weitgehend sehr gefällig erscheint, so erweist sich der AVC-Transfer als teilweise zu weich und erscheint von daher stellenweise nur bedingt detailliert, was vor allem in Totalen und Halbtotalen auffällt. Close-Ups sehen hingegen sehr ordentlich in ihrer Detailwiedergabe aus, sehr gute Werte werden hierbei aber nicht erreicht. Obwohl die Tiefenwirkung in einigen Szenen ziemlich gut ist, hält sich der HD-Effekt in Grenzen. Zudem wurde das Bild nachgeschärft, was man an hin und wieder auftauchenden Doppelkonturen erkennen kann. Desweiteren ist ein durchweg leichtes Rauschen zu erkennen, was jedoch versucht wurde mit Filtern zu kaschieren, was die teilweise sehr weichen Einstellungen erklärt, sowie die leider viel zu starken Nachzieheffekte in schnellen Bewegungen. Defekte, oder Schmutz huschen ab und an durchs Bild, stören aber kaum und auch die Kompression arbeitet fehlerfrei, wobei der Bildstand insgesamt etwas unruhig erscheint. Die Farbgebung wurde stilistisch etwas reduziert, erscheint aber noch sehr natürlich und der Kontrast bietet solide Werte. Er erscheint eine Spur dunkel und neigt dazu Details zu schlucken, wartet dafür aber mit einen kräftigen Schwarzwert auf. Insgesamt fehlt es dem Transfer aber an einer durchweg konstanten Brillanz, so dass sich ein HD-Gefühl nur bedingt einstellt.


Der deutsche und der englische Mix liegen jeweils in DTS-HD vor, welche eine Datenrate von 1,5 Mbps besitzt. Die Abmischungen unterscheiden sich nicht sonderlich voneinander und bieten im Grunde die selben Schwächen und Stärken. Erstmal ist zu erwähnen, dass "The Sixth Sense" sehr dialoglastig ist und sich die Abmischung überwiegend im Frontbereich abspielt. Hier werden Geräusche und Dialoge sehr gut voneinander getrennt wiedergegeben und die Front gibt sich sehr natürlich. Lediglich die Stimmwiedergabe überzeugt bei beiden Mixen nicht wirklich. So klingen beide Sprachversionen etwas dumpf und zischeln etwas. Die englische Spur erscheint zudem etwas leiser, dafür aber auch eine Spur natürlicher und passt sich klanglich besser dem Rest des DTS-Tracks an. Die deutsche Synchronisation klingt steriler, wird dafür etwas in den Vordergrund gerückt. Zwar sind die Dialoge gut zu verstehen, doch es stört etwas, das in der deutschen Fassung deutlich stärkere Zischeln wahrzunehmen. Für Räumlichkeit sorgt lediglich der dezent zum Einsatz kommende Score, der sich sehr stimmig auf sämtliche Kanäle verteilt und die hin und wieder zur Geltung kommenden Schocksequenzen, welche für etwas Druck sorgen. Optional gibt es deutsche Untertitel.


Im Bonusmaterial spendiert man uns zu allererst ein 39minütiges "Sixth Sense Special", bei dem sämtliche Beteiligten zu Wort kommen und über den Film, die Dreharbeiten und Produktion sprechen. Hier wird natürlich gelobt, was das Zeug hält und dennoch sind die knapp 40 Minuten sehr unterhaltsam, gewähren zumindest einen kurzweiligen Einblick in die Entstehung des Films und zeigen neben Filmausschnitten vereinzelte Aufnahmen vom Set. "Zwischen zwei Welten" ist das nächste Featurette mit einer Laufzeit von Rund 37 Minuten und behandelt das Thema "Geister im Film", lässt dabei wieder die Macher zu Wort kommen und zieht als Referenz immer wieder Interner Link"Ghost - Nachricht von Sam" und Interner Link"The Exorcist" mit diversen Filmausschnitten heran. Zudem erfahren wir mehr über den indischen Umgang mit dem Thema Geister.
Unter "Hinter den Kulissen" verbergen sich sieben Mini-Featurettes, welche u.a. ein kurzes Interview mit dem Regisseur beinhalten. Wir bekommen zudem einen Einblick in die Storyboardarbeiten und das Sounddesign. Es wird über die Darsteller im Film gesprochen und es werden uns die Regeln und Hinweise erläutern, die sich die Macher auferlegt haben, um den Film auch beim zweiten Mal schauen noch ansehnlich zu halten. Desweiteren gibt es noch einen kleinen Bericht über die Wirkung des Film auf den Zuschauer. Hier kommen aber leider nicht die Zuschauer zu Wort, sondern nur die Produzenten und der Regisseur, was ziemlich nichtssagend ausgefallen ist. Zum Schluss dürfen wir uns über 15 Minuten an Deleted Scense und ein alternatives Ende freuen, welche den "Hinter den Kulissen" Bereich gut abrunden. Weiter geht es nun mit sieben kurzen Interviews, welche typische PR-Clips darstellen und nur bedingt interessant sind, von mangelnder Hintergrundinformation ganz zu schweigen. Vor allem die euphorische Art des Regisseurs nervt nach dem x-ten mal gewaltig. Zum Schluss gibt es noch Impressionen von der Filmpremiere in Berlin, welche damals von VIVA ausgestrahlt wurde und das einzige Extras darstellt, welches keine Untertitel bereithält. Außerdem liegt der Blu-ray ein 6seitiges Booklet bei und es werden Darstellerinformationen und eine handvoll Trailer, darunter auch der Originaltrailer zum Film in High Definition, geboten.


"The Sixth Sense" gehört zu der Sorte Film, welche auch nach dem zehnten Mal schauen immer noch spannend und gruselig ist. Und obgleich der grandiose Schlussplot bekannt ist, verliert der Film nichts von seiner Faszination und dies kann nicht jeder Film von sich behaupten. Die vorliegende Blu-ray katapuliert "The Sixth Sense" ins HD-Zeitalter und trotz kleinerer Mängel in Bild und Ton stellt die deutsche Disc, welche Ländercode frei ist, ein lohnendes Upgrade zur alten DVD-Version dar.


Film++++++
Bild++++/-
Ton++++--
Bonus++++--


Druckbare Version
Sixth Sense, The (Platinum Edition)
Sixth Sense, The
Sixth Sense, The (Platinum Edition)
Sixth Sense, The (Collector's Edition)
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.