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ESP, IT 1995
Originaltitel:Día de la bestia, El
Alternativtitel:Day of the Beast, The
aka. Dia de la bestia, El
Länge:103:46 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Álex de la Iglesia
Buch:Álex de la Iglesia, Jorge Guerricaechevarría
Kamera:Flavio Martínez Labiano
Musik:Battista Lena
Darsteller:Álex Angulo, Santiago Segura, Armando De Razza, Terele Pávez, Nathalie Seseña, Maria Grazia Cucinotta, Gianni Ippoliti, Jaime Blanch, David Pinilla, Antonio Dechent, Ignacio Carreño, Saturnino García, Pololo, Higinio Barbero, Daniel Cicare, Javier Manrique, Aitor Fernández, Paloma Montero, Antonio Chamorro, Jaime Barnatán
Vertrieb:Anolis
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-50
Regionalcode:B
Bildformat:1,85:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 2.0 Stereo (dt.), DTS-HD Master Audio 5.1 (span.)
Sprache:Deutsch, Spanisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:Mediabook
Blu-ray-Start:30.06.2014 (Kauf)
Bonus:
  • 28-seitiges Booklet
Disc 1: Blu-ray
  • Audiokommentar mit Regisseur Álex de la Iglesia
  • Französischer Trailer (1:34 Min., 1080p)
  • Spanischer Trailer (3:04 Min., 1080p)
  • Teaser / TV-Spot (0:21 Min., 1080p)
  • Bildergalerie (2:11 Min., 1080p)
Disc 2: DVD
  • Hauptfilm in Standard Definition (99:37 Min.)
  • Audiokommentar mit Regisseur Álex de la Iglesia
  • Französischer Trailer (1:31 Min.)
  • Spanischer Trailer (2:57 Min.)
  • Teaser / TV-Spot (0:21 Min.)
  • Bildergalerie (2:06 Min.)
Disc 3: Bonus-DVD
  • Making-of "El dia de la bestia" (20:48 Min.)
  • Interview mit Álex de la Iglesia (44:08 Min.)
  • Interview mit Armando De Razza (21:12 Min.)
  • Interview mit Santiago Segura (24:51 Min.)
  • Filmfest Gerardmer 1996 (6:05 Min.)
  • Dario und Alex im Gespräch (50:32 Min.)
Professor Angel Berriartua (Álex Angulo) hat seit 25 Jahren die Bücher der Apokalypse studiert. Er ist zu der Überzeugung gelangt, dass der Antichrist am Weihnachtsabend in Madrid geboren wird und die Menschheit fortan in ewiger Verdammnis leben muss. Dadurch, dass er böse Taten begeht und dabei skurrile Verhaltensweisen an den Tag legt, hofft er, den Teufel heraufbeschwören zu können, um ihn dann irgendwie zu überlisten. Es gelingt ihm in dem Death Metal-Freak Jose Maria (Santiago Segura) und in dem betrügerischen Fernsehprediger Cavan (Armando De Razza) Mitstreiter für seine Sache zu gewinnen. Zusammen geraten sie in die absurdesten Situationen, bis es zur Konfrontation mit dem Teufel in einem apokalyptischen Showdown kommt ...
"Du weißt doch selbst, was sich nachts in unserer Straße rumtreibt. Lauter Nutten, Neger, Drogensüchtige und Killer. Ich sag dir was: Ich wünsch mir, dass einer von denen mal hier reinkommt. Dem ersten würd ich die Eier wegballern, bevor er nur ein Wort gesagt hat, als Begrüßung! Dann brech ich ihm die Knochen, dass er für den Rest seines Lebens nur noch im Rollstuhl sitzen kann! Dann wird er wissen, was Schmerzen sind!" - José Maria

Aktuell steht der spanische Ausnahmeregisseur Álex de la Iglesia mit Interner Link"Witching & Bitching" in den deutschen Kaufhäusern und spaltet erneut Fans und Kritiker. Ob seine aberwitzige und auf den ewigen Geschlechterkampf anspielende Horror-Komödie einmal den gleichen Status erzielen kann, wie sein Frühwerk "El dia de la bestia" wird sich zeigen müssen. Auch wenn die 1995er Produktion mit zu den massentauglichsten Filmen des Regisseurs zählt, wird die Horror-Komödie für ein Mainstream-Publikum nur schwer zugänglich sein. Europäische Filme haben es ohnehin schwer im amerikanisierten Horror-Genre, und wenn dann noch der eigenwillige Humor spanischer oder französischer Filmemacher dazukommt, stellt sich für die meisten Kinogänger ein befremdliches Gefühl ein.

El dia de la bestiaEl dia de la bestiaEl dia de la bestia

"El dia de la bestia" ist ebenfalls mit humoristischen Elementen gewürzt, die aber wiederum dermaßen schwarz und böse sind, dass selbst der normale Kinogänger ein Schmunzeln nicht unterdrücken kann. Horrorelemente sind hier sogar zweitrangig, und wer Splatter und ausufernde Gewalteinlagen sehen möchte, ist auch hier fehl am Platz. Álex de la Iglesia kombiniert vielmehr skurrile Personen mit aberwitzigen Situationen und Humor, den der Teufel Lieben würde. Was allerdings witzig anfängt, endet meist sehr schmerzhaft für die Darsteller, und wenn Pater Angel Berriartua (Álex Angulo, Interner Link"Pan's Labyrinth") die böse Seite nach außen tragen muss, um mit dem Teufel in Kontakt zu treten, brechen nicht nur Nasen und Beine, sondern auch mal ein Genick. Nicht selten sind die gewalttätigen Ausuferungen der Situation geschuldet, was das Gezeigte noch aberwitziger macht.
Während der Priester seine Mission, den Teufel zu beeindrucken, eher zufällig erfüllt, gehört José Maria (Santiago Segura, Interner Link"Torrente", Interner Link"Hellboy") zu den raueren Gesellen im Film und verteilt ordentlich Schrot und Faustschläge. Der speckige Metal-Freak ist der Chaot in der Gruppe und folgt dem Priester im Kreuzzug gegen den Teufel. Um das Trio-Infernal zu komplettieren, wird ihnen noch der Okkultismus-Experte Cavan, gespielt von Armando de Razza, zur Seite gestellt. Als TV-Abzocker muss er im Film mitunter am meisten leiden und hält die beiden Fanatiker zu Beginn für Spinner.

El dia de la bestiaEl dia de la bestiaEl dia de la bestia

So witzig die Hatz in Álex de la Iglesias Kultfilm auch sein mag, schlägt der Regisseur durchaus ernste Töne an und lässt kein gutes Haar an der Institution Kirche. Dabei ist es zu Beginn nicht ganz schlüssig, ob der Grund für Pater Angel Berriartuas Handeln nicht mehr als ein Hirngespinst aus religiösem Fanatismus darstellt. Erst nach erfolgreicher Beschwörung und sadistischen Gräueltaten einer Gruppe satanistischer Anhänger wird dem Zuschauer schnell klar: Der Priester lag mit all seinen Vermutungen richtig und der Höllenbote ist nicht mehr fern!

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"El dia de la bestia" ist eine Qual für bibelfeste Christen und alle, die es mal werden wollen. Er ist aber auch ein Fest für Filmfans, die neben schwarzem Humor auch einem sozialkritischen Unterton nicht abgeneigt sind. Es gibt eine Menge zu entdecken in dieser skurrilen Welt aus christlicher Nächstenliebe, brachialem Death-Metal-Sound und religiösem Fanatismus. Wenn es nach Álex de la Iglesia geht, hat der Film keine Botschaft und funktioniert auf keiner Metaebene. Er behauptet sogar, er habe als Regisseur versagt, wenn jemand eins von beidem in seinem Film finden sollte. Tja, Herr Iglesia, dann haben Sie versagt, aber es war großartig!

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"Hilft diese Kassette uns denn weiter ?" - Pater Angel Berriartuas
"Was Heavy Metal?" - Cavan
"Hey das ist Death Metal, das ist was ganz anderes!" - José Maria

Viel möchte man zu "El dia de la bestia" nicht erzählen, denn die Spoilergefahr ist einfach zu groß, und der Film soll noch von vielen entdeckt werden. Dazu gehört auch der Überraschungseffekt, den wir an dieser Stelle niemandem rauben wollen. Daher soll euch unser kurzer Text zum Film die Berührungsängste nehmen, die viele immer noch mit dem europäischen und vor allem spanischen Kino haben. Widmen wir uns also lieber der Neuauflage durch Anolis. Für das Label ist "El dia de la bestia" mindestens genauso wichtig ist wie für den Regisseur selbst. Es war Anolis erster Titel auf VHS, der erste Titel, den die Jungs synchronisieren ließen und der erste Titel, den das damals noch junge Label auf DVD veröffentlicht hat. Leider schaffte man es nicht, den Film damals auch als hauseigenes Blu-ray-Debüt auf den Markt zu bringen. Dafür stellt die am 30.06.2014 erscheinende und hier vorgestellte 3-Disc-Edition weltweit die erste Blu-ray-Veröffentlichung des Films überhaupt dar! Also war man diesbezüglich wieder erster.

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(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Die besprochene HD-Fassung von "El dia de la bestia" liegt im Originalformat von 1,85:1 vor und wurde in MPEG-4 kodiert. Die Steigerung zur angestaubten Letterbox-DVD, die Anolis 2001 veröffentlichte, ist erheblich und in unserem Bildvergleich nachzuprüfen. Wie Regisseur Álex de la Iglesia in dem enthaltenden Audiokommentar erklärt, ist seine 1995 gedrehte Horror-Komödie durchaus ein Problemkind. Für die 2006er DVD-Neuauflage in Spanien mussten bereits viele Mängel ausgebessert werden. Das Bild wurden weitgehend gesäubert und ist nun frei von Defekten und Verschmutzungen. Der Bildstand ist ruhig, und es wurde versucht, den problematischen CGI-Sequenzen mit Kontrast- und Farbkorrektur Herr zu werden. Doch auch aus heutiger Sicht sind diese mit Computereffekten angereicherten Szenen qualitativ die schlechtesten im gesamten Film.

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(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Auch wenn der Schärfegrad aufgrund der höheren Auflösung mehr als gut ausfällt und der Detailgewinn nicht von der Hand zu weisen ist, stellt sich beim Betrachter schnell Ernüchterung ein. Der spanische Lizenzgeber hat eindeutig an Geld und Zeit gespart, um "El dia de la bestia" für das HD-Zeitalter vorzubereiten. Zeigte der Film schon immer eine grobe Körnung, wirkt gerade diese Kornstruktur im aktuellen HD-Transfer unnatürlich, und es zeigen sich deutliche Scanartefakte, die sich in den Screenshots als unschöne Gittermusterung offenbaren. Als Entwarnung sei gesagt, dass im bewegten Bild nichts mehr davon zu sehen ist. Dennoch leidet nicht selten die Natürlichkeit darunter, und aufgrund einer sichtbaren Nachschärfung, die sich durch Doppelkonturen und gelegentliche Treppenmuster auszeichnet, hinterlässt das Bild einen inkonsistenten Eindruck. Dies gilt auch für den Kontrast, der mal ausgewogen und natürlich, dann wieder viel zu hart und sumpfig wirkt. In den schwächsten Momenten lässt er Details im viel zu tiefen Schwarz ertrinken und zeigt zudem deutlich stehende Rauschmuster. Dies geschieht am häufigsten in den besagten Effektshots, wie z .B. bei der Beschwörung des Teufels oder beim Finale auf dem Dach. Dieses Ungleichgewicht tritt auch bei der eigentlich sehr natürlichen Farbgebung auf und sorgt gerade in Rottönen immer mal wieder zu Übersättigungen.

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(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Es sollte natürlich in Betracht gezogen werden, dass "El dia de la bestia" ein gering budgierter Independentfilm aus Spanien ist und man bereits während der Dreharbeiten eine Menge falsch gemacht hat, wie es der Regisseur im Kommentar zu verstehen gibt. Zufrieden darf man von daher dennoch mit dem Bild sein. Trotz einer nicht sehr sorgfältigen Aufarbeitung des Materials stellt dies bisher weltweit die beste Fassung des Films dar, und da die Spanier den selben Kurs wie ihre italienischen Kollegen fahren, darf so schnell nicht mehr mit einem neuen HD-Transfer gerechnet werden. Da sind unsere Nachbarländer halt sehr eigen. Es sollte noch am Rande erwähnt werden, dass Anolis nicht noch zusätzlich an den Reglern drehte und auch die Kompression tadellos im Hintergrund arbeitet. So bleibt ein zufriedenstellendes Ergebnis was uns 4 Punkte wert ist.

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"El dia de la bestia" war der erste Titel, den Anolis damals noch für die VHS-Version synchronisieren ließ und auch auf der DVD in Stereo aufspielte. Nach dem heutigen Geschmack ist die Synchronisation nicht immer hundertprozentig gelungen, aber sie klingt alles andere als amateurhaft. Für die HD-Version wurde der Mix nicht groß verändert, daher bleibt er weiterhin gut aufgeräumt und verständlich. Die Stereo-Separation ist ordentlich, und Musik als auch Nebengeräusche werden klar und sauber wiedergegeben. Die Dialogwiedergabe ist ebenso vorbildlich wie der Hochtonbereich, der sich keine Ausreißer erlaubt. Lediglich Dynamikumfang sowie Basseinsätze vermisst man in der deutschen Tonspur schmerzhaft. Dahingegen bietet der spanische HD-Mehrkanalton eine weiträumige und durchaus druckvolle Abmischung. Dialoge werden ebenfalls gut wiedergegeben, klingen allerdings leicht gedämpft. Nebengeräusche und der Score verteilen sich homogen über sämtliche Kanäle und sorgen für eine stimmige Räumlichkeit, ohne dabei mit Direktionalität aufzutrumpfen.
Dafür bietet der Frontbereich ein paar nette Links-Recht-Aktivitäten, und auch wenn der Dynamikumfang nicht sonderlich hoch ist, klingt der Originalton um einiges offener und baut auf einem soliden Bassfundament auf. Die alte DVD hatte lediglich eine Stereo-Spur, und auf dem Mediabook wird der Originalton fälschlicherweise als Stereo aufgeführt. Hätten die Produzenten 2006 nicht noch einen brauchbaren Digitalton gefunden, wäre es auch dabei geblieben. "El dia de la bestia" war damals der erste spanische Film mit digitalem Sound. Allerdings gab es damals kein Kino, das einen Digital-Mix wirklich abspielen konnte, weshalb der Originalton im Laufe der Zeit bei Cineart verloren ging. Erst eine Woche vor Fertigstellung der 2006er DVD-Version wurde der Originalton wieder aufgefunden und auf die DVD gepresst, wodurch man erstmals nach der Premiere 1995 in den Genuss einer digitalen Abmischung kommen durfte. So darf sich auch der deutsche Originaltonliebhaber über einen guten, spanischen HD-Ton freuen, der jetzt keine Preise gewinnen wird, aber dennoch für einen fast 20 Jahre alten Independent-Film ziemlich brauchbar klingt. Deutsche Untertitel lassen sich hinzu schalten.

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Ausstattungstechnisch steht Anolis seiner DVD-Auflage aus dem Jahre 2001 fast in nichts nach und legt sogar noch einmal eine Schippe drauf. Allerdings muss direkt erwähnt werden, dass es dem Label aus lizenzrechtlichen Gründen nicht möglich war, Álex de la Iglesias Kurzfilm Interner Link"Mirindas Asesinas" auch in dieser Edition zu veröffentlichen. Ein kleiner Wermutstropfen, der aber durch einen Audiokommentar mit dem Regisseur wieder wett gemacht wird. Der Kommentar stammt aus dem Jahre 2005 und geht nicht nur auf die Entstehungsgeschichte von "El dia de la bestia" ein, sondern handelt diverse Produktionsaspekte, Hintergrundinformationen und Anekdoten in einer informativen wie interessanten Mischung ab. Álex de la Iglesia spricht auch weniger gelungene Momente an, zeigt sich durchaus kritisch, wenn es um die Effekte im Film geht, und geht auf die Restaurationsarbeiten ein, die für die 2006 erschienene spanische Special Edition vorgenommen werden musste, da weder das Bild noch der Ton in einem zufriedenstellenden Zustand waren.

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Dem 3-Disc-Mediabook liegt neben einer DVD und Blu-ray-Version des Hauptfilms noch eine Bonus-Disc bei, die fast identisch zur Erstauflage ausfällt. Während auf den Hauptfilm-Discs eine Bildergalerie und diverse Trailer zu finden sind, startet die Bonus-DVD mit einem unterhaltsamen Making-of, in dem diverse Bereiche der Produktion kurz angeschnitten werden. Zudem befinden sich drei ausführliche Video-Interviews auf der Scheibe, für die man die beiden Darsteller Armando de Razza und Santiago El dia de la Bestia - Cover B Segura sowie den Regisseur gewinnen konnte. De Razza kann seine Sprachbarriere gut überwinden, was beim Lesen der deutschen Untertitel ohnehin nicht auffällt. Er erzählt auf sehr charismatische Art und Weise von seiner Schauspielkarriere und den Dreharbeiten zu "El dia de la bestia". Segura, der u. a. über sein Kunststudium und seine früheren Jobs erzählt, ist wie auch im Making-of stets zu Scherzen aufgelegt. So brach er damals die Ausbildung zum Lehrer ab, weil er auf 16-jährige Mädels steht und somit nur in den Knast gekommen wäre. Außerdem kann er wohl schwerlich früh aufstehen und fühlt sich mittlerweile als Regisseur und Darsteller im Film sehr wohl.
Die längste Zeit bekommt natürlich Regisseur Álex de la Iglesia zugesprochen, der fast eine dreiviertel Stunde über seine Arbeitsweise, seine Kollegen und die spanische Filmindustrie plaudern darf, was sich als sehr interessant herausstellt. Sehr unterhaltsam gestaltet sich auch das 6-minütige Video mit Einblick in das französische Filmfestival Gerardmer aus dem Jahre 1996, bei dem "El dia de la bestia" den Preis des besten Filmes gewann.

Neu dazu gekommen ist das 50 Minuten lange Interview mit Álex de la Iglesia und Dario Argento, welches in einer ruhigen Atmosphäre eines Hotelzimmers stattfand. Beide sprechen über ihre ersten Gehversuche, über Erfolge und Enttäuschungen und sind sich ziemlich einig: Die Filmbranche ist nicht selten widerlich und abschreckend. Für unabhängige Filmemacher bedeutet jede neue Produktion einen Kampf um die künstlerische Freiheit und den Versuch, den Druck von außen nicht zu erliegen. Das Interview fand ca. 1993 statt, als Argento gerade mit Interner Link"Trauma" und de la Iglesia mit Interner Link"Aktion Mutante" ihre Erfolge feierten. Letzterer wird ebenfalls verstärkt thematisiert, und beide sprechen allgemein über die Faszination des Filmemachens. Es ist beeindruckend, dass beide regelmäßig vom englischen in ihre jeweilige Heimatsprache wechseln. Allerdings scheint dies weder für den Interviewer noch für die beiden Regisseure ein wirkliches Problem darzustellen. Für uns ist es sowieso egal, da Anolis das komplette Bonusmaterial deutsch untertiteln ließ.

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Dem Mediabook legt Anolis noch ein 28-seitiges Booklet bei, welches nicht nur reichlich bebildert wurde, sondern auch mit vielen Informationen zum Film, dem Regisseur und den Darstellern aufwartet. Das unliebsame FSK-Logo wurde auf ein Deckblatt gedruckt und kann, nachdem die Folie entfernt wurde, einfach entsorgt werden. Das Mediabook wurde im Hochglanzformat und in zwei Cover-Varianten produziert. Version A zeigt das klassische Artwork und ist auf 1000 Stück limitiert, während Version B mit einem neuen Artwork von Daryl Joyce ausgeliefert wird und auf 500 Stück limitiert ist.

Fast 20 Jahre nach seiner Uraufführung erscheint ausgerechnet in Deutschland weltweit die erste HD-Version dieses spanischen Kultfilms. Da hat Anolis eindeutig die Nase vorn und präsentiert "El dia de la bestia" in einer liebevollen Umsetzung, die derzeit und wahrscheinlich auf lange Sicht gesehen, die beste Veröffentlichung darstellt, die es derzeit vom Film gibt. Da kann man über gewisse Unzulässigkeiten beim HD-Transfer hinwegsehen, und sollte in absehbarer Zeit im Ausland eine weitere HD-Variante herauskommen, wird diese auf demselben Transfer basieren.


Film+++++-
Bild++++--
Ton++++--
Bonus++++--


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Dia De La Bestia, El (2 DVD)
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Dia De La Bestia, El (2DVD)
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